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    Die Amsterdamer Lösung bezüglich Sozialschmarotzertum und Kampf der Kulturen - 500 Beiträge pro Seite

    eröffnet am 07.10.06 11:30:17 von
    neuester Beitrag 08.10.06 14:25:21 von
    Beiträge: 41
    ID: 1.086.350
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      schrieb am 07.10.06 11:30:17
      Beitrag Nr. 1 ()
      Der Tabubrecher aus Amsterdam

      Stellv. Bürgermeister Ahmed Aboutaleb passt in kein Schema


      Ahmed Aboutaleb ist Moslem, Sozialdemokrat und stellvertretender Bürgermeister von Amsterdam. Soweit noch nichts besonderes. Doch wenn er sich zum Thema Migranten äußert, könnte man meinen, es säße ein zweiter Pim Fortyun vor einem: "Immigranten müssen sich der hiesigen Ordnung anpassen, nicht umgekehrt. Wer sich damit nicht abfinden kann, sollte besser heute als morgen wieder gehen." Klare Worte, die bei den Niederländern gut ankommen und seine Sozialdemokraten wieder zur stärksten Partei in Amsterdam werden ließ.

      Auszüge des Weltwoche-Artikels "Links blinken, rechts überholen":

      Aboutaleb ist auch ein ausgesprochen höflicher, offener Mensch, mit dem man leicht ins Gespräch kommt. Auch wenn er mit seiner radikalen Politik für rote Köpfe sorgt wie zurzeit kaum ein anderer Politiker in den Niederlanden. Ahmed Aboutaleb irritiert schon deshalb, weil er in kein Schema passt. «Immigranten müssen sich der hiesigen Ordnung anpassen, nicht umgekehrt», sagt der gebürtige Marokkaner jedem, der es hören will, «wer sich damit nicht abfinden kann, sollte besser heute als morgen wieder gehen.» Als praktizierender Muslim beklagt er sich über einen «eklatanten Mangel an Intellektuellen in unserem Kulturkreis, die diesen Namen auch verdienen». Das sind bloss Worte, gewiss, und Aboutaleb ist nicht mal ein Mann grosser Worte. Sondern ein Praktiker. Es ist denn auch die angewandte Politik des Sozialdemokraten, die sich auf den ersten Blick geradezu irrwitzig ausnimmt � sich bei genauerem Hinschauen aber als konsequent und schlüssig erweist.

      Seit Ahmed Aboutaleb im Januar 2004 in die Stadtregierung eingezogen ist, steht im Amsterdamer Sozialdepartement kein Stein mehr auf dem andern. Aus dem «Beistandsdienst» wurde ein «Dienst Werk en Inkomen» (DWI) � und das Motto «Arbeit vor Rente» wird konsequent umgesetzt. Über ein Viertel des massiv geschrumpften Fürsorgebudgets fliesst mittlerweile in Arbeitsprogramme. Wer sich neu beim DWI meldet, wird gleich zum Arbeitsamt geschickt (rund die Hälfte der Antragsteller lässt sich nach diesem ersten Kontakt nicht mehr blicken). Alleinerziehende Eltern, die keinen Teilzeitjob finden, müssen neuerdings wenigstens bei einer Kinderkrippe oder an einem Mittagstisch aushelfen; schlechtqualifizierte Leute werden in die Weiterbildung geschickt, wer die Landessprache nicht beherrscht, muss so oder so in den Niederländisch-Unterricht. Unter 27-Jährige kriegen generell kein Fürsorgegeld mehr ausbezahlt.:cool:

      «Für nichts gibt�s nichts», lautet die Devise. DWI-Angestellte, die sich mit dem neuen Kurs nicht anfreunden können, müssen selber auf Jobsuche gehen. Über die Hälfte der Kader wurde ausgewechselt, professionelle Headhunter sorgten für neue Köpfe mit dem richtigen Profil. Während insgesamt Personal abgebaut wurde, stampfte Aboutaleb eine komplett neue Abteilung für Abklärungen und Betrugsbekämpfung aus dem Boden, mit 190 Mitarbeitern und umfassenden Kompetenzen � vom unangemeldeten Hausbesuch bis zur verdeckten Videoüberwachung. Die Abteilung hat bisher die Hälfte aller Sozialhilfebezüger kontrolliert. Resultat: In jedem fünften Fall wurde die Fürsorgerente ersatzlos gestrichen, bei den vermeintlichen Obdachlosen betrug die Missbrauchsrate gar 30 Prozent. Die Investition hat sich für die Stadtverwaltung längst ausbezahlt.:cool:

