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Wallstreet:Online Capital AG – Marktführer mit Fondsdiscount.de


ISIN: DE000A0HL762 | WKN: A0HL76
7,188
28.11.14
Frankfurt
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Die WallstreetOnline Capital AG, WKN A0HL76, ist nach eigenen Angaben Marktführer in der internetbasierten Vermittlung von offenen und geschlossenen Fonds. Außerdem wird im Wertpapierhandel Depotvolumen an die SEBdirect vermittelt.

WO-Capital startete 2003 mit der Fondsvermittlung und hat sich auch durch die Zusammenarbeit mit dem Portal WallstreetOnline schnell zum Marktführer entwickelt. Mit 9 Mitarbeitern vermittelt WO-Capital von Berlin aus Fonds. Das Volumen hat sich in 2005 zum Vorjahr etwa vervierfacht, die Umsätze sollen sich lt. PM fast verdreifacht haben. Bereits in 2004 hat WO-Capital Gewinne erzielt und deutlich zweistellige Margen erwirtschaftet. Websites sind WO-Capital.de sowie fondsdiscount.de. Weiterhin dürften Werbeeinnahmen über das monatliche Kundenmagazin generiert werden können.

In 2005 wurden gem. Pressemeldung vom 31.1.2006 vermittelt: offene Fonds 13,84 Mio, geschlossene Fonds 15,725 Mio und Hedgefonds 1,823 Mio, zusammen 31,388 Mio. Das vermittelte Depotvolumen im brokerage betrug 69,8 Mio nach 44,3 Mio Ende 2004.

Es gibt 2 Studien, die von WO-Capital in Auftrag gegeben und bezahlt wurden anläßlich des Börsengangs am 30.11.2005. Dieser erfolgte durch eine einfache Notizaufnahme im Freiverkehr. Notiert sind 50.000 Aktien von insgesamt 464.750 Aktien, also ca. 11%. Großaktionär ist WO Gründer André Kolbinger mit ca. 73%, die restlichen 16% hält das Management. Umsätze kommen vor allem auf Xetra und in Frankfurt zustande.

Wettbewerber sind u.a. Dima24.de, Fondsvermittlung 24.de und Finanzoptimierung.de. Diese haben jedoch im Unterschied zu WO-Capital keine BaFin Zulassungen.

Das Geschäftsmodell ist, einfach beschrieben, dem Fondsanleger Fonds ohne Ausgabeaufschlag oder mit hohen Rabatten darauf anzubieten. Die Studien von finanzpark-research.de und performaxx research stellen dies in groben Zügen dar. Beide haben eine Vorausschau auf Umsätze und Gewinne erstellt. Darin werden nach Umsätzen von 0,64 Mio in 2004 Umsätze für 2005 von ca. 1,27 Mio und 1,62 Mio geschätzt. Lt. PM vom 31.1.2006 sollen sie sich nahezu verdreifacht haben.

Ergebnisse sind bislang nur schwer zu schätzen. Beide Studien geben für 2005 einen Gewinn von ca. 0,26 Mio an oder ein EPS von ca. € 0,55 pro Aktie, ggf. sind Börseneinführungskosten herauszurechnen. Die Marketingaktivitäten dürften in 2006 stark ausgeweitet werden, dazu sind vielfältige Kooperationen geplant. Parallel dazu kann man aufgrund des Marktwachstums von ebenfalls stark steigenden Umsätzen ausgehen. Für 2006 kommen die beiden Studien zu einem EPS von € 1,01 bis 1,20 und in 2007 € 1,31 bis 2,09.

Sofern bereits 2005 die Umsätze auf ca. 1,8 Mio gestiegen sind, könnten die Ergebnisse auch noch besser ausfallen. Der Zwischenabschluß zum 31.8.2005 bietet hierzu keine weiteren Aufschlüsse, die Bilanz ist recht unauffällig ohne nennenswerte Verschuldung. Es bestehen noch erhebliche Verlustvorträge aus der Zeit als WO trading GmbH, dem Vorgängerunternehmen.

Die Börsennotiz soll sicherlich zusätzlich Aufmerksamkeit und Vertrauen schaffen in die Aktivitäten von WO-Capital.

Nach einem Anstieg von den € 20,- der Notierungsaufnahme bis nahezu € 29,- fiel der Kurs wieder auf ca. € 21,- zurück und pendelt nun um € 22,-. Um die Perspektiven besser abschätzen zu können, wird man sich vermutlich bis zur Veröffentlichung konkreter Geschäftszahlen 2005 gedulden müssen.

