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Klingt gut überlegt, Tim. Die steuerliche Seite kannst ja noch mal mit nem Berater abchecken. Was ist mit dem Ausgabeaufschlag?

Ich investiere ja in meinen "kleinen persönlichen Hedgefonds" im Rahmen einer LV als Tilgungsträger, um einen Kredit für ne Immo (teilweise in CHF) zurückzuzahlen. (wer das hört, schlägt oft die Hände über dem Kopf zusammen :laugh: ). Allerdings schlagen immer mehr Leute die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie von ihrer angeblich sicheren LV hören, dass am Ende überraschenderweise ne Riesenlücke da ist, bzw schlagen sie die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie hören, wieviel die völlig überteuerten ETWs mittlerweile kosten)...zurück zum Thema

1: Binsenweisheit: Leider ist die Vergangenheit keine Sicherheit für die Zukunft.

2: Aus den angebotenen Fonds habe ich auch einen European Highyield als einen "sicheren" Anker. Unternehmensanleihen-Highyields haben extrem gut performt, weil a) die Unternehmen für die Unsicherheiten Aufschläge zahlen mussten; b) ein Run auf Rendite besteht und last but not least c) Alles bis jetzt "gut gegangen" ist (sprich, die EZB geholfen hat und es den Unternehmen im Euroraum mit dem niedrigeren Euro ganz gut geht).
Die Highyields, auch der Robeco, verlieren bei Krisenzeichen aber gleich mal 10 % in wenigen Tagen....sprich, wenns kracht, sind die nicht sicher.
Ich fühle mich aber momentan mit dieser Anlage relativ wohl. Wie alle Rentenfonds verliert auch dieser, wenn die Zinsen steigen, aber .....;)

3: Der Carmagnac hat wirklich eine beeindruckende Ausperformance des Marktes. Im Prinzip bildest du den Weltaktienmarkt ab und überläßt die Gewichtung dem Management. Momentan schauts ja nicht so schlecht aus, einige Wolken haben sich verzogen, aber die Kurse sind auch schon dementsprechend hoch. Ich erwarte für die nächsten Jahre angesichts des fortschreitenden deleveraging weltweit keine gewaltigen Sprünge. Aber sieht wie eine gute Wahl aus (Anadarko und Apple haben sich zu den größten Positionen beim Carmagnac gemausert, was ich bei onvista sehe. Du wirst dir die Transaktionen des Managements vielleicht noch genauer ansehen). Die letzten 3 Monate hat der Fonds gegenüber dem Markt underperformt, aber das haben komischerweise die meisten, manche meiner Fonds haben da eine 10% Lücke aufgerissen.:mad: Waren viele vom Anstieg überrascht.

4: Der Hansagold ist insofern spannend, als er nicht in Goldminen investiert, von denen viele ihre eigenen Probleme haben (z.B., dass ihnen die logischen Gewinne wegbesteuert werden), sondern in das Metall selbst.

Ich habe in den letzten Jahren auch kontinuierlich im Rahmen meines Portfolios eine Gold(minen) Position aufgebaut. Hat aber leider nicht so viel gebracht, wie man angesichts des Goldpreises erwarten konnte. Die logischen Faktoren für die Goldhausse (Gelddrucken, Niedrigzins), gehen vielleicht schön langsam ihrem Ende entgegen, angeblich geht die Inflat zurück allerdings sind die Märkte ja sehr träge, mal sehen wieviel Geld noch aus den Banken in Assets wie Gold fließt. Mich würden auch zahlen zur jährlichen Fördermenge interessieren, sind aber schwer zu bekommen. Goldbugs kolportieren immer, die gehe zurück, aber andererseits liest man von fast tausenden Explorern, die jetzt mit der Produktion beginnen.... Ich werde in dem Sektor also meine Neuveranlagung zurückfahren und abwarten.

5) Wo könnte man also noch Geld reinstecken (oder wo steckt meins): vor allem "emerging markets", eventuell Immofonds/Dachfonds (US), Energy, Agrarsektor (hab ich nicht, halte ich aber für interessant)
 
aus der Diskussion: Timburgs Langfristdepot 2012-2022
Autor (Datum des Eintrages): minister.grasser  (17.03.12 08:54:36)
Beitrag: 17 von 39,818 (ID:42917358)
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