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Pfizer-Pharmawert total unterbewertet! 50% möglich! (Seite 164)

eröffnet am 15.05.06 13:00:41 von
neuester Beitrag 09.04.21 20:45:34 von


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27.02.21 03:19:47
Beitrag Nr. 1.631 ()
Interessantes CRV, Kauf über 34 $ , stop-loss 33.30 $, besser geht nicht, never ever.
Pfizer | 33,49 $
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27.02.21 12:19:00
Beitrag Nr. 1.632 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.229.277 von curacanne am 26.02.21 22:59:05Pharmaunternehmen haben nicht in erster Linie das Ziel, die Welt zu retten, nein primär wollen und müssen sie mit ihren Produkten auch Geld verdienen, sonst sind sie weg vom Fenster, oder werden von der Konkurrenz geschluckt.

Auch die Aktion der EU-Staaten, Impfkontingente über Spendengelder an Dritte Welt Länder kostenfrei abzugeben , sehe ich nicht unkritisch.

Mehr noch, als bei Entwicklungshilfegeldern, besteht hier die Gefahr, dass diese Dosen über nicht nachkontrollierbare Kanäle umgeleitet werden.

Dann haben wir das Paradoxon der " Goldenen Wasserhähne ", dass dort junge vitale Menschen aus einflussreichen Familien bereits durchgeimpft sind, während hier noch Risikogruppen auf ihre Impftermine warten.

Natürlich spielen immer auch geopolitische Interessen hinein.

Wenn China und Russland Impfdosenkontingente an solche Länder verschenken, so ist das nicht kostenlos.

Bezahlt wird mit Abstimmungsverhalten in Internationalen Organisationen, Hebung des Ansehens in der Bevölkerung für die Spender und nicht zuletzt durch Wirtschaftsverträge zur Ausbeutung von Rohstoffen oder auch Basen für militärische Präsenz.

Aber um auf Pfizer zurückzukommen:

Falls die Firmenprognosen für dieses Jahr zutreffen, d.h. der Umsatz erheblich durch den Impfstoff gesteigert wird, aber gewinnmäßig sich wenig tut, sehe ich nicht, dass Pfizer profitgierig seine Verhandlungspartner erpresst und über den Tisch zieht.
Pfizer | 27,90 €
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28.02.21 11:32:50
Beitrag Nr. 1.633 ()
die rechnen mit 15mrd $ zusätzlichem Umsatz durch den Corona-Impfstoff. Ich kann mir wirklich beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieses "Zubrot" keine Auswirkung auf den Gewinn haben soll... Dann würde wohl irgendwas falsch laufen... meine Meinung... aber warten wir die nächsten Zahlen ab...
Pfizer | 27,90 €
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28.02.21 13:05:47
Beitrag Nr. 1.634 ()
gewinn steigt um 20% haben sie gesagt!
Pfizer | 27,90 €
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28.02.21 13:46:27
Beitrag Nr. 1.635 ()
warum will denn der kurs nicht nach oben bei diesen glänzenden aussichten ?
Pfizer | 27,90 €
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28.02.21 16:22:30
Beitrag Nr. 1.636 ()
weil vorallem die zyklischen aktien gefragt sind.
Pfizer | 33,49 $
1 Antwort
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28.02.21 17:35:02
Beitrag Nr. 1.637 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.240.362 von zsclions am 28.02.21 16:22:30
Zitat von zsclions: weil vorallem die zyklischen aktien gefragt sind.


ja... noch... ich denke aber, dass Value bald wieder in Mode kommt. Spätestens dann, wenn die ersten High-Tech-Kartenhäuser zusammenfallen.
Pfizer | 33,49 $
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28.02.21 23:29:47
Beitrag Nr. 1.638 ()
Abseits der Pandemie ging auch der tiefgreifende Umbau bei Pfizer im vergangenen Jahr 2020 weiter. Der US-Konzern brachte seine Tochter Upjohn in ein gemeinsames Generikaunternehmen mit dem niederländischen Pharmakonzern Mylan ein. Der Deal wurde im Schlussquartal unter Dach und Fach gebracht. Das neue Unternehmen firmiert künftig unter dem Namen Viatris.

