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Wir haben seit einiger Zeit massive Probleme mit Mietern einer Einliegerwohnung. Seit über einem Jahr vergehen keine drei Tage ohne dass irgendetwas "stattfindet". Entweder es ist ein Fenster eingeworfen, eine Dachrinne abgerissen, es wird mitten in der Nacht 3-4 Uhr die Musik bis zum Anschlag aufgedreht, der jaulenden Hund tagelang allein in der Wohnung gelassen, es wird aus den Nebengelassen geklaut, das gestörte Kind terrorisiert und verletzt (!) andere Kinder. Die Krönung war, dass zwei Mal innerhalb von vier Wochen ein Eimer halbflüssiger Mörtel in die Hofdrainage gekippt wurde. Der Typ ist extrem gestört und aggressiv und sucht in jeder Hinsicht aktiv die Konfrontation. Wegen einzelner Sachen wurden die Leute bereits etliche Male mündlich und auch mal schriftlich abgemahnt, was allerdings nicht das geringste nützt.

Frage: wenn man die Leute loswerden will: ist es dann erforderlich, dass sie die schriftlichen Abmahnungen zu ein und demselben Sachverhalt bekommen (z. B. Diebstahl oder Ruhestörung) oder ist es auch möglich, eine Art "Summierung" der Zwischenfälle ins Feld zu führen? Mein derzeitiger Wissensstand besagt, dass Abmahnungen und erst Recht Kündigungen sich immer auf eine ganz bestimmte Verfehlung richten müssen, um dem Mieter die Gelegenheit zu geben, sich in speziell diesem Punkt zu bessern. Ich kann mich aber nur schwer damit abfinden, dass man in solchen Fällen, wo jeden zweiten Tag etwas anderes "vorfällt", nicht das Gesamtverhalten eine Rolle spielt.

Ich weiß zwar, dass man in einer Einliegerwohnung inzwischen auch ohne gravierende Vorfälle kündigen kann, allerdings beträgt die Kündigungsfrist ja dann 6 Monate. Das würde ich gerne abkürzen, so gut wie möglich.

Hat jemand Erfahrungen mit so etwas?

Danke vorab,

LM
 
aus der Diskussion: Kündigung - Einliegerwohnung
Autor (Datum des Eintrages): LadyMacbeth  (20.07.05 22:45:20)
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