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[posting]61371413[/posting]So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein.

Mir fällt derzeit keine deutsche Aktie ein, die so eine fundamentale Sicherheit zu moderatem Preis liefert.

Man hat aufs kommende Jahr bezogen ein EV/Ebit von 13 (Nettocash 30 Mio Ende 2020 bei Ebit von 10,0-10,5 Mio €) für ein Unternehmen, das

1. Seit 10 Jahren jedes Jahr den Rohertrag gesteigert hat, durchschnittlich um über 8% p.a.
2. Das Rohertragswachstum aufgrund der starken Auftragslage inklusive Rahmenverträge vermutlich die kommenden Jahre noch erhöhen wird.
3. Von mehreren Megatrends profitiert.
4. Von der Politik unterstützt wird.
5. Eben entgegen deiner Meinung wenig Wettbewerb hat. Man ist ja in den meisten Ausschreibungen einer von 2-3 Wettbewerbern, manchmal sogar der einzige.
6. Ebenfalls entgegen deiner Meinung die Marge eher steigern wird, weil man klar den Trend in Richtung mehr Software und vor allem Cloud erkennen kann. In 3-4 Jahren sind durchaus 20% Marge auf den Rohertrag drin. Und diese Umsätze sind vornehmlich wiederkehrend.
7. In der aktuellen Auftragslage rechnet der Vorstand sehr konservativ nur die wirklichen vorliegenden Aufträge ein, aber nicht die Rahmenverträge. Gerade das Thema Daimler ist bisher eigentlich noch gar nicht mit Fakten zu greifen. Das ist bislang nur Fantasie. Ich bin mal gespannt, was sich da mittelfristig daraus an Wachstum ergeben wird.
8. Die mehr als solide Bilanz lässt diverse Möglichkeiten zu. Höhere Dividenden, Aktienrückkäufe (zumindest falls der Aktienkurs mal stärker fallen sollte), aber vor allem mögliches anorganisches Wachstum, wobei ich dazu nur raten würde, wenn diese Übernahme risikoarm ist, gerade bilanziell, und wenn sie möglichst Synergien schafft.
9. Ein Management, wie ich es seriöser an der Börse nicht kenne. Die 1-2 Fehler, die man damals am Neuen Markt machte sowie mit dem Israel-Auftrag vor 3-4 Jahren, die hat man nicht nur abgehakt, sondern eben daraus viel gelernt. Das ist mehr als offensichtlich, wenn man mal Hauptversammlungen von IVU besucht hat und diesen Vorstand reden hört. Die prognostizieren nur noch das was auch 100%ig sicher erreicht wird. Ich sag sowas sonst nie, aber hier bin ich mir 100%ig sicher, dass IVU in den nächsten Jahren keine einzige Prognose verfehlen wird. Da müsste schon die Weltwirtschaft in eine tiefe Depression verfallen.
10. Selbst 2008/09 in der tiefen Krise war IVU operativ stabil.


Ich finde, da haben ganz andere Unternehmen mit weniger Wachstum, schlechterem Management, schlechterer Marktstellung und schlechterem Auftragsbestand eine höhere Bewertung als EV/EBit von 13. Aus meiner Sicht ist hier durchaus ein EV/Ebit von 18-20 angebracht. Und selbst wenn es nur eine 15er Multiple gibt und der Kurs immer mit dem Gewinnwachstum mitsteigt, sollte sich hier eine Rendite von 20% p.a. plus Dividenden ergeben.

Klar, kurzfristig erwarte ich keine neuen Hochs oberhalb 10,5 €, aber nach unten seh ich auch sehr wenig Risiko, da solche Aktien in unsicheren Zeiten und bei dem Zinsumfeld stark gefragt sein werden. Die Aussicht mit einem auf 8 € begrenztem Risiko (darunter wäre die Bewertung lächerlich niedrig) bei stark überdimensionalen Chancen sollte eigentlich mittelfristig die Anleger überzeugen.

Ich erwarte jedenfalls, dass IVU in drei Jahre einen Börsenwert von 350 Mio € erreicht hat, also knapp 20 € Kursziel. Dafür bräuchte man im Geschäftsjahr 2022 rund 90-95 Mio € Rohertrag bei Marge von 19-20%. Das bedeutet 11-12% Wachstum p.a. plus einen 10 Mio Zukauf. Mehr als realistisch, wenn man sich die News der letzten Monate bei IVU und deren Marktumfeld anschaut.
 
aus der Diskussion: ++++ IVU AG Charttechn. HOT ++++
Autor (Datum des Eintrages): katjuscha-research  (29.08.19 17:48:35)
Beitrag: 3,383 von 3,485 (ID:61371992)
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