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ospower, ich kann Dir nicht zustimmen. Ich denke, daß eine Ausweitung der privaten Versicherung den Verwaltungsanteil senken kann, weil zur Zeit die Privatversicherungen weniger für die Verwaltung ausgeben als z.B. die AOK. Wer bei einer privaten Versicherung ist und dort erlebt, wie meistens sehr formlos die Rechnungen berbeitet werden, kann sich auch denken, daß das so ist.

Ich sehe auch keinen Nachteil darin, daß die Privaten einen Profit erwirtschaften müssen. Scheinbar ist das Geld, daß dem Versicherten fehlt. Gerade dieses Profitstreben bringt aber die Privatkassen dazu, effizienter zu wirtschaften.

Natürlich sollten die gesetzlichen Kassen erhalten bleiben. Zur Zeit sind 90% über die gesetzlichen Kassen versichert. Dies sollte sich auch nicht wesentlich ändern. Diese Zahl zeigt übrigens, daß man die Misere der gesetzlichen Kassen nicht dadurch lösen kann, daß man die Wahlfreiheit der Menschen weiter einschränkt. Man kann jedes Jahr nur einen geringen prozentualen Zuwachs der gesetzlichen Kassen erzwingen - die Kosten-/Einnahmeprobleme sind da in einer anderen Größenordnung.

Eine Zweiklassenmedizin befürchte ich nicht dadurch, daß ich die Wahlmöglichkeiten erhalte und das Leistungsniveau der gesetzlichen Kassen erhalte, sondern wir haben sie bereits durch die Leistungseinschränkungen der gesetzlichen Kassen seit langer Zeit. Und egal, ob wir mehr oder weniger Privatversicherte haben - eine Zweiklassenmedizin werden wir auch weiter haben. Mit dem, was Frau Schmidt an Mängelverwaltung macht, in Zukunft eher noch mehr als weniger.
 
aus der Diskussion: Die größten Lügen der CDU / CSU / FDP zu verschiedenen Themen
Autor (Datum des Eintrages): for4zim  (27.08.02 13:04:16)
Beitrag: 101 von 281 (ID:7217984)
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