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Im Kabel bald neben TV Telefon und InternetNeue Möglichkeiten, alte Probleme


KREIS BERGSTRASSE (ai). Neuer Anbieter, neue Programme, neue Möglichkeiten, aber die alten Probleme: 55 000 Haushalte im Raum Bergstraße, die an das Kabelnetz angeschlossen sind, müssen sich seit wenigen Wochen damit abfinden, nur noch einen französischen Sender, TF 1, empfangen zu können. FR 3 musste auf Kanal S 9 dem Privatsender B.TV weichen. Der berichtet zwar ausführlich über das Geschehen in Baden-Württemberg, was aber für Zuschauer in Südhessen kaum von Interesse ist. Wie seit Beginn des Kabel-Zeitalters werden in das Breitbandnetz an der Bergstraße die Sender eingespeist, die von Mannheim aus verbreitet werden. An dieser Struktur hat sich noch nichts geändert, seitdem am 1. August 2000 das Unternehmen E-Kabel in diesem Geschäftsbereich Nachfolger der Deutschen Telekom ist. Obwohl in der Bundesrepublik Fernsehen Teil der Kultur und damit Ländersache ist, werden die Zuschauer im Kreis Bergstraße und im südlichen Teil des Kreises Darmstadt-Dieburg mit dem beliefert, was die Landesmedienanstalt in Stuttgart auswählt. Die für Hessen zuständige Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR) in Kassel toleriert diesen Zustand seit Jahren. Gunter Maier, Geschäftsführer von E-Kabel, gelobt allerdings Besserung. Er sagte auf Anfrage, Ziel seines Unternehmens sei es, den Raum Bergstraße an das hessische Breitbandnetz anzuschließen. Landesweit hat sein Unternehmen 1,3 Millionen Anschlüsse von der Telekom übernommen. Ziel des Unternehmens sei es, die Zahl der Kunden auf zwei Millionen zu steigern. Große Teile des Kabelnetzes der Telekom waren im vergangenen Jahr zunächst von dem europäischen Investorenkonsortium Klesch & Company Limited gekauft worden. Das Konsortium mit Sitz in London erwarb 65 Prozent, 35 Prozent verbleiben bei der Telekom. Vor einem Jahr hatte die Telekom bereits die Mehrheit am Breitbandkabelnetz in Nordrhein-Westfalen an die amerikanisch-britische Betreibergesellschaft Callahan Associates International LLC verkauft. Mit dem Kauf eröffnet sich nach den Worten von E-Kabel-Geschäftsführer Maier die Möglichkeit, das Netz auszubauen. Damit stehe in Hessen eine weitere multimediale Hochleistungsinfrastruktur zur Verfügung. Über das Kabel können dann alle Dienste vom Telefon über TV bis zum schnellen Internet-Zugang oder Video-Demand vermarktet werden. E-Mails könnten dann vom Fernsehgerät im Wohnzimmer aus verschickt und empfangen werden, auch das Surfen im Internet wäre ohne PC möglich. Die vielen Menschen, die sich mit dem Nachbarland Frankreich verbunden fühlen, tröstet das allerdings nicht über die Tatsache hinweg, dass von zunächst vier nur noch ein Sender im Kabel übrig geblieben ist. Früher waren außer TF 1 und FR 3 der Kulturkanal TV 5 (vergleichbar mit 3 Sat) und Antenne 2 zu empfangen. Wer diese Vielfalt sucht, der muss – trotz Kabelanschluss – die Programme direkt per Satellit ins Haus holen.
16.2.2001 Druckversion dieses Artikels

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Gleiche Kabel-Bedingungen für alle
Hamburgs Wirtschaftssenator: Telekom soll Netze ausbauen
Auf dem Sprung zur digitalen Hauptstadt Im Berliner Kabelnetz beginnt die Multimedia-Zukunft / Alternativen zu Kirchs Pay-TV-Decoder im Test
Von Thomas Harms
Revolution im Kabelnetz: Ab Anfang April bietet die Telekom in Berlin einen schnellen Internetzugang über das Kabel an. Kirchs veralteter Digitaldecoder soll dabei schon bald durch eine moderne Settop-Box abgelöst werden.
