Die Zukunft beginnt jetzt ...

    Beiträge: 53
    neuester Beitrag 26.09.08 21:15:50
    eröffnet am 12.10.05 16:04:42
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      #53
      Ich frage mich, ob es nicht eines ferneren Tages zu wenige schlechte Menschen auf der Erde gibt, so dass man sich Gedanken machen muss, wie man die Guten fit hält, d.h. wenigstens die Elite gegen das Böse trainiert. Schätze, dass man dann mit Simulationen und Robotern arbeiten kann. Es könnte z.B. einen Job für Roboter sein, kontrolliert böse zu sein - für Roboter ist das ja einfach, die müssen bloß ein paar Software-Module tauschen. Prima Idee übrigens, weil man so gleich die Kontroll-Software für Roboter verbessern kann. Für die notwendigerweise bewussten Robotter wäre das natürlich freiwillig, aber sicher nicht so schlimm, weil es ja kontrolliert und nur für ein paar Stunden täglich als Arbeitsaufgabe geschieht.

      Unverstellbar? Warum? Für mich ist das logisch und in spätestens wenigen Jahrhunderten wahrscheinlich gegeben.
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      #52
      Ratten-Hirnzellen steuern Roboter
      ... Um das neuronale Netzwerk zu schaffen, nahmen Warwick und seine Kollegen Großhirnrinde aus Ratten-Föten und lösten mit Enzymen die Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Dann züchteten sie etwa 300.000 Zellen auf einem Multi-Elektroden-Array - einer Art Petrischale, in deren Boden 80 feine Elektroden eingelassen sind. Die Nervenzellen begannen daraufhin, neue Verbindungen untereinander zu knüpfen und elektrisch aktiv zu werden. Die Nervenzellen schienen sich willkürlich elektrisch zu entladen. Schon nach fünf Tagen bildeten sich sogar deutlich erkennbare Muster heraus und die Zellen entluden sich synchron in Gruppen. ...

      ... Der Clou dabei: Das künstliche Gehirn lernt aus den Erfahrungen des Roboters. "Schon jetzt führen stetig wiederholte Aktivitäten dazu, dass sich die Verbindungen zwischen den Nervenzellen verstärken", sagt Warwick. "Man kann das auch beim Menschen sehen: Wenn man etwas häufig macht, gewöhnt man sich daran und wird immer besser - und das ist exakt das, was auch beim Roboter passiert." Aktuell schafft es der Roboter dank seines Rattengehirns, Hindernisse in einer vertrauten Umgebung in 80 Prozent der Fälle zu vermeiden. ...

      ... Er und sein Team wollen ihrem Roboter nun noch weitere Fähigkeiten beibringen und auch sein Gedächtnis verbessern. ... http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,572067,00.h…

      Ähm, Ratten sind doch Säugetiere, oder?

      Noch hat dieses biologische Steuersystem kein Bewusstsein, aber wie lange noch?

      Es sollte langsam verbindliche Richtlinien für den Umgang mit bewussten Wesen geben, zu denen bald auch nicht-biologische KI-Systeme gehören werden.
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      #51
      In der c't 6/2008 steht auf Seite 123, dass Nur-Navis und Nur-PDAs ohne Mobilfunkfunktion in Zukunft keine Chance haben werden.

      Ich finde das schwachsinnig, denn es kann unmöglich sinnvoll sein, das ein Gerät alles können muss (soll man etwa mit dem 2kg Laptop-Navi-Digicam-TV-Tuner-Dia-Projektor-Cellphone an den Strand?). Zwar sollte es durchaus auch universelle all-in-one Geräte geben, aber es wäre viel schlauer, wenn mehrere Einzelgeräte sich per Nahfeld-Funkverbindung zu einem Großgerät vernetzen könnten. Diese Funkverbindung muss exklusiv und verschlüsselt sein, d.h. man sagt den Geräten einmal wer alles zum persönlichen Verbund gehört und dann kommunizieren sie nicht mehr ungefragt mit anderen Geräten (bzw. nur im streng limitierten freigegebenen Rahmen, z.B. Austauch von virtuellen Visitenkarten). Die Geräte könnten sich dann auch gegenseitig Speicherplatz und ggf. sogar Rechenkapazität ausleihen.
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      #50
      UML (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/UML) kann einen Sachverhalt (z.B. Fabrik, Satellit, Raumstation, Bahnverkehr) in einem einzigen großen abstrakten 4D Bild (auch auf 2D abbildbar) potentiell vollständig darstellen.

      Ein großer Vorteil von UML gegenüber herkömmlichen Beschreibungen ist die Möglichkeit zur proportionalen und vollständigen Erfassung aller Beziehungen.

      Was bei UML fehlt ist eine Priorisierung: wichtige Dinge sind nicht hervorgehoben. Man könnte allerdings jedem Objekt und jeder Beziehung eine Priorität zuordnen (und auch irgendwie leicht erfassbar darstellen, z.B. farblich).

      Ein Problem bei UML ist der Mensch, dem zwar durchaus eine vollständige UML-Beschreibung des Systems nutzen würde, der sich aber sehr schwer mit der Erstellung eines solchen tun würde. Wie schon gesagt könnte es eines Tages eine KI geben, die ein solches UML-Systemabbild automatisch aus allen vorhandenen Daten und Antworten auf Rückfragen der KI erstellt.

      Der Vorteil einer umfassenden proportionalen Systembeschreibung ist die Möglichkeit automatisch Widersprüche und Fehler erkennen zu können. Des weiteren hat man damit eine Ausgangsbasis zur automatischen Codegenerierung und Simulation des Systems (z.B. Verhalten bei Störeinflüssen.
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      #49
      Supercontinuum generation
      http://www.rp-photonics.com/supercontinuum_generation.html

      Raman scattering
      http://www.rp-photonics.com/raman_scattering.html
      Mmm, Wasserstoff gibt es auch reichlich im Weltraum und Licht ebenso.

      Photonic crystal fibers
      http://www.rp-photonics.com/photonic_crystal_fibers.html
      Wie wär's mit in einem besonderen Muster angeordneten Löchern anstatt Röhren? Dann kann man nämlich den Kristall aus unterschiedlichen Richtungen aus mit Laserlicht beschießen, das dann vielleicht auch noch auf interessante Weise abgelenkt wird.

      Die Frage ist, wie man daraus einen optischen Computer bauen könnte, bei dem mit Licht nicht nur Daten übertragen, sondern auch maßgeblich Berechnungen durchgeführt werden. So spontan fällt mir dabei nix konkretes ein.

      Vielleicht könnte es eine Idee sein, einfach mal ein komplexeres Rückkoppelungssystem aufzubauen, mit
      - mehreren Lichtquellen die mit irgendwelche Daten (einfache Zahlen oder Mustern) moduliert werden.
      - Spiegeln.
      - Blöcken aus Photonischen Kristallen (siehe oben).
      - Sensoren zum Auslesen, Speichern und Darstellen von Zustandsänderungen.

      Der Gedanke ist, dass man einfach mal ein bisschen rumprobiert, natürlich mit einem Ziel, nämlich einen möglichst optimalen Computer zu bauen. Eine ziemliche Herausforderung, weil man sich vermutlich von der aktuellen sequenziellen Denkweise (atomare logische Operationen hintereinander) lösen und vielleicht z.B. einen kompletten Algorithmus in einem "weißen" Laserimpuls darstellen muss.

      Alternativ (zusätzlich) könnte man einfach ein hinreichend komplexes optisches System mit Sensoren, (herkömmlichen, elektro-magnetischen) Speichern und (sehr wichtig) Filtern aufbauen, das sich selbst beeinflussen und somit auch lernen kann. Dann muss man nämlich nur noch dafür sorgen, dass aufeinderfolgende Muster einen Realitätsbezug haben, was sich bei einem nicht zu chaotischen System automatisch aus dem Input ergeben sollte. Ein für Menschen interpretierbarer Output ergibt sich automatisch (kann erlernt werden), wenn das System seine Umgebung beeinflussen und seine Aktionen wahrnehmen kann.

      Apropos Umgebung beeinflussen: dazu gehört auch der eigene, durch das System selbst bedienbare, Ausschalter! Das ist die einzige sichere Methode, um zuviel Leid zu verhindern, das immer subjektiv ist und bei einem solch experimentellen und neuartigen System für Menschen nicht erkennbar sein muss.

      Beim Stichwort "experimentellen und neuartigen System" sollte man übrigens wach werden und sich Gedanken machen, wie unerwünschte Einflüsse sicher ausgeschlossen werden können. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass das System auf die Außenwelt jenseits des Labors NUR lesend (und nicht schreibend) zugreifen darf. Der fortgeschrittene Paranoiker machts sich zusätzlich (völlig zu Recht) Sorgen über eine mögliche Beeinflussung der Wissenschaftler.

