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ACCIONA (ANA) + der Bauriese + Windenergie + Solarkraftwerke + Biokraftstoffe + Wasserbereich + (Seite 7)



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Acciona setzt E.ON bei Endesa-Plänen unter Druck
Di Sep 26, 2006 1:31 MESZ

Madrid/Düsseldorf (Reuters) - Der spanische Mischkonzern Acciona hat den E.ON-Konzern bei seinen Plänen zur Übernahme von Endesa erheblich unter Druck gesetzt.

Acciona stieg überraschend mit zehn Prozent bei Endesa ein und zahlte nach eigenen Angaben je Aktie deutlich mehr als E.ON derzeit bietet. Damit könnte für den deutschen Energieriesen eine Übernahme deutlich teurer werden als die bislang gebotenen 27 Milliarden Euro. E.ON kündigte am Dienstag an, seine Übernahmepläne weiter voranzutreiben. Der Konzern bietet für alle Aktien von Endesa, will aber mindestens die Mehrheit erhalten. Marktkreisen zufolge könnte Acciona seinen Anteil auf bis zu 20 Prozent erhöhen. Eine Übernahme von Endesa sei aber nicht geplant, teilte Acciona mit.

Das Unternehmen hatte am Montagabend bekannt gegeben, zehn Prozent von Endesa übernommen zu haben. Weitere 3,6 Prozent habe sich der Konzern gesichert, hieß es. "Der Erwerb eines solchen großen Anteils an Endesa ist Teil der Strategie von Acciona, im Energiebereich zu expandieren", teilte das Unternehmen mit. Die Geschäftsfelder des Konzerns reichen von der Baubranche über das Dienstleistungsgeschäft bis zur Stromproduktion. "Der spanische Strommarkt gehört zu den Bereichen mit dem größten Wachstumspotenzial, sowohl wegen der steigenden Nachfrage als auch steigender Preise", hieß es.

E.ON SETZT PLÄNE ZUR ÜBERNAHME VON ENDESA FORT

Acciona teilte mit, es habe die zehn Prozent an Endesa zu einem Kurs von 32 Euro je Aktie gekauft. Zu diesem Kurs wäre der gesamte Konzern knapp 34 Milliarden Euro wert. E.ON bietet je Aktie 25,405 Euro in bar. An der Börse in Madrid notierte die Endesa-Aktie am Dienstagnachmittag mit 31,90 Euro, nachdem sie am Vormittag vom Handel ausgesetzt waren.

Die Nachricht von dem Einstieg Accionas bei Endesa drückte die E.ON-Aktie in Minus. Das Papier des Dax-Schwergewichts gab zeitweise mehr als drei Prozent nach. E.ON habe das Vorgehen Accionas "zur Kenntnis genommen", teilte der Konzern mit. Das Unternehmen verfolge sein Übernahmeangebot aber unverändert weiter und gehe davon aus, dass sich alle Voraussetzungen dafür "in Kürze" erfüllten. Das Angebot stehe unter anderem unter der Bedingung, dass E.ON mindestens 50,01 Prozent an Endesa erwerbe, bekräftigte der Konzern.

EXPERTEN - E.ON WIRD WOMÖGLICH ANGEBOT FÜR ENDESA ERHÖHEN

Endesa hatte E.ON mehrmals zu einer höheren Offerte aufgefordert. Der Düsseldorfer Konzern hatte betont, hierfür keinen Anlass zu sehen, dies aber nicht völlig ausgeschlossen. Analysten zufolge könnte E.ON nachlegen. "Wir halten es für durchaus möglich, dass der E.ON-Konzern sein Angebot um zwei bis drei Euro erhöhen könnte", erklärte Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Aus strategischer Sicht wäre für E.ON ein Preis von bis zu etwa 29 Euro je Aktie immer noch attraktiv, hieß es. "Jetzt ist alles möglich", sagte der Merck-Finck-Analyst Theo Kitz. Es könne sein, dass E.ON seine Pläne vorantreibe oder aber aufgebe. Derzeit sei es etwas wahrscheinlicher, dass E.ON im Spiel bleibe.