Während im Rest der Republik das zweitgrößte Breitbandkabelnetz der Welt weiterhin ein Dasein als Transporteur von ein paar TV-Programmen fristet, sollen Berliner Kabelkunden schon in diesem Frühjahr den Durchbruch zum Multimedianetz erleben. Ab April will Kabel Berlin-Brandenburg (KBB), eine Regionalgesellschaft der Telekom, erstmals in Deutschland schnelles Internet via Breitbandkabel in größerem Stil auf den Markt bringen. Bisher gehen Webnutzer fast ausschließlich über relativ langsame Telefonverbindungen online. Das neue Angebot der Berliner Telekom soll den Bewohnern der Hauptstadt neben digitalen Fernsehprogrammen und neuen Kabeldiensten auch den bis dato schnellsten Internetzugang für Privatkunden bieten.
Möglich wird der Einstieg in die Vermarktung von Multimediadiensten via Fernseh-Kabel dadurch, dass die KBB in den vergangenen zwei Jahren rund 700 000 Berliner Haushalte an ein modernes Breitbandkabelnetz angeschlossen hat. Die Kabelfrequenzen wurden dabei von den bisher üblichen 450 Megahertz auf 862 Megahertz erweitert, was die Übertragung von sehr viel mehr TV-Programmen und neuen Angeboten ermöglicht. Außerdem wurde ein sogenannter "Rückkanal" installiert. Dadurch können Zuschauer nicht mehr nur Programme empfangen, sondern auch Daten versenden, was zum Beispiel für das Abrufen von Internetseiten unerlässlich ist.
Bemerkenswert: Mit dem neuen Kabeldienst macht sich die Telekom selbst Konkurrenz. Seit einigen Monaten vermarktet der rosa Riese mit großem Werbeaufwand auch seinen Pauschaltarif "T-Online DSL Flat" für den schnellen Internetzugang per Telefonleitung. Der "Internet-Turbo" via Telefon ist allerdings wesentlich langsamer als das neue Kabel-Internet.
Die Investitionskosten der KBB für die Modernisierung der Netze beliefen sich bisher auf etwa 40 Millionen Mark. Der Grund, warum die Telekom nur in der Bundeshauptstadt so viel Geld in den Kabelausbau steckt, ist einfach: Nur in der Region Berlin-Brandenburg will die Telekom auch in Zukunft Besitzer der Strippen bleiben. Alle anderen Regionen sollen an neue Großinvestoren veräußert werden. Für die Netze von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen ist das bereits gelungen, in den anderen Bundesländern stockt der Verkauf jedoch seit einiger Zeit.
"Durch den Ausbau verfügt Berlin jetzt über das größte aufgerüstete Kabelnetz in ganz Europa", freut sich Bernd Schiphorst, seit Sommer 2000 Medienbeauftragter für Berlin und Brandenburg. Berlins Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres die kühne Parole ausgegeben, bis zum Jahr 2003 die gesamte Hauptstadt mit einem digitalen Hochleistungsnetz auszustatten.
Bis 2003 zur digitalen Hauptstadt
Die Stadt an der Spree wäre damit konkurrierenden Medienmetropolen wie Hamburg oder München möglicherweise sieben Jahre voraus, denn die "Initiative Digitaler Rundfunk" der rot-grünen Bundesregierung will den Übergang zum digitalen Zeitalter erst bis 2010 bewerkstelligen. "Der Plan, Berlin bis 2003 zur digitalen Hauptstadt zu machen, ist real", sagt Schiphorst, "wir verfügen über erhebliche Standortvorteile." Bisher umfasst das Ausbaugebiet vor allem Stadtteile im Osten und in Berlin-Mitte.