Upjohn wird nun in der Bilanz als nicht fortgeführtes Geschäft behandelt und ist auch im um Sondereffekte bereinigten Ergebnis je Aktie (EPS) ausgeklammert, welches 2020 um 16 Prozent auf 2,22 Dollar stieg. 2021 soll diese Kennziffer auf 3,10 bis 3,20 Dollar anziehen. Zuvor hatte Pfizer hier 3,00 bis 3,10 Dollar angepeilt.
Pfizer | 33,49 $
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01.03.21 07:32:50
Beitrag Nr. 1.639 ()
Pfizer | 33,49 $
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01.03.21 07:35:17
Beitrag Nr. 1.640 ()
SPIEGEL: Herr Şahin, die meisten Experten hatten keine hohen Erwartungen, dass ein Corona-Impfstoff auch die Übertragung des Virus unterdrückt. Die Biontech-Vakzine soll nun aber zu rund 90 Prozent Infektionen verhindern. Sind Sie selbst überrascht?

Şahin: Ja, so gute Werte hatte ich nicht erwartet. Bei Atemwegsinfektionen wie Covid-19 ist der Weg, den das Virus bis an sein Ziel nehmen muss, sehr kurz. Entsprechend schwierig schien es, die Infektion komplett zu stoppen. Aber das sind wirklich tolle Daten, die diese Woche im Fachmagazin »New England Journal of Medicine« veröffentlicht wurden. Weitere Daten werden kommen. Wir arbeiten an einer eigenen Veröffentlichung.

SPIEGEL: Diese ersten offiziellen Ergebnisse stammen aus einer Massenstudie einer israelischen Krankenkasse, die gemeinsam mit der Harvard Medical School durchgeführt wurde. Wie lässt sich untersuchen, ob der Impfstoff Infektionen verhindert?

Şahin: Indem man eine Beobachtungsstudie mit einer Kontrollgruppe durchführt, bei der Daten von Geimpften mit einer Gruppe verglichen werden, die noch keine Impfung erhalten – also eine ganz andere Art von Studie, als man sie für die Zulassung eines Impfstoffs macht. Für eine Zulassungsstudie teilt man die Probanden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen ein, die einen erhalten den echten Impfstoff und die anderen ein Placebo, und dann guckt man, ob sich in der Gruppe der wirklich Geimpften weniger mit dem Virus infizieren als in der Gruppe mit dem Placebo. Die aktuelle Studie aus Israel war eher so etwas wie ein staatliches Beobachtungsprogramm durch das israelische Gesundheitsministerium.

Zur Person
Uğur Şahin ist ein deutscher Mediziner und gemeinsam mit seiner Frau Özlem Türeci Vorstandsvorsitzender des Mainzer Unternehmens Biontech. Im November gab Biontech bekannt, dass ein gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelter Impfstoff einen Schutz von 95 Prozent vor einer schweren Erkrankung mit Covid-19 biete. Seit Ende Dezember wird der Impfstoff »BNT162b2« in Deutschland und weiteren EU-Staaten eingesetzt.

SPIEGEL: Was heißt das?

Şahin: Mehr als eine Million Menschen, die während der Impfkampagne mit BNT162b2 geimpft worden waren, sind nachbeobachtet und mit einer Kontrollgruppe verglichen worden, die noch keine Impfung erhalten hatte. Dabei wurden nicht nur Krankheitssymptome, schwere Covid-19-Verläufe, Krankenhauseinweisungen und Todesfälle erfasst. In einer großen Stichprobe sind auch PCR-Tests durchgeführt worden, um asymptomatische Infektionen zu erkennen und herauszufinden, ob der Impfstoff verhindern kann, dass man sich mit Sars-CoV-2 ansteckt. Diese Frage hatte in den Zulassungsstudien zunächst keine Rolle gespielt. Es ging um den Schutz vor der Erkrankung, nicht vor der Infektion. Die Daten aus Israel weisen darauf hin, dass es bei den Geimpften fast 90 Prozent seltener Infektionen gibt als bei denen, die nicht geimpft waren.

SPIEGEL: Biontech/Pfizer hat zusammen mit dem israelischen Gesundheitsministerium eine ähnliche Großstudie mit mehreren Millionen Israelis durchgeführt, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll. Gleichen sich auch die Ergebnisse?

