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### Verbio AG ### - Die letzten 30 Beiträge


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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.028.794 von Zeek am 20.06.18 19:36:26
Zitat von Zeek: Meint ihr es setzt bald nen Rebound ein ? Das Unternehmen an sich steht doch zu da oder nicht ? Und nach den verlustwochen sollte doch langsam mal was gen Norden passieren


Das ist alles abhängig von der Nachrichtenlage. Auf der Regelungsebene der EU sieht man jetzt klarer, auch wenn noch nichts beschlossen ist.

Bleiben die Themen Preisentwicklung, die man sich ja im Internet bezogen auf Bioethanol und Biodiesel anschauen kann.

Und was es beim Thema Wiederbezollung von ausländischen Palmöl an Nachrichten gibt.

Gibt es von beiden Sachen nichts Positives, wird sich auch am Kurs eher nichts ändern.
Meint ihr es setzt bald nen Rebound ein ? Das Unternehmen an sich steht doch zu da oder nicht ? Und nach den verlustwochen sollte doch langsam mal was gen Norden passieren
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.988.572 von Informierer am 14.06.18 20:04:03
Zitat von Informierer: Sind die neuen EU-Regelungen nun gut oder schlecht?

Gibt es Unterschiede zw. CropEnergies und Verbio, bspw, dass Verbio mehr für Diesel und CropEnergies für Benziner produziert?


Oh ... Du bist ein völliger Anfänger der Materie.

Also CropEnergies produziert nur Bioethanol und zu ca. gleichen Teilen andere Stoffe wie Futtermittel und Glycerin. Es gibt da allerdings auch Schreiber die meinen, das industrieller Abfall als hochwertiges Futter vermarktet wird. Jedenfalls ist der Futtermittelverkauf ein ganz wichtiger Bestandteil der Verwertung ohne die das CropEnergies-Geschäftsmodell nicht rentabel wäre. CropEnergies produziert keinen Biodiesel.

Verbio produziert ca. zu 40 / 60 % Bioethanol und Biodiesel. Der Biodiesel ist also eher das Hauptprodukt. Zusätzlich mit einem sehr kleinen Anteil noch Biomethan - wesentlich auch als quasi Nachfolgeprodukt der Bioethanolproduktion. Der Biodiesel ist allerdings durch ausländische Palmöl-Importe wieder schwer unter Druck gekommen.

Heute hat das EU-Parlament beschlossen, das langsam anfallend bsi zum Jahr 2030 die Nutzung von Palmöl als Rohstoffquelle für Biodiesel verboten werden soll.

https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-eu-treibt-die-energiewende…

"... Der anrechenbare Anteil von Biotreibstoffen der ersten Generation soll auf dem Niveau von 2020 gedeckelt werden und auf jeden Fall nicht mehr als 7% des Endverbrauchs auf Strasse und Schiene betragen. Im Gegenzug muss der Anteil fortgeschrittener Biotreibstoffe zum Beispiel aus Abfall bis 2030 auf mindestens 3,5% des Konsums steigen. Den Rest kann zum Beispiel «grüner» Strom beisteuern. ... Biotreibstoffe der ersten Generation sind etwa Biodiesel aus Raps oder Bioethanol aus Mais. ... Die Kommission hatte eine Senkung ihres anrechenbaren Anteils auf 3,8% bis 2030 vorgeschlagen, was aber bei den Mitgliedstaaten auf Widerstand stiess. Diese verwiesen auf Landwirte, die bereits in eine solche Produktion investiert hätten. ... Die Nutzung von Biosprit aus Palmöl und ähnlichen Quellen wiederum soll laut der Vereinbarung vom Donnerstag zwischen 2023 und 2030 schrittweise ganz auslaufen. ... Das Parlament hatte Palmöl schon ab 2021 aus dem Biotreibstoff verbannen wollen, konnte sich aber in den Verhandlungen in diesem Punkt nicht durchsetzen. ..."


D.h., zukünftig beginnend ab 2023 fällt der augenblicklich wieder zu Dumpingpreisen importierte Biokraftstoff aus Palmöl als Konkurrenzprodukt weg. Die Mineralölkonzerne müssen sich dann andere Quellen suchen - und vllt. sogar frühzeitig sichern. D.h., dieses Verbot könnte schon vor dem Jahr 2023 Wirkung entfalten. Verbio und die Biodieselproduktion aus heimischen Rohstoffen könnte davon enorm profitieren. Von erneuten Strafzöllen auf diese Dumpingimporte ggf. schon früher.

