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vielleicht wären die Primacom-Aktien weiter als 90 Euro gestiegen, wenn eben nicht durch Short-Sales künstlicher Verkaufsdruck aufgebaut worden wäre. Wer sich Primacom-Aktien leiht, der macht dies wohl kaum aus wohltätigen Zwecken, sondern um Geld zu verdienen. Auf Kosten derjenigen Aktionäre, die teuer die Aktien abkaufen.


Natürlich wird Herr Hoffmann sich herausreden, dass es kaum Auswirkung auf den Primacom Kurs gab. Solche Ausreden mag ich gerne.

Wer sich das Handelsvolumen (NM+Nasdaq) anschaut, als Primacom von 90 Euro abstürzte, der sieht, dass dies bei niedrigem Trading-Volume erfolgte.


Unstrittig ist, dass AGFB Liquidität zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit aufbauen mußte. Aber hier wäre es sinnvoller und kursschonender gewesen, wenige Stücke zu verkaufen und dafür den vollen Preis zu bekommen, als um Größenordnungen mehr Stücke zu verleihen und dafür nur einen Bruchteil des Aktienkurses als Leihentgelt zu bekommen.


Leider zähle ich zur denjenigen, die nach dem Einstieg von UPC zwischenzeitlich Primacom+AGFB gekauft hatten, da ich sehr viel vom UPC/UGC Management halte (ist Weltklasse und hat Visionen). Zum Glück hatte ich den Verlust noch rechtzeitig begrenzt.
Hätte ich von AGFB`s Leihgeschäften gewußt, wäre ich nie long gegangen.

Einerseits wünscht sich das Primacom/AGFB-Management deutlich höhere per-subscriber Bewertungen. Total illusorisch, solange das Primacom-Management in deutcher Mentalität seit Jahren selbstgefällig ist und nur im Schneckentempo mit dem Angebot von Internet+Telefonie voran. Und möglichst wird dann noch über zu hohe Transfervolumen der User gejammert.

Nee, so bekommt man keine Subscriber-Bewertung wie Cox, TimeWarner, Rogers, Telewest und andere internationale Kabelnetzbetreiber.

Die Short-Seller hatten schon recht. Primacom muß wie UPC delivern, so ist der Kurs noch immer drastisch überhöht.
 
aus der Diskussion: PRIMACOM Thread 84
Autor (Datum des Eintrages): Nullgesicht  (10.09.00 20:43:35)
Beitrag: 60 von 117 (ID:1792119)
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