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Wetter- & Klimaereignisse mit hohen Versicherungsschäden


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Dieser Thread dient als Informations - und Kommunikationsmedium für Anleger / potenzielle Anleger oder auch einfach nur Interessierte.

Auf Einhaltung der üblichen benimm-dich-Regeln wird großen Wert gelegt. Beleidigungen kann man woanders los werden ( z.B.: wenn man alleine auf dem Klo ist). Auf persönliche Attacken gegenüber anderen Teilnehmern wird hier verzichtet und darauf wird auch kein Wert gelegt. Das ist die Grundhaltung.

Konstruktive Kritik hingegen muss/darf ausgesprochen werden.

Ich wünsche allen Diskussionspartnern viel Spass:laugh:, gute Unterhaltung:p und einen Thread der informativ:confused:, sowie gleichermaßen bei Anlageentscheidungen hilft.:(


mfg
Steve!
P.s.: Der Thread ist eröffnet!
Jetzt reiche ich noch ein paar Informationen zum Thema nach.
Es ist jeder eingeladen Postings zu verfassen, oder mitzudiskutieren.

Bei dem Thema:
Wetter- & Klimaereignisse mit hohen Versicherungsschäden
düfte für alle klar sein, dass ein lokaler Gewitterschauer und wenn er noch so bedeutend ist, nicht in diesen Thread passt.

Aber:
Ereignisse, auch wenn sie klein sind, die aufgrund von Klimaveränderungen oder Veränderungen im lokalen Wetter erhebliche Versicherungsschäden in Zukunft mit sich bringen - werden hier gerne mitdiskutiert.

Ich persönlich habe mich zu diesem Thread entschlossen, weil ich bereits in der Vergangenheit viel darüber berichtet hatte. Der Threadname aber ursächlich wenig mit dem Hintergrund meiner Postings zu tun hatte.

Als Aktie habe ich bewußt die Münchener Rück gewählt. Dieses Unternehmen ist "scheinbar" noch nicht gegen entsprechende Risiken mittels Katastrophenbonds abgesichert - wie es mir bei einer Hannover Rück der Fall zu sein scheint. Das heißt Einzelereignisse schlagen wesentlich stärker in der Bilanz durch.

Ich selber werde von Zeit zu Zeit mal relevante Postings einstellen und gelegentlich mitdiskutieren. Wie intensiv ich das in Zukunft machen werde, ist für mich heute noch nicht absehbar.

mfg
Steve!
derzeit besonders im Fokus der Anleger ist die Hurrikansaison.
Habe mehrfach gepostet, dass ich von einer durchschnittlichen Hurrikansaison ausgehe ( Durchschnitt der letzten 8-10 Jahre)

Der Anlegerfokus liegt natürlich im Golf von Mexico. Bei Taifunen in Asien, hat die Münchener Rück kaum einen Versicherungsschaden zu tragen. Zumal oftmals auch Gebiete mit geringem Versicherungsschutz getroffen werden. Im High-Tech Land Japan ist die Bauweise der Gebäude mittlerweile nicht nur relativ Erdbeberobust, sondern hält auch Taifunen vergleichsweise gut stand.

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(Bild entstand ende Juni 2006)

Auf den ersten Blick sieht dieses Wolkengebilde wie ein Hurrikan aus. Wenn man genauer hinschaut erkennnt man, dass dies hier über Tschechien liegt. Es ist eine sogenannte Superzelle. Gibt es im Sommer immer wieder. Allerdings ist das hier ein Satellitenfoto und man erkennt sogar das für Hurrikans/Wirbelstürme/Zyklone/Taifune so typische Auge. Gab es meines wissens nach vorher auch noch nicht.
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Nochmal zum Thema Wirbelstürme:
Im Golf von Mexiko ist es derzeit verhältnismäßig ruhig - das vergangene Jahr war extrem (sowohl in Quantität wie auch in Stärke)

Letztes Jahr war ein ganz besonderes Jahr. Vor der iberischen Halbinsel gab es einen Hurrikan mit dem Namen >>Vince<<.