Bislang sah sich E.ON vor allem in Konkurrenz zu dem spanischen Versorger Gas Natural, dessen Offerte für Endesa aber knapp sieben Milliarden Euro niedriger als das E.ON-Angebot ist. Zudem liegt E.ON seit Monaten im Clinch mit der Regierung in Madrid, die lange Zeit die Gas-Natural-Offerte unterstützt hatte. Sie hatte die Rechte der nationalen Energieaufsicht erweitert, die prompt die Übernahmepläne E.ONs an 19 Bedingungen knüpfte. Für den Nachmittag wurde eine Entscheidung der EU-Kommission erwartet. Es wurde damit gerechnet, dass sie die Auflagen weitgehend kippt.

© Reuters 2006. Alle Rechte vorbehalten.
26.09.2006 06:47
Acciona könnte Endesa-Anteile mit FCC-Paket finanzieren

MADRID (Dow Jones)--Die Acciona SA wird sich nach Einschätzung der spanischen Zeitung "Expansion" möglicherweise von ihrer 15-prozentigen Beteiligung an der Fomento de Construcciones y Contratas SA (FCC) trennen, um weitere Endesa-Aktien zu kaufen. Der spanische Mischkonzern hat am Montagabend den Markt mit der Mitteilung überrascht, er habe sich mit 10% an dem spanischen Stromversorger beteiligt, den die deutsche E.ON AG gerne vollständig übernehmen möchte.

Acciona hat nicht ausgeschlossen, die Endesa-Beteiligung bis auf knapp 25% auszubauen. Nach dem Bericht der "Expansion" vom Dienstag ergäbe sich auf dem aktuellen Kursniveau damit ein Investment von knapp 8,43 Mrd EUR. Die FCC-Beteiligung hat laut Bericht einen Wert von 1,16 Mrd EUR.

Die Zeitung "La Gaceta de los Negocios" schreibt, Acciona dürfte die geplante Übernahme von E.ON blockieren. Der Bau- und Windenergiekonzern wolle einen Sitz im Board von Endesa erlangen, schreibt die Zeitung am Dienstag in ihrer Internetausgabe. Aus Kreisen des Endesa-Boards sei allerdings verlautet, dass eine solche Entscheidung frühestens auf der Hauptversammlung im März 2007 gefällt werde.

Verschiedene spanische Zeitungen vermelden, die spanische Regierung habe erklärt, sie habe mit dem Kauf der Endesa-Aktien durch Acciona nichts zu tun. Nach Bekanntwerden der Transaktion war spekuliert worden, die Regierung wolle E.ON auf diese Weise an der Endesa-Übernahme hindern.

Auf Druck von Brüssel wird Spanien die vom Energieregulierer getroffenen Auflagen für eine Endesa-Übernahme seitens des deutschen Konzerns aufheben. An diesem Dienstag gibt die EU-Kommission ihre Beurteilung zu den Auflagen ab. DJG/DJN/rio/cbr

(END) Dow Jones Newswires
September 26, 2006 00:47 ET (04:47 GMT)
Copyright 2006 Dow Jones & Company, Inc.
Dienstag, 26.09.2006 - Focus.online
E.ON erhöht Angebot für Endesa auf 35 Euro je Aktie in bar

Düsseldorf (dpa) - Im Übernahmekampf um den spanischen Versorger Endesa wird der Energiekonzern E.ON sein Angebot von bisher 25,40 Euro auf 35 Euro je Aktie in bar deutlich erhöhen. Das teilte die E.ON AG in Düsseldorf mit. Das erste Angebot für Endesa hatte E.ON im Februar abgegeben. Überraschend hatte gestern der spanische Baukonzern Acciona den Erwerb einer zehnprozentigen Beteiligung an Endesa mitgeteilt. Acciona zahlte beim Kauf seines Anteils 32 Euro pro Endesa-Aktie.
Eon stellt Acciona auf die Probe
von Karin Finkenzeller (Madrid)
27.9.2006 - FTD.de

