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[posting]39467279[/posting]Übrigens Buch, übrigens Rohstoffe,
ich habe mal meine Buchhändlerin beauftragt, den gesamten deutschen Buchmarkt nach den Stichworten "Ressourcennationalismus" und "Rohstoffnationalismus" zu durchforschen.
Treffer: Null!!!
Man stelle sich das vor: einer der folgenreichsten Megatrends der Zukunft ist kein Thema für die unüberschaubare Zahl der Sachbuchautoren.
Dabei handelt es sich ja nicht um ein ausschließliches Zukunftsthema, dessen Relevanz noch sehr im Verschwommenen liegt.
Seit Sheikh Yamainis Zeiten ist das schon ein Thema.
Oder denken wir nur an die Reiskrise im Jahr 2008, als etliche Staaten, die durchaus noch Exportkapazitäten hatten, die Exporte komplett gestoppt hatten und damit zur zeitweisen Versechsfachung der Reispreise erheblich beitrugen, und zu Hungerrevolten in zig Ländern.
O.k. die Reiskrise ging vorbei, denn Reis ist eine erneuerbare Ressource.
Oder denken wir an die kürzlich verhängten Exportrestriktionen bei für high-tec-Anwendungen wichtigen seltenen Metalle/seltenen Erden durch China, das bei einigen dieser Rohstoffe den Weltmarkt weitgehend kontrolliert.

Rohstoff-/Ressourcennationalismus ist also nicht irgendeine Zukunftsspinnerei, wird aber in Zukunft, in Zeiten zunehmender Multi-Verknappungen, sich zu einem äußerst brisanten Megatrend entwickeln.
Und niemand findet sich, der sich dieses Themas annimmt, von einzelnen Studien von Bundesämtern (seltene Metalle) mal abgesehen.

We are overnewsed but underinformed.
 
aus der Diskussion: Peak Oil und die Folgen
Autor (Datum des Eintrages): Triakel  (06.05.10 12:56:27)
Beitrag: 7 von 14,152 (ID:39468223)
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