Generell scheint das Unternehmen aussichtsreich, da starke Wachstumsmöglichkeiten mit einem cashgenerativen Internet-Geschäftsmodell mit potentiell hohen Margen kombiniert sind. Vermutlich wird der Anteil der über Plattformen wie fondsdiscount.de investierten Anlagemittel in Fonds stark zunehmen von der aktuell noch extrem niedrigen Ausgangsbasis (ca. 1%). Es bleibt abzuwarten, ob die Markteintrittsbarrieren wirklich so niedrig sind wie allgemein angenommen oder ob sie nicht laufend steigen. Dazu würden Kooperationen mit anderen Portalen und relevanten Anbietern beitragen, die ihrerseits ein Interesse an der Zusammenarbeit mit dem Marktführer haben dürften. Ob sich insofern eine win-win Situation für WO-Capital ergibt bleibt abzuwarten.

Die website von WO-Capital.de ist um einen Bereich Investor Relations zu ergänzen. Die Dividendenpolitik ist noch unbekannt.

Disclaimer: Dieser Beitrag ist keine Aufforderung, Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Es kann sein, daß der Autor selbst in den hier besprochenen Aktien handelt. Der Beitrag erscheint ohne Abstimmung mit dem behandelten Unternehmen oder mit WallstreetOnline.

CU, goldmine
#1

ein paar Fragen/Anmerkungen zum Geschäftsmodell:

1. Handelt es sich bei den Erträgen um einmalige Vermittlungsprovisionen (Neugeschäft) oder gibt es auch Folgeprovisionen ?

2. Als Wettbewerber würde ich die Direktbanken zumindest teilweise mit hinzuzählen, sowie die diversen Börsen, die z.B. auch zunehmend Fonds oder geschlossene Produkte listen. Bei den angebotenen Zertifikaten dürfte wohl auch die Euwax zumindest indirekt als Haupt-Konkurrent zu nennen sein.

MMI
@#3

Zu Frage 1.

Du meinst sicher die Erlöse. Ich habe zwar keine Infos darüber, denke aber es verhält sich bei WOC nicht anders als sonst bei den Vermittlern.

Entsprechend hängt die Vergütung ab vom vermittelten Produkt.

Die geschlossenen Fonds dürften wenig Bestandsprovision haben, wovon WOC etwas erhalten könnte. Da verdient WOC vermutlich hauptsächlich einmalig an der Vermittlung.

Hedgefonds sind allgemein hochmargige Produkte. Da wird WOC vermutlich Vermittlungs- und auch ordentliche Bestandsprovisionen erhalten.

Die offenen Fonds werden i.A. ohne Ausgabeaufschlag vermittelt. Entsprechend erhält WOC hier vermutlich ausschließlich Bestandsprovisionen.

Immer mehr Fonds enthalten eine performance fee neben der fixen Managementgebühr, aus der die Bestandsprovision gezahlt wird. Daher dürfte die Verhandlungsposition von WOC gegenüber den Fondsgesellschaften gut sein, denn bei guter Arbeit erhalten sie zusätzliche Gebühren aus der erzielten Rendite.

Darüber hinaus soll es scheinbar möglich sein für WOC - aufgrund der BaFin Zulassungen - Betreuungsprovisionen von den Depotbanken zu erhalten.

Zu Anmerkung 2.

Sicherlich stehen dem Fondsanleger vielfältige Möglichkeiten der Fondsanlage offen. Nicht alle sind aber so gut rabattiert und praktisch. WOC gibt außerdem zur Kundenbindung ein Magazin heraus. Ich gehe einfach davon aus, daß der Markt über Internetplattformen sich nach starkem Start weiterentwickelt.

Der IMO wichtigste Punkt bei WOC ist die hohe Marge vom Start weg.

CU, goldmine
Ein sehr interessanter Wert, der besonder momentan von dem wieder gestiegenen Interesse der Privatanleger am Kapitalmarkt profitieren dürfte :)

In meinen Augen gibt es wenige, web basierte Konkurrenten mit einem ähnlichen Geschäftsmodell, maximal www.ebase.de ist mir bekannt.
Heute in FAZ.net nachstehender Beitrag. Außerdem scheint im Handelsblatt ein Artikel über einen möglichen Wechsel von WOC in den entry standard erschienen zu sein. Darin stimmen allerdings alle Zahlenangaben nicht (sozusagen ein handelsblatttypischer Beitrag), so daß ich ihn hier nicht einstelle. Die Einführung soll von VEM begleitet werden. Vermutlich dreht es sich dabei ausschließlich um die 50.000 im Freiverkehr notierten Aktien.