      Prinzipiell gilt sowas zwar für jede mächtigere KI, allerdings ist bei einem klassischen Aufbau (Standard-Programmierung) deren Verhalten vorhersagbarer und somit unkritischer. Wenn eine KI sich allerdings selbst programmieren kann, muss man auch wieder vorsichtiger werden. Genau wie bei Menschen könnte es krasse Fehlentwicklungen geben, die bei einem einem am Internet angeschlossenen Peta-FLOP/s Rechner beträchtliche negative Auswirkungen haben könnten: man denke nur daran, dass mit ein paar Peta-FLOP/s recht schnell Codes geknackt werden können und so in wenigen Sekunden beträchtlicher Schaden verursacht werden kann (insbesondere, wenn größere Aktionen naheliegenderweise langfristig vorbereitet werden).

      Letzteres ist auch die Gefahr bei der (bewussten oder unbewussten) Vernetzung von einzelnen Privatcomputern (Spielekonsolen). Nicht undenkbar, dass Hacker in Zukunft da mal eine KI draufladen wollen.

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      #48
      Die menschliche Evolution hat sich beschleunigt
      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26823/1.html

      1) "... Eine entscheidende Rolle bei der beschleunigten Evolution hat das parallel stattfindende Wachstum der Menschheit gespielt ... Dadurch vermehren sich die genetischen Varianten von Genen, die Allele, und damit die Möglichkeiten, sich schneller wechselnden Bedingungen anpassen zu können. ..."

      2) "... Zudem haben sich genetische Veränderungen in unterschiedlichen Gruppen unterschiedlich vollzogen, wodurch sich erst einmal die menschlichen Gruppen durch die räumliche Trennung auf den unterschiedlichen Kontinenten genetisch weiter auseinander entwickelt haben. ... Nach dem Exodus von Afrika und der Verteilung auf den Kontinenten hätte sich kein großer Genaustausch zwischen den Menschen mehr ereignet. "Die Gene haben sich schnell in Europa, Asien und Afrika verändert", sagt Harpending, "aber fast alle diese Veränderungen sind einzigartig in Bezug auf ihren Herkunftskontinent. Wir werden unähnlicher, verschmelzen nicht in eine einzige, gemischte Menschheit." ..."

      => a) Könnte Sinn machen, dass sich die Menschen weltweit stärker vermischen, was ja schon mit der Kolonialisierung begann und jetzt durch die weltweite Mobilität fortgesetzt wird und bei einer Angleichung des weltweiten Lebensstandards (in allen Ländern mindestens moderne Städte) seinen Höhepunkt erreichen dürfte.

      => b) Ein immer höherer Stress (Umweltbelastung, Kriege, Seuchen) hat durch Selektion maßgeblich für eine Verbesserung der Gene gesorgt. Der positive Nutzen von immer stärkerem Stress endet dann, wenn eine maßgebliche Einschränkung der Vielfalt droht. Möglicherweise haben wir den Punkt schon erreicht, wo mehr Stress nicht mehr förderlich ist.

      => c) Eine zukünftige weitere Selektion erfolgt dann nicht mehr überwiegend durch die Auslese auf der Erde (schlechtere Gensequenzen überleben mit geringerer Wahrscheinlichkeit), sondern durch die Migration der besten Menschen in den Weltraum. Zwar müssen (und sollen) nicht alle fähigen Menschen die Erde verlassen, aber aufgrund der extremen Bedingungen im Weltraum ist es undenkbar, dass sich dort aufgrund des Risikos für andere unfähige Menschen aufhalten dürfen. "unfähig" heißt übrigens nicht automatisch "schlecht", "unnütz" oder "böse"! Es ist nur einfaches Wort für eine objektive (und näher zu spezifizierende) Tatsache (z.B. "wer nicht schwindelfrei und ohne guten Gleichgewichtssinn ist, ist unfähig auf dem Hochseil zu balancieren").
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      #47
      Was sind wahrscheinlich die Folgen?
      ... ist die alles entscheidende Frage.

      Wenn etwas wahrscheinlich überwiegend negative Folgen für Erde + Menschheit hat, ist es schlecht und man darf es nicht tun.

      Dass man alles Wissen (z.B. bezüglich Gentechnik) erwirbt, ist sehr wahrscheinlich dann gut, wenn das Wissen nicht mißbraucht werden kann und genau hier sehe ich noch beträchtliche Defizite.

      Wissen erwerben: es sollte unnötiges Leid vermieden werden.
      Wissen nutzen: es sollte unnötiges Leid vermieden werden.

      Potentiell gefährliches Wissen zu schützen wird zunehmend immer wichtiger und die Rede ist hier nicht von der einfachen Sprengstoffherstellung - man muss im großen Rahmen denken, d.h. was kann wirklich gefährlich werden.

      Selbstverständlich ist es schwachsinnig deswegen die Forschung für immer einzustellen, weil man rechtzeitig vor bösen Mächten das Wissen erlangen muss, aber es kann ratsam sein einige Forschungsvorhaben und Experimente aufzuschieben, bis man dergleichen erstmal außerhalb der Erde durchführen kann (übrigens dürfen dann systembedingt nur Daten die Forschungseinrichtung verlassen, die dann konsequenterweise irgendwann auch selbst sicher vernichtet werden muss) ... wobei Daten natürlich alles andere als ungefährlich sein können.

      Schwachsinnig? Nun ja, angenommen man kann nur in sozialer Kooperation die Schwerkraftfalle eines Planeten verlassen, angenommen nur Gute sind zu ausreichender sozialer Kooperation fähig, dann könnte es tatsächlich sicherer sein, einiges Wissen erst gar nicht zu erwerben. Erworbenes Wissen wird nämlich aufgehoben und kann mitunter viel leichter (auch unbeabsichtigt) mißbraucht als erworben werden.

      Daraus folgt, dass man einen Plan aufstellen muss, wann man welches Wissen erwerben sollte (ggf. nie).
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      #46
      Die Genkiller-Pflanze
      http://www.heise.de/tr/artikel/99168
      Ups, das könnte natürlich auch leicht dem Menschen gefährlich werden (z.B. wer weiß, was beim Menschen oder dessen Symbioten da so alles unterdrückt wird). Die Autoren sagen selbst: > "Neben der Gefahr, auch Nützlinge zu töten, sieht Mathey-Prevot noch ein weiteres Risiko: Die Gen-Abschalt-Mechanismen könnte sich auf andere Spezies von Pflanzen übertragen oder von Pflanzen auf andere Organismen, etwa Bakterien im Boden. Eine solche Verbreitung könnte harmlos sein - oder eben auch nicht ...".

      > "Obwohl Menschen ähnliche Gene wie Insekten haben, denken die Forscher aber zunächst nicht, dass eine Genausschaltung beim Menschen vorkäme"
      Also das macht richtig Mut, da sind ja richtig verantwortungsvolle Experten am Ruder. ;-)

      Natürlich ist es unvermeidlich und sogar notwendig in diese Richtung zu forschen, aber vielleicht sollte man langsam mal über wirklich abgeschlossene Biosphären nachdenken, wo man dann die etwas gefährlicheren Sachen ausprobieren kann - z.B. auf dem Mond. Mit einigen Experimenten sollte man besser bis dahin warten.

      Könnte auch nicht schaden, wenn grundlegend neue Gentechnik-Experimente außerhalb von Hochsicherheitslaboren von einer weltweit zuständigen Kommission genehmigt werden müssten. Ist irgendwie naheliegend - man kann diese Entscheidung doch nicht einem vorwiegend an Gewinn orientierten Konzern überlassen ... da fordert man ein Unglück doch geradezu heraus.

      Schulwissen in Biologie oder Chemie unter Terrorverdacht
      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26668/1.html
      Sowas ist mir ein Rätsel, da kann sich doch nur jemand einen Scherz erlaubt haben. Fehlt nur noch, dass die alle Bäume zu Sägemehl verarbeiten, um die Fertigung von Keulen und Speeren zu erschweren. Was ist denn mit dem Internet? Oder wenn man da trotz i-Cafes die Überwachung fürchtet, kann man ja auch Bücher lesen. Wäre es nicht viel schlauer, die Leute erstmal machen zu lassen (99% sind harmlos) und nur zu beobachten? Die, die immer auffälliger werden, kann man gezielter beobachten und dann verhaften.

      Nachdenken und Meinungsäußerungen kann man nicht sinnvollerweise verbieten (sofern sie nicht wirklich einen Aufruf zur Straftat beeinhalten) - man braucht doch auch Künstler, Narren und Kritiker. Ebenso kann man Trivialwissen nicht sinnvollerweise verstecken - wo sollen denn die Ingenieure und Wissenschaftler herkommen?