Die Frage ist jetzt, wann das im Aktienkurs seinen Eingang findet, denn es ist ja noch eine zeitlang hin bis 2023 bzw. 2030.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.988.449 von Wertefinder1 am 14.06.18 19:48:35Sind die neuen EU-Regelungen nun gut oder schlecht?

Gibt es Unterschiede zw. CropEnergies und Verbio, bspw, dass Verbio mehr für Diesel und CropEnergies für Benziner produziert?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.988.068 von Informierer am 14.06.18 18:57:32Es geht um das, was das EU-Parlament heute an Sensationellem im Bereich Biodiesel beschlossen hat. Siehe die Nachrichten.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.987.834 von Wertefinder1 am 14.06.18 18:11:05Die heutigen CropEnergies Zahlen lassen eher das Gegenteil vermuten.
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Ist jetzt womöglich der Himmel die Grenze für die Verbio-Aktie nach der heutigen phantastischen Nachricht aus dem Europaparlament?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.948.501 von Wertefinder1 am 09.06.18 13:18:08
Rohmaterial für Verbio - wieviel davon ist Lebensmittel ?
Frau Kurze hat mir zum Thema dass Verbio (praktisch/bzw. kaum) Lebensmittel zur Biosprit-produktion nutzt, folgendes geschrieben:
"So, wie es auf der Website steht verwenden wir zum allergrößten Teil zur Ethanolherstellung Getreide, welches nicht für die Herstellung von Nahrungsmitteln oder Futtermitteln eingesetzt wird. Das heißt nicht zwangsläufig immer „vergammelt“. Es gibt zum einen gewisse Eigenschaften, die ein Getreidekorn mitbringen muss (und die von der Entwicklung in der Wachstumszeit abhängen), damit es z. B. beim Backen im Zusammenhang mit Hefe auch „geht“. Erfüllt es diese Kriterien nicht, wird es als eine Qualität eingestuft, die nicht an Getreidemühlen verkauft wird. Es geht auch manchmal einfach darum, welche Sorte Getreide wir einsetzen, z. B. Roggen. Roggen wird europaweit nur zu ca. 2% in der Nahrungsmittelindustrie verwendet. Wir essen in Europa eben viel mehr Weizen. Roggen lässt sich aber auf gewissen Böden im Umkreis unserer Werke gut anbauen, die sonst ggf. ungenutzt bleiben würden. Auch auf diese Getreidemengen bezieht sich die Aussage. Sie finden einfach keine Verwendung in der Nahrungsmittelindustrie, weil sie von dieser nicht nachgefragt werden, nicht unbedingt, weil sie minderwertig sind. "

Vielleicht werden diese relevanten Mengenbilanzen im nächsten GB erläutert :look:

Zum Thema Roggen habe ich folgendes bei wikipedia.org gefunden:
"Er liefert auch auf leichteren oder sandigen Böden und an kühleren oder feuchten Standorten noch gute Erträge. "

Also, nicht alle Böden sind gut für Weizen. Wer sich also um das Thema "Tank oder Teller" kümmert, der möge doch auch Werbung für das gute Schwarzbrot - aus Roggen - machen :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.946.647 von lucas24 am 08.06.18 23:48:14Quatsch. Es ist ein sehr guter Input den BioVenture hier bringt.

Nur übersieht er aus meiner Sicht, das der Verkehrssektor in der EU ein CO2-Minderungsziel zu erfüllen hat. Die Industrie hat schon viel gemacht, im Wohnungssektor ist das relativ unmöglich und da bleibt der Verkehrssektor der liefern muss.

Ich glaube 90 % des Einsatzes Erneuerbarer Energien sind herkömmlicher Bioethanol und Biodiesel. Das was Verbio mit dem Stroh macht ist Kleinkram - schreibt BioVenture immer wieder. Das ist kein Ersatz für herkömmlichen Biosprit. Man kann das auch nicht aus Abfallstoffen gewinnen.

Man kann auf dem Acker nicht (theoretisch) auch als Lebens- oder Futtermittel verbrauchbare Pflanzen anbauen. Das würde aber auch nichts daran ändern, das man diese Fläche dann für die sonst mögliche landwirtschaftliche Produktion von Lebens- oder Futtermittel verwendet würde. Also im Ergebnis gleich als wenn man gleich Getreide oder Raps anbaut.