Der Düsseldorfer Konzern fordert die Spanier mit einem höheren Angebot für Endesa heraus. Damit testet Eon, wie ernst es dem spanischen Mischkonzern Acciona mit seinem Einstieg beim führenden Energiekonzern des Landes ist.
Die Erhöhung des Angebots des deutschen Versorgers auf 35 Euro je Endesa-Aktie dürfte rasch die seit Dienstag in der Branche diskutierte Frage klären, ob Acciona bei dem Deal als strategischer Investor, Spekulant oder gar als Strohmann der Regierung in Madrid agiert.

Nur wenige Stunden bevor die EU-Kommission die Auflagen für rechtswidrig erklären würde, die von der spanischen Energiekommission CNE für eine Übernahme Endesas durch Eon erdacht worden waren, kam Acciona Eon in die Quere. Der Vorstoß des spanischen Konzerns heizte Spekulationen an, dass sich die Eon feindlich gesinnte Regierung in Madrid in den vergangenen Tagen bereit zum Einlenken gezeigt hatte, weil sie ahnte, dass ihr jemand zu Hilfe eilen würde. "Es gibt nicht den geringsten Zweifel, dass die Operation die Rückendeckung der Regierung hat", kommentierte die Zeitung "El Mundo", eine erklärte Gegnerin der sozialdemokratischen Regierung Spaniens, den Vorgang. Seine Regierung unterstütze den Aktienkauf nicht, bestritt Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes diese Darstellung.

Acciona selbst betonte in einer Erklärung an die Börsenaufsicht, das Unternehmen habe "auf eigene Verantwortung" gehandelt. Die Entscheidung habe man allein und auf Grund der Wachstumsstrategie im Energiesektor getroffen.

Einstieg eine "gute Geschäftsmöglichkeit"

Der zunächst als große Überraschung bewertete Einstieg sei bei näherer Betrachtung eine "gute Geschäftsmöglichkeit", sagte Juan Pedro Gómez, Direktor des Fachbereichs Finanzen an der Wirtschaftshochschule Instituto de Empresa (IE). Ungeachtet des mit 32 Euro je Aktie hohen Preises, den Acciona bezahlt habe, und trotz der hohen Verschuldung, die das Unternehmen dafür in Kauf nehme. Der Einstieg sei als strategisch zu bewerten. "Die sind nicht auf eine schnelle Gewinnmitnahme aus."

Das wird sich zeigen. Vor der Erhöhung der Eon-Offerte wiederholte Acciona am Dienstag, maximal 24,9 Prozent der Endesa-Anteile kaufen zu wollen. Dafür werde "unverzüglich" die Genehmigung der Energiekommission beantragt. Nach dem Dekret, das Madrid im Februar ersann, um Eon auszubremsen, muss die CNE Aktienkäufe von mehr als zehn Prozent genehmigen.

Bleibt Acciona am Ball, könnte es für Eon unter anderem wegen der Stimmrechte bei Endesa schwierig werden. Die Düsseldorfer fordern, dass die Regelung bei einer Übernahme fallen müsse, wonach ein Aktionär ungeachtet seiner Beteiligung nicht mehr als zehn Prozent der Stimmrechte ausüben darf. Falls sich Acciona und der mit 9,9 Prozent zweitgrößte Aktionär Caja Madrid dem jedoch widersetzen, sind Eon die Hände gebunden.

