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Ich habe vor 2 Jahren in einer Pizzeria mit Dönerimbiss als Lieferant und "Junge für alles ausser kochen" gearbeitet.

1. Das drehende Fleisch wird taggleich verzehrt oder am nächsten Tag nicht weiterverwendet. Wenn am Abend was übrig ist, dann ist das Pech.

2. Jeder Dönermann hat ein Zertifikat über die Herkunft und Qualität des Fleisches. Fehler kann sich keiner erlauben, denn eine Strafe würde für viele den finanziellen Ruin bedeuten.

3. Mit wenig Soße ist Döner gesund. Was ist schon dran, an frischem Brot und Salat? (Zumindest in meiner Bude wurde der Salat frisch vom Bauern gekauft und das Brot frisch und selbst gebacken)

Jetzt zur kulturellen Frage:
Ich selbst habe einen Migrationshintergrund, denn meine Großeltern sind vor ca. 45 Jahren als Gastarbeiter aus Italien gekommen. (Ich bin 20)
Sie wurden eingeladen und noch keiner unserer Familie hat jemals vom Staat gelebt.
Die Italiener haben Pizzerien eröffnet und gutes Geld verdient. Genauso machen es die Griechen, Chinesen und andere. Beim Döner gibt es einen kleinen Unterschied und der ist, dass Döner eine deutsche Erfindung ist, die in Berlin groß geworden ist. Dort haben die Türken eine Wachstumsstory daraus gemacht. Es hätten genauso gut auch Spanier oder Rumänen gewesen sein können.
Der Grund: Deutsche Esskultur ist langweilig! Geht mal in ein altes deutsches Restaurant (bürgerlich), da wird man wie ein Alien angeschaut und man denkt sich dass man gerade stört. Döner, Pizza, McDonalds und Co. stehen für Gesellschaft und Willkommenheit. Manchen Deutschen gefällt dies wohl nicht. Vielleicht spielt Neid eine gewisse Rolle dabei.
 
aus der Diskussion: Wie lann eine Nation überleben, in deren Grenzen es mehr döner-und mcdonalds-buden gibt als Bratwurs
Autor (Datum des Eintrages): aktienselect  (31.08.06 21:30:44)
Beitrag: 61 von 62 (ID:23710005)
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