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@Walrus:

Ich seh das auch so, dass die Wertpapierleihe, wenn die Aktien an AGFB zurückgegeben werden, prinzipiell ein Chance für Anleger darstellen kann.

Denn sofern wirklich Primacom-Aktien geshorted wurden (was typischerweise der Zweck einer Wertpapierleihe ist), dann muß letztendlich über den Markt zurückgekauft werden (sofern noch nicht gecovered wurde).

Die Frage ist hier, inwieweit eine derartige Short-Position gemeldet werden muß. Speziell wenn die Verkäufe am NM erfolgt sind. Es wäre interessant zu wissen, inwieweit es Institutionellen überhaupt an deutschen Börsen möglich ist zu shorten.


Am Nasdaq ist das short interest gering (81,998), auch gab es erst Mitte Juni einen deutlichen Sprung.

http://www.nasdaq.com/asp/quotes_full.asp?kind=shortint&symb…

Berücksichtigen muß man hier aber, dass das Short-Interest nur stichtagsbezogen im Monatsabstand gemeldet wird. Ich habe mehrere Fälle gesehen, wo Hedge Funds Aktien systematisch runtergeshorted haben, ohne dass das Short Interest merklich angestiegen ist. Letzteres deutet dann darauf hin, dass im Abwärtstrend short Positionen immer nach sehr kurzer Zeit geschlossen wurden und daraufhin beisp. am nächsten Handelstag wieder erneut Short-Positionen aufgebaut wurden. Damit wird dann das Risiko reduziert, bei einer plötzlichen Übernahme auf dem falschen Fuss erwischt zu werden.
 
aus der Diskussion: PRIMACOM Thread 84
Autor (Datum des Eintrages): Nullgesicht  (10.09.00 23:43:54)
Beitrag: 65 von 117 (ID:1793037)
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