CU, goldmine

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Fonds
Fünf Prozent Gebühr sparen


20. Februar 2006 Rund zehn Millionen Anleger investieren regelmäßig in Fonds. Dabei bezahlen sie bis zu fünf Prozent Gebühren, die der jeweilige Vermittler in seine Tasche steckt. Ausgabeaufschlag heißt das in der Fondssprache.


Das ist sozusagen die Entlohnung für eine Beratung in der Bank oder durch den Vertreter. Viele Anleger brauchen jedoch gar keine Ratschläge, weil sie schon wissen, was sie kaufen wollen. Trotzdem zahlen sie die relativ üppige Gebühr.

Oft 100 Prozent Rabatt

Es geht auch günstiger. In der Bank könnten Anleger versuchen, dem Berater ein paar Prozent abzuhandeln. Im Internet gibt es sogar mittlerweile jede Menge Anbieter, die fast alle Fonds gebührenfrei anbieten. Wer in der Suchmaschine von Google „Fonds ohne Ausgabeaufschlag” eingibt, landet jede Menge Treffer.

Die meisten deutschen Investmentfonds gibt es bei den Discountern mit 100 Prozent Rabatt, einige wenige mit 50, 70 oder 85 Prozent Preisnachlaß. Das lohnt sich, denn je nach Renditeerwartung macht das die Wertentwicklung eines ganzen Jahres aus.

Beratung woanders herholen

Beratung gibt es bei der Schnäppchenjagd im Netz nicht. Die aber könnte sich der clevere Anleger anderswo herholen. Beim Kauf über das Internet sollte man dabei auf das Kleingedruckte achten, rät Hans-Joachim Bischoff von der Wallstreet-Online Capital AG. Das lohne sich insbesondere bei geschlossenen Fonds. Während nahezu alle Fondsdiscounter die gleiche Bandbreite anböten, sei die Rückerstattung des Ausgabeaufschlags unterschiedlich geregelt. Manche zahlen bei Zeichnung, andere erst nach einigen Monaten.

Um sich von der Konkurrenz abzusetzen, hat die Wallstreet-Online-Plattform Fondsdiscount sich zudem von der Finanzaufsicht Bafin freiwillig lizenzieren lassen - nach den Erkenntnissen von Bischoff als einzige. Solch eine Lizenz brauchen Anbieter, wenn sie Hedge-Fonds vertreiben wollen.

Internet-Adressen: www.fondsdiscount.de, www.fondsdiscount.com, www.fondsvermittlung24.de, www.fondsclever.de

Text: stt., Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 19.02.2006, Nr. 7 / Seite 46
@goldmine: es gab auch was in der Börsen-Zeitung darüber. Ich habe nachgefragt, es ist wieder ein Segmentwechsel noch eine Kapitalerhöhung oder eine sonstige Ausweitung des Free-floats geplant.
Hallo Philipp,

danke für die Info. Würde auch nur Geld kosten ohne erkennbaren Nutzen.

CU, goldmine
Bei dem Handelsblatt-Artikel wird vom Börsengang der Wallstreetonline-Plattform geschrieben, nicht von WO-Capital, muss man schon genau lesen.

Die WO-Capital Aktie ist überbewertet.

Die selbst ernannte Marktführerschaft von WO würde keine genauen Prüfung standhalten, ich kenne mindestens einen Fondsvermittler der mehr Investmentfonds als WO vermittelt hat.

Comdirect hat kürzlich von einer anderen Bank Kunden zu einem Preis von 300Euro je Kunde abgekauft. Um die Bewertung (Marktkapitalisierung) zu rechtfertigen bräuchte WO mindestens 30000Kunden. Die genauen Kundenzahlen von WO kenne ich nicht, sieht aber nach deutlich weniger aus, wenn man den Jahresbericht überfliegt.

Risiken bestehen aus der Haftung des zusammengebrochenen Phönix Managed Account.
Der Markt der geschlossenen Fonds wird nach dem Wegfall der Steuerprivlegien eher schrumpfen als wachsen, damit wird der bisher lukrativste Bereich von WO wohl nicht mehr so gute Zahlen abliefern können.