...Acciona lebt doch von span. Regierungsaufträgen und ZP. :laugh::laugh:
28. September 2006, Neue Zürcher Zeitung

In Spaniens Energiemarkt sprühen die Funken
Potente Baukonzerne als Rivalen ausländischer Interessenten


Im Kampf um Endesa ist die deutsche E.On durch den Einstieg von Acciona zur Erhöhung ihres Gebots gezwungen worden. Das Ausgreifen von ACS auf Iberdrola nährt Spekulationen über eine Fusion der Letzteren mit Unión Fenosa. Die Madrider Börse meldet Rekorde.


pgp. Madrid, 27. September

Die Hektik im spanischen Energiesektor hält an. Als das Veto der EU-Kommission gegen die Versuche der spanischen Behörden, die Übernahme des grössten einheimischen Stromkonzerns, Endesa, durch den deutschen Energieriesen E.On zu vereiteln, feststand, stieg am Montag das spanische Bau- und Dienstleistungsunternehmen Acciona bei Endesa mit dem Vorhaben ein, zum Preis von 32 Euro pro Titel bis zu 25% der Aktien zu erwerben. E.On konterte am Dienstagabend mit der Erhöhung seiner Offerte von Euro 25.40 auf 35 Euro; eine Übernahme zu 100% würde somit rund 37 Mrd. Euro kosten. Gleichzeitig kündigte der grösste spanische Baukonzern, ACS, an, er wolle für 37 Euro pro Aktie einen Anteil von 10% an Iberdrola erwerben, dem zweitgrössten Stromproduzenten des Landes. Da ACS bereits mit 35,1% dominierender Aktionär der drittgrössten Elektrizitätsfirma, Unión Fenosa, ist, war in den Medien sogleich von einer Fusion der beiden Unternehmen zum neuen Branchenleader die Rede.

Rekorde an der Madrider Börse
Als Folge dieser Ereignisse hat die Madrider Börse am Mittwoch einen grossen Tag erlebt. Der Ibex 35, der Index der führenden kotierten Unternehmen, stieg auf einen Rekordwert von über 12 850 Punkten und übertraf damit das bisherige Maximum aus dem Jahr 2000.

Vorerst deutet nichts darauf hin, dass E.On aufgeben wird. Mit seiner neuen Offerte hat der deutsche Konzern seine ernsten Absichten bekräftigt und die Pläne von Acciona fürs Erste durchkreuzt. Zudem entspricht der Preis von 35 Euro genau jenem, den die Führung von Endesa seit geraumer Zeit als angemessen bezeichnet. Mehr als zuvor ist E.On jetzt allerdings auf ein Einvernehmen mit der Endesa-Spitze angewiesen, denn das Auftreten eines neuen spanischen Hauptaktionärs neben Caja Madrid kompliziert die Lage. E.On-Chef Wulf Bernotat hat am Mittwoch Gesprächsbereitschaft nach allen Seiten signalisiert, Acciona eingeschlossen. Darauf, dass die Preisgrenze erreicht sein könnte, deutet freilich Bernotats Äusserung, die verbesserte Offerte stelle «eine aussergewöhnlich attraktive Gelegenheit für die Endesa-Aktionäre» dar. Das erhöhte deutsche Angebot hat Acciona die Möglichkeit eröffnet, mit einem satten Gewinn wieder aus Endesa auszusteigen. Dies würde aber der erklärten Absicht widersprechen, ein langfristiges Engagement einzugehen und an der Führung des Stromkonzerns mitzuwirken.

Sinnvolle Diversifizierung
Der ACS-Vorsitzende Florentino Pérez hat am Mittwoch versichert, sein Interesse an Iberdrola sei rein finanzieller, aber auch stabiler Art und er habe keinerlei Entscheidung zur Förderung einer Fusion mit Unión Fenosa gefällt. Iberdrola hat die Operation begrüsst, weil sie dem Unternehmen einen Aktionär mit langfristiger Berufung einbringe. In Spanien gehen die Beobachter einhellig davon aus, dass letztlich die Bildung eines grossen Energiekonzerns angestrebt wird, der immun gegen ausländische Übernahmeversuche ist. Selbst über einen Dreierbund mit Gas Natural, dessen Aktienkurs ebenfalls in die Höhe schnellte, wird spekuliert. Der Gasverteiler ist allerdings noch in den - für ihn wohl aussichtslos gewordenen - Übernahmekampf um Endesa verstrickt. Auch dass die Regierung ihre Hand im Spiel hat, wird weitherum angenommen; sie habe auf jeden Fall Einfluss auf die Baufirmen mit der Vergabe von öffentlichen Aufträgen.