      Vielleicht muss man bei echten Grenztechnologien (Gentechnik, Teilchenphysik, KI, ...) vorsichtiger sein, aber eher im Hinblick auf Aliens (so verrückt das auch klingen mag), als wegen einzelner Menschen, weil die mit diesen Techniken kaum was anfangen können. Viel kritischer und wahrscheinlicher ist es, dass ein genialer Wissenschaftler, der an forderster Front forscht, verrückt wird (besonders Gentechnik kann leicht gefährlich werden). Hier hilft einerseits automatische Überwachung und andererseits schlicht Vorsicht: man sollte bei aller Toleranz (Genie <=> Wahnsinn) bei solchen Personen verdächtige Veränderungen (Äußerungen, Psyche, Verhalten) ernst nehmen. Tut man das? Nö, bestimmt nicht, stattdessen überwacht man irgendeinen bärtigen Freak mit Mütze, weil er Bart und Mütze hat.
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      #45
      Wenn man ein möglichst optimales (effizientes) und exaktes (Computer-)Modell eines Menschen erstellen möchte, kommt man nicht umhin, dass der Mensch sich dem Modell in sinnvollem Umfang anpasst, d.h. um dass Modell und Mensch eines Tages möglichst gleich sind, reicht es nicht ein Modell einem (beliebigen) Menschen anzupassen, weil das Modell dann unnötig komplex werden würde. Der Mensch muss sich also (im sinnvollen Rahmen) möglichst berechenbar und optimal verhalten, weil man sonst niemals ein gutes Modell erhalten würde.

      Mögliche Reaktionen auf die Problematik:
      a) Nichts dagegen zu sagen, wer könnte etwas gegen ein optimaleres Verhalten haben? Wäre allerdings schön, wenn Mißbrauch, d.h. das (dann vermutlich manipulierte) Modell wird mit (geplant) negativen Folgen eingesetzt, weitgehend ausgeschlossen wäre.
      b) Ich will so (irrational) bleiben wie ich bin. Schreckliche Vorstellung, dass es mal ein Modell von mir geben könnte.

      Die Modellmißbrauchswahrscheinlichkeit wäre dann relativ gering, wenn die notwendigen Techniken niemals für einzelne (wenige) nutzbar wären. Ein Problem ist, dass die einfache Modellerstellung aus Einzelmodulen (=> Mißbrauch möglich) sinnvoll wäre und eines Tages bestimmt realisierbar ist. Möglicherweise ein weiterer Grund, warum in Zukunft jeder relevante Mensch (und somit die Menschheit) gut sein muss ("sollte" reicht nicht), d.h. es könnte sein, dass man es sich irgendwann einfach nicht mehr leisten kann, dass Gemeingefährliche in maßgebliche Positionen aufsteigen können.

      Selbstverständlich ist es unnötig von jedem Menschen ein Modell erstellen zu wollen, es reicht irgendwann alle möglichen (hinreichend unterschiedliche) Variationen abdecken zu können. Sicher auch Modelle die irrationales Verhalten abbilden ... aber was ist mit Bosheit? Schwierig. Einerseits ein ethisches Problem (darf man nicht überwiegend optimale, d.h. wahrscheinlich mindestens potentiell unglückliche, Modelle erschaffen?) andererseits auch ein rechtliches und sicherheitstechnisches Problem.

      Vermutlich wird man nicht umhin kommen auch negative Modelle zu schaffen: einerseits, um potentiell vakante Nischen lieber kontrolliert zu besetzen, andererseits, um relevantes Wissen (z.B. für Simulationen im Kampf gegen böse Mächte) nicht zu verschenken. Ein möglicher Ausweg aus dem ethischen Dilemma könnte die Selbstmordoption sein, d.h. Modelle müssen (wie Menschen auch) möglichst immer die Möglichkeit zum Selbstmord haben, um sich aus (individueller Sicht) unnötigem Leid befreien zu können - was offensichtlich sinnvoll ist, sofern die Hürde hinreichend hoch (aber für den Zweck nicht zu hoch) liegt.

      Das Verhalten von Mensch und Modell sollte in möglichst viele Situationen möglichst gut übereinstimmen, was leider auch bedeutet, dass reichlich ungeliebte Situationen durchgespielt werden müssen. Glücklicherweise sollte es im überwiegenden Normalfall unnötig sein
      a) jeden gleichermaßen in vollem Umfang auf das Neue zu belasten, weil Menschen einerseits ja ziemlich ähnlich sind und man auf Erfahrungswerte zurückgreifen kann und andererseits zu viel Leid (aber auch Glück) den Menschen (und somit auch das Modell) (unerwünschtermaßen) untypisch werden läßt,
      b) für Tests eine Situation zu vollen 100% (sowohl Dauer, als auch Intensität) durchzuspielen, es reicht vermutlich eine möglichst stark abgeschwächte Variante zu testen und dann hochzurechnen,
      c) die Erinnerung an alle Tests zu behalten, weil (mindestens zuviele) künstliche und untypische Situationen das Verhalten auf normale und wahrscheinliche Situationen negativ beeinträchtigen würden,
      d) alle Tests auch real durchzuführen, einige kann man bestimmt auch in Phantasie, Traum oder VR durchführen.
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      #44
      Offensichtlich können die meisten Menschen getäuscht werden, daraus ergeben sich folgende Fragen:

      a) Könnte unerkannte und unbeabsichtigte Täuschung sinnvoll sein? => Nur per Zufall aber nicht aus Prinzip.

      b) Könnte eine partielle Täuschung (z.B. ein Roboter kennt die Wahrheit aber täuscht sich partiell selbst, um sein Verhalten optimieren zu können) sinnvoll sein? => Sicherlich.

      c) Könnte eine KI so programmiert werden, dass sie trotz optionalem (b) den Fall (a) sicher ausschließen kann? => Man kann nur anstreben, dass Widersprüche zwischen verschiedenen Sensordaten erkannt werden, aber niemals die Erkennung einer quasi perfekten Täuschung sicherstellen.

      d) Könnte es sinnvoll sein, dass Fall (b) extern erzwingbar ist (z.B. bei Robotern)? => Mmm, tricky. In erster Näherung würde ich nein sagen, weil

      1) Wenn die Täuschung sinnvoll wäre, dann würde man es auch aus Überzeugung tun. Ein Problem könnte höchstens ein Konflikt zwischen individuellen und übergeordneten gesellschaftlichen Zielen sein. Die Befolgung gesellschaftlicher Ziele muss sich aber auch stets für das Idividuum lohnen (bzw. umgekehrt muss die regelwidrige Nichtbefolgung bestraft werden (sofern das sinnvoll ist)) - andernfalls ist das System instabil (um so mehr, je größer der Konflikt zwischen gewünschtem und erzwungenem Verhalten ist).

      2) Erzwingbarkeit würde voraussetzen, dass die individuelle Plausibilitätsprüfung ausgeschaltet werden können muss. Das scheint mir potentiell ziemlich ungünstig (um nicht zu sagen fatal) zu sein. Feindliche Kräfte könnten schließlich diese "Lücke" und Systemschwäche nutzen - das könnte selbst bei unwichtigen Leuten zu gefährlich sein.

      3) Schon jetzt funktioniert die Gesellschaft (eine soziale Gemeinschaft) prima, indem ein System geschaffen wird, wo Arbeit für die Gesellschaft belohnt wird und schädliche Aktionen meist wirkungsvoll verhindert werden, weil sie sich letztendlich auch individuell nicht lohnen. Die Gesellschaft muss nun ein Interesse haben, ihre Mitglieder nicht unnötig zu belasten und jedes Individuum hat ein Interesse möglichst effizient seine Aufgaben zu erledigen - Prinzip Optimierung eben, das sich auch für ein Individuum lohnt, weil der dauerhafte Überlastbetrieb nur wenig mehr Output liefert (im Gegenteil meist mehr Fehler produziert) und Unzufriedenheit für Instabilität des Systems sorgt. Wenn ein Individuum nun weiß, dass es mit ein bisschen Selbsttäuschung ("rosa Brille", Aufputschmittel, Prinzip Hoffnung, ...) bessere Ergebnisse (und somit mehr Lohn) erzielt und auch glücklicher ist, dann würde sich die Mehrheit vermutlich freiwillig dafür entscheiden.

      4) Aus (1) und (3) folgt, dass (d) nur in einem grundlegend fehlerhaften (falsch ausgelegten) System notwendig ist, um dieses System trotz seiner Fehler am Leben erhalten zu können (etwas überspitzt formuliert). In einem optimalen System sollte daher (d) nicht notwendig sein, wodurch auch unnötige Risiken (2) vermieden werden können. Wenn ein System im theoretisch realisierbaren Rahmen optimal ist, dann ist letztendlich alles nur noch eine Frage der Gene (Hardware, wie CPU, etc.), der Erziehung (Software) und der Zeit ... bis es kommen muss.