BioVenture ist halt der Meinung, das die EU dieses CO2-Minderungsziel im Verkehrssektor letztlich aufgeben wird. Das wäre die Konsequenz, wenn man auf Einsatzstoffe setzt, die es in den Mengen nicht mal auf dem Blatt Papier gibt. Ich glaube das nicht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.946.647 von lucas24 am 08.06.18 23:48:14Hasskommentare? :confused:

Bitte wende Dich an den Zensurminister Heiko Maas. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.931.305 von BioVenture am 07.06.18 13:11:47
Hass Kommentare
Hi,
bitte suche dir ein anderes Forum, für deine hass Kommentare. :mad:
Danke für dein Verständnis und Bemühen in voraus.
Ich als Aktionär bin froh, das der Kurs endlich wieder steig.
Auch wenn Europa und USA, einen Handelskrieg führen.
Verbio steht außen vor. Verbio ist einfach unter Bewertet. Kurse um 10 Euro sind gerecht fertigt. :yawn:

tschüß
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.931.305 von BioVenture am 07.06.18 13:11:47https://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-Biodiesel-Produktion-koennte-auf-2-3-Mio-t-sinken-9196223.html?utm_source=Maileon&utm_medium=email&utm_campaign=2018-06-07+Energie&utm_content=https%3A%2F%2Fwww.topagrar.com%2Fnews%2FEnergie-Energienews-Biodiesel-Produktion-koennte-auf-2-3-Mio-t-sinken-9196223.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.931.155 von BioVenture am 07.06.18 12:59:17... für fossilen Diesel aber schon, dessen Quotes springen im Januar 2020 um 25% nach oben. Wenn die 2020er-Quotes für BioDiesel nicht ebenfalls nach oben springen, bedeutet das für Hersteller von BioDiesel einen abnehmenden Spread und eine abnehmende Marge.

Wo sind also die Fundamentaldaten, die den Kurssprung von Verbio begründen? Ohne eine anständige Begründung sehe ich den Kurs wieder wie vor einem Jahr in eine Blase hineinschliddern und hinterher enttäuschte Spekulanten aufjaulen, die dann - aber auch erst dann - den Vorstand anklagen: "Ihr Amateure, vor meiner Fehleinschätzung der Kursentwicklung hättet Ihr mich aber warnen müssen!" :laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.927.366 von Viktosef am 07.06.18 06:32:36
Spanische Doppelanrechnungs-Euphorie
Seit dem Abschluss der Lissabonner Verträge ist Spanien u.a. im Bereich der Energie wie alle anderen Mitgliedsländer der EU verpflichtet, die in Brüssel und Straßburg erlassenen EU-Richtlinien in nationales Recht zu überführen. So wie die deutsche Bundesregierung das mit der 37. und 38. BImSchV gemacht hat, hat das nun auch Spanien vollzogen. Am 1. Mai 2018 hat das „Ministerio de Energia, Turismo y Agenda Digital“ im „Bolettin Oficial del Estado“ diesbezüglich auf 36 Seiten neue „Disposiciones generales“ veröffentlicht, die sofort in Kraft getreten sind.

Für diejenigen, die kein Spanisch sprechen: Die dort erwähnten Doppelanrechnungen betreffen nur fortschrittliche Kraftstoffe. Wäre ja auch noch schöner, wenn aus den Nahrungsmitteln Rapsöl und Palmöl hergestellter konventioneller BioDiesel plötzlich doppelt angerechnet würde. BioEthanol spielt im spanischen Markt übrigens relativ gesehen eine noch geringere Rolle als in Deutschland.

Da Verbio als Fortschrittlichen Kraftstoff nur aus Stroh erzeugtes Biogas im Programm hat und dieses in Spanien (noch) keine wichtige Rolle spielt und eben nicht fortschrittlichen BioDiesel oder fortschrittliches BioEthanol herstellt, schlägt die spanische Doppelanrechnungs-Euphorie sicher nicht bis nach Leipzig durch.