700 000 aufgerüstete Haushalte sind allerdings erst die halbe Miete, denn in der Stadt gibt es mindestens 1,4 Millionen Kabelanschlüsse. Ingrid Walther, Referatsleiterin Medien in der Berliner Wirtschaftsverwaltung, erwartet von der Telekom, nun zügig auch in der zweiten Hälfte der Stadt aktiv zu werden: "Wir haben eine Ausbauzusage bis Ende 2002". Handlungsbedarf sieht die Senatsexpertin vor allem bei der notwendigen Kooperation der Telekom mit Unternehmen der Wohnungswirtschaft und zahlreichen konkurrierenden Kabelnetzbetreibern, die in der Stadt rund 90 Prozent der Endkundenanschlüsse unterhalten.
Einen ersten Durchbruch sieht Ingrid Walther in dem Vertrag zwischen der Telekom und der Wohnungsbaugesellschaft HoWoGe im Ostberliner Stadtteil Hohenschönhausen. Die Telekom habe einem Modell zugestimmt, bei dem die Kundenerlöse zwischen den Kooperationspartnern aufgeteilt werden - möglicherweise ein Vorbild für weitere Vertragsabschlüsse.
Der Start eines schnellen Kabel-Internet ist nicht die einzige Überraschung, mit der die Berliner Telekom-Manager in diesem Frühjahr aufwarten. In rund 100 Testhaushalten erprobt die KBB zur Zeit auch eine neue Settop-Box. Sie soll Ende August auf der Berliner Funkausstellung einem breiten Publikum präsentiert werden. Der Empfang von digitalen Fernsehprogrammen und neuen Kabeldiensten auf dem TV-Gerät ist nur mit einer solchen Box möglich.
Bisher hat die d-box des Münchner Medienunternehmers Leo Kirch de facto das Monopol auf dem deutschen Digitalmarkt. Nur mit der Kirch-Kiste können die Programme seines Pay-TV-Unternehmens Premiere World entschlüsselt werden. Und bisher setzte die Telekom bundesweit in ihren Kabelnetzen exklusiv auf die d-box-Technologie. Auch das hauseigene Digital-TV-Bouquet Mediavision kann nur via d-box empfangen werden.
Doch das Gerät aus München hat für die Telekom entscheidende Nachteile. Die d-box wird zwar in Zukunft unter Umständen in der Lage sein, bestimmte Internetdienste über die Telefonleitung anzubieten, ist jedoch aufgrund ihrer technischen Ausstattung als Multimediaterminal in rückkanalfähigen Breitbandkabelnetzen ungeeignet. In diesen Netzen braucht die Telekom aber rasch eine einsatzfähige Settop-Box, die voll internetfähig ist, On-demand-Dienste wie zum Beispiel Spielfilme auf Abruf, Homebanking und Homeshopping ermöglicht und auch interaktive Spiele am Fernseher erlaubt. Gerade diese Produkte seien neben Digital-TV und Kabeltelefonie in Zukunft beim Kabel die entscheidenden Umsatzbringer, betonte Telekom-Breitbandstratege Franz Arnold kürzlich nochmals.
Premiere-Empfang möglich
Bei der in Berlin getesteten Box handelt es sich um ein Multimedia-Terminal von Fujitsu-Siemens. activy 300 holt mit einem Microsoft-Betriebssystem das Internet auf den TV-Schirm, fungiert als digitaler Videorecorder mit eingebauter Festplatte und bietet bei Bedarf auch ein DVD-Laufwerk. Die Hamburger Verlagsgruppe Milchstrasse (TV Spielfilm) steuert die eingebaute elektronische Programmzeitschrift bei. Bei Fujitsu-Siemens betont man den "offenen" Charakter der in Zusammenarbeit mit der Telekom-Entwicklungsfirma T-Nova konzipierten Decoderplattform. Über ein sogenanntes Common Interface (CI) kann das Gerät Programme verschiedener Pay-TV-Anbieter entschlüsseln. Auch eine Version mit einem Betriebssytem des Microsoft-Konkurrenten Linux sei in Vorbereitung, heißt es.
