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Harddisk Tips

Es ist empfehlenswert, die Festplatten regelmäßig gegeneinander auszutauschen, zwecks gleichmäßiger Abnützung. Benutzer nur einer Festplatte sollten diese regelmäßig umdrehen.

Einige Hersteller empfehlen auch die periodische Änderung der Plattenlaufrichtung durch umgekehrtes Anstecken der Stromversorgung. Diese Methode ist jedoch umstritten.
Unbestritten ist hingegen, dass die Lese/Schreibköpfe alle 120 Betriebsstunden mit einem Wattestäbchen und einigen Tropfen handelsüblicher Reinigungsflüssigkeit zu reinigen sind, da sonst insbesondere die Wiedergabe der hohen Bytes beeinträchtigt wird.

Falls ungewohnte Betriebsgeräusche gekoppelt mit sinkendem Datendurchsatz auftreten, ist die Festplatte vor- und wieder zurückzuspulen (z.B.: alle Daten nach stdout schreiben und anschliessend von stdin wieder einlesen - dieser Vorgang kann bei Systemen mit stdthru-Implementation vereinfacht werden).
Ausserdem wird vom Gebrauch von C-120 ... aeh ... abgeraten.

Doch nicht nur die Hardware ist relevant. Auch alte Daten können das System wesentlich beeinträchtigen.
So sollten die verwendeten Anwendungsprogramme bei zunehmendem Leistungsabfall, jedoch mindestens alle 6 Monate, neu compiliert werden.

Alle zwei Jahre sind alle Bits auf der Platte umzudrehen, um eine Magnetstarre zu verhindern. Platten, deren Magnetpartikel starr geworden sind, können nur mit hohem Aufwand, der meistens unwirtschaftlich ist, von Spezialfirmen wiederhergestellt werden.

Falls vom Controller unterstützt, sollte die Reihenfolge der Cylinder alle 1500 Betriebsstunden umgedreht werden (also Cyl. 0 innen, Cyl. n aussen). Bei Platten mit Cylinder-Shuffling kann stattdessen dieses Feature benutzt werden.

Bei allen Daten ist auch das Ablaufdatum zu beachten. Daten, die das Ablaufdatum ueberschritten haben, sind aus hygienischen Gruenden zu entfernen, um ein Verderben des ganzen Datensalates zu vermeiden.

Aber die neuen HD`s haben ja jetzt schon recht hohe Drehzahlen. Wie vertragen sich nun die bits mit der Fliehkraft? Besteht nicht die Gefahr, dass sie irgendwann ueber den Rand der Platte rutschen und den Antrieb blockieren?

Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Filesystem-Absturz. Die Gefahr ist natürlich da. Daher werden die Bits auf den neuen Platten nicht mehr senkrecht, sondern schräg nach außen geschrieben und manchmal sogar doppelt verankert.

Da auch das keine sichere Problemlösung darstellt, sind Festplattenlaufwerke mit beidseitig konkaven Platten in Entwicklung. Der Effekt kann am ehesten mit der Schräglage der Kurven von Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken verglichen werden.

Es werden seit neuestem auch Begrenzer angeboten. Das sind Gummiringe, die ueber die einzelnen Platten gestülpt werden und neben einer Absicherung gegen FS-Abstuerze auch eine erhoehte Laufruhe versprechen (wie die entsprechenden Angebote aus dem Audio-CD-Bereich). Nach meinen Tests sind diese Produkte allerdings nicht allzu wirksam.
 
aus der Diskussion: MURPHYS + G E M E I N S T E + COMPUTERGESETZE
Autor (Datum des Eintrages): Psychohexe  (04.10.01 11:28:54)
Beitrag: 34 von 117 (ID:4560569)
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