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[posting]60969202[/posting]ad Danone

Zitat von El_Matador: @investival:
Danke fuer den Hinweis auf das Ehrhardt-Interview, das ich mir gerade vollstaendig angesehen habe und das mir ohne Deinen Beitrag sicher entgangen waere.
Waehrend er sprach, habe ich einen Blick in die Top 10 Positionen der DJE-Fonds geworfen, und es faellt auf, das Danone wie schon frueher oft hoch gewichtet ist. Wie erklaert sich wohl seine Einschaetzung im Vergleich zu unserer hier (das Kapitaleinsatz und Bilanz nicht so umwerfend sind)?

@Low-Risk-Strategie:
Ganz tolle Sache! Ich merke mir den Termin vor. Diese tolle Truppe wiederzusehen bei einer relativ kurzen Anfahrzeit (3h TGV) will ich mir nicht nochmal entgehen lassen.

Nun ja; diametral schlecht gemacht wurde Danone hier ja nicht ...

Ehrhardt weist bzw. wies schon seit längerer Zeit auf die günstigere Bewertung vs. Unilever und Nestlé hin (anfangs allerdings auch auf deren Begründung), die sich mit Realisierung des Margenverbesserungspotenzials geben könnte, wohingegen wir hier auf die weiterem Wachstum resp. damit verbundenem Aufwand gegenstehenden relativ dünneren Finanzfundamentals abhoben. Damals stand allerdings auch noch eine mehr oder weniger nahe Umkehr in der Zinspolitik im Raum, die heute ad acta scheint oder vlt. auch -ist.

Es war+ist die Frage mehr oder weniger besserer Alternativen, und ob diese schon relativ zu teuer sind ... Unilever hat sich d.J. ähnlich, Nestlé sogar noch etwas besser entwickelt. Möglicherweise ist Danone angesichts der aktuellen »mainstream«-Befindlichkeiten produktbezogen insgesamt besser als deren international relevante core peers aufgestellt, was neben dem Aspekt der nunmehr sicher fortgeführten schuldenaffinen EZB-Politik*) bilanzstrapazierten Unternehmen natürlich entgegen kommt doch noch eine Bewertungsaufholung zulassen könnte.
*) Macron macht knallharte Politik für »sein« Land und (damit) »seine« Unternehmen – diametral das selbstkasteiungshysterische D

– Wäre nett, Dich mal wieder in dann passenderer:D;) Ausrüstung zu erleben ...

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ad tech sector + 'defensiv'

>> Jupp, Facebook wäre keine defensive Aktie, da hast du recht. Amazon, Google, QCOM vielleicht? MSFT, Adobe, AMD, NVDA << [@prallhans]
Naja; da würde ich schon differenzieren ...
– Macht man Defensivität für sich an Finanzfundamentals und/oder Marktperspektiven und/oder Zukunftrelevanz und/oder Marktanteilen und/oder der Bewertung all dessen durch Mr.M. fest?

FB kann man als 'defensiv' ansehen, so man primär Wert auf exorbitante Fundamentals legt und zuversichtlich ist, dass FB damit mal was Sinnvolles um nicht zu sagen Zukunftrelevantes auf die Beine stellt bevor vlt. mal eine Regulierung stattfindet.
Dito GOOG, die eine stärkere b2b-Ausrichtung auch ex Datenausweidung verfolgen, was m.E. zielführender ist als das was FB bislang so veranstaltet.

Bei AMZN liegt mir deren Bewertung im Vgl. zu deren erreichter Größe bzw. market cap nachwievor jenseits seriöser Defensivitätseinschätzung; auch wenn AMZN alle anderen e.g. Aspekte betreffend auf gutem Weg ist.

MSFT+ADBE sind 'a class of its own', mit deep-clear moats bewehrt; die ersten Großen, die Abo-Modelle auch gegen Kundenwiderstände durchdrücken konnten [= Indiz sehr hoher Wechselkosten], und darüber als erste ihre ohnehin auskömmlichen Margen wieder verbesser(te)n.

QCOM ist ein Chipdesigner, der sich seine Meriten v.a. durch seine frühe Expertise im mobile business verdient(e). Seither ... – Ich maße mir nicht an, im tradiert hochvolatilen Chip-Sektor überhaupt noch eine Defensivität im Sinne einer Eignung for the long run zu kolportieren.

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@grumbler,

schon mal stellvertretend für den thread CEO herzlich willkommen; wirst sicher einige Reflexionen erhalten, auch wenn Du offenbar, durchaus auch erkennbar an Deiner Aktienauswahl, schon zu den alten Hasen zählst, *g* ...
– Zu Deinen ? meinerseits:

--> Linde ./. Air Liquide
(./. APD) – Da hast hier ja das »Unentschieden« mitbekommen. Ich denke, das ist Qual der Wahl auf höchstem Niveau, also for the long run aus heutiger Sicht ziemlich schnurz.

--> Novo Nordisk ./. ABMD
Da waren+sind die Meinungen hier schon eindeutiger ... inkl. meiner eigenen.
Ist aber auch die Frage, ob es in biopharma defensiv(er) oder offensiv(er) sein soll/darf ...
[– Für offensiv(er) liefert v.a. der cBär drüben spannende Sachen zu]

--> Unilever ./. Danone
Erstere ist mehr personal care denn foodie.
Passt m.E. eigentlich beides in Dein Portfolio.

--> Royal Dutch Shell ...
Im Zweifel würde ich bei kapitalintensiveren Segmenten wie auch diesem auf die Bonität achten.
Und da sieht erstere mit Aa2 voll ok aus (deren Nordamerika-Tochter wurde vor kurzem auf A2 upgegradet).

--> Fresenius, FMC, Fielmann ...
Deine (rhetorische) Branchenpräferenzüberlegung pro healthcare con energy/utilities teile ich.
Fielmann würde ich nachwievor den Fresenius-Vehikeln vorziehen. Sieht inzwischen, nach ~4y z.T. volatiler Konsolidierung, chartoptisch nach unten geschaut wieder entspannt(er) aus.
 
aus der Diskussion: Timburgs Langfristdepot 2012-2022
Autor (Datum des Eintrages): investival  (08.07.19 15:13:40)
Beitrag: 38,100 von 39,282 (ID:60976888)
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