Ein möglicher Großauftrag der Telekom für das activy-System würde Fujitsu-Siemens zu einem wichtigen Spieler auf dem deutschen Markt für Settop-Boxen machen. Für Microsoft wäre nach zahlreichen Rückschlägen der Einstieg in einen europäischen Kernmarkt für Digital-TV gelungen. Der Haken von activy 300: das Gerät ist teuer. Insider rechnen je nach Ausstattung mit einem Preis zwischen 1000 und 2000 Mark. Ob die Telekom das Gerät als massenmarkttauglich ansieht, ist deshalb noch offen.
Für besondere Aufregung dürfte allerdings eine weitere Eigenschaft der neuen Telekom-Testbox sorgen: Der Empfang von Kirchs Premiere-World-Programmen ist mit dem Gerät problemlos möglich. Dafür sorgt ein von T-Nova und BetaResearch gemeinsam entwickelter Chip, der einfach in den dafür vorgesehenen Schacht der Box geschoben werden kann. Lange Zeit hatte sich Kirch geziert, eine solche, in der Fachsprache als Conditional Access Modul (CAM) bezeichnete technische Lösung zu ermöglichen. Jetzt hat der Münchner Medienmagnat offenbar umgedacht. Nach Informationen der Fachzeitschrift Infosat haben Kirch und die Deutsche Telekom sogar bereits einen gemeinsamen Großauftrag über 800 000 CA-Module mit dem Kirch-Verschlüsselungssystem Betacrypt in Vorbereitung. Die alte d-box wäre damit überflüssig.
Besonders pikant an dem Vorgang: Die Zusammenlegung ihrer Entwicklungsschmieden T-Nova und BetaResearch müssen sich Kirch und Telekom erst noch vom Bundeskartellamt genehmigen lassen. Eine Entscheidung der Wettbewerbshüter über das unter dem Namen Teleresearch angemeldete Joint Venture soll Ende des Monats ergehen. Es gilt als sicher, dass das Amt den Zusammenschluss blockieren wird. Offenbar können die Techniker beider Häuser aber auch ohne Kartellamtserlaubnis zu sehr ordentlichen Arbeitsergebnissen kommen.
Siehe Interview


Der Hamburger Wirtschaftssenator Thomas Mirow erwartet von der Telekom den Ausbau der Kabelnetze in den wichtigsten deutschen Medienstädten. Mit dem SPD-Politiker sprach FR-Mitarbeiter Thomas Harms.
FR: Welchen Stellenwert hat das Breitbandkabelnetz für die Medienmetropole Hamburg?
Thomas Mirow: Das Netz hat ein großes Zukunftspotenzial, das möglichst rasch durch zusätzliche Investitionen genutzt werden muss. Der Hauptwettbewerbsvorteil gegenüber schmalbandigen Netzen wie dem Telefonkabel liegt sicherlich beim Internet und in der Kombination von Internet und Fernsehangeboten. Aber je mehr Zeit vergeht, bis diese Investitionen getätigt werden, desto stärker werden andere breitbandige Übertragungsmedien in Wettbewerb zum Kabel treten.
In Berlin sind bereits 700 000 Haushalte ausgebaut, bis 2003 soll die ganze Stadt ein modernes Kabelnetz bekommen. In Hamburg und anderen Medienmetropolen passiert bislang nichts vergleichbares. Sind Standortnachteile nicht die Folge?
Dieses Risiko besteht. Ich habe deswegen bereits mit der Telekom-Führung erste Gespräche geführt. Und zwar mit folgender Zielstellung: Wenn die Privatisierung des Telekomkabels - auch vor dem Hintergrund der veränderten Situation auf den Kapitalmärkten - nicht, wie angekündigt, bis zum Ende des ersten Quartals 2001 abgeschlossen werden kann, muss daran gegangen werden, in den Metropolen gleichrangige technische Bedingungen herzustellen. Mindestens in München, Frankfurt, Köln, Hamburg und Berlin.
Muss die Telekom nicht angesichts des schleppenden Verkaufs ihrer Regionalgesellschaften Investitionsentscheidungen treffen und in den wichtigsten Medienmetropolen die Netze ausbauen?
