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Kostenloses Geld
Dienstag, 09.Dezember 2008 | 08:21

In Japan beträgt der Leitzins der Zentralbank derzeit lediglich 0,3% - d.h., wenn eine Bank sich von der Zentralbank Geld beschaffen möchte, dann betragen die Kosten dafür pro Jahr 0,3%. Jetzt rechnen aber Analysten schon damit, dass der Leitzins auf 0,0% gesenkt wird.

Dass billiges Geld nicht des Rätsels Lösung von Wirtschaftskrisen ist, das können wir am Beispiel Japan erleben. Trotz des dauerhaft relativ niedrigem Leitzinsniveau schafft die zweitstärkste Wirtschaftsnation es derzeit nicht, die Wirtschaftsleistung zu steigern. Sogar das Gegenteil ist mittlerweile der Fall, denn im dritten Quartal 2008 schrumpfte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal laut Medianangaben um -0,5%. Die Rezession ist da.

Für das Gesamtjahr ist davon auszugehen, dass Japans Wirtschaft um rund -1,8% schrumpfen wird. Als Grund für diesen Rückgang werden unter anderem die rückläufigen Investitionen von Unternehmen genannt. Des Weiteren wird die asiatische Exportnation aufgrund der Wirtschaftskrise mit einer sinkenden Nachfrage nach heimischen Gütern, wie zum Beispiel Autos, konfrontiert. Trotz der niedrigen Fremdkapitalkosten, die einen klaren Wettbewerbsvorteil darstellen, ist es derzeit nicht möglich, mehr Waren für den Verkauf zu produzieren.

Die Börse in Japan kann heute aber den zweiten Tag in Folge zulegen, denn der Nikkei gewinnt +0,8% oder +67 Punkte und notierte zuletzt bei 8.396 Punkte. Seit Jahresbeginn hatte der japanische Leitindex bereits mehr als -50% an Wert verloren. In den USA schloss der Dow Jones Index am Vortag mit einem Zugewinn von +3,5% oder +299 Punkte bei 8.934 Punkte.

Quelle: http://www.investor-sms.de/Publikationen/Investor-Expresso/K…
 
aus der Diskussion: Kostenloses Geld
Autor (Datum des Eintrages): Watch-Tower  (09.12.08 08:40:13)
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