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PC – basierte iTV – Settopboxen werden es m. E. sehr schwer haben. Der iTV – Markt wird ein Massenmarkt ( z.B. muss die 95 % TV – Verbreitung bis spät. 2010 in Europa auf digital umgestellt werden, was Settop – Technik erfordert ).

Menschen die einen PC haben oder sogar das Internet beherrschen, bilden eine Minderheit ( Inet ca. 16% ). Viele andere sind technisch uninteressiert. Gewerbliche Nutzer ( Hotels, Konzerne, Krankenhäuser, Altenheime, Bars usw.) sind es i. E. gar nicht. D.h. eine iTV Settop Box ( und sei sie integriert ) muss einfach idiotensicher laufen, eben wie ein TV – Gerät. Die breite Masse wird Probleme wie bei der dbox nicht akzeptieren. Daher bin ich bezüglich PC – Technologie und deren Abstürze, Bootzeit, Komplexität sehr skeptisch. Immerhin hat man die Probleme in 15 Jahren nicht in den Griff bekommen. Hinzu kommt, dass ich pers. Kühlgeräusche im „TV-Wohnzimmer“ für völlig unakzeptabel halte.

Die meisten, auf Settops spezialisierten Firmen, sehen das ähnlich ( PACE, SA, Mbox, Galaxy usw. ). Käme ja auch keiner auf die Idee brummende SAT-Receiver, mit 1 min. booting, bluescreens u. ä. vk zu wollen ( = > da Massenmarkt für Jedermann ). Klar, dass SIEM gerne die hauseigenen PC – Komponenten verwenden würde. Trotzdem bleibt es m. E. eine Sackgasse.

Zudem eine teure. Was m. E. den Ausschlag geben wird. Die billigste Mbox Phoenix ( i. E. ein einfacher digital Receiver ) wird ca. 300 EUR kosten ( 270 US$ ). Das geht, da man keine superneuen state of the art Intelchips, Busse, Windowsversion ( MS – Lizenz ;) ) usw. verwenden muss. Und wenn SIEM sich auf den Kopf stellt, werden sie kaum unter 750 EUR kommen. Dafür ist der PC Komponenten Markt einfach zu gefestigt.

Da es aber um einen Massenmarkt geht ( TVsets weltweit 1 MRD, TVs in USA ca. 100 MIO, Kabel – NRW „bis 2003 sollen 4,2 Millionen Haushalte technisch aufgerüstet“,
Settops nur BSkyB UK „4,1 Millionen Kunden Set-Top Boxen mit OpenTV-Software“ usw. Quelle: Wallstreet Online 13.11.2000 ) wäre es illusorisch zu meinen, dass sich Systeme durchsetzen die weder gut noch günstig sind . Bestes Beipiel dafür: EX-Gummistiefelhersteller Nokia, die den ehemaligen Marktführer Motorola das Fürchten lehrte. Ergo = > keine Monopole im Hardwaremarkt.

Das mag ( temporär ) bei Pilotprojekten – wie in Leipzig ( 130.000 ) – anders sein. Jedenfalls käme für Großabnehmer eine SIEM / FUJ – Box für ( aktuell ) 1300 EUR nicht in Frage, wenn selbst die beste Phoenix ( mit allem was das Herz begehrt! YES ! fette FP, DVD, Smardcard, Telephonie usw. ) nur maximal 700 EUR kostet. Zumal, wenn sie die Box an subscriber "weiterverschenken" müssen. No way !

Demnach werden PC – Settop – Anbieter früher oder später umschwenken müssen ( vgl. Video 2000 ). Dann sind sie aber dort, wo PACE, SA, Mbox schon waren und grasten. Und die Entwicklung macht bekanntlich nicht Halt und wartet... ;)

= > Ergo: „Mbox Entwicklungsvorsprung von 12 bis 18 Monaten“ ? = > Präsentation der iTV - Phoenix am 13.12.2000 = > OH YES, SIR ! Strike !

Gruß pd ( Drei mit einem Streich )
 
aus der Diskussion: David Mbox: Gut im Rennen gegen die Goliaths Nokia, Panasonic, Microsoft usw. ?
Autor (Datum des Eintrages): Placido-Domingo  (11.01.01 19:12:08)
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