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[posting]60933223[/posting]@Algol
so offensiv wie Du könnte ich mein Depot zwar nie ausrichten; bin aber beruhigt dass ich für mein Alter schon recht sportlich mit Werten wie TTD, Appen & Co umgehen gelernt hab.


Guten Morgen Timburg,

wir beide haben ja schon oft geklärt, dass viele Wege nach Rom führen, wir Menschen verschieden sind und zumindest in Korrekturphasen, wie letztes Jahr, nähere ich mich deiner Depotstrategie bekanntlich deutlich an.
Aber für neue Mitleser hier möchte ich nochmal erklären , was und warum ich bei vielen Gemeinsamkeiten das eine oder andere etwas anders handhabe.
Aus meiner Sicht ist mein Vorgehen gar nicht so "offensiv" (und ich bin übrigens auch etwas älter als du :) ). Denn wir alle streben Gewinne an und versuchen, Verluste tunlichst zu vermeiden. Dazu gut passend, sind Unternehmensgewinne auch die verlässlichsten Kurstreiber. Nicht nur das, dank all der heute zur Verfügung stehenden Tools, wie MORN , MarketScreener usw. lässt sich gut kontrollieren, wie die Unternehmensgewinne sich entwickeln. Wenn ich Unternehmen wie Appen oder TTD in normalen Börsenphasen kaufe, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass weiter steigende Gewinne (ansonsten: Reißleine) auch die Kurse treiben. Ergo erfreulich und zusätzlich ein Puffer bzgl. der Verlustzone , wenn politische Risiken oder enttäuschende Quartalszahlen für plötzlichen Gegenwind sorgen sollten.
Mit "defensiven" Dickschiffen oder lame ducks habe ich diesen Puffer tendenziell nicht oder nicht so ausgeprägt (an Unternehmen, die noch nicht profitabel sind, traue ich mich in der Regel auch nicht ran, mir zu unberechenbar).
Noch zu beachten, extrem teuer sollten Growth-Werte beim Einkauf auch nicht sein, allerdings wird meist unterschätzt, wie schnell sich bei nachhaltigem Wachstum (Mensch tut sich schwer mit Exponentialfunktionen) ein vermeintlich hohes KGV relativiert. Den optimalen Einstiegszeitpunkt erwischt man ohnehin nur selten, ich ärgere mich mehr, wenn ich X-Baggern hinterher schaue.
In Korrekturphasen kommen anfangs Growth-Werte oft besonders unter die Räder, Gewinnmitnahmen.
Wie sich dieses Jahr gezeigt hat, treiben die Gewinnperspektiven bei Wachstumswerten die Kurse danach aber auch schnell wieder hoch (ergo zukünftig eher aussitzen, statt hektischem Umschichten + Bankgebühren? ).

Noch ne Frage (1erhart oder Timburg), von welcher Aktie sprecht ihr denn?

Was machst du wenn du einen 20Bagger plötzlich im Depot hast und nach wie vor überzeugt bist dass das Ende noch lange nicht erreicht ist was machst du dann ???
 
aus der Diskussion: Timburgs Langfristdepot 2012-2022
Autor (Datum des Eintrages): Algol  (02.07.19 11:48:23)
Beitrag: 38,013 von 39,321 (ID:60935236)
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