Erstmals ein Hurrikan vor Europa und bei seiner Entstehung betrug die Wassertemperatur gerademal 24°C - normalerweise werden 26,5°C als Minimum bezeichnet - je höher die Wassertemperatur desto idealer die Bedinungen. Der Winter 2004/2005 war in den hohen Luftschichten der kälteste seit 50 Jahren. In der Folge hielt sich die extrem kalte Luft auch das ganze Jahr 2005 über und trug damit maßgeblich zu dieser extremen Anzahl an Wirbelstürmen im letzten Jahr bei. Vor allem dürften die kalten Luftmassen in der Höhe erst die Entstehung des Hurrikan Vince begünstigt haben (hier deckt sich die Meinung der Wikipedianern mit meiner)

Dieses Jahr sieht es ganz anders aus. Die oberen Luftmassen (bis in 22km Höhe) sind bedeutend wärmer. Dadurch verringert sich gerade zu Beginn der Saison die Hurrikanaktivität. Obwohl im Golf von Mexiko großflächig die Wassertemperatur 29°C anfängt zu überschreiten.

Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass die Hurrikansaison wesentlich länger dauern "könnte" und vor allem die Phase ab dem späten August spannend werden dürfte.

Ich würde mich aus heutiger Sicht auf eine wesentlich längere Saison einstellen als gewöhnlich. Das kann selbst Anfang November noch eine sehr böse Überraschung geben.

Das Satellitenfoto über Tschechien habe ich absichtlich gewählt. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt gegebenfalls nochmal darauf zurückgreifen und erklären warum.

mfg
Steve!
Ps.: Sorry - Ich versuchs wirklich ganz einfach zu halten. Hoffe es gelingt mir.
Der Peak beim Sommer in diesem Jahr ist bereits überschritten (endlich). Zumindest sollten nachts die Temperaturen nicht mehr ganz so heiß sein. Ausnahme dürfte da die Region entlang des Rhein dastellen. Aber bis es tagsüber mal kühler wird kann das noch bis Ende August noch dauern. Ist eine Frage der Tiefdruckgebiete.... Es ist übrigends nicht nur in Deutschland bzw. Europa so heiß. Die Hitzewelle gibt es auch auf dem amerikanischen Kontinent und gleichzeitig in Asien. Quasi erstreckt sich die Hitzewelle über die gesamte Nordhalbkugel.

Ich hatte mal vor einiger Zeit die IR der Münchener Rück angeschrieben - wie sie auf etwaige Dürren in Europa vorbereitet sind und welche Schäden dadurch zu tragen wären. die Anfrage war etwas umfangreicher. Ich erhielt niemals eine Antwort darauf, also gehe ich mal von keinem versicherungsrechtlichem Event aus.

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Besonders im Sommer ging die Eisfläche auf dem Nordpol dramatisch zurück. Im letzten Jahr konnte sich erstmals das Eis nicht mehr vollständig erholen.
(Wir kennen den Effekt, wenn Tauwetter herrscht und nachts es mal keinen Bodenfrost hat. Dann taut es am nächsten Tag umso stärker)

Selbst wenn der Nordpol komplett abschmelzen sollte, kann man gar nicht prognostizieren wie stark der Meeresspiegel ansteigt. Stichwort Fluten, Hochwasser. Wie es heißt könnte sollte bzw. dürfte der Nordpol 2070 komplett geschmolzen sein.

Am Südpol hingegen wächst immer noch die Eismenge. Vor allem dort ist es wesentlich kälter und man kann davon ausgehen, dass die Eis/Schneemenge dort stark zunehmen wird. Die Luft wird wärmer enthält mehr Feuchtigkeit und es wird häufiger und wesentlich mehr Niederschläge geben.

In der Region um den Nordpol hat die Anzahl der Regentage hingegen in den letzten 20 Jahren drastisch zugenommen (von Jahr zu Jahr).

mfg
Steve!
Ps.: Vor ein paar Tagen gab es einen Tornado in BadenWürttemberg
Der Peak beim Sommer in diesem Jahr ist bereits überschritten (endlich). Zumindest sollten nachts die Temperaturen nicht mehr ganz so heiß sein. Ausnahme dürfte da die Region entlang des Rhein darstellen. Aber bis es tagsüber mal kühler wird kann das noch bis Ende August noch dauern. Ist eine Frage der Tiefdruckgebiete....