Şahin: Über die genauen Ergebnisse können wir erst sprechen, wenn sie veröffentlicht sind. Grundsätzlich sind die Daten, die wir bisher gesehen haben, sehr ermutigend. Sie bestätigen die Ergebnisse aus unserer klinischen Studie mit 44.000 Probanden nun in einer Studie unter Alltagsbedingungen und bei Millionen Menschen. Das ist keine Selbstverständlichkeit und ein sehr gutes Ergebnis.

SPIEGEL: Was bedeutet das für die Bekämpfung der Pandemie, wenn die Vakzine nun tatsächlich auch die Infektion weitgehend verhindern kann?

Şahin: Mehr als 80 Prozent der Infektionen in Israel waren mit der sogenannten britischen Variante B.1.1.7. Und deshalb waren die Fallzahlen dort ohne breite Impfung längere Zeit hoch. Wenn die Impfungen erfolgreich weiterlaufen, sollten ab Ende März die Infektionszahlen nun fallen, vermute ich.

SPIEGEL: Weil in Israel bis dahin vermutlich die Hälfte der Bevölkerung geimpft sein wird. Und wie geht es in Deutschland nun weiter?

Şahin: Wir haben das Problem, dass B.1.1.7. nun auch hier anfängt zu grassieren. Ab Mitte März sollte sich bei der zuerst geimpften älteren Bevölkerung die Mortalität reduzieren, wenn die Impfungen weiter vorangehen. Aber die Infektionsrate in Deutschland könnte erst ab Ende Mai oder Anfang Juni einen deutlichen impfstoffbedingten Rückgang verzeichnen.

SPIEGEL: Aber zumindest mittelfristig sollte die Pandemie doch nun einfacher zu handhaben sein, wenn der Impfstoff die Infektionen großteilig verhindert?

Şahin: Mit effektiven Impfstoffen können wir die Pandemie kontrollieren. Es ist nur eine Frage der Zeit und der Impfrate. Die positive Nachricht ist: Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle haben, wenn sich genügend Menschen impfen lassen. Unter Kontrolle bedeutet nicht, dass es keine Infektionen mehr gibt. Aber, dass wir ein normales Leben haben können.

SPIEGEL: Es sei denn, wir werden noch von der südafrikanischen Variante überrollt. Oder einer ganz neuen Mutation, die schlecht zu kontrollieren ist.

Şahin: Wir haben bis jetzt noch keine epidemiologischen Daten von der südafrikanischen Variante. Sie ist aber bis auf wenige Gegenden in Europa aktuell nicht sehr weitverbreitet. Aber auch auf neue Mutationen bereiten wir uns vor.

SPIEGEL: Wenn der Impfstoff die Ansteckung mit Sars-CoV-2 verhindern kann, bedeutet das auch, dass die Bildung neuer Mutanten unwahrscheinlicher wird?

Şahin: Ja. Jede Infektion gibt dem Virus die Möglichkeit, weiter zu mutieren. Im Moment zirkuliert das Virus in sehr vielen Menschen. Das sind ideale Voraussetzungen für die Bildung neuer Mutanten. Wenn sich weniger Menschen anstecken, wird es unwahrscheinlicher, dass sich neue Varianten bilden. In Zukunft werden sich dann andere Mutanten durchsetzen. Solche, die der Antikörperantwort, die durch die Impfung oder eine vorherige Infektion entstanden ist, ausweichen. So macht es das Influenzavirus ja auch.

SPIEGEL: Werden wir spätestens nächstes Jahr dann einen Booster-Shot brauchen, also eine dritte Impfdosis, die gezielt auf neue Mutanten gerichtet ist?

Şahin: Ich glaube, ja. Allein schon, um den breiten Impfschutz in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Dazu erheben wir Langzeitdaten. Man kann heute schon beginnen, einige Puzzleteile zusammenzusetzen. Die Übertragung der Infektion wird vermutlich durch Antikörper verhindert. Und wir wissen, dass die Antikörper ab dem sechsten Monat nach der Impfung langsam zurückgehen. Impfstoffe induzieren auch sogenannte T-Gedächtniszellen, die einen zusätzlichen, wahrscheinlich länger andauernden Schutz bieten. Mutanten können der Erkennung durch T-Zellen schlecht ausweichen, sodass Geimpfte über Jahre vor einem schweren Verlauf geschützt sein könnten, aber irgendwann nicht mehr vor einer leichten Erkrankung. Und auch ansteckend wird man dann zumindest irgendwann wieder sein, wenn der Schutz nur noch teilweise vorhanden ist. Etwa alle zwei Jahre könnte es dann eine Auffrischungsimpfung geben, angepasst an die Varianten, die dann gerade unterwegs sind. Ähnlich wie bei der Grippe. Das könnte für uns dann die neue Normalität sein.