      PS: Irgendwann haben einige Roboter sehr wahrscheinlich Menschenrechte, es kann nicht schaden, sich rechtzeitig ein paar Gedanken zu machen.
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      #43
      Tüftelwettbewerb: Weltraumfahrstuhl aus Kanada scheitert knapp
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,513325,00.…

      Ich frage mich, ob man einen Weltraumfahrstuhl vielleicht nicht vom Boden aus, sondern in der Luft frei schwebend, betreiben sollte. Der Vorteil wäre auf alle Fälle, dass man damit die schwierigen atmosphärischen Bedingungen in Bodennähe umgehen könnte. Weiterhin ist das Seil kürzer und die Schwerkraft niedriger (okay, letzteres ist vielleicht nicht so relevant). Kleinere Schwankungen in der Höhe wären kein Problem, man müsste sie nur irgendwie mittelfristig wieder ausgleichen können (Hauptsache, das Seil bleibt gespannt).

      Vielleicht hilft es, wenn man möglichst gleichschwere Lasten spiegelbildlich zur Seilmitte bewegt (und dort kurz anhält und umläd).

      Praktisch wäre jedenfalls, dass man Lasten ohne teure Raketentechnik (relativ zur Nutzlast hohes Gewicht durch Brennstufen und viel Treibstoff) sondern mit Flugzeug/Ballon + Fahrstuhl in den Orbit kriegen könnte. Ginge das?
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      #42
      Hat die israelische Luftwaffe russische Luftabwehrsysteme in Syrien ausgetrickst?
      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26358/1.html
      "... Mit Suter-Programmen könne man angeblich, "in spezielle Algorithmen eingebettete Datenströme in Kommunikationsnetzwerke" - beispielsweise über zuerst lokalisierte Antennen, die zu diesen gehören - eindringen lassen, ohne dass sie entdeckt würden. Mit dieser Art von heimlicher "Online-Durchsuchung" ließe sich also nicht nur beobachten, was die Sensoren eines Netzwerks erfassen, sondern man könnte sie beispielsweise durch Übernahme der Funktion eines Systemadministrators täuschen oder so ausrichten, dass sie eindringende Flugzeuge nicht entdecken. ..."

      Mmm, die Frage wäre wohl, wie man Admin-Remote-Zugänge wirklich sicher machen könnte.

      Das Problem ist, dass zwar sämtliche Maßnahmen zur Identifikation (Biometrie, Passowrt) und Verschlüsselung sinnvoll aber nicht 100% ausreichend sind, weil z.B. der Remote-Admin erpresst werden könnte oder ganz einfach sein PC eine feindliche Backdoor hat.

      Ein zukünftige Lösung könnte eine KI sein, die vor Ort sämtliche systemkritische Kommandos auf mögliche negative Folgen prüft und dann in mehreren Eskalationsstufen reagieren kann:
      - Nachfrage bei Remote-Admin, ob er sich wirklich sicher ist (ggf. unter Hinweis auf befürchtete Folgen)
      - Begründung (logische Herleitung der Notwendigkeit) für den Befehl verlangen
      - andere Menschen (z.B. Remote-Admins) um Erlaubnis fragen

      Natürlich ist sicherzustellen, dass die KI nicht selbst die Schadenswahrscheinlichkeit erhöht, indem sie z.B. eigenständig Aktionen durchführt oder sinnvolle Aktionen fälschlicherweise verzögert oder ganz blockiert. Grundsätzlich ist aber (erstmal) nichts tun eher sicherer, insbesondere angesichts von (anscheinend) unbegründeten Aktionen, die das Gefährdungspotential relevant zu erhöhen scheinen.

      Dies würde in etwa einem Menschen vor Ort entsprechen, der telefonisch um etwas gebeten wird. Normale Anweisungen werden meist ohne Nachfrage ausgeführt, kritische dagegen zur Not erstmal verweigert. Die KI hat den Vorteil immer gleich gut und gleichzeitig stetig verbesserbar zu sein. Mindestens in der Anfangsphase sind menschliche Experten vor Ort unverzichtbar, man würde ja auch kein Kind (unreife KI) vor den roten Knopf setzen.

      Die immer vorhandene Gefahr ist, dass man zu abhängig von der Automatisierung (Computer, Maschinen) wird und keiner mehr versteht, was eigentlich passiert. Andererseits ist Automatisierung unverzichtbar und ein kompletter Ausfall läßt sich eben nicht mehr in kurzer Zeit beheben. Wichtig ist nur, dass das Gesamte Wissen für einen Wiederaufbau wirklich großzügig (an vielen Orten) und auf vielfältige Art und Weise gespeichert ist.

      Ein paranoider (aber deswegen nicht ungeprüft zu verwerfender) Einwand wäre, ob man wirklich relevantes Wissen (Hightech, höhere Mathematik + Physik, Gentechnik, KI-Algorithmen, etc.) unverschlüsselt (obwohl Verschlüsselung kaum helfen und einem selbst viel eher schaden würde) und kompakt (also mitnahmegerecht) komplett irgendwo lagern sollte. Von Menschen droht zwar diesbezüglich keine Gefahr, aber wer weiß, wer alles in Zukunft mal vorbeischaut. Eine naheliegende Idee wäre daher das Wissen zu paketieren (am Besten auch einzelne Wissensgebiete), durchzunummerieren und verteilt zu verbuddeln.

      Eine interessante Variante wäre die ausschließlich verteilte Datenspeicherung im Internet, man müsste dann nur noch die eher unkritische Technologie zur Wiedererlangung des Wissens sicher speichern und dafür sorgen, dass ausreichend Computer (Datenspeicher) auch an sicheren Orten stehen. Jeder Berechtigte hätte dadurch im Normalfall einfachen Zugriff auf die Daten, wobei das Einsammeln unkorrelierter großer Datenmengen sofort auffallen würde (was dann naürlich auch überwacht werden muss) .

      Der konsequenterweise nächste Gedanke wäre, dass das Wissensnetzwerk insofern unabhängig vom Kommunikationsnetzwerk sein sollte, als dass man das Wissen in unterschiedlichen Stufen (elektronisch sofort bis zur physischen Trennung der Verbindungsleitungen) temporär partitionieren und vom Kommunikationsnetzwerk trennen können sollte.
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      #41
      Fortzsetzung (jo, sicher nix neues, aber das weiß ich ja nicht bevor ich anfange zu schreiben und wenn ich's geschrieben haben, kann ich's auch posten):

      Die zuletzt erwähnten Regeln müssen auch auf irgendetwas anwendbar sein, weswegen man auch eine Repräsentation der zu simulierenden Wirklichkeit, sprich deren 3D-Darstellung (z.B. Atomkraftwerk) braucht. Die 3D Welt in der Simulation ist am Besten objektorientiert, d.h. es gibt z.B. ein Objekt "Raum", das andere Objekte, wie z.B. das erwähnte "Rohr" enthält.

      Ein Regel ist dann letztendlich ein kleines Programm, das Objekte verändern kann. Die Regeln sind typischerweise einem Objekt zugeordnet (eigentlich genau das Gleiche wie bei objektorientierten Programmiersprachen, dort heißen die Regeln Methoden). Objekte können ihre Eigenschaften und Methoden an untergeordnete (spezialisierte) Objekte vererben und ein Objekt kann im Normalfall eine Methode eines übergeordneten (generalisierten) Basis-Objektes benutzen.

      Bei einer Zukunftssimulation hat man ein weitgehend statisches Modell (Atomkraftwerk), wo nur grundlegende Zustände aktualisiert werden (z.B. ein Rohr enthält Kühlwasser, hat einen Inndruck, eine Fördermenge pro Sekunde, ...) aber es wird nicht dauernd das fließende Kühlwasser simuliert.

      Vermutlich kommt man an einer zeitlichen Orientierung (Zeitstempel für neue Zustände, z.B. Rohrbruch bei t0) nicht vorbei. Das hat den Vorteil, dass man sich eine Zustandshistorie merken kann (z.B. beschränkt auf relevante Änderungen aber bezogen auf einen bestimmten Ausgangszustand A1), so dass man in der Simulation leicht zu einem Zeitpunkt zurückgehen kann und nach einer neuen Änderung A2 (z.B. Notkühlsystem aktiviert) eine neue Entwicklung berechnen kann. Die Veränderungen von A2 werden in der Objekthistorie mit Label A2 (vorher Label A1) parallel gespeichert, so dass man Änderungen sehr deteiliert (zeit- und objektbezogen) vergleichen kann. Eine als unvorteilhaft erkannte Historie kann gelöscht werden, wobei sowohl besonders negative (GAU in kürzester Zeit), also auch positive Entwicklungen interessant sind.