Eine Frage der Tiefdruckgebiete - genau - Eines hat doch tatsächlich vom Atlantik her den Weg zu uns gefunden und deutlich kühlere Luftmassen im Gepäck mitgebracht.
Da der Peak beim Sommer bereits überschritten war, heizt sich die Luft auch nicht mehr so schnell auf. Nicht nur bei uns, ganz Europa hat sich doch erheblich abgekühlt. Hitze ist quasi nirgends mehr ein Thema.

mfg
Steve!
Tropensturm "Chris"


Über dem Atlantik hat sich ein neuer Tropensturm zusammengebraut. Wie das nationale Hurrikan-Zentrum der USA am Dienstag mitteilte, erreicht er derzeit Windstärken von rund 65 Kilometern pro Stunde. Der Sturm mit dem Namen "Chris" werde voraussichtlich bis zum Wochenende die Bahamas erreichen und Anfang nächster Woche den US-Bundesstaat Florida. Zwar wird sich der Sturm aller Voraussicht nach in den nächsten Tagen verstärken, aber vorerst nicht zum Hurrikan werden. Sollte der Sturm über Florida hinwegfegen und den Golf von Mexiko mit seinen zahlreichen Ölförderanlagen erreichen, könnte dies Händlern zufolge auch den Ölpreis weiter nach oben treiben. In der Vergangenheit haben Tropenstürme und Hurrikans in den USA wiederholt ganze Landstriche verwüstet. Vor einem Jahr ließen die Folgen von Hurrikan "Katrina" und "Rita" auch Befürchtungen vor einem Öl-Versorgungsengpass aufkommen und trieben den Ölpreis nach oben.






...zum Vergleich:
Hurricane Rita, der im letzten Jahr nur knapp an Houston vorbeizog

@jeiiin
Vielen Dank fürs Einstellen der Bilder und deine Beiträge.

Ich habe mich bewußt mit Kommentaren zurückgehalten. Meine Spekulation war, dass Chris über Kuba zieht und viel viel Kraft verlieren wird. Das geschieht ja im Moment. Chris hat es nicht erfolgreich durchs Nadelöhr geschafft.

Über 1 Woche nachdem ich den Peak des Sommers für überschritten hielt. Die Atmosphäre fängt an sich abzukühlen.

Chris ist der eindeutige Beweis, dass eine Abkühlung der höheren Luftmassen erheblich bessere Bedingungen für die Entstehung von Wirbelstürmen schafft.

Hab ja mal den Zeitraum ab Ende August als spannend bezüglich der diesjährigen Hurrikansaison bezeichnet.

Rein spekulativ würde ich den Zeitraum von Mitte September bis Anfang November als entscheidend bezeichnen. Kommt man hier erfolgreich drum rum - wäre aufatmen angesagt.

mfg
Steve!
Da passt auch das Vorgehen einer Swiss RE gut ins derzeitige Bild:


Swiss Re reduziert Risiken
Von Haig Simonian , Zürich
07.08.2006

Rückversicherer senkt Anfälligkeit bei Naturkatastrophen · Schritt soll Aktienkurs stützen

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re sieht deutliche Fortschritte in seinem Bemühen, die Schwankungen in seinen Ergebnissen zu reduzieren. Das Unternehmen habe einen größeren Teil der eigenen Risiken abgesichert und die Exponierung gegenüber Naturkatastrophen deutlich reduziert, sagte Konzernchef Jacques Aigrain.

Seit der Übernahme von GE Insurance Solutions (GEIS), der Rückversicherungstochter von General Electric, hat das Unternehmen die Münchener Rück als weltgrößten Rückversicherer verdrängt. Rückversicherer decken Risiken bei Erstversicherern ab, die ihrerseits Endkunden versichern. Swiss Re ist auch im Direktgeschäft mit Großunternehmen tätig.

Mit der Reduzierung der Volatilität will Swiss Re den eigenen Aktienkurs stützen, der wie bei allen Rückversicherern seit den schweren Hurrikans des Jahres 2005 unter Druck steht. Aigrain sagte, die Gruppe konzentriere sich verstärkt auf Spitzenrisiken. Die Verträge enthielten mehr Ausschlüsse und Einschränkungen. Das gelte vor allem für Betriebsunterbrechungsdeckungen, die in den Hurrikanschäden des Jahres 2006 eine sehr große Rolle spielten. „Wenn die Hurrikans ,Katrina‘, ,Rita‘ oder ,Wilma‘ sich 2006 exakt wiederholen würden, würde Swiss Re nur mit der Hälfte des Schadens aus dem Vorjahr getroffen werden“, sagte Aigrain.

