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Guten Abend Leute.
hab es mir gedacht, daß das Thema jetzt wieder verstärkt interessiert.
Ebrad hat jetzt einen Gleichgesinnten gefunden, mit dem er sich hier austoben kann. Schön für ihn!
Leute, welche in solch einer Situation ihre klammheimliche Schadenfreude kaum verbergen könne, dedürfen keiner weiteren Beachtung!
Der Betrieb im Allgäu entspricht nicht dem gängigen Feindbild dieser Deppen, deshalb wird er einfach in die gesamtlandwirtschaftliche Sippenhaft miteinbeschlossen.
Jedem vernünftigen Mensch sollte durch die jüngsten Vorfälle klar geworden sein, daß sich das Problem nicht an den Fragen biologisch / nichtbiologisch oder Tiermehl/kein Tiermehl anknüpfen lässt. Die Grünlandbetriebe im Allgäu unterscheiden sich in ihrer Fütterung kaum von Biobetrieben. Ein Grünlandbetrieb hat es nicht nötig, billiges eiweiß in Form von Tiermehl zuzukaufen. Wissen das unsere "spezialisten" etwa nicht?

Die These, die von Avogadro angeschnitten wurde, ist mir bekannt. In der Tat gibt es Vermutungen, daß Infektionen in england nicht mit Tiermehl, sondern mit der Anwendung von Organophosphaten zur Parasitenbekämpfung zusammenhängen.
Um jetzt wieder Angriffen aus der Bio- und Bauernfeindecke vorzubeugen:
Parasiten zu behandeln schreibt der Tierschutz vor.
Für Parasiten anfällig sind sowohl Bio- als auch konventionelle Rinder. Organophosphate werden vermutlich (was ich nicht genau weiß, poste ICH im Gegensatz zu Anderen hier nicht als Tatsache)auch in der Humanmedizin eingesetzt. werde mich darüber kundig machen.
Welche Medikamente in england in Verdacht gerieten und ob diese in Deutschland auch angewendet werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Und ich weiß auch noch nicht, ob sie in Biobetrieben erlaubt sind. Sobald ich Informationen hab, werde ich sie hier reinstellen.
Falls sich diese Theorie bewahrheiten sollte, ist das mit Sicherheit kein Grund für irgendwelche Knallköpfe, die Landwirte verantwortlich zu machen. Ein an Parasiten leidendes Tier mit zugelassenen Medikamenten zu behandeln, sollte kein Grund für einen Vorwurf sein.
Übrigens werden in Ebrads Traumländern in Südamerika und auch in USA Rinder prophylaktisch durch Ganzkörper-Antiparasitenbäder getrieben!
Es gibt noch andere Theorien!
Die positiven Rinder in Deutschland werden allgemein als BSE-erkrankt beschrieben!
Dem ist definitiv nicht so!
Die Tiere erfreuten sich bis zu Ihrer Schlachtung bester Gesundheit und fielen nicht durch atypische Verhaltensweise auf. Ob, und wie weit eine Zersetzung des Hirns vorhanden war, entzieht sich noch meiner Kenntnis. Sie wäre aber wahrscheinlich mit eine Verhaltensauffälligkeit verbunden gewesen, und außerdem hätte sie keines Labortests bedurft, um festgestellt zu werden.
Festgestellt wurde das Vorhandensein von Prionen.
Es gibt Vermutungen, daß es sich dabei um einen genetisch bedingten Defekt handeln könnte, der in der Natur bei manchen Tieren vorkommt.
Zu einer Erkrankung wäre dann ein bestimmter äußerer Einfluß
(ob Tiermehlfütterung, Parasitenbekämpfung oder etwas anderes ) notwendig.
Es gibt Viruserreger (IBR, Q-Fieber), mit denen ein Rind uralt werden kann, ohne zu erkranken. erst durch bestimmte auslösende Faktoren bricht die Krankheit aus. Und erst dann wird sie ansteckend! (Diese Krankheiten könne übrigens auch nicht am Schema Bio/Nichtbio oder artgerecht gehalten/nicht gehalten festgemacht werden.
Die Schlüsse aus dieser Theorie wären:

Prionen im Hirn kommen schon lange bei einzelnen Tieren vor.
Das weiß man nur nicht, weil früher nicht danach gesucht wurde.
Es würde auch die vergleichbare Krankheit bei amerikanischem Rotwild erklären (WER HAT DIESE VIECHER VERSAUT? AUCH DIE DEUTSCHEN BAUERN? GIB ANTWORT; EBRAD!!!!)

Zum seitherigen Status "BSE-frei" für Deutschland:
Dieser beruhte tatsächlich darauf, daß noch nie flächendeckend untersucht wurde. Das müssen wir uns alle, die wir voller Hoffnung waren, nun eingestehen.
USA und Argentinien gelten als BSE-frei! Wurden dort schon Reihenuntersuchungen an über 30-Monate alten Schlachtrindern durchgeführt?
Die Antwort kann mir sicher Ebrad geben!
Und nochetwas möchte ich von ihm wissen:
In Argentinien fallen genauso, wie in Deutschland, schlachtabfälle an. Niemand kann mir weismachen, daß alles genutzt wird. Ich denke nicht, daß die Argentinier die 45% eines Rindes, welche wir seither zu Tiermehl verarbeiten, aufessen!
Was passiert in Argentinien damit?
Alles in Allem ist mein Resümee der letzten Tage:
Es haben sich viele neue Fragen gebildet, obwohl die alten noch nicht beantwortet sind.
Jedem bleibt selbst überlassen, ob er ins gleiche Horn, wie unsere "ALLESWISSER" stößt, oder ob er sich ein objektives Bild über alles macht.
Noch haben wir keine CJ-Kranke, und das sollte zuversichtlich machen!
 
aus der Diskussion: BSE - Mir platzt der Kragen, wenn ich lese, was dazu für Sche** geschrieben wird!
Autor (Datum des Eintrages): glaubnichtalles  (17.12.00 23:26:43)
Beitrag: 71 von 462 (ID:2547468)
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