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Wenn das Leben so einfach wäre, man sich nur für den Crash positionieren müsste und danach saniert wäre, könnte man es so machen wie 1922 Herr Quandt: Alle Kreditlimits ausschöpfen und sich in eine beherrschende Anteilsposition in einer zukunftsträchtigen AG einkaufen, und dann den Crash abwarten. Dann ist man vermögend, und gleichzeitig schuldenfrei.
Den „Optimismus“ von Herrn Otte, dass das Geld entwertet wird und Aktien wertvoll bleiben, teile ich nicht.

Es kann genauso gut ein deflatorischer Crash kommen in dem Geld plötzlich knapp und wertvoll wird, die Aktienkurse, Goldpreise, Immobilienpreise etc. pp. in den Keller rauschen und alle gut dastehen die in Cash gegangen sind, dagegen alle die Schulden angehäuft haben stranguliert werden inclusive einige Staaten.

Es wird, um es mal philosophisch auszudrücken, immer genau das passieren, was
a) niemand, auch nicht Herr Otte, erwartet
b) denen die großes Vermögen besitzen nützlich ist (weil nur die es steuern können durch ihre Marktmacht und finanzielle Reserven)

In einem Crash korrelieren vor allem erst mal alle Assets, eine „Flucht“ in ein bestimmtes Asset (z.B. Aktien, oder Gold) um dem Crash zu entgehen wird nicht oder nur schwach funktionieren.

Der letzte Crash 2008 hat ganz deutlich gezeigt:

* Gold ging eher mit runter, wenn auch nicht so stark
* Rohstoffe und Öl crashten, und zwar gewaltig
* Aktien crashten ebenso, vor allem Bankaktien
* der Dollar verlor nicht etwa an Außenwert, sondern gewann massiv dazu (Grund: man brauchte dringend und schnell viele Dollars, um notleidend werdende Kredite zu tilgen bzw. wurde zwangsliquidiert mit eben diesem Ziel)
* der Kreditmarkt trocknete aus, es gab eine Liquiditätskrise trotz dass die Notenbanken alles versuchten mit neu in den Markt geschleusten Billionen zuzuschütten
 
aus der Diskussion: Max Otte warnt: "Alle sind fürs Endspiel positioniert" - So retten Sie Ihr Vermögen vor de
Autor (Datum des Eintrages): HelicopterBen  (02.01.16 22:07:00)
Beitrag: 22 von 38 (ID:51398925)
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