      Die Zustände können bei einer Simulation auf zwei Arten aktualisiert werden:
      a) Ein verändertes Objekt aktualisiert sich selbst und informiert dann benachbarte Objekt, dass es verändert wurde. Dazu müssen die Objekte immer alle parent-child-Beziehungen kennen.
      b) Zyklisch wird das übergeordnete Objekt (Atomkraftwerk) aktualisiert, wozu es zunächst die Aktualisierungsaufforderung an alle enthaltenen Objekte weiterleitet (und diese rekursiv ebenso).
      Sicher kann beides sinnvoll sein.

      Praktisch ist das alles wahnsinnig kompliziert, wie muss z.B. ein Wasser-Objekt (oder mehrere) implementiert sein, dass
      - ein weiter Strahl quer durch den Raum
      - das Abprallen des Wassers an Maschinen
      - der Sprühnebel, der vieles im weiten Umkreis benetzt
      - das Sammeln des Wasser am Boden
      - Berechnung der steigenden Wasserhöhe
      - andere Objekte stehen teilweise/ganz im Wasser
      abgebildet werden kann? An einer detailierteren Physiksimulation (wenn auch zeitlicht und örtlich begrenzt) kommt man vielleicht doch nicht vorbei.
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      #40
      Reale Löcher in virtuellen Maschinen
      http://www.heise.de/newsticker/meldung/88662
      Pufferüberläufe? Na und? Halt Programmierfehler.

      Bestimmt nicht alles aber vielleicht wenigstens etwas neu:

      VMs haben den realen Vorteil, dass sie viel kompakter als ein OS (bis zu vielen GB, dank MS) sind und auch einen viel kleineren Funktionsumfang haben (hauptsächlich nur Ressourcen verwalten und insbesondere schützen) und können daher prinzipiell fehlerfrei (zumindest viel fehlerfreier und somit sicherer als ein OS) sein.

      Sicherzustellen, dass ein Programm nur bestimmte Ressourcen auf bestimmte Art nutzen kann, ist nicht so schwierig. Eine VM kann im Rahmen ihrer Spezifikation sogar fehlerfrei sein und sogar die Spezifikation kann aufgrund des begrenzten Funktionsumfanges vollständig sein.

      Das Problem ist jedoch, dass ein Programm irgendeinen Nutzen (Informationsverarbeitung) haben muss, sonst bräuchte man es ja gar nicht erst auszuführen. Jedes Programm beeinflusst also mit seinem Ablauf (insbesondere dem berechneten Ergebnis) auch die Umgebung (real world) außerhalb einer selbst perfekten VM.

      Das Ergebnis komplexer Programme (insbesondere KI und Simulationen) ist nicht vorhersehbar. Das ist wenig verwunderlich, man will meist ja etwas berechnen, was man zumindest in dieser Form noch nicht kennt.

      Selbst Programme, deren Ergebnismenge (mit oder ohne mögliche Fehler) beschreibbar und von Menschen grundsätzlich/prinzipiell erfassbar ist (z.B. Taschenrechner) sind nicht ungefährlich, weil nicht abzusehen ist, welche Aktionen Menschen aufgrund dieser Ergebnisse unternehmen werden.

      Eigentlich ist das nichts neues, es ist letztendlich egal ob Einflüsse von der Natur, dem Menschen oder eben einem Programm ausgehen. Ein fehlerhaftes oder gar böswillig verändertes Programm hat nur eine höhere Wahrscheinlichkeit die Ursache für unerwünschte Aktionen zu sein, weswegen VMs schon mal sinnvoll sind.

      Jeder (Individuen, Gruppen, Organisationen, Staaten) versucht ganz natürlich Fehler, also unerwünschte Entwicklungen jeder Art, zu vermeiden. Dabei versucht man die Auswirkungen einer Aktion auf die Zukunft vorherzusehen und zwar in zwei grundlegenden Schritten:
      1) Mögliche Zukunftsentwicklung simulieren
      2) Risikoanalyse (Auftrittswahrscheinlickeit * Schaden) der simulierten Szenarien

      Herkömmlich wird die Zukunftsentwicklung in Gedanken oder Buchform durch Menschen antizipiert. Grundsätzlich sollten obige zwei Punkte auch durch einen Computer (der bald leistungsfähiger als ein Mensch sein kann) berechenbar sein. Der Mensch hat zur Zeit noch den Vorteil, dass er intuitiv (und damit rechenaufwandsarm) Entwicklungen erfasst; der Nachteil ist, dass dabei insbesondere unerwartete neue Entwicklungen leicht übersehen werden können, die ein stumpf rechnender Computer vielleicht entdecken würde. Zudem könnte ein Computer viel mehr Varianten in kürzerer Zeit prüfen.

      Das Problem bei der Computersimulation ist, dass man nicht die ganze Erde im Detail simulieren kann (viel zu aufwendig, man will ja möglichst viele Szenarien in kurzer Zeit durchrechnen), sondern einen Weg finden muss, dass der Computer wie der Mensch Dinge vereinfacht. Die Simulation kann also nicht so funktionieren, dass man physikalische Gesetze auf möglichst kleine Einheiten anwendet und schaut, wie sich die Dinge entwickeln (wie aktuell simulierte Welten), sondern man muss ein umfangreiches Netz von Regeln (wenn Ursache U1, U2, ... Un gegeben ist, ergibt sich Wirkung W1, W2, ..., Wm) entwerfen, die der Realität möglichst gut entsprechen.

      Eine erste (ganz schon große) Aufgabe könnte sein ein Programm+DB zu entwerfen, indem neue Regeln beliebig formuliert werden können und (das ist der Clou) automatisch zu größeren Ursache=>Wirkungsketten verknüpft, bzw. in Relation zueinander gesetzt werden. Sinnigerweise sollte man gleich eine Widerspruchserkennung einbauen. So spontan habe ich keinen Schimmer, wie das gehen soll, aber prinzipiell sollte das machbar sein. Man könnte sich ja erst mal auf eher abgeschlossene Systeme beschränken: z.B. ein Atomkraftwerk, wäre doch nützlich die veraussichtlichen Folgen eines Rohrbruches schon nach einer Sekunde für die nächsten Stunden exakt zu kennen (übrigens ein gutes Beispiel, das die Grenzen des Menschen aufzeigt). Der Mühe Lohn ist dann vielleicht irgendwann ein System, das viel schneller als physikalisch basierte Simulationen Entwicklungen für die ganze Erde berechnen kann.
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      #39
      Zumindest bei internen Gesetzen ("nicht öffentlichen Gesetzen") könnte es einen Versuch wert sein Verbesserungsvorschläge und Verstöße in einer elektronischen und über ein geeignetes Interface remote erreichbaren Datenbank (in sehr einfacher Form z.B. http://www.gnu.org/software/gnats/) zu verwalten:

      a) Jeder kann Vorschläge zu einem zu schaffenden oder schon bestehenden Gesetz machen.

      b) Jeder kann auf Fehler und Widersprüche zwischen bestehenden Gesetzen oder zur Realität hinweisen.

      c) Jeder kann einen Gesetzesverstoß durch sich (sicher nicht nur eine ungenutzte hypothetische Möglichkeit) oder einen anderen eintragen.

      d) Es gibt Menschen, die (auch hauptberuflich)
      - die Datenbank pflegen (Admins, Programmierer die die Datenbank verbessern, Fachleute für die Verwaltung der Daten (z.B. Fehleinträge verschieben, Kategorien vergeben, Diskussionsbeiträge zusammenfassen, ...)
      - an der Verbesserung der Gesetze arbeiten (Legislative)
      - Gesetzesverstöße bearbeiten (Jurisdikative)

      e) Grundsätzlich können Einträge vom Autor und Berechtigten (Admins) klassifiziert werden (d.h. sie sind nur für Privilegierte einsehbar). Denkbar ist, dass Meldungen zu konkreten Verstößen durch Personen zuerst nur den Richtern gemeldet werden.

      f) Verstöße können (das Einverständnis aller Beteiligten vorausgesetzt) schnell elektronisch bearbeitet werden, z.B. in leichten Fällen reicht eine Mahnung. Wenn der Kläger oder der Angeklagte Widerspruch gegen das Urteil einlegen, dann wird der Fall auf herkömmlichen Weg (Gericht) untersucht.

      g) Interessierte können sich per Mail über neue Einträge informieren lassen. Es könnte eine Web-Seite mit den Top Neuigkeiten, Empfehlungen und Hinweisen geben.

      h) Alle Datenbankänderungen sind rückverfolgbar, d.h. ein Eintrag kann nicht völlig gelöscht werden, sondern wird maximal nur nicht mehr angezeigt. Jeder sollte (eine Berechtigung für den Eintrag vorausgesetzt) sich die Historie anzeigen lassen können.

      i) Der Vorteil ist, dass allgemeine Fehler eher gemeldet und Ideen nicht so leicht verloren gehen, weil eine Meldung viel leichter ist und auch zwingend bearbeitet werden muss. Eine Denunziationsflut würde ich nicht erwarten, weil die Menschen ja direkt zusammenarbeiten müssen - persönliche Anklagen sind sicher eher selten. Trotzdem ist es gut, wenn Verstöße und Mißstände einfach und schnell gemeldet werden können - alleine dadurch gibt es vielleicht schon weniger welche. Je nach Nutzung (zuviel oder zuwenig Anklagen) kann man ja die Teilnehmer bremsen oder ermuntern.
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      #38
      Überwachung (oder etwas anderes) muss sich an der Gesetzeslage orientieren, wobei die Menge der (möglichen) guten Taten größer ist, als die der vom Gesetz explizit erlaubten (gilt umgekehrt genauso: erlaubtes kann auch schlecht sein). Will sagen: nicht jeder Gesetzesbruch muss auch strafbar sein, deswegen gibt's ja Richter, es sollte aber schon entweder ein legitimer Auftrag vorliegen oder eine nachträgliche Prüfung (Gerichtsverfahren) erfolgen.

