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[posting]60977536[/posting]
Zitat von Timburg: @Grumbler
die 200k sollten in 10 Jahren schon machbar sein

Den Optimismus teile ich schon aus statistischen Gründen nicht. Ein Ausnahme hätte es vor 10 Jahren gegeben, wo jedoch kaum jemand die Machbarkeit mental artikuliert hätte.
Grumbler spricht von 40 Tausend jetzigem Buchwert (bzw. 40% Eigenkapital) zuzüglich monatlicher Raten a 500€, mithin bis 2029 zusätzliche 60 Tausend, was in 10 Jahren insg. 100 Tausend input sind.
Nach der 72er-Regel verdoppelt sich das Kapital in 10 Jahren bei einer annualisierten Verzinsung von ca. 7,2%, jedoch bedingt dies in diesem Fall eine Basisgröße von 100 Tausend, die hier jedoch bisher 40 Tausend ist und die 60 Tausend erst sukzessive zum Zinseszins beitragen. Die zwölftletzte Raten à 500€ in 2028 würde sich also bis 2029 nicht verdoppeln, sondern zu 536€ (500x1,072) werden. https://de.wikipedia.org/wiki/72er-Regel
Abgesehen davon ist der gemeine Steuerzahler eh' nicht in der Lage mit dem steuerlosen Median (nein, das ist kein Auto von Google) mitzuhalten. Unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer,Soli,ggfs.KSt. reduzieren sich die avisierten 7,2% auf rund 5,2%, mithin schon 13,846 Jahre benötigt werden um das Kapital zu verdoppeln.
Wohl nur für jüngere oder noch nicht geborene zur Abschreckung: der Experte,Fondsmanager,Indexverwalter benötigt 40 Jahre um das Kapital bei ca. 7,2% annualisierter Steigerung zu versechzehnfachen, meinetwegen aus 100 Tausend 1,6 Mio. zu machen. Der Steuerzahler benötigt bei o.g. 5,2% p.a. aber gut 110 Jahre um auf eine entsprechende Summe zu kommen.
Vorgenanntes basiert auf momentane Steuergesetzgebung ohne Berücksichtigung etwaiger Novellierungen,Steuerfreibeträge,Inflation

 
aus der Diskussion: Timburgs Langfristdepot 2012-2022
Autor (Datum des Eintrages): HenryScheinulf  (08.07.19 19:17:50)
Beitrag: 38,105 von 39,218 (ID:60978955)
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