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[posting]36791082[/posting]Okay, ich gebe gern zu, den Finanzmarkt nicht voll verstanden zu haben und bin über jede Aufklärung dankbar.

Ein Beispiel: Die Commerzbank emittiert eine Anleihe mit jährlichem Kupon von 5% p.a. Chance: Ich bekomme 5% p.a., Risiko: Emittentenrisiko, bei Ausfall Totalausfall. Die Commerzbank bringt ein Zertifikat heraus (z.B. WKN:556778). Chance: 4,5% p.a. wenn irgendein Index > einem anderen Index, sonst 2% p.a. Risiko: Emittentenrisiko, bei Ausfall Totalausfall.

Warum sollte ich bei GLEICHEM (Emittenten-)RISIKO in ein Papier investieren, das zu 100% Wahrscheinlichkeit weniger Ertrag bringt?

Gleiches galt im Fall Lehman: Ich habe noch von KEINEM FALL gehört, in dem der Berater AKTIV MEHRERE ALTERNATIVEN außerhalb von Zertifikaten mit dem Kunden besprochen hat. Für viele (alle?!) wäre eine gute Mischung von Unternehmens- und Staatsanleihen die bessere Wahl gewesen. So wurden teilweise 50% aller Ersparnisse in ein Zertifikat einer amerikanischen Investmentbank auf absteigendem Ast investiert. Risiko wurde nicht gestreut.

Dass gegen diese hanebüchene Beratung nicht vorgegangen werden kann und noch immer die Mär vom "70 Jahre alten Mann", der "zur Bank kommt und sich mit normalen Festgeldzinsen nicht zufrieden gibt" herumirrt, ist für mich schwer erträglich.
 
aus der Diskussion: Lehman Brothers Chapter 11 -> Auswirkung(en) auf deren Zertifikate
Autor (Datum des Eintrages): manyfulddick  (22.03.09 22:59:22)
Beitrag: 2,122 von 2,327 (ID:36821878)
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