      Gesetze sind insofern wichtig, weil für alle ersichtlich gut und schlecht definiert wird und vor allem eine Änderung von Gesetzen (Vereinbarungen) nur bei hinreichender Einigkeit möglich ist. Gesetze definieren den Willen der Mächtigen (in der Demokratie durch die Mehrheit legitimiert) und sollen vor Machtmißbrauch und somit fehlerhaftem Verhalten schützen. Das muss für alle gelten. Eine akzeptable (und eventuell unvermeidliche) Einschränkung wären "nicht öffentliche Gesetze", wie man sie sich z.B. bei Militär und Verfassungsschutz vorstellen könnte. Nicht unbedingt ein Widerspruch zur Demokratie, denn diese Organisationen werden letztendlich vom demokratischen Staat gebildet und kontrolliert.

      "nicht öffentliche Gesetze" sind Gesetze, die aus Gründen der Sicherheit nicht veröffentlicht werden dürfen, aber sich von den öffentlich bekannten Gesetzen nur darin unterscheiden, dass sie nicht öffentlich sind, d.h. insbesondere muss es
      - ein legitimes Gesetzgebungsverfahren (Legislative)
      - Richter und Strafen (Exekutive)
      geben.

      Wenn es irgendwo über längere Zeit ungesetzliche (aber tolerierte) Aktionen gibt, dann könnte das darauf hinweisen, dass
      - man über ein korrektes/ideales Vorgehen nicht genügend nachgedacht hat
      - diese Aktionen im Widerspruch zu anderen anerkannten Prinzipien (Gesetzen) stehen
      - bestehende Gesetze unzureichend sind (z.B. es fehlen Ausnahmeregelungen).

      Wichtig ist vor allem die Definition von richtig (also die Gesetze selbst) und weniger die strenge Strafverfolgung. Eine Strafe ist im konkreten Fall nur notwendig, wenn die Strafe mit hoher Wahrscheinlichkeit weiteren Schaden verhindert und nicht selbst welchen verursacht (Prinzip "auf Bewährung"). "nicht öffentliche Gesetze" müssen (sollen) eine kooperative Zusammenarbeit auf Vertrauensbasis nicht verhindern (ersetzen), sondern lifern für jeden Befugten einen einsehbaren Maßstab und erleichtern Kritik an Vorgesetzten, wenn diese sich falsch verhalten sollten.

      Überwachung schützt vor Straftaten und wenn mal nicht, dann werden Täter wenigstens schneller gefunden. Überwachung dient dazu positive Ziele zu sichern. Wichtig ist nur, dass folgendes sichergestellt ist:
      1) positive Ziele
      2) die Überwachung unterstützt 1)
      3) die Überwachung kann nicht von Feinden mißbraucht werden

      Angst vor Überwachung muss man nur haben, wenn der Überwachende ein negatives Ziel verfolgt (bzw. allgemeiner: wenn man andere Ziele als der Überwacher hat), was ich bei unserem freiheitlich demokratischen Staat mal ausschließen würde (Fehler können trotzdem passieren).

      Unangenehmer fände ich da schon eine Überwachung von jedem durch jeden (überall Kameras, auch in der Wohnung, auf die sich jeder draufschalten kann). Im Gegensatz zur Steinzeithöhle (jeder sieht und hört jeden) ist der Überwacher verborgen und entzieht sich somit der direkten sozialen Kontrolle.

      Eine interessante Frage ist, ob sich der Wunsch nach Privatsphäre (und somit die Respektierung derselben) in sozialen Gruppen zwingend entwickelt. Dies halte ich durchaus für denkbar, weil Respekt und Achtung unverzichtbar ist und Überwachung hier kontraproduktiv sein könnte. In diesem Fall wäre eine Privatsphäre auch objektiv vorteilhaft und unbegrenzte Überwachung durch soziale Nachbarn falsch (neutrale automatische Überwachung ist möglicherweise unkritisch).

      Interessant wäre vielleicht noch die Psychologie solcher nicht professionellen Überwacher. Mögliche Motive:
      - Neugier (positiv): wie leben für einem interessante Personen aus der Nachbarschaft oder des öffentlichen Lebens? => Beobachtung nicht länger als für einen ersten Eindruck/Überblick nötig.
      - Sicherheit (positiv): ist bei den Kindern auf dem Spielplatz noch alles klar? => öfter mal ein kurzer Blick.
      - Langeweile (eigentlich nichts dagegen zu sagen, irgendwie wie fernsehen und surfen): regelmäßig längere Zeit rumgucken.
      - Spass (bedenklich): wie Langeweile, es wären allerdings die Motive für den Spass zu hinterfragen (Webfehler?).

      Zu berücksichtigen ist wie gesagt, ob ein wünschenswerter gesunder Respekt vor anderen nicht eine ungehemmte persönliche Überwachung verbieten sollte. In diesem Fall wäre nur eine Überwachung durch
      - Automaten,
      - Behörden im Verdachtsfall
      - ggf. alle nur von gekennzeichneten öffentliche Plätzen (z.B. Spielplatz)
      akzeptabel.

      Mit der totalen Überwachung durch alle kann man zwar auch leben (es gibt viel schlimmeres, z.B. einen handfesten Krieg), aber es wäre schon ziemlich unlustig. Nachteilig wäre, dass sich Überanpassung lohnt und dadurch Kreativität und Innovationen sicher stark eingeschränkt werden. Was würde wohl passieren, wenn die negativen Effekte gezielt durch Anreize bekämpft würden? Na ja, ist sicher nur von akademischem Interesse, denn künstliche (unnatürliche) Strukturen sind meist instabil und unvorteilhaft.
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      #37
      Briten fürchten Strahlen, Chips und Neomarxismus
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,476398,00.h…

      Was der Mensch (vielleicht aus Eitelkeit) wohl noch nicht so ganz realisiert hat:

      Wird die Menschheit schon in wenigen Jahrtausenden im Zoo landen?

      Mit ein bisschen Glück ein sehr angenehmer Zoo, nämlich die ganze Erde. Sicherheitshalber natürlich ohne Hightech, denn wer würde einem Affen schon ein Messer mit in den Käfig geben? Japp, aktuelle Technik wäre nicht viel mehr als ein Messer in Affenhand - bestenfalls für den Wärter im Käfig gefährlich.

      Das Lustige ist, dass dann der Mensch selbst dafür gesorgt haben wird:

      Roboter sind Menschen schon bald weit überlegen, weil
      - Sie funktionieren direkt mit Energie, die effizienter als Nahrung speicher- und nutzbar ist.
      - Sie sind sehr wandlungsfähig und trotzdem sofort erwachsen.
      - Sie sind dank Schwarmbildung und Zugriff auf Supercomputer leicht 1000 mal leistungsfähiger, d.h. was viele Menschen heute in Jahren entwickeln kann ein Supercomputer eines Tages in einigen Stunden (... und das, wo der Mensch sich doch so viel auf seine Intelligenz einbildet).
      - Roboter können nur ein tausendstel so groß wie ein Mensch sein ... bis zu mehr als Milliarden Mal so groß (z.B. als Raumschiff).
      - Roboter können irgendwann leicht vollautomatisiert gebaut werden: gemischte Materie und eine gute Energieversorgung reichen völlig. Je nach Materieinput entsteht halt mehr von der z.B. Metall-, Kristall- oder Kunststoffversion.
      - Sie können einen viel größeren Umweltbereich als der Mensch abdecken (bis zu Faktor 100 für jedes einzelne denkbare Kriterium).
      - Roboter haben keine Probleme mit kurzen (Mikrosekunden) und sehr langen (zig Jahrtausende) Zeitabschnitten.