Das Engagement der im Boom der letzten Jahre reich gewordenen Baufirmen im Energiesektor ergibt aber auf jeden Fall einen Sinn, weil es eine Diversifizierung aus einem zyklischen Geschäft in eine von Konjunkturschwankungen viel unabhängigere Branche mit langfristig stabilen Gewinnaussichten bedeutet. Ob die spanischen Baulöwen sich auch noch als Retter des nationalen Energiesektors feiern lassen wollen, wissen vorerst nur sie selbst; die Finanzkraft dazu haben sie mit Unterstützung der spanischen Banken.
29.09.2006 07:27
Acciona wirbt bei Santander für Kauf von Endesa-Aktien - Presse

MADRID (Dow Jones)--In ihrem Bemühen, die Übernahme der Endesa SA durch die E.ON AG zu blockieren, versucht die spanische Acciona nach einem Zeitungsbericht nun die Santander Central Hispano zu mobilisieren. Wie die spanische Zeitung "El Mundo" am Freitag in ihrer Internetausgabe berichtet, soll die Santander Central Hispano nun auch einen Anteil an dem spanischen Versorger kaufen. In dieser Woche hatte Acciona überraschend eine Beteiligung an Endesa berichtet.

Acciona halte nun 15% an Endesa und plane ihren Anteil auf knapp unter 25% aufzustocken. Santander habe Gespräche mit Accionia weder bestätigt noch dementiert, schreibt die Zeitung weiter. Möglich wäre es, dass Santander mit einer temporären Beteiligung an Endesa wieder in den Energiesektor einsteigt. Santander hatte im vergangenen Jahr ihren Kontrollanteil an der Union Fenosa an die Actividades de Construccion y Servicios SA verkauft. DJG/DJN/cbr/jhe

(END) Dow Jones Newswires
28.09.2006
Weitere Interessenten für Endesa

Die Übernahme des spanischen Versorgers Endesa dürfte für Eon deutlich teurer werden als geplant. Der spanische Mischkonzern Acciona hat nach eigenen Angaben die Möglichkeit, seinen Anteil an Endesa auf 15 Prozent aufzustocken. Neben Acciona gibt es offenbar noch weitere Interessenten.



Madrid - Acciona habe sich Optionen zum Kauf weiterer 1,32 Prozent des spanischen Versorgers Endesa gesichert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit könnte Acciona seinen Anteil an dem Konzern, den der deutsche Versorger Eon übernehmen will, auf 15 Prozent steigern. Allerdings müsste die spanische Energie-Aufsicht einer Ausübung der Optionen zustimmen.

Eon hatte sein Angebot für Endesa auf insgesamt 37 Milliarden Euro erhöht, nachdem Acciona bei dem spanischen Energieversorger eingestiegen war. Acciona hatte je Endesa-Aktie deutlich mehr bezahlt, als Eon bis dahin bot. Am Mittwoch zeigte sich Acciona offen für Gespräche über die Zukunft von Endesa.

Man werde gerne mit den gegenwärtigen und künftigen Endesa-Anteilseignern zu Verhandlungen zusammenkommen, sagte eine Acciona-Sprecherin.

