Fenster schließen  |  Fenster drucken

@Bull

Hier einige ältere Beiträge, die die Beweggründe von evtl. bezahlten Bashern erklären
Vieles davon ist überholt und doch lassen sie das Ausmaß und Potenzial des ITV erahnen.
______________________
"Die Konvergenz zwischen Internet und TV schafft die Voraussetzung für die
Erschliessung neuer Geschäftsfelder im Bereich des I-TV. Etwa den direkten
Vertrieb von Produkten, die Bereitstellung von Zusatzinformationen oder die
Einbindung von Zuschauern in Fernsehsendungen.

80 Millionen Menschen werden laut einer Studie des Marktforschungsinstitutes
Forrester Research europaweit in den nächsten vier Jahren ihr Fernsehgerät als
interaktives Medium nutzen. Auch die Deutsche Bank ordnet dem "Interactive TV"
sehr gute Marktchancen zu. Beispielsweise werden im Jahr 2004 weltweit mehr als
250 Millionen Enhanced Settop-Boxen installiert sein. Die Deutsche Bank
prognostiziert hier Umsätze in Höhe von 30 Milliarden Dollar."
________________________
Fernsehen und Internet rücken zusammen

Die TV- und Multimediabranche investiert Millionenbeträge, um ihre Radio- und
Fernsehsendungen mit Web-Angeboten attraktiver zu machen. Mehrere Sendeanstalten
wollen mit TV-Portalen neue Zuschauergruppen erreichen.

Offenbar bahnt sich ein neuer Konvergenzmarkt an, der durch die technische
Kopplung von Telefon-, Kabel- und Satellitennetzen angetrieben wird. Nach
Ansicht von Jörg Eberspächer, Kommunikationsexperte an der TU München,
entwickelt sich der Fernseher zur Service-On-Demand-Plattform, hinter der
interaktive New-Media-Portale stehen.

Sowohl Vertreter der öffentlich-rechtlichen Medien wie auch die Privatsender
reden immer lauter darüber, wie sie TV, Radio und Internet zu einem lukrativen
Angebotsportal bündeln können. Die ARD will in den kommenden Jahren 22 Millionen
Mark in Internetservices stecken, das ZDF ist im November mit einer Web-Soap
über junge Unternehmensgründer an den Start gegangen, die zahlreiche Links wie
Chatrooms, Diskussionsforen und E-Mail-Kontakt zu den Darstellern bietet.

Internet spielt kleine Rolle

Aus Sicht der Hörfunk- und Fernsehanstalten spielt das Internet für ihr
Unterhaltungs- und Informationsangebot indes noch keine große Rolle.
WÄHREND 81 PROZENT DER BEVÖLKERUNG TÄGLICH DURCHSCHNITTLICH ACHT STUNDEN VOR RADIO ODER FERNSEHER AUSHARREN;LIEGT DIE STATISTISCHE VERWEILDAUER VON PC NUTZERN IM NETZ BEI LEDIGLICH 8 MINUTEN PRO TAG.

Doch die Medienbranche ist hellwach. Vor fünf Jahren war kein TV-Kanal mit
Multimedia-Angeboten zu finden. Heute gibt es von den meisten Fernsehanstalten
parallel zu ihren Sendungen ergänzende Informationen auf Web-Seiten. "Die
Konvergenz der Techniken löst Umwälzungen in der Medienbranche aus", bewertet
Arnold Picot, Wissenschaftler an der Uni München und Vorstandsvorsitzender der
Vereinigung für Kommunikationsforschung e.V. Münchner Kreis, diesen Trend.

WETTLAUF HAT BEGONNEN

Von einem regelrechten technologischen Wettrüsten spricht Sven Boetcher vom
Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) in Mainz. "Das Internet wird schneller", sagt
Boetcher, "das Video-Streaming immer besser." Elektronische Programmführer und
Multimedia-Pushdienste wie Börsenticker, Videotext oder Filme offeriert das ZDF
bald über eine Multimedia Home Platform (MHP), die per Internetzugang zur
Verfügung steht.

Fernsehen und Internet haben viele Berührungspunkte. Durch die Digitalisierung
von Sendungen rückt das Pixelkino am heimischen PC ebenso näher, wie die
Wandlung des Fernsehers zum Internet-fähigen Endgerät. Schon in wenigen Jahren
erwartet Herbert Tillmann, Technischer Direktor des Bayerischen Rundfunks in
München, das Ende herkömmlicher Radio- und Fernsehprogramme: "In den nächsten
Jahren werden die analogen Übertragungswege gekappt", glaubt Tillmann.

Digitalisierung kommt voran

Die Radio- und TV-Anbieter sind fest davon überzeugt, dass die Digitalisierung
der Sendungen und damit auch der Kabelnetze kommen wird. Die Deutsche Telekom
verkauft gerade ihr analoges Verteilnetz Stück für Stück an die Meistbietenden.
Investorengruppen aus den USA, allen voran die Callahan Associates aus Denver
oder die neu gegründete United Pan-Europe Communications, legen
Milliardenbeträge auf den Tisch, um in den deutschen Markt einzusteigen. Das
Ziel bis spätestens 2003: Digital-TV kombiniert mit Internet, Telefonie und
Multimedia-Services.