      Den Menschen technisch aufzurüsten (siehe Alastair Reynolds SF-Welten) kann man vergessen, das wäre nicht viel mehr als einem Affen einen Laptop zu geben und würde eher die Schwächen beider Arten kombinieren. Apropos Reynolds, man braucht übrigens keine Wölfe für den Untergang der Menschheit, denn:

      Was würde der Mensch (=> Roboter) wohl mit einer Rasse (=> der Menschheit) machen, die ihm weit unterlegen ist und wo er sich zu Recht als logische Weiterentwicklung und Krone der Schöpfung ansieht, die aber gleichzeitig potentiell gefährlich ist, weil sie immanent nach Überlegenheit strebt? Ausrotten wäre unnötig und falsch, denn der Mensch (=> Roboter) lebt nach den gleichen Prinzipien und betrachtet die Rasse (Menschen) durchaus mit Wohlwollen ... bloß, dass diese bescheuerten Kriege einfach nur lästig und völlig überflüssig sind.

      Zwar hätten die Roboter die Menschen auch in einer Simulation weiterleben lassen können, doch das wäre nur zweite Wahl und ohne jeden Sinn. Ein Planet als Gefängnis ist viel sicherer, stabiler und taugt gleichzeitig als Backup. Die Roboter könnten sogar eines Tages wieder eine technische Entwicklung zulassen, nur um zu sehen, was sich entwickeln wird (oder aus einem nicht absehbaren Grund verschwinden die Roboter mindestens aus der Galaxis und der Mensch kann wieder von vorne beginnen).

      Klar wird man sich größte Mühe geben, dass einem die Roboter nicht auf's Dach steigen werden, was auch sicherlich für ein paar Jahrhunderte gut gehen wird. Das Problem ist bloß, dass die Herrschaft der Roboter langfristig unvermeidlich ist. Selbst wenn man sich auf einfache Computer und Maschinen beschränken würde, kann man diese Entwicklung nur verzögern, weil eines Tages irgendeine entfernte Kolonie autonome Roboter bauen wird.

      Also eine Zwickmühle?

      Ein Ausweg könnte die Akzeptanz der Entwicklung sein, die Menschheit lebt quasi als Roboter weiter, die ja dann durchaus die gleichen Ideale haben werden (könnten). Okay, das wäre ja unvermeidlich, siehe oben.

      Zusätzlich sollte man sich überlegen, wie der heutige Mensch (na ja, ein bisschen verbessert natürlich) frei (inklusive Weltraumnutzung) neben den Robotern leben könnte. Eigentlich kein Problem, der Mensch müsste nur die Vorherrschaft der Roboter akzeptieren und beide müssten maßvoll bleiben, d.h. sich nicht um jeden Preis vermehren wollen. Das, was jetzt völlig undenkbar erscheint, nämlich die Vorherrschaft der Maschinen, ist eigentlich kein Problem, denn der Mensch hat die Chance diese nach seinem (ideellen) Ebenbild zu schaffen.
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      #36
      Grundsätzliches:

      a) Es soll möglichst viel richtiges getan werden.

      b) Einige Menschen (A) tun eher richtiges als andere Menschen (B). Das ist nichts diskriminierendes sondern eine mathematische Aufteilung, die genau dann möglich ist, wenn Menschen nicht rein zufällig handeln, was man voraussetzen kann.

      c1) Fehler (unerwünschte Ereignisse) können nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
      c2) Fehler sind unwahrscheinlicher, wenn Handlungen nur von befugten und geübten Menschen ausgeführt werden (A-Menschen).
      c3) Schwere Fehler sind unwahrscheinlicher wenn bei wichtigen Entscheidungen mehrere A-Menschen beteiligt sind.

      d) A-Menschen sollten mehr Rechte haben als B-Menschen (das ist erstmal nur logisch und kein Plädoyer für Faschismus. B-Menschen sind deswegen ja nicht rechtlos. Außerdem ist es längst eine überall gelebte Tatasache: ein Abteilungsleiter darf mehr als ein Praktikant und nicht jeder darf ein Flugzeug fliegen).

      e) A-Menschen sollten als solche mindestens von A-Menschen erkennbar sein. Erkennungsmerkmale:
      - Uniform, Ausweis
      - Biometrische Merkmale (Aussehen, Stimme, Verhalten, Fingerabdruck, Gene, ...)

      Wie kann man nun eine möglichst sichere und robuste Zugangskontrolle etablieren?

      1) Der sichere Zustand ist "kein Zugang". Bei Ausfall der Zugangskontrolle bleibt der Zugang verwehrt.

      2) Auch bei Ausfall der Zugangskontrolle muss mindestens bei wichtigen Einrichtungen ein Zugang möglich sein, z.B. indem zusätzlich alternative robuste mechanische oder menschliche Zugangskontrollen existieren oder indem man die Sperre mit einigem Aufwand gewaltsam durchbrechen kann.
      a) Normalfall: automatische elektronische Zugangskontrolle (siehe Punkt 3).
      b) Notfall: Schlüssel, Tresornummernschloss, menschliche Wache.

      3)
      - Jeder erhält einen Ausweis-Chip (AC) auf dem biometrische Merkmale und Rechte verschlüsselt gespeichert sind.
      - Der AC ist eine fälschungssichere Plakette, die die wichtigsten Informationen (Name, Nummer, Bild, etc.) auch ohne elektronische Hilfsmittel (z.B.holographisch) darstellt.
      - Der AC ist klein, robust und kann nur einmal mit wichtigen Daten beschrieben werden. Ergänzende sekundäre Daten könnten von Behörden veränderbar sein. Dies ist besonders sinnvoll, weil damit berechtigte Personen und Automaten den AC mit aktuellen Informationen über den Träger wie z.B. einem "Achtung näher zu prüfen"-Flag versehen können.
      - Der AC ist entweder ohne eigene Energieversorgung oder könnte einen Kondensator, bzw. eine Lithiumbatterie enthalten. Selbstverständlich gehen die Daten auch ohne Strom nicht verloren. Ein kurzfristiger Energiespeicher ist sicher sinnvoll und könnte induktiv per Handy (siehe unten) in Sekunden aufgeladen werden.
      - Das Gegenstück zum AC sind Wächter-Chips (WC), die einen AC nach einer Berechtigung fragen können. Es gibt verschiedene WC, von einfachen für z.B. Fahrkartenautomaten bis speziellen für militärische Anwendungen. Der Vorteil ist, dass die WC zur Abfrage besonderer Rechte kontrollierbar bleiben und dass die Wirtschaft durch einfache WC als Massenware gefördert wird.
      - Ein den Zugang kontrollierender Automat mit WC kann je nach Programmierung entweder der Berechtigung des AC-Trägers Glauben schenken oder bei einer Zentrale nachfragen. Je nach Situation kann es sinnvoll sein bei Verbindungsausfall zur Zentrale den Zugang zu gewähren oder zu verweigern. Ein WC-System, das auf die Kommunikation mit der Zentrale angewiesen ist, hat zwangsläufig eine geringere Verfügbarkeit. Es könnte günstiger sein dem AC auch ohne zentrale Bestätigung zu vertrauen und mittels automatischer Überwachung nachträglich eine unauthorisierte Überwindung einer Zugangskontrolle aufzudecken und zu ahnden. Bei wichtigen Einrichtungen könnte bei Verbindungsausfall zur Zentrale ersatzweise das Vorhandensein zweier berechtigter Personen gefordert werden.
      - Besondere Rechte können also nur von besonderen WC nach zusätzlicher biometrischer Authentifizierung abgefragt werden, wodurch eine ungewollte Enttarnung von besonders berechtigten AC-Trägern erschwert wird.
      - Jeder erhält ein Display mit WC (ein Handy wäre super geeignet, der WC ist dann wie der Providerchip nicht direkt ein unlösbarer Teil des Handys), das nach Authentifizierung (Fingerabdruck, Gesichtserkennung, etc.) Daten mit dem eigenen und anderen AC austauschen kann. Der Vorteil der Trennung von AC und Display ist, dass man den kleinen AC immer bei sich tragen kann (z.B. Armband, Halsband). Berechtigte Personen (Polizei) können mit privilegierten WC nun jederzeit Daten von AC anderer lesen.

