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Ich wollte nur mal Allgemein auf die Ungereimtheiten dieser "Steuer" im Hinblick auf Langfristanlegen hinweisen - ich finds nämlich ehrlich gesagt ne Frechheit.

Noch 2 Dinge:

1) Fondssparen eignet sich für Menschen, welche, vom Tiefgang her, eher eine hoffentlich richtige Meinung zu den großen Trends bez. ihrer Allokation entwickeln können, aber die Analyse einzelner Unternehmen/Papiere nicht durchführen können/wollen.
Egal, ob ich für Pharma bullish bin oder für Indien, ich finde im Fondssektor Produkte, ohne dass ich die Patentsituation eines Unternehmens oder die Aussagekraft irgendwelcher nach irgendwelchen Richtlinien veröffentlichen Zahlen analysieren muss. Sind Indexzertis aber hier nicht die bessere Wahl?

2) Es ist bequem und leicht nachzuvollziehen. Ich hab über mein Fondsdepot auch noch ne Excel Liste.

3) Ich traue, wenns ums Geld geht, den Menschen ja alle mögliche Schweinereien zu.:laugh: Insofern hatte ich bei der Griechenland Krise mal kurz die Panik, dass unsere Hausbank womöglich irgendwelche Anleihen aus ihrem eigenen Besitz bei einem Fonds, der von ihr gemanaged wird, "abgeladen" werden. War aber alles ok.
Frage: Kann man sich immer auf die Integrität des Managements verlassen?

4) Ich persönlich hatte einmal ein Problem, dass ich meine Änderungen im Depot immer einem Art "Betreuer" zuschickte, der aber dann offensichtlich gewechselt hat, ohne dass ich davon informiert wurde oder dass die Mail zurückgekommen wäre mit unzustellbar. So blieb eine Order einmal einfach unausgeführt für mehrere Monate.
Das war noch dazu, als ich Mitte 2010 sichere deutsche Anleihen verkaufen wollte, weil diese trotz der Griechenland Krise sich nicht besonders entwickelten. Ausgeführt wurde mein Auftrag Ende 2010, da waren sie gerade am absoluten Tief. nachher gingen sie wieder hoch wie Schmitts Katze.

VIELLEICHT KANN MIR JEMAND, DER SICH AM ANLEIHESEKTOR AUSKENNT, SAGEN, WIESO ES ZU DIESEM TIEF ENDE 2010 KAM.

Für mich war klar, dass im Rahmen der Krise Sicherheit gesucht sein würde und der periphere Euroraum schwächeln würde und viel Geld nach D fließen würde. Das ist auch so passiert, nur die Anleihen Ende 2010 haben das nicht widergespiegelt. Sind die Märkte derartig langsam? Oder wußte Mitte 2010 noch niemand in der Finanzbranche, dass es bei peripheren Euro-Anleihen einen Haircut geben könnte? Oder glaubte man damals ganz fest an Eurobonds? Naja egal, waren 1-2 Prozent der Performance für dieses Jahr, generell würde es mich aber interessieren, wo mein Fehler lag, um den in Zukunft vermeiden zu können.

5) Zweite aktuelle Frage: Ich habe Rohstoff-Fonds (typisch "best of" mit rio tinto, bhp etc., die heuer leider den Aufschwung kaum mitgemacht haben, tendenziell sogar verloren.
HALTEN oder VERKAUFEN?
 
aus der Diskussion: Timburgs Langfristdepot 2012-2022
Autor (Datum des Eintrages): minister.grasser  (18.03.12 08:29:43)
Beitrag: 23 von 39,678 (ID:42919079)
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