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Mit copyright Kaefer1200.65:Freitag 23. März 2001, 23:02 Uhr

Pentagon will US-Militär radikal reformieren

Washington (dpa) - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld plant nach Zeitungsberichten eine radikale Reform des US-Militärs. Eine einschneidende Veränderung ist demnach, keine großen Flugzeugträger mehr zu bauen, berichtete die Zeitung «Washington Post». Rumsfeld will demnach für die US-Armee mehr Kampfflugzeuge mit größeren Reichweiten und ohne Besatzung anschaffen. Eine mögliche Bedrohung der USA gehe nun eher vom pazifischen Raum aus, da China mächtiger und Russland schwächer werde, sagte er.

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USA und Russland: Spionageaffäre belastet Beziehungen nicht

Zuletzt aktualisiert: 23 Mrz 2001 20:39 GMT+00:00 (Reuters)

Reuters FotoMoskau (Reuters) - Trotz der beiderseitigen Ausweisung mehrerer Diplomaten wegen Spionagevorwürfen haben Russland und die USA am Freitag ihre Erwartung bekräftigt, dass die Affäre die Beziehungen zwischen den Staaten nicht belaste. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte, er glaube nicht, dass es starke Spannungen geben werde. Ein offenes Gespräch über gemeinsame Interessen sei trotzdem möglich, sagte ein Sprecher von US-Präsident George W. Bush. Auf die Ausweisung von 50 russischen Diplomaten aus den USA hatte Russland mit der Ausweisung von 50 US-Diplomaten reagiert. Vorausgegangen war im Februar die Enttarnung eines Mitarbeiters der US- Bundespolizei FBI, der für Russland spioniert haben soll.

Ein Sprecher Putins sagte in Moskau, zwar werde Russland für jeden Diplomaten, der die USA verlassen müsse, einen amerikanischen Botschaftsangehörigen des Landes verweisen. "Doch dann müssen sich beide Seiten hinsetzen und über die wirklichen Themen sprechen." Putin reagierte am Rande des Treffens mit der Europäischen Union (EU) in Stockholm zunächst abwehrend, als er auf die Enttarnung des FBI-Mannes Robert Hanssen als russischem Spion angesprochen wurde. "Ich habe mir dazu noch keine rechte Meinung gebildet", sagte er. Die Frage, ob die Affäre starke Spannungen in den Beziehungen auslösen werden, beantwortete er mit: "Ich glaube nicht." Bush hatte am Vortag ebenfalls gesagt, er gehe von weiterhin guten Beziehungen aus. Die USA und Russland hätten genug andere Themen.

Bislang hat es Russland dabei belassen, vier US-Diplomaten zur Abreise aufzufordern. Das entspricht den vier russischen Botschaftsangehörigen, die bis Anfang April die USA verlassen müssen. 46 weitere haben Zeit bis zum 1. Juli. Hanssen soll 15 Jahre lang für Russland spioniert und dafür 1,4 Millionen Dollar (etwa drei Millionen Mark) erhalten haben. Er sitzt in den USA in Haft.

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aus der Diskussion: US-Wahl: Die Dumpfbacken haben gewonnen
Autor (Datum des Eintrages): Stormy  (25.03.01 16:53:28)
Beitrag: 54 von 176 (ID:3170554)
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