Ist schon ziemlich schwach, wenn keiner der Analysten und Research-Häuser in seinen Analysen darauf eingeht. Ein Schelm wer ...
16.02.2006
FIRST-FOCUS zu wallstreet:online capital AG (WKN A0HL76): Rating auf „Kaufen“!

- Starkes Wachstum im Jahr 2005
- Kursziel 40 Euro (aktueller Kurs 22,20 Euro)

Unternehmensbeschreibung:

Der Berliner Finanzdienstleister zählt zu den führenden Internet-Vermittlern für Fonds. Durch die Kooperation mit der wallstreet:online AG, dem führenden Internetportal für Wertpapierinteressierte im deutschsprachigen Raum, konnte ein wichtiger Wettbewerbsvorteil gesichert werden. Die Kunden haben eine Auswahl aus über 6.000 Fonds, Fondsparplänen und Hedgefonds, die teilweise mit bis zu 100 Prozent Rabatt gekauft werden können.

Aktuelle Entwicklung:

Die wallstreet:online capital AG startete am 30. November im Freiverkehr der Frankfurter Börse. Das Grundkapital beläuft sich auf derzeit 464.750 Aktien. Im Gesamtjahr 2005 wurde ein Gesamtvolumen von 31,3 Mio. Euro vermittelt. Dies entspricht einer Steigerung von über 400 Prozent. Das Brokeragevolumen konnte in 2005 von 44,3 Mio. Euro auf 69,8 Mio. Euro erhöht werden. Dadurch konnte der Umsatz der wallstreet:online capital AG gegenüber 2004 nahezu verdreifacht werden. Beim vermittelten Volumen konnte im Jahresverlauf ein deutlicher Anstieg verzeichnet werden. So wurden bei den Investmentfonds im ersten Halbjahr 2005 4,58 Mio. Euro umgesetzt. Im zwe iten Halbjahr 2005 waren es bereits 9,26 Mio. Euro. Die selbe Entwicklung ist auch bei den Geschlossenen Fonds festzustellen. Im ersten Halbjahr lag der Absatz noch bei 6,88 Mio. Euro, dieser wurde im zweiten Halbjahr auf beachtliche 8,85 Mio. Euro gesteigert. Ein nicht zu unterschätzender Effekt ist sicher auch dem Börsengang zuzuschreiben. Durch die deutlich höhere mediale Aufmerksamkeit werden natürlich auch verstärkt potenzielle Kunden auf die Möglichkeiten des Unternehmens aufmerksam. Unterstützt wird dies auch redaktionell vom Mutterkonzern, der wallstreet:online AG.

Fazit:

Die wallstreet:online capital AG betreibt die führende Internetplattform (www.fondsDISCOUNT.de) für die Vermittlung von Fonds in Deutschland. Auf dieser werden über 6.000 Fonds mit einer Reduktion des Ausgabeaufschlages von bis zu 100 Prozent angeboten. Durch die Muttergesellschaft wallstreet:online.de AG kann eine primäre Zielgruppe von über 300.000 potenziellen Kunden erreicht werden. 2005 betrug das vermittelte Fondvolumen schon über 31 Mio. Euro. Im gesamten Vorjahr betrug die Vermittlung nur 6,2 Mio. Euro. Die Gesellschaft arbeitet schon seit Jahren positiv. Für 2005 erwarten wir vor außerordentlichen Aufwendungen für den Börsengang einen Gewinn von 0,34 Mio. Euro. Dies entspricht einem Gewinn pro Aktie von 0,73 Euro. In 2006 sollte der Gewinn auf 0,49 Mio. Euro gesteigert werden können. Daraus errechnet sich ein Gewinn pro Aktie von 1,05 Euro, dies würde einem KGV von aktuell unter 21 entsprechen. Aufgrund der schlechten Vergleichbarkeit mit anderen börsennotierten Unternehmen, erachten wir eine Bewertung mit Ihrer erwarteten Wachstumsrate (PET 1) fair an. Daraus errechnet sich ein 12 bis 18 Monatskursziel von 40 Euro. Wir setzen in einer Kurzanalyse daher unser Rating auf ‚Kaufen’!“

Den vollständigen Bericht lesen Sie unter http://www.smallcap-investor.de/downloads/WOC-Kurzanalyse.pdf!
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