Gerüchte um Einstieg von La Caixa

Auch die spanische Großbank La Caixa will nach einem Pressebericht bei Endesa einsteigen. Das Finanzinstitut plane den Kauf von zehn Prozent, berichtete die Tageszeitung "El Confidencial" am Donnerstag ohne Nennung einer Quelle.
La Caixa ist bereits an den Energiegesellschaften Repsol-YPF und Gas Natural beteiligt. Gas Natural ist ebenfalls ein einer Übernahme von Endesa interessiert, bietet allerdings deutlich weniger als Eon.

manager magazin.de mit Material von dpa und reuters

...dann hat E.ON ein Problem mit den Stimmrechten, max. 10 je Anteil z.Z. möglich :laugh::laugh:
Acciona will E.On-Mehrheit an Endesa vereitelnMedienbericht.

Der spanische Mischkonzern Acciona will einem Zeitungsbericht zufolge weitere Anteile am Energiekonzern Endesa erwerben und damit eine Übernahme des Versorgers durch E.On verhindern. Angeblich sucht Acciona nach Verbündeten, um E.Ons geplante 51-Prozent-Mehrheit an Endesa zu vereiteln.



Der spanische Mischkonzern Acciona hegt Pläne, E.Ons Übernahme des Energieversorgers Endesa zu vereiteln, Foto: AP„Das Ziel (von Acciona) ist es, genug Verbündete zusammenzubekommen, um E.On daran zu hindern, 51 Prozent des Kapitals zu erhalten“, schrieb die spanische Tageszeitung „El Mundo“ am Freitag ohne Angaben von Quellen. Das Unternehmen habe die Bank Santander damit beauftragt, Anteile an dem größten spanischen Energiekonzern zu kaufen.

Santander wollte den Bericht nicht kommentieren. Dem Zeitungsbericht zufolge führten Santander und Acciona die Gespräche auf oberster Ebene. Acciona hat bereits zehn Prozent erworben und sich nach eigenen Angaben Optionen auf weitere fünf Prozent gesichert. E.On hatte danach sein Angebot für Endesa auf 37 Milliarden Euro aufgestockt und prüft, ob es Gespräche mit Acciona aufnimmt.

Acciona hatte angekündigt, weitere Anteile an Endesa erwerben zu wollen, eine Übernahme sei aber nicht geplant. Der Konzern wäre nach spanischem Recht zu einem Übernahmeangebot verpflichtet, wenn sein Anteil die Marke von 25 Prozent übersteigt.

Neben Acciona ist die Bank Caja Madrid Großaktionär bei Endesa mit einem Anteil von zehn Prozent. Das Kreditinstitut hat offen gelassen, ob es sein Paket an E.On verkaufen würde.

Für E.On stehen die Endesa-Pläne im Mittelpunkt seiner Wachstumsstrategie. Die Übernahme wäre die größte, die es jemals in der Energiebranche gab. Den Übernahmekampf hatte vor einem Jahr der spanische Versorger Gas Natural eingeläutet, der für Endesa ein Angebot in Höhe von rund 22 Milliarden Euro vorlegte.
[29.09.2006] wiw/rtr
WiWo.de
29.09.2006 16:07
Caja Madrid: Bislang keine Entscheidung über 9,9%-Anteil an Endesa

MADRID (Dow Jones)--Die Caja Madrid prüft nach eigenen Angaben derzeit sorgfältig die jüngsten Entwicklungen um die Endesa SA, um zu entscheiden, was mit ihrem 9,9%-Anteil an dem spanischen Stromkonzern passieren soll. "Caja Madrid möchte klarstellen, dass bislang noch keine Entscheidung über den 9,9%-Anteil gefallen ist", teilte der zweitgrößte Endesa-Aktionär am Freitag mit.

Damit reagierte die spanische Bank offenbar auf Spekulationen in den spanischen Medien, dass sich Caja Madrid mit der Acciona SA zusammen tun will, um die Übernahmeofferte der E.ON AG zu blockieren.