Ja. Die Konsequenz aus der veränderten Situation auf den Kapitalmärkten kann nicht lauten: Wir behalten die Kabelnetze, aber wir investieren nicht. Die Telekom läuft beim Kabel Gefahr, nicht nur Zukunftspotenziale, sondern auch den vorhandenen Substanzwert zu verspielen.
Wie wollen Sie dem drohenden Kabel-Zweiklassensystem entgegenwirken?
Es würden ja nicht nur ein Unternehmen oder einzelne Regionen Chancen verpassen, sondern es entsteht ein Nachteil für den gesamten Medienplatz Deutschland. Bei diesem Thema sehe ich deshalb politische Verbündete jenseits der Parteigrenzen.
Sollte auch die Bundesregierung Position beziehen?
Das kann durchaus Bestandteil einer politischen Strategie sein.
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Gleiche Kabel-Bedingungen für alle
Hamburgs Wirtschaftssenator: Telekom soll Netze ausbauen
Der Hamburger Wirtschaftssenator Thomas Mirow erwartet von der Telekom den Ausbau der Kabelnetze in den wichtigsten deutschen Medienstädten. Mit dem SPD-Politiker sprach FR-Mitarbeiter Thomas Harms.
FR: Welchen Stellenwert hat das Breitbandkabelnetz für die Medienmetropole Hamburg?
Thomas Mirow: Das Netz hat ein großes Zukunftspotenzial, das möglichst rasch durch zusätzliche Investitionen genutzt werden muss. Der Hauptwettbewerbsvorteil gegenüber schmalbandigen Netzen wie dem Telefonkabel liegt sicherlich beim Internet und in der Kombination von Internet und Fernsehangeboten. Aber je mehr Zeit vergeht, bis diese Investitionen getätigt werden, desto stärker werden andere breitbandige Übertragungsmedien in Wettbewerb zum Kabel treten.
In Berlin sind bereits 700 000 Haushalte ausgebaut, bis 2003 soll die ganze Stadt ein modernes Kabelnetz bekommen. In Hamburg und anderen Medienmetropolen passiert bislang nichts vergleichbares. Sind Standortnachteile nicht die Folge?
Dieses Risiko besteht. Ich habe deswegen bereits mit der Telekom-Führung erste Gespräche geführt. Und zwar mit folgender Zielstellung: Wenn die Privatisierung des Telekomkabels - auch vor dem Hintergrund der veränderten Situation auf den Kapitalmärkten - nicht, wie angekündigt, bis zum Ende des ersten Quartals 2001 abgeschlossen werden kann, muss daran gegangen werden, in den Metropolen gleichrangige technische Bedingungen herzustellen. Mindestens in München, Frankfurt, Köln, Hamburg und Berlin.
Muss die Telekom nicht angesichts des schleppenden Verkaufs ihrer Regionalgesellschaften Investitionsentscheidungen treffen und in den wichtigsten Medienmetropolen die Netze ausbauen?
Ja. Die Konsequenz aus der veränderten Situation auf den Kapitalmärkten kann nicht lauten: Wir behalten die Kabelnetze, aber wir investieren nicht. Die Telekom läuft beim Kabel Gefahr, nicht nur Zukunftspotenziale, sondern auch den vorhandenen Substanzwert zu verspielen.
Wie wollen Sie dem drohenden Kabel-Zweiklassensystem entgegenwirken?
Es würden ja nicht nur ein Unternehmen oder einzelne Regionen Chancen verpassen, sondern es entsteht ein Nachteil für den gesamten Medienplatz Deutschland. Bei diesem Thema sehe ich deshalb politische Verbündete jenseits der Parteigrenzen.
Sollte auch die Bundesregierung Position beziehen?
Das kann durchaus Bestandteil einer politischen Strategie sein.
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aus der Diskussion: Primacom Thread 91
Autor (Datum des Eintrages): kabelmedia  (17.02.01 18:21:51)
Beitrag: 31 von 166 (ID:2929798)
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