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28.12.2007 14:46
Sparkassen/Haasis für Kapitalschnitt bei IKB - Börsen-Zeitung

DJ Sparkassen/Haasis für Kapitalschnitt bei IKB - Börsen-Zeitung

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Sparkassen-Finanzgruppe plädiert für einen Kapitalschnitt bei der angeschlagenen IKB Deutsche Industriebank AG. (News/Aktienkurs) "Nach meinem Verständnis ist bei einer Aktiengesellschaft auch die Verantwortlichkeit der Aktionäre gefordert, wenn es Probleme dieser Art und Dimension gibt", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe) auf die Frage, ob er bei der IKB für einen Kapitalschnitt plädiere.

Im Fall der Sachsen LB habe die Sparkassengruppe nicht zuletzt im übergeordneten Interesse des Finanzplatzes geholfen. Es habe aus Sicht der Sparkassen aber nie ein Zweifel daran bestanden, dass auch die Eigentümer - in diesem Fall maßgeblich der Freistaat Sachsen - herangezogen werden müssten. Dagegen sei bei der IKB ein Teil der Eigentümer, abgesehen von der mit rund 38% beteiligten KfW Bankengruppe, "bisher von Konsequenzen verschont geblieben".

Haasis forderte die Europäische Kommission auf, die Rettungsmaßnahmen für IKB und Sachsen LB zu akzeptieren. Beide Institute waren im Zuge der Subprime-Krise in eine Schieflage geraten. Der Sparkassenpräsident sagte, in Großbritannien, wo es kein so ausgeprägtes Sicherungssystem gebe und wo die Menschen in Sorge um ihre Ersparnisse die Bankschalter gestürmt hätten, "haben Notenbank und Regierung 25 Mrd GBP auf den Tisch gelegt und gesagt, alle Einlagen sind gesichert".

Darin sehe die Europäische Kommission erklärtermaßen keinen Beihilfefall. "Insofern kann ich mir nicht vorstellen, dass in den Fällen IKB und Sachsen LB auch nur ansatzweise ein Verstoß gegen Beihilfevorschriften erkannt werden könnte."

Angesichts der kritischen Phase für die Banken und die Finanzmärkte rief Haasis die Kreditwirtschaft zur "gemeinsamen Interessenwahrnehmung" auf. Damit könne man gerade jetzt mehr erreichen "als in dem ständigen Gegeneinander".

Es sei an der Zeit, "auch das Klagelied der privaten Banken zu beenden", dass es in Deutschland zu viele Kreditinstitute gebe und dass die dezentralen Verbünde der Sparkassen sowie der Kreditgenossenschaften einer säulenübergreifenden Konsolidierung im Wege stünden. "Es ist nicht hilfreich für den deutschen Finanzmarkt, wenn gegen Sparkassen jetzt zum x-ten Male über die Europäische Bankenvereinigung ein Angriff in Brüssel gestartet wird", so Haasis. Man solle den Wettbewerb im Markt austragen und nicht auf politischem Wege.



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DJG/jhe/pia


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December 28, 2007 07:45 ET (12:45 GMT)

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aus der Diskussion: IKB - Jetzt ist es raus: Die amerikanischen Kreditnehmer sind Schuld !
Autor (Datum des Eintrages): solarsemi45  (28.12.07 16:05:10)
Beitrag: 9 von 18 (ID:32888597)
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