Acciona hatte am Montag mitgeteilt, 10% der Endesa-Anteile erworben zu haben und die Beteiligung auf 25% aufstocken zu wollen. Damit wolle der spanische Mischkonzern eine "führende Rolle" im Management von Endesa spielen. E.ON hatte nach dem Acciona-Einstieg ihr Übernahmeangebot auf 35 EUR je Endesa-Aktie oder insgesamt 37 Mrd EUR für alle Endesa-Papiere angehoben. Die Offerte von E.ON steht unter Vorbehalt der Zustimmung von über 50% der Endesa-Aktionäre.

-Von Christopher Bjork, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,

unternehmen.de@dowjones.com
HANDELSBLATT, Donnerstag, 21. September 2006, 07:00 Uhr
Bulle & Bär

Spanische Energie-Phantasie
Von Stefanie Müller

Die seit einem Jahr andauernde Übernahmeschlacht um den größten spanischen Versorger Endesa hat das Interesse der Aktienmärkte auf den spanischen Energiemarkt gelenkt.

HB MADRID. Allein die Endesa-Aktie hat wegen des Bieterstreits zwischen der deutschen Eon und der spanischen Gas Natural in zwölf sehr bewegten Monaten um ganze zehn Euro auf über 28 Euro zugelegt.

Abgeschlossen ist der deutlich politisch eingefärbte Kaufprozess noch lange nicht, da kurbeln schon neue Gerüchte die Kurse der iberischen Stromwerte an: Die Aktie der Nummer zwei des spanischen Strommarktes, Iberdrola, stieg in nur einem Monat von 28,60 auf knapp 32 Euro, der Titel der Nummer drei, Unión Fenosa, stieg im gleichen Zeitraum um fünf Euro auf über 38 Euro. Selbst der größte spanische Gasversorger Gas Natural, der bis jetzt als klarer Verlierer des Übernahmekampfes um Endesa galt, konnte in den vergangenen vier Wochen zulegen.

Hintergrund sind vor allem politische Überlegungen. [Angesichts der enormen Abhängigkeit Spaniens von ausländischen Primärenergien hat die sozialistische Regierung – auch wenn sie Eon nun den Kauf von Endesa gestattet hat – weiterhin großes Interesse daran, einen nationalen Champion zu kreieren. Dieser soll durch größere Einkaufskraft bessere Preise aushandeln können, Synergien nutzen und massiv auf alternative Energiequellen setzen.
Die Regierung will grünen Strom noch attraktiver machen. Neue Gebäude müssen inzwischen mit Photovoltaik und solarthermischen Anlagen ausgestattet sein. Auch solarthermische Kraftwerke boomen, im sonnenreichen Andalusien sind zurzeit mehrere Anlagen im Bau. Gerade für börsennotierte Unternehmen, die wie Iberdrola stark in neue Energien investieren, ist das ein zusätzlicher Kurstreiber – zumal der spanische Premier José Luis Rodríguez Zapatero es vorzieht, den boomenden Markt der alternativen Energien von heimischen Konzernen bedienen zu lassen.

Wahrscheinlich wird der Regierungschef versuchen, den weltgrößten Windenergieproduzenten Iberdrola und Gas Natural zusammenzubringen. Beide Aktien haben durch die Aussicht auf einen Zusammenschluss bereits Rückenwind bekommen. Als zweite Fusionsvariante gilt eine Kombination des Mineralölkonzerns Repsol mit Gas Natural.
Es ist aber auch damit zu rechnen, dass dem Beispiel Eons weitere ausländische Versorger folgen werden. Die italienische Enel, die bereits an Unión Fenosa beteiligt ist, hat schon mehrfach angekündigt, dass sie an einer Ausweitung der Aktivitäten auf dem iberischen Energiemarkt interessiert.

Ob nun ein nationaler Champion entsteht oder weitere Ausländer Fuß fassen. Der spanische Energiemarkt wird in den kommenden Monaten für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Die Übernahmeschlacht um Endesa war wahrscheinlich nur der Auftakt einer längeren „bullishen“ Phase für Versorgeraktien.
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