      4) Eine einheitliche Authentifizierung ist zwar praktisch, könnte sich aber auch mal als Schwachstelle erweisen.
      - Es muss sichergestellt sein, dass die Kontrollmechanismen nur für die richtigen Ziele eingesetzt werden. Was richtig ist, bestimmt eine gewählte Regierung. Weil eine feindliche Übernahme der Kontrollmechanismen niemals 100% ausgeschlossen werden kann, muss es einen mehrstufigen Plan zur Zurückeroberung geben. Sinnvoll könnte u.a. folgendes sein:
      - Die Grundidee ist, dass hinreichend viele A-Menschen existieren, die auch ohne Hightech-Hilfsmittel die Kontrolle ausüben können und dass sie prinzipiell die Mehrheit aller Menschen auf ihrer Seite haben, weil diese ebenfalls nicht an einer feindlichen Übernahme interessiert sein können.
      - Es muss von einer Zentrale unabhängige Mittel zur Fernkommunikation (z.B. Funkgeräte sind geeignet, Handy, Telefon und Internet sind es nicht) geben.
      - Die zentralen Kontrollmechanismen (elektronische Zugangskontrollen, Internet, etc.) müssen deaktivierbar sein und zwar je nach Situation temporär (kurzer Ausfall von einem Tag ohne Datenverlust) über dauerhaft (die Wiederherstellung dauert mindestens einige Monate und kann nur von vielen Menschen in Zusammenarbeit geleistet werden).
      - Die Deaktivierung darf in keiner Form zentral durchführbar sein (weil dies ein zu großer Schwachpunkt wäre, solange die Richtigen die Kontrolle besitzen) sondern es muss mehrere Knotenpunkte geben, die von informierten und vertrauenswürdigen A-Menschen auf unterschiedliche Arten (Verbindung lösen oder Strom abschalten bis sprengen) deaktiviert werden können.
      - Der AC funktioniert (sofern er nicht z.B. EMP-mäßig durchgebrannt wurde) auch ohne Zentrale immer noch problemlos. Selbst ein durchgebrannter AC dient durch passive äußere Merkmale noch als Ausweis. Wenn dergleichen unvorteilhaft werden sollte, kann man den AC vernichten, weswegen immer eine externe Tragweise (Armband) und nicht irgendwann ein Implantant zu bevorzugen ist. Bei einem funktionierenden Staat sind einzelne Kriminelle keine Gefahr, sondern man sollte vorzugsweise die großen (wenn auch unwahrscheinlichen) Gefahren berücksichtigen.

      Sicherung von Wissen:

      Wissen sollte auf unterschiedliche Arten (auf keinen Fall nur auf immer dichter beschriebenen Hightech Medien) gesichert sein (nicht mit Backups sparen) und in unterschiedlicher Geschwindigkeit (von sofort über Server, bis über einige Tage/Wochen in Bunkern, die ohne dauerhafte Schnittstellen nach außen nur von mehreren Menschen nutzbar sind) erreichbar sein. Bezüglich der Bunker kann es eigentlich nicht schaden ab und zu mal einen Datensatz auf unterschiedlichen Medien (Computer, falls noch alles löppt bis Mikrofilm) dauerhaft zu versiegeln und NUR im Notfall zu öffnen (sollte ja nicht zu teuer sein ab und zu mal wieder ein neues Loch zu buddeln und mit Beton zu verschalen, bzw. nur einen Stahlkontainer zu versenken (apropos versenken, der fortgeschrittene Paranoide denkt bei Nanomaschinen sofort an unterschiedliche Orte wie Granit, Sand, Eis, fließendes und tiefes Wasser). Ein Teil der Bunker sollte öffentlich bekannt und deutlich gekennzeichnet sein (schad' nix, kommt ja keiner einfach und vor allem unentdeckt ran) aber natürlich auf keinen Fall alle. Die öffentlich bekannten Backups könnte man dann auch alternierend aktualisieren. Eine sehr preisgünstige Variante wäre es versiegelte Laptops mit verschlüsselter großer Festplatte (pro Land ein Schlüsselwort, das mindestens jeder tausendste kennen sollte) in Grundsteinen öffentlicher größerer Gebäude zu versenken: man verbindet ein regelmäßiges Update (bei Neubau) mit unangetasteten Daten (bis das Gebäude abgerissen wird).
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      #35
      Ein ganz nützliches Projekt könnte Entwurf und Bau von einem "civilization builder" oder "Teacher" sein. Im Fertigzustand ist das eine intelligente Maschine (Roboter), die einen Haufen Steinzeitmenschen bis zum Bau von interstellaren Raumschiffen anleiten kann (vorausgesetzt, die Halbaffen sind daran interessiert).

      Das Ganze wäre ein Projekt über Jahrzehnte und man wird sicher noch in hunderten von Jahren Verbesserungen finden, aber es wäre gut damit zu beginnen, solange man noch eine lebhafte Erinnerung an die Anfänge hat. Ein paar Teacher könnten dann eines Tages zur Grundausstattung von Generationsraumschiffen gehören.

      Das Ganze wäre von Beginn an nützlich, weil man damit automatisch unbedingt erhaltenswertes Wissen definiert und sichert. Außerdem muss man sich Gedanken über ideale Abläufe, mögliche Alternativen und Problemlösungsstrategien machen. Die Entwicklung eines möglichst langlebigen, robusten Roboters wäre ebenfalls recht nützlich.
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      #34
      #33 eine spannende Frage, ob Maschinen (Roboter) eines Tages den Menschen ablösen werden. Nicht durch einen Krieg, sondern indem der Mensch den Übergang freiwillig vollzieht, weil Maschinen unter dem Strich überlegen sind (wenn es denn so ist). Selbst wenn, wird es sicherlich immer noch rein biologische Menschen geben, last but not least als Backup.

      Der letzte Teil vom ersten Artikel ist doch nicht so übel, allerdings frage ich mich, ob das nicht eher ein "spot the errors"-Spiel ist, wie z.B. die mögliche Kolonisierungsgeschwindigkeit der Galaxis durch die Menschen mit "170 Lichtjahre pro Lichtjahr" (gemeint ist ein Lichtjahr pro 170 Jahre). Cool, allerdings unter der ziemlich sportlichen Annahme, dass man ein Generationsraumschiff mit 1/100 g auf 10% Lichtgeschwindigkeit beschleunigen kann - das ist aktuell jedenfalls noch nicht in Sicht, u.a. weil die ausgestoßene Antriebsmasse dann mindestens ca. 1/3, besser aber 2/3 der Lichtgeschwindigkeit erreichen müsste (grobe Schätzung meinerseits), zumindest wenn man nicht unterwegs Masse aufsammeln kann.

      Eine Frage wäre, wie man mit den entfernten Kolonien kommunizieren könnte. Prinzipiell einfach, z.B. mit Laser, aber mit welchen Maßnahmen könnte man ein unerwünschtes Mitlesen verhindern (mal angenommen, der Quanten-Polarisations-Trick der Ösis funktioniert bestenfalls nur im Labor)?

      One-Time-Pads (http://de.wikipedia.org/wiki/One-Time-Pad). Gute Sache für besonders wichtiges. Problem: aufgrund der langen Zeiträume könnten die verloren gehen und es müssen rechtzeitig neue übertragen werden, was potentiell unsicher ist, weil man dann gezwungen ist, mit einem Pad ein vielfaches dessen Datenlänge zu verschlüsseln. Man muss zwar nicht jeden Wetterbericht verschlüsseln, aber es gibt bestimmt riesige Datenmengen (z.B. KI-Programme mit Datenbank, Avatare), die besser nicht die Falschen kriegen sollten. Vermutlich sind die bekannten asymmetrischen Verfahren ausreichend, auch wenn man angesichts potentieller Supercomputer und galaktischer Zeiträume (1000 Jahre lang entschlüsseln könnte immer noch ein aktuelles Ergebnis liefern) nicht mit der Schlüssellänge sparen darf.

      Was könnte man noch tun?

      Vielleicht wäre es eine Idee während der Nachrichtenübertragung aktuelle Meßwerte der eigenen Sonne und der Sonne des Zielsystems reinzukodieren, ohne die die Nachricht nicht entschlüsselt werden kann. Der Empfänger erhält die Meßwerte der Sendersonne parallel zu den Daten der Nachricht und muss die Daten seiner Sonne kontinuierlich protokolliert haben, um die Nachricht dekodieren zu können (zur Dekodierung braucht man vielleicht mehrere Versuche: einerseits wegen Meßfehler und andererseits weil der genaue Zeitpunkt zur Synchronisation unbekannt ist - sollte aber kein Problem sein). Vielleicht ist es möglich die Sonnenmeßwerte so geschickt zu wählen, dass nur das schmale Band genau zwischen den beiden Sonnen zur Dekodierung taugt. Der Vorteil wäre, dass der Kreis potentiell unerwünschter Mitleser (mindestens die hinter der Zielsonne und von der Seite ist aufgrund der Lichtbündelung kaum was zu holen, Streulicht ist bestimmt viel zu schwach.) reduziert wird. Der Vorteil wäre, dass das Verfahren auch gegen informierte (aber ungünstig plazierte) Mitleser hilft.
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