SPIEGEL: Sie haben diese Woche bereits mit einer Studie begonnen, um die Wirkung einer Auffrischungsimpfung gegen kursierende und potenziell neue aufkommende Varianten zu untersuchen. Was erwarten Sie von dieser Untersuchung?

Sahin: Die interessante Fragestellung beim Booster, also einer späteren dritten Impfung, ist: Könnte es gelingen, ganz allgemein den Schutz vor neuen Varianten zu verbessern, ohne den Impfstoff zu verändern, einfach dadurch, dass man den Gesamttiter der Antikörper durch die Booster-Impfung erhöht?

SPIEGEL: Sie meinen, dass man durch eine dritte Impfung mit dem bisherigen Impfstoff möglicherweise vor einer ganzen Reihe von neuen Varianten geschützt wäre, auch vor solchen, die es noch gar nicht gibt?

Sahin: Das wollen wir jetzt mit der Studie herausfinden. Wir wissen, dass jemand, der schon eine Covid-19-Infektion gehabt hat und dann seine erste Impfung bekommt, eine enorme Menge an Antikörpern entwickelt. Das erwarten wir auch durch eine dritte Booster-Impfung. Ich habe die Hoffnung, dass so ein sehr hoher Antikörper-Titer auch besser gegen neue Varianten wirken könnte, die einer schwächeren Immunantwort teilweise entkommen. Das könnte die Bekämpfung neu entstehender Varianten deutlich beschleunigen, es wäre viel schneller, als den Impfstoff jedes Mal an eine neue Variante anzupassen. Zusätzlich wollen wir aber auch einen an die südafrikanische Variante angepassten Impfstoff erproben.

SPIEGEL: Birgt ein extrem hoher Antikörper-Titer aber nicht auch Gefahren? Zum Beispiel mehr Nebenwirkungen?

Sahin: Booster-Immunisierungen sind grundsätzlich nicht neu und bei Impfstoffen gegen andere Infektionskrankheiten erprobt. Wir haben auch keinen Anhaltspunkt dafür, dass hohe Antikörper-Titer gegen das Spike-Protein schädlich sein könnten. Dennoch ist es wichtig, diese Fragestellung klinisch zu testen und zu prüfen. Wir wollen wissen, ob die Auffrischungsimpfung genauso sicher ist wie die Standardimpfung. Das erfolgt derzeit in einer Studie in den USA und demnächst auch in Deutschland.

SPIEGEL: Aber Sie erforschen trotzdem jede Variante auch einzeln? Gerade ist ja nun in Kalifornien eine offenbar besorgniserregende Mutation aufgetaucht.

Sahin: Ja, wir beobachten alle relevanten Varianten. Das ist wirklich wichtig. Wir haben quasi eine Pandemie in der Pandemie in der Pandemie. Das geht so lange weiter, bis wir auch die Ausbreitung der letzten Variante kontrollieren können. Deswegen etablieren wir ein eigenes Team zur Variantenforschung und stellen dafür auch extra Personal ein.

SPIEGEL: Aber bislang haben Sie noch keine Mutation gesehen, die Sie richtig nervös macht im Hinblick auf die Wirksamkeit des Impfstoffs?

Sahin: Nein. Bei der südafrikanischen Variante könnte etwas Effektivität verloren gehen, das schauen wir uns an. Bisher sehen wir aber keine Anzeichen, dass unser Impfstoff nicht ausreichend wirken sollte.

SPIEGEL: Im ersten Schritt sollte nun aber schon dieses Jahr die Herdenimmunität einfacher zu erreichen sein, wenn Geimpfte großstellig nicht mehr ansteckend sind.

Şahin: Ja, mit einem Vakzin, das Infektionen verhindert, schütze ich als geimpfter Mensch nicht nur mich, sondern auch die Ungeimpften. Weil ich mit fast 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit als Überträger ausfalle. Aber ich mag den Begriff Herdenimmunität nicht, auch wenn ich ihn manchmal selbst benutze.