2005 musste Swiss Re mehrfach die Schadenerwartungen aus Naturkatastrophen anheben – statt der zunächst erwarteten 1 Mrd. Schweizer Franken kosteten sie schließlich 2,44 Mrd. Franken, während die Prämieneinnahmen aus diesem Segment nur 1,4 Mrd. Franken ausmachten. Für das Jahr 2006 erwartet Swiss Re nach den neu eingestellten Katastrophenmodellen einen Gesamtaufwand von 1,1 Mrd. Franken aus Schäden über 20 Mio. , während die Prämieneinnahmen in diesem Bereich 1,8 Mrd. Franken betragen.

Die Integration der GEIS verlaufe nach Plan. In den ersten beiden Managementebenen blieben 109 von 136 Managern im Unternehmen. Insgesamt will Aigrain bis Ende 2007 rund 2000 Stellen abbauen. Das Unternehmen verdiente im ersten Halbjahr 1,57 Mrd. Franken, ein Anstieg von 16 Prozent. Die Prämieneinnahmen stiegen um fünf Prozent auf 13,82 Mrd. Franken. Das umfasst die Prämien von GE Insurance Solutions ab dem 9. Juni, als der Verkauf wirksam wurde.

Hauptwachstumstreiber war die Lebens- und Krankenrückversicherung mit plus neun Prozent auf 5,45 Mrd. Franken. Die Schaden- und Unfallrückversicherung dagegen wuchs mit zwei Prozent auf 8,35 Mrd. Franken moderat. Die Schaden- und Kostenquote verbesserte sich von 96,3 Prozent auf 93,0 Prozent. Von jedem Franken Beitragseinnahmen gab Swiss Re 93 Rappen für Schäden und Kosten aus. Die Aktie des Unternehmens reagierte mit einem Plus von 1,85 Prozent auf 90,65 Franken.Euro


Die Han RE reagiert mit Auslagerung der Risiken auf den Kapitalmarkt. Die Swiss RE arbeitet mit Einschränkungen - Ausgrenzungen und Begrenzungen nach oben.

Aber was genau macht die Münchener Rück? Die spekulieren wohl auf eine sehr milde verlaufende Wirbelsturmsaison.

mfg
Steve!
Gleich 3 Tropenstürme im Pazifik



Nach mehreren schweren Stürmen in China drohen nun auch anderen Teilen Asiens heftige Unwetter. Sowohl Japan als auch Taiwan bereiteten sich am Dienstag auf mehrere Tropenstürme vor. Der Tropensturm "Maria" näherte sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde in nordöstlicher Richtung auf japanisches Festland zu. Es wurde erwartet, dass sich der Sturm bis zum Erreichen der Küste etwas abschwächt. Die Wetterbehörden sagten für das Zentrum und den Westen Japans heftige Regenfälle und starke Winde voraus. Der Sturm sei derzeit rund 450 Kilometer von Tokio entfernt, teilten die Meteorologen mit. Es sei noch unklar, ob "Maria" nach Osten oder Westen steuere. Davon hänge jedoch ab, wann genau der Sturm auf Land träfe. Spätestens sei dies jedoch gegen Mittwochmorgen zu erwarten.

In Taiwan warnten die Behörden die Besatzungen von Schiffen vor dem Tropensturm "Bopha", dessen Ausläufer bereits im Norden der Philippinen schwere Unwetter und Erdrutsche ausgelöst hatten. Auf den Philippinen waren infolge des Sturms zwei Kinder ums Leben gekommen. Die taiwanischen Behörden rechnen damit, das "Bopha" bereits am Mittwoch im Südosten des Landes auf die Küste trifft und schwere Regenfälle mit sich bringt. Gegen Ende der Woche muss die Inselgruppe zudem mit der Ankunft des Taifuns "Saomai" rechnen. Dieser Sturm wurde von Meteorologen am Dienstag zu einem Taifun der Stärke zwei herauf gestuft und wird derzeitigen Berechnungen zufolge den Norden Taiwans streifen. Von der diesjährigen Sturm-Saison war in Asien bislang vor allem Südchina betroffen. Durch den Tropensturm "Prapiroon" kamen nach Meldungen der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua 77 Menschen ums Leben. Zuvor starben dort infolge der Stürme "Bilis" und "Kaemi" weit mehr als 600 Menschen. Insgesamt wurde das Land in dieser Saison bislang von sechs Stürmen heimgesucht.

quelle:wetter.com
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