Fenster schließen  |  Fenster drucken

T I S S U E E N G I N E E R I N G

Heftig umstritten

Durch das Nachzüchten menschlicher Organe oder auch nur kleinster Gewebsstrukturen könnte das Leid vieler Menschen gelindert werden. Aber die Ergebnisse der Forschung sind ethisch fragwürdig und teuer.


Zukunftstechnologie Tissue Engineering: An dieser Maus wurde getestet, ob der synthetische Ohrknorpel eins Menschen mit Haut verwachsen kann.

Ziel: Körperteile, verletzt oder zerstört, wachsen unter ärztlicher Obhut wieder nach.
Vorteile: Das Züchten von körpereigenem Gewebe im Labor verkürzt das Leiden von Millionen Menschen, an Haut- und Schleimhautzellen wird es bereits praktiziert. Alterskrankheiten wie Arthrose aber auch Herzklappenfehler oder das Versagen der Bauchspeicheldrüse (Diabetes) könnten geheilt werden.

Nachteile: Die meisten fortgeschrittenen Verfahren, besonders das Klonen und das Verwenden embryonaler Stammzellen, sind ethisch heftig umstritten. In Deutschland sind sie verboten. Außerdem ist selbst der bereits verfügbare, einfachere Gewebeersatz teuer. In Deutschland zum Beispiel übernehmen die gesetzlichen Kassen nur in Einzelfällen und auf Antrag die Kosten. Die meisten Experten schließen aus, dass jemals komplex aufgebaute Organe wie Nieren oder Lebern komplett gezüchtet werden könne.

Zeitbedarf: Erste Produkte sind bereits auf dem Markt, die Entwicklung boomt, ist aber bei der international unterschiedlichen und veränderlichen Gesetzeslage nicht kalkulierbar.

Unternehmen: Biotissue (Überblick), Codon (Überblick), Geron (Überblick), Neuralstem; Stemsource
 
aus der Diskussion: Zukunftstechnologien
Autor (Datum des Eintrages): hic  (31.08.01 11:39:18)
Beitrag: 5 von 8 (ID:4328704)
Alle Angaben ohne Gewähr © wallstreet:online