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Zur Kundenstruktur:
Es kommt darauf an, ob ich nur Handy betrachte, oder den kompletten Sektor. Ein W-LAN mit 10MBit kann auch eine echte alternative zum Festnetzanschluß sein. DSL ist langsamer, und telefonieren ist ja eigentlich eine ganz triviale Sache.
W-LAN bietet mehr als ein ISDN-Anschluß.
Aber zum mobilen Sektor:

Laut Nokia wird in Zukunft jeder Kunde seinen eigenen Markt bilden usw...
Nokia wird für jeden Kunden also ein eigenes Handy entwickeln?
Ob sich das für Nokia rechnet?

Da passen andere Sprüche besser,
man muß die Kunden rechtzeitig richtig segmentieren..

Es soll ja schon einen WAP-Süchtigen geben, aber der hat dem System auch nicht zum durchbruch verholfen.
Ob UMTS oder W-LAN, Ziel muß der Massenmarkt sein.
Und was will die Masse:

In Amerika gibt es Zigarettenautomaten, nur da zieh ich statt Zigaretten HANDYS raus!
Diese Handy´s sind absolute Low-Cost-Produkte.
Kostet in der Massenproduktion keinen Dollar, und könnten eigentlich die Telefonkarten ersetzen.
Das wollen deine Schwachmaten im Urlaub!
Wenn man ins Ausland fährt zieht man an der Grenze schnell ein "Handy" mit dem man billig nach Hause telefonieren kann.
Mit UMTS nicht möglich. Zu teuer.
Bei W-Lan .. könnte es mittelfristig kommen.
(Zudem: Ich lege so ein "W-Lan-Handy" mit eindeutiger Nummer ins Auto,
im Teddy des Kindes las ich so etwas einnähen,
und wenn Auto/Kind verschwinden weiß ich zumindest in welcher Funkzelle ich suchen muß.
Ebenfalls in der Logistik, wo ist gerade der LKW, das Paket...man muß nur die Sender billig genug machen... das sind Killerapps. aber nicht mit UMTS)


nach dem Urlaub, zu Hause:
die Prepaid, meinetwegen auch mit Vertrag:
Man will erreichbar sein, SMS´en.
Das will man auch etwas besser. Mehr Zeichen. usw.
Aber deswegen bezahle ich mich mehr. Und garantiert keine UMTS-Tarife.


Firmenhunden:
Die haben alle ein Finanzcontrolling:
Ergebnis: wie schon gesagt, GPRS-UMTS nehmen sich nach aktueller Planung nicht viel..ausser im Preis...
Firmen wollen keine UMTS-Handy`s

Zu meinem Beispiel mit dem Vertreter beim Kunden vor Ort, und der dann mit dem Handy ins Intranet Daten nachschauen usw..
Klingt ja ganz gut, aber der Vertreter hat nur Sekunden, und damit dürfte UMTS ausscheiden..
WAP wird selbst mit UMTS noch zu langsam sein, ausserdem ist das Handydisplay zu klein. Der Vertreter geht mit einem Laptop ins Intranet, und dann leistet die W-LAN Schnittstelle einfach mehr.

UMTS ist primär teuer. Laut Nokia werden die ersten UMTS-Handys "nur" 1000DM kosten.. (sind aber auch nur ganz primitive Handys!)
Wie Schwachmaten und die Schüler wollen! sich soetwas nicht leisten!
Firmen auch nicht, wer dann?

Andererseits gibt es auch noch die tollen Webdesigner, die wollen die 5MByte-Einleitungen auf den Homepages...und das durch UMTS-durchquetschen... UMTS und Internet vertragen sich nicht.

UMTS hat schon bei Handys kaum eine Chance und als (mobiler) Internetzugang... das machen die mobilen Kleincomputer, Laptop`s Palm`s, und da gilt wieder die Bandbreite.
(ist ein guter Artikel. Bei SMS bezahle ich die kleinbeträge schon. Aber generell ist es durchaus noch ein problem. Dem stimme ich zu.)
 
aus der Diskussion: MobilCom woher zum Henker kommt diese relative Stärke?
Autor (Datum des Eintrages): hollodeck  (08.11.01 23:04:50)
Beitrag: 96 von 111 (ID:4837427)
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