      Zu einer Symbolfigur wurde Ahmed Aboutaleb spätestens neun Monate nach seiner Wahl in die Stadtregierung. Einen Tag nach der Ermordung des Filmemachers Theo van Gogh, während sein jüdischer Kollege Job Cohen auf dem Damm-Platz vor Zehntausenden von Trauernden sprach, legte Aboutaleb in der Al-Kabir-Moschee ein unmissverständliches Bekenntnis zur Meinungsäusserungsfreiheit ab, rief seine Glaubensbrüder dazu auf, gegen den Islamismus zu kämpfen und Extremisten bei der Polizei zu denunzieren. Seine Rede sorgte für Aufsehen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Der Preis: Seither lebt auch Aboutaleb unter ständigem Polizeischutz.

      Van Goghs Ermordung durch einen fanatischen Islamisten löste in den Niederlanden ein soziales Erdbeben aus, die Initialzündung zur Wende gab allerdings ein anderer Mord, bereits zwei Jahre zuvor: das Attentat eines fanatischen Tierschützers gegen den Politiker und Lebemann Pim Fortuyn. Fortuyn � in seinen politischen Anfängen übrigens ein praktizierender Marxist und Sozialdemokrat � brachte in den harmoniebesessenen Niederlanden ein Tabuthema aufs Tapet, das schon lange unter den Nägeln brannte: Die Integration von Immigranten, Muslimen im Besonderen, ist allen Anstrengungen zum Trotz in vielen Bereichen gescheitert. Fortuyn wurde als Rassist und Fremdenfeind diffamiert, doch die Begleiterscheinungen der missglückten Migrationspolitik � explodierende Sozialkosten, Gewalt und Kriminalität � liessen sich so auf die Dauer nicht schönreden.

      (...)

      Aboutaleb nahm damit einen Bruch mit der konventionellen Linken in Kauf, bei der vor allem die rigiden Kontrollen von Fürsorgebezügern auf harsche Kritik stiessen. 70 Kontrolleure schwärmen in Amsterdam jeden Morgen aus und besuchen Fürsorgeempfänger, unangemeldet notabene; es geht dabei auch um Beratung und Motivation, doch ein kurzer Blick in die Schlafzimmer, Kleiderkästen und Kühlschränke zwecks Abklärung der Lebensumstände gehört zum Standard. Die Kontrollen sind grundsätzlich «freiwillig». Doch wer sich verweigert, setzt sich automatisch dem Verdacht aus, etwas zu verbergen. In diesem Fall wird einer der 35 Sozialinspektoren aktiv, die verdeckt ermitteln, auch mal Videokameras einsetzen oder um drei Uhr in der Früh an der Türe klingeln, wenn sie vermuten, dass etwas mit den Wohnverhältnissen nicht stimmt. «Wer sich gegen den Staat wendet», erklärt Aboutaleb, «der muss wissen, dass sich der Staat auch gegen ihn wenden kann.»

      (...)

      Für eine hitzige Debatte sorgte auch Aboutalebs Forderung, den Musliminnen, die nicht bereit sind, ihre Burka während der Arbeit abzulegen, die Sozialhilfe zu streichen. Seine Begründung: «Jedem steht es frei, sich zu vermummen; doch Vermummte sind auf dem niederländischen Arbeitsmarkt nicht vermittelbar, also haben sie auch keinen Anspruch auf Unterstützung.» :eek:

      Eine Marokkanerin, die keine Arbeit fand, weil sie sich prinzipiell weigerte, einem Mann die Hand zu geben, wurde bereits von der Sozialhilfe ausgeschlossen. Die Frau liess den Entscheid vor Gericht anfechten und bekam teilweise recht. Denn die Sozialhilfe darf auch in den Niederlanden von Gesetzes wegen im Sinne einer Sanktion höchstens vorübergehend gekürzt, aber nicht generell verweigert werden. So kam es, dass der sozialdemokratische Sozialminister von Amsterdam heute von der konservativen Regierung in Den Haag eine Verschärfung des Fürsorgegesetzes fordert.