Verschwinden die technischen Grenzen zwischen den Medien, steht den heutigen
TV-Anstalten die ganze Palette an Internetservices zur Verfügung. Das verspricht
zusätzliche Werbeeinnahmen, denn die Reichweite der Sendungen wird durch die
Gruppe der Internet-User deutlich aufgestockt. Werbefinanzierte Privatsender und
Spartenfernsehen arbeiten bereits an zielgruppenorientierten Formaten, die via
Internet eine stärkere Bindung der TV-Konsumenten versprechen.

Viele Klicks bei Online-Quiz

Die Versuche, erfolgreiche TV-Sendungen auch im Web zu etablieren, gibt es immer
häufiger. Pro Sieben, Kabel 1, RTL und Sat 1 präsentieren seit einiger Zeit
Online-Quiz-Games, die im Web ein wahres Spielfieber ausgelöst haben. Mehr als
60 000 Seitenaufrufe täglich registriert beispielsweise Sat 1 bei dem
Online-Spiel Millionenquiz. Kabel 1 bringt es bei dem neuaufgelegten Klassiker
`Was bin ich?` auf 15 000 Seitenaufrufe pro Spieltag.


________________________
Interaktives Fernsehen bringt Sesselhocker auf Trab

Viele hatten das interaktive Fernsehen schon als missglücktes Experiment abgeschrieben. Vor allem amerikanische Unterhaltungskonzerne hatten mit erfolglosen Pilotprojekten Millionen Dollars verloren. Doch technische Innovationen und der Siegeszug der Internet-Kultur verhelfen dem so genannten "iTV" in Europa nun offenbar zu einem neuen Aufschwung. Die Fernsehshow "Big Brother" hat mit dem Erfolg ihrer Website bewiesen, dass sich bequeme Sesselhocker vom Fernsehen weglocken lassen und per Mausklick mitmachen. Allein auf Europas größtem Medienmarkt Deutschland sind einer Umfrage der Beraterfirma Mercer Management Consulting zufolge 70 Prozent der TV-Haushalte am interaktiven Fernsehen interessiert.

Die Hälfte aller Befragten ohne Internet-Anschluss würde das Fernsehen sogar dem Computer als Zugang zum World Wide Web vorziehen. Nicht nur wegen des großen Interesses gilt Europa bei Medienexperten als ideales Versuchsfeld für den Erfolg des iTV. Einerseits gibt es in Europa pro Kopf weniger Computer als in den USA, wo Anfang der 90-er Jahre komplizierte und teure iTV-Systeme wenig Anklang fanden. Außerdem gibt es mit dem Videotext eine 25 Jahre alte Vorform des interaktiven Fernsehens. Und auch das digitale Fernsehen, das zum Beispiel die Wahl von verschiedenen Kamera- Einstellungen bei einem Formel-Eins-Rennen oder einem Fußballspiel ermöglicht, ist auf dem Vormarsch.

"Das sind die ersten kleinen Schritte in Richtung Interaktivität" sagt Ricardo Tejada, Sprecher der britischen BSkyB-Tochter Open, die seit einem Jahr interaktives Fernsehen in Großbritannien betreibt. "Der Zuschauer muss aber eigentlich einen riesigen Sprung zum interaktiven TV machen - nach 50 Jahren Passivfernsehen vom Sofa aus."

In Großbritannien haben rund 4,2 Millionen Haushalte Zugang zum interaktiven Open-Angebot von TV- Shopping, E-Mail und Spielen. Rund 13 Prozent machen mindestens einen Einkauf pro Monat über das Fernsehen. Nach Schätzungen von Experten der US- Bank Chase Manhatten soll es bis zum Ende nächsten Jahres mehr als 20 Millionen iTV-Nutzer in Europa geben. "Europa hat beim interaktiven Fernsehen durch das Engagement von Satelliten-Betreibern wie BSkyB, Canal Plus und TPS die Führung übernommen. Auf dem US-Markt werden solche Dienste gerade erst gestartet und hinken mindestens zwölf bis 18 Monate hinter dem europäischen Markt her", heißt es in einer Studie der Investmentbank Merrill Lynch.

SCHON MACHEN STUDIEN ÜBER DAS ENORME GESCHÄFTSPOTENZIAL DES INTERAKTIVEN FERNSEHENS DIE RUNDE.
SO SCHÄTZT DAS FORSCHUNGSINSTITUT FORRESTER,DASS DAS VOLUMEN DER ÜBER DAS FERNSEHEN ABGEWICKELTE GESCHÄFTE-DAS SOGENANNTE T-COMMERCE-DEN E-COMMERCE ÜBER DAS INTERNET INNERHALB VON 5 JAHREN ÜBERTREFFEN KÖNNTE.

In der Zukunftsvision der iTV-Verfechter soll der Fernseher dem Internet aber nicht nur Konkurrenz machen, sondern den PC als Hauptzugang des Konsumenten zur virtuellen Welt ganz ablösen.
 
aus der Diskussion: Zur Lage der Metabox AG
Autor (Datum des Eintrages): costolyna  (23.07.02 23:32:02)
Beitrag: 10 von 46 (ID:6960017)
Alle Angaben ohne Gewähr © wallstreet:online