SPIEGEL: Warum?

Şahin: Das wird oft missverstanden, nämlich, dass man dann auch als Umgeimpfter in der Menge der Geimpften sicher sei. Aber das stimmt nicht. Wer nicht geimpft ist, ist nicht geschützt und kann sich weiter infizieren. Wenn auf einer Feier mit 500 Menschen ein Superspreader dabei ist, aber 100 Menschen nicht geimpft sind, wird das zu einem Ausbruch führen.

SPIEGEL: Aber es stecken sich zumindest weniger Menschen an.

Şahin: Genau, wenn so ein Superspreader früher 100 Leute angesteckt hätte, dann werden es künftig entsprechend viel weniger sein. Das bedeutet vor allem, dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Deswegen wird man es akzeptieren, dass Ungeimpfte Infektionen bekommen. Es wird sicherlich immer wieder kurze Ausbrüche geben, die dann aber relativ schnell kollabieren werden. Das ist der Vorteil der Herdenimmunität.

SPIEGEL: In Israel werden ab diesem Sonntag erste Privilegien für Geimpfte eingeführt: Sie sollen etwa Fitnessstudios, Synagogen und Kulturveranstaltungen besuchen dürfen. Halten Sie das angesichts der Daten für richtig?

Şahin: Im Grunde ist ja die zentrale Frage, wie man damit umgeht, dass sich vielleicht 30 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen wollen. Ich habe dafür keine Lösung. Klar ist eben: Wer immun ist, dem sollte mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit über Monate hinweg nichts oder zumindest nicht das Schlimmste widerfahren.

SPIEGEL: Allerdings sind offenbar auch nicht alle Impfstoffe gleich. Derzeit wird vor allem jüngeres Gesundheitspersonal mit der Vakzine von AstraZeneca geimpft. Es wird aber diskutiert, ob nicht gerade die Ärzte und Krankenpfleger dann irgendwann einen Booster-Shot mit einem mRNA-Impfstoff bekommen sollen. Halten Sie das für eine gute Idee?

Şahin: Ja, ich finde das sinnvoll. Dabei geht es nicht um die Qualität des Impfstoffs. Man muss sich aber ganz nüchtern die Daten zur Infektionsübertragung anschauen. Gerade bei Gesundheitspersonal würde ich mir wünschen, dass sie nicht nur geschützt sind, sondern auch nicht übertragen, weil sie viel Kontakt mit fragilen Patienten haben.

SPIEGEL: Aber ist das überhaupt möglich, die Impfstoffe so zu kombinieren?

Şahin: Das wird bereits in Studien erforscht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es funktioniert. In vier bis sechs Wochen sollten wir mehr Daten haben.

SPIEGEL: Biontech hat gerade bekannt gegeben, dass der Impfstoff künftig nicht mehr dauerhaft bei minus 70 Grad gekühlt werden muss, sondern zumindest für einige Wochen auch in normalen Tiefkühltemperaturen von minus 20 Grad hält. Ab wann können also Hausärzte den Impfstoff lagern?

Şahin: Wir planen die Einreichung bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA in den kommenden Wochen. Angenommen, die Behörden regieren so rasch wie bisher, könnte das sehr schnell umgesetzt werden.

SPIEGEL: Sie haben sich gegen den Vorwurf gewehrt, mit einem zu hohen Preis in die Verhandlungen mit der EU gegangen zu sein. Wie ist das Verhältnis zur EU gerade?

Şahin: Für meine Kollegen und mich ist das Verhältnis gut. Wir haben mit der Europäischen Kommission, der EMA und der Bundesregierung viel erreicht. Wir werden in diesem Jahr eine halbe Milliarde Dosen allein in der EU zur Verfügung stellen. Das ist das größte Vertragsvolumen weltweit. Wir haben die Produktion in Europa erweitert. Wir arbeiten an Lösungen, um neue Varianten schnell zu adressieren und den Impfstoff noch einfacher lagern und verabreichen zu können. Das sehen einzelne Beobachter von außen nicht. Am Ende geht es aber darum, dass die Ergebnisse bei den Menschen ankommen. Das ist das, was für uns zählt.
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