Die Marktanalysen von Greenea beschreiben m.E. nur die gegenwärtigen Marktzuckungen. Wer „Future Quotes BioDiesel“ googlet, findet unter

http://www.cmegroup.com/trading/energy/refined-products/rme-biodiesel-argus-fob-rdam-red-compliant-swap-futures.html

die Quotes für RME BioDiesel FOB Rotterdam (RED Compliant) für die nächsten 18 Monate. Also, ich kann da keine Preissteigerungen entdecken, bei BioEthanol FOB Rotterdam übrigens auch nicht ...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.926.061 von BioVenture am 06.06.18 21:49:07
preis
http://www.greenea.com/en/market-analysis/
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.926.061 von BioVenture am 06.06.18 21:49:07
stimmt das mit Spanien?
wurde da die Doppelzählung eingeführt?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.922.914 von Viktosef am 06.06.18 17:04:08In Rotterdam gibt es keinen Preisanstieg für BioDiesel
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.920.298 von BioVenture am 06.06.18 13:00:20
doppelzählung eingeführt
hab gehört,Spanien hat doppelzählung eingeführt und zieht sehr viel alternativ-Ware vom Mark. Finde aber im Internet nichts dazu!
So begründen Sie aber in Rotterdam den Preisanstieg für Biodiesel.
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Eben im anderen Zusammenhang gelesen:

https://www.reuters.com/article/us-usa-property-poll/u-s-hou…

Hier passt der letzte Absatz über einen erhofften dramatischen Importanstieg von Bioethanol durch China, damit die ihre 2020er CO2-Ziele im Verkehrssekttor erfüllen können. Vllt. saugt dann ja bald China den Rohstoff aus dem nahen Indonesien oder weitereen Argentinien auf.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.918.849 von Viktosef am 06.06.18 10:18:32
??????
Mehr produzieren als im vergangenen Quartal kann Verbio nicht, das Unternehmen ist überall am Anschlag. Bleibt als fundamentales Kriterium der Preis. Im Wesentlichen wird der Marktpreis für fossile Kraftstoffe und auch für BioEthanol sowie BioDiesel für Europa in Rotterdam gemacht. Dort werden die Kraftstoffe FOB Barge gehandelt. D.h., wir befinden uns dort bereits im internationalen Geschäft und nicht "bloß in Deutschland".

Und in Rotterdam gehen die Future Quotes für fossile Kraftstoffe nach oben, das ist korrekt, besonders ab 2020. Für BioDiesel und BioEthanol bleiben sie aber bis weit nach 2020 auf dem gegenwärtigen Niveau, d.h., der Spread schließt sich - auf internationalem Niveau! Wenn andere Länder (welche sollten das sein?) ihre Beimischquoten erhöhen, würde sich das in Rotterdam auswirken. Da tut sich aber nichts beim Preis.

Steigende Öl- und Kraftstoffpreise bei unveränderten europäischen Marktpreisen für Biokraftstoffe sind also nicht gut für Verbio, sondern schlecht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.911.349 von BioVenture am 05.06.18 13:48:07
Biosprit verkaufen heißt
Welthandel betreiben! Du siehst das viel zu Deutschland-bezogen!

Die Spritpreise bewegen sich wieder gewaltig nach oben. Es gibt immer noch Länder, die die Einmischquote von Biosprit mal wieder erhöhen.
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Neue Blase?
Leute, Leute - Kursanstieg von 40% ohne irgendeine positive fundamentale Neuigkeit whatsoever, eher im Gegenteil: Wie aus den aktuellen Daten und diversen Future Quotes abzulesen ist, ist der Spread zwischen fossilen Kraftstoffen und Biokraftstoffen seit Januar 2018 erheblich gesunken. Einen weiteren erheblichen Rückgang dieses Spreads wird es im Januar 2020 geben, wenn die Mineralöl-Konzerne ihre Verpflichtung zur Minderung der THG-Emissionen durch Up-Stream-Maßnahmen zum Teil selbst erfüllen und der Aufpreis für Biokraftstoffe, der der Preis für die erzielte THG-Emissionsminderungsleistung ist, wegen eines sich dann ergebenden Überangebots nochmal zurückgeht. Geringerer Spread = geringere Marge für Verbio.

Auf in die neue Blase! Nur die Letzten beißen dann die Hunde ...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.888.480 von oderfnam am 01.06.18 18:09:01
Fake News!
Zitat von oderfnam: @BioVenture: ... Früher hat man Hafer für Pferde angebaut - warum soll man dann nicht auch Getreide für Bioethanol verwenden und aus der Schlempe machen ? Zumal ein Teil des Getreides (wenn ich richtig informiert bin) nicht mehr der Qualität für Nahrungsmittel genügt. .... .