      Und wir hier in Deutschland müssen uns mit einer Islamistin wie Lale Akgün herumschlagen... :D
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 12:54:56
      Beitrag Nr. 2 ()
      einfach nur genial.


      es wird zeit das auch wir offener werden für migranten,für moslems,für christen,für eine tolerante gesellschaft.


      und dann widmen wir uns den störenfrieden um die es wirklich geht: den arbeitsverweigerern,den abkassierern,den schmarotzern.


      der mann ist gold wert und hat verstanden: für nichts gibts nichts.


      da kommt man ins träumen und träumt von einem einigen europa von portugal bis zur türkei,einem europa in dem es heisst:

      für nichts gibts nichts



      das ist eine traum für den es sich zu kämpfen lohnt :D


      für ein multikulturelles europa das seine bürger ausschlisslich zum nutzen an seinen mitmenschen trimmt :look:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 12:58:35
      Beitrag Nr. 3 ()
      und wofür zahlen wir dann zwangsweise in die arbeitslosenversicherung ein whitehaggl alter hetzer ?
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 13:02:42
      Beitrag Nr. 4 ()
      hetzer?

      wir zahlen für den fall das wir arbeitslos werden :-)


      deshalb will ich aj auch das man anstatt nach einem jahr erst nach 5 jahren in hartz4 fällt.


      falls du nicht gebildet bist: sozialhilfe,sprich hartz4 ist rein steuerfinanziert und in diesem thread geht es um mutwillige arbeitsverweigerer,leute die mutwillig nicht arbeiten wollen.


      es geht nicht um die masse der arbeitslosen,der braven helden und tragischen opfer von rationalisierungen.


      es geht um die in deutschland einigen hunderttausend superarbeitslosen.

      aber ob das so leicht für jeden verständlich ist,ist mir nicht klar.

      aber die holländer haben verstanden :).

      und bald werden auch wir verstehen :).
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 15:20:23
      Beitrag Nr. 5 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.462.866 von nichtdie am 07.10.06 11:30:17Ahmed Aboutaleb bravo!

      der Mann leistet was!

      soeiner fehlt uns in österreich.

      hoffentlich kommt nicht gusi an die macht. der depp würde die sozialhilfe noch erweitern :cry:

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      schrieb am 07.10.06 15:29:57
      Beitrag Nr. 6 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.464.618 von whitehawk am 07.10.06 13:02:42White,

      ich kann alles mit unterschreiben, was Du geschrieben hast.
      wilbi
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 15:36:01
      Beitrag Nr. 7 ()
      White, was ich noch vergessen habe.
      Ich möchte gern mal wissen, wieviel von den über 4 Millionen Arbeitslosen diejenigen sind, die nicht arbeiten wollen.Die man manchmal in Talkshows sieht mit lila Haaren und sich freuen, wenn sie mal zufällig morgens um acht zur Arbeitsagentur müssen, daß es ihnen nicht so geht wie den vielen bleichen Dummen die zur Arbeit hetzen.
      wilbi
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 15:39:48
      Beitrag Nr. 8 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.468.775 von Wilbi am 07.10.06 15:36:01Ist doch nicht die Schuld von Arbeitslosen daß du im hohen Alter noch keine Karriere gemacht hast und jetzt denkst, du müsstest deinen Frust an ihnen auslassen.
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 17:08:55
      Beitrag Nr. 9 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.468.931 von InvestigativTrader am 07.10.06 15:39:48unheimlich geistreiches posting! :keks:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 17:47:32
      Beitrag Nr. 10 ()
      Nachdem in einem Nachbarthread sich ein paar versprengte Grenzdebile wiedermal gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich gegen die vorgebrachten Argumente gegen die rassistische Forderung nach einer posthumen Apartheidsseparation auf deutschen Friedhöfen von den ungläubigen Affen und Hunden mit den üblichen Verunglimpfungen und Diffamierungen sich nicht besser zu helfen wissen, ist es mal wieder ganz angenehm solche differenzierten und aufgeklärten Beiträge wie hier zu lesen.

      Aboutalebs Forderung eines aufgeklärten und reformbewussten Moslems sind angesichts der immer grotesker werdenden Uminterpretationen der zahlreichen Intoleranzen im