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Hi,

das hier ist vom 20.12.04.

<< für hart gesottene Spieler >>

Da fühlt man sich ja fast provoziert :D

MC
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Die Experten von "Frankfurter Finance Newsletter" sind der Meinung, dass sich bei der Aktie von B2Digital (/ WKN A0B7G3) spekulative Kurschancen bieten.

B2Digital sei zum ersten Mal 1983 an der Börse unter dem Namen Telecommunication Products gelistet worden. Nach einer Auflösung und der Neugründung Ende der 90er Jahre habe man sich zunächst erfolglos auf Kompressionstechnologie und Videokonferenz-Software konzentriert. 2002 sei das im selben Terrain tätige Unternehmen Interleisure einverleibt und dessen Geschäftsführer Robert Russell zum Chief Executive Officer ernannt worden. Der auf die Unterhaltungsindustrie spezialisierte ehemalige Kasinomanager habe das Angebot des seit Juni diesen Jahres unter dem Namen B2Digital firmierenden Unternehmens auf die Versorgung von Hotels mit digital basierten Unterhaltungsangeboten gelenkt. Dabei komme B2Digital die Kompetenz in der Videokompression zugute.

B2Digital habe mit Macht seit Mitte letzten Jahres mehrere bemerkenswerte strategische Entscheidungen getroffen. Dabei habe B2Digital eine Übernahme vorgenommen, eine Unternehmensbeteiligung verwirklicht und richtungweisende Kooperationen eingeleitet: 1. Durch den Kauf von Hotel Movie Networks Inc. 2003 habe B2Digital Lizenzverträge mit großen Hollywood-Filmstudios bzw. mit deren Distributoren sowohl bezüglich ganz aktueller als auch älterer Filme, sowie vertragliche Beziehungen mit Lieferanten von Pay-Per-View- und Gast-Programmdiensten erlangt. Außerdem sei B2Digital durch die Akquisition mit einem Kundenstamm von 4.500 Hotelzimmern gestartet.

2. Um seine Wettbewerbsposition weiter auszubauen, sei B2Digital im Juni 2004 eine strategische Allianz mit PowerLinx eingegangen, dem Zulieferer von digitalen Diensten für die Choice Hotels International. 3. Im April 2004 sei eine Kaufvereinbarung mit B2Networks über Anteile des Unternehmens getroffen worden. B2Digital halte heute 10% des Providers von Breitbandvideonetzwerken sowie Vertriebs- und Rechnungs(zustellungs)systemen. 4. Im Dezember habe B2Digital ebenfalls eine Absichtserklärung mit Videomoviehouse.com unterzeichnet, um im 22 Milliarden US-Dollar schweren nordamerikanischen Home-Entertainment-Markt zu reüssieren.

Das Management rechne mit einem monatlichen Umsatz von mindestens 26 Mio. USD. Das Management spreche von 28 USD, die man pro Monat pro Hotelzimmer generieren könne. Die Umsätze im ersten Geschäftshalbjahr von 366.415 USD allerdings - die allein von Hotel Movie Networks stammen würden - mit den angegebenen Hotelzimmerzahlen von 5.000 kombiniert, ergebe einen Zimmerumsatz pro Monat von weniger als der Hälfte. Hier könnten jedoch Anlaufschwierigkeiten eine Rolle spielen. Immerhin habe B2Digital einen Kostenvorteil bei der Ausstattung der Zimmer mit der notwendigen Ausrüstung, die B2Digital nach eigenen Angaben zu zwei Drittel billiger bewerkstelligen könnten als die Konkurrenz.

Im Vergleich zum ersten Geschäftsquartal des Geschäftsjahres 2004/2005 sei das akkumulierte Defizit im zweiten Geschäftsquartal, Ende September 2004, um ca. 10% auf 6,4 Millionen US-Dollar bzw. im Vergleich zum Ende des letzten Geschäftsjahres um 28% gestiegen. Der jüngste Quartalsbericht weise aus, dass fast eine Million USD kurzfristiger Verbindlichkeiten vorhanden seien. Für die Deckung der operativen Tätigkeit seien zwei Mio. USD bis Ende des Geschäftsjahres notwendig. Dies wäre aber schon Ende März 2005 aktuell.

Gedeckt werde dieser Finanzbedarf durch eine akzelerierte Ausgabe neuer Aktien. Ende März 2004 hätten 75 Mio. Aktien ausgestanden, sechs Monate später schon 201 Mio. Vor wenigen Tagen sei die potenzielle Anzahl der auszugebenden Aktien auf bis zu 900 Mio. erhöht worden. B2Digital habe jedoch mit den beiden Finanzgebern Dutchess Private Equities Fund und Equities First Holdings jeweils eine Vereinbarung getroffen: Diese könnten Zahlungsmittel wohl in notwendiger Höhe transferieren und würden im Gegenzug, mehrere hundert Millionen Aktien erhalten. Auf die akkumulierten Verbindlichkeiten von 6,4 Mio. USD, die sehr geringe Reichweite der finanziellen Mittel und das gefährdete Überleben des Unternehmens, weise der Unternehmenschef auf die Entwicklungsphase hin, die eben mit entsprechenden Kosten verbunden sei.

B2Digital werde in Berlin und Frankfurt gehandelt. Da der Wert dort kaum Börsenumsätze aufweise, seien Limits dringend geboten. Der derzeitige Aktienkurs von unter einem Euro-Cent spreche für sich und sei nach Ansicht der Experten definitiv kein gutes Zeichen. Mit einer strukturierenden Betrachtung der Aktivitäten des Unternehmens allerdings würden auch die Chancen offenbar, denn die unternehmerischen Entscheidungen der Übernahme von Hotel Movie Networks, der Beteiligung an B2Networks und der Kooperationen mit PowerLinx sowie mit Videomoviehouse.com seien an sich stimmig und bei entsprechender Finanzierung auch nachhaltig. Die enormen Übernahme- und Kooperationsanstrengungen könnten bereits im ablaufenden Geschäftsquartal erste Früchte tragen. B2Digital sei ein sehr extremes Zockerpapier.

Vor diesem Hintergrund könnten sich für hart gesottene Spieler spekulative Kurschancen bieten, falls B2Digital als selbstständiges Unternehmen überlebt und es schafft, seinen Finanzbedarf zu decken, so die Experten von "Frankfurter Finance Newsletter".
 
aus der Diskussion: B2digital...News,Meinungen,Erwartungen.............
Autor (Datum des Eintrages): MoneyCarry  (27.01.05 18:17:36)
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