Es ist gesellschaftlicher Konsenz, dass Nahrungsmittel nicht in den Tank gehören. Sagt sogar der VV Claus Sauter.

Dass das von Verbio verwendete Getreide nicht mehr als Nahrungs- bzw. Futtermittel taugt, ist schlichtweg gelogen. Erstens gibt es gar nicht so viel Minderqualität wie Verbio einsetzt und zweitens zahlt Verbio den Bauern tatsächlich eine Preisprämie, wenn der Stärkegehalt des angelieferten Getreides besonders hoch ist, denn dann ist auch der Ethanol-Ertrag besonders hoch. Ein hoher Stärkegehalt geht dabei mit einer hohen Backqualität einher (gemessen wird das über die sogenannte Fallzahl). Verbio setzt also nicht Minderqualitäten sondern im Gegenteil Top-Qualitäten ein!

Das war im Übrigen alles schon mehrfach Thema hier im Thread, man muss nur weit genug zurückblättern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.888.480 von oderfnam am 01.06.18 18:09:01
Zitat von oderfnam: @BioVenture: ...
Interessant, dass diese kWh-Statistik so bei Audi erfasst wird - trotzdem fehlt mir die Info über gefahrene km (und Auto-Typ). ... .

Bei dem Auto-Typ handelt es sich um Audi A3-gtron, also um ein Modell der zwischen Kleinwagen und Mittelklasse angesiedelten Kompaktklasse; die gefahrenen Kilometer werden erfasst, indem die Fahrzeug-individuellen Kilometerstände bei der Inspektion abgelesen und von den Autowerkstätten an die Audi-Zentrale gemeldet werden. Das Ganze wird vom TÜV-Süd überwacht und zertifiziert.
Der Durchschnittsverbrauch ergibt sich wie gesagt aber aus der Produktionsmenge und der Zahl der (indirekt) mit SynMethan versorgten Fahrzeuge.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.887.529 von BioVenture am 01.06.18 16:14:08
Zitat von BioVenture: Oderfnam, nur wenn das Verbiogas tatsächlich aus Stroh erzeugt wurde. Indirekt aus dem Nahrungsmittel Getreidekorn und direkt aus dem Futtermittel Getreidekornschlempe erzeugtes Verbiogas ist "Tank statt Teller". Dann doch lieber Sibir-Gas!
...


NEIN!

Gazprom-Gas ist nicht erneuerbar - bzw. erst wenn nach der nächsten Eiszeit die nächste Warmzeit gekommen ist und es dann noch überlebende Menschen mit dem Wissen von heute gibt. Gasprom-Gas schafft somit nach der angwandten Berechnungsmethode keinen CO2-Senkungsbeitrag .

Gazprom-Gas schafft keine Arbeitsplätze im ländlichen Raum in Deutschland. In der nächsten EU-Förderperiode ohne UK sollen die landwirtschaftlichen Zahlunge der EU deutlich abgesenkt werden. D.h., die anderweitige Unterstützung des ländlichen Raumes wird umso dringlicher.

Zahlungen für Gazprom-Gas bleiben nicht im eigenen Land und kommen nicht der eigenen Volkswirtschaft zu Gute. O.K. - vllt. finanziert es die nächste Wahnsinnsjacht oder den nächsten 100-Mio-Euro-Fußballer eines russischen Oligarchen. Aber da versickert auch viel Geld bei.

Gerade in Ostdeutschland mit dem hohen AfD-Wähleranteil müsste es doch viele national gesinnte Autofahrer geben, die gerne mit 100 % Biosprit von Deutschen Feldern und aus einer Deutschen Raffinerie frisch in den Tank eines Deutschen Autos fahren wollen. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.887.529 von BioVenture am 01.06.18 16:14:08@BioVenture: vielen Dank für die Kurzvorlesung zum Thema Brennstoff & nutzbare Energie.
Zur Vervollständigung: CNG-H (high) und CNG-L (low, mit nur ca. 80% Methan + CO2 ...)
Mit nebulös meinte ich die Darstellung bei Verbio.
Interessant, dass diese kWh-Statistik so bei Audi erfasst wird - trotzdem fehlt mir die Info über gefahrene km (und Auto-Typ).
Früher hat man Hafer für Pferde angebaut - warum soll man dann nicht auch Getreide für Bioethanol verwenden und aus der Schlempe Biogas machen ? Zumal ein Teil des Getreides (wenn ich richtig informiert bin) nicht mehr der Qualität für Nahrungsmittel genügt. Für die Klimabilanz ist das jedenfalls besser als fossile Brennstoffe.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.887.151 von oderfnam am 01.06.18 15:20:36sibirgas in pipline. kein co2 beim transport. ist doch toll. ebenso preisgünstiger als us frackinggas.

dabei liefern die russen seit eh und je, ganz ohne strafzölle.
wenn die ukrainer natürlich nicht zahlen oder gas klauen, darf das gas doch wohl abgedreht werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.887.151 von oderfnam am 01.06.18 15:20:36Oderfnam, nur wenn das Verbiogas tatsächlich aus Stroh erzeugt wurde. Indirekt aus dem Nahrungsmittel Getreidekorn und direkt aus dem Futtermittel Getreidekornschlempe erzeugtes Verbiogas ist "Tank statt Teller". Dann doch lieber Sibir-Gas!

Den (unteren) Heizwert herzunehmen ist keinesfalls "nebulös" sondern eröffnet im Gegenteil auf der Basis exakter chemisch-physikalischer Werte die Möglichkeit des direkten Vergleichs zwischen den diversen Kraftstoffarten (Angaben jeweils in kWh-Hi):
1 Liter Benzin: 8,8
1 Liter Ethanol: 5,93
1 Liter Diesel: 9,9
1 Liter BioDiesel: 9,5
1 Liter LPG: 7,136
1 kg reines Methan: 13,87
1 kg CNG-H: 12,8
1 kg CNG-L: 11,6
1 kg CNG-EU-Mix: 12,564
1 kg CNG-DE-Mix: 12,352
1 kg Wasserstoff: 32,18

Um einen Vergleich zwischen den Kraftstoffen durchzuführen, ist jedoch die Beherrschung des mathematischen Dreisatzes erforderlich, den nur 1/3 der Deutschen beherrscht.;)

Die Verwendung des (unteren) Heizwertes wird von der RED, dem BImSchG und dem Energiesteuergesetz vorgeschrieben. Alle wesentlichen Werte beziehen sich auf den Energiegehalt. Z.B. beträgt der neue Kraftstoff-Basiswert gemäß 38. BImSchV 94,1 kg CO2-Äq pro GJ, was 338,76 gCO2 pro kWh-Hi entspricht.

Abgesehen davon gibt selbst Verbio die produzierte BioMethan-Menge nicht in kg oder t an sondern in MWh (allerdings nicht den (unteren) Heizwert, sondern den (oberen) Brennwert).

Und wenn Audi als jährlichen Output des Werkes Werlte 1.000 t SynMethan angibt (was 13,87 Mio. kWh-Hi entspricht) und damit im Real Driving TÜV-zertifiziert 1.500 CNG-Fahrzeuge versorgt, dann verbrauchen diese nun mal ganz exakt und überhaupt nicht nebulös 9.247 kWh-Hi pro Jahr.

Und auch der Energiegehalt des Input-Materials wird in MJ bzw. kWh gemessen und nicht in Liter oder Kilogramm ...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.879.834 von BioVenture am 31.05.18 18:12:36@Bioventure: danke - im Filmchen wird ein VW-PKW betankt. Ja, typisch Werbung ... :cool:
die Information wieviel ein xy-PKW verbraucht "kWh/Jahr" ist sowieso nebulös.
In der Tabelle (km/10 Euro bei Benzin, Diesel, und Gas) auf der Seite geht man von einem Opel Zafira aus.
Auch die Geschichte mit dem Humus läßt man im unklaren (wieviel und was); wenn das "lokale" Stroh über weite Strecken transportiert werden muss wird die Energiebilanz auch schlechter.
Trotzdem besser dieses VerbioGas als noch mehr von SibirGas :)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.884.166 von pegasusorion am 01.06.18 09:53:13
Irrtum Pegasusorion
Der steigende Erdölpreis kann nicht dir Ursache für zulegende Kurse bei Verbio sein. Bei einem (bis Ende 2019 !) gleichbleibenden BioDiesel-Preis und einem steigenden Erdölpreis steigt der Spread nicht, sondern er verringert sich. Das bedeutet weniger Marge für die BioDiesel-Hersteller und nicht mehr Marge - und zwar bereits heute und nicht erst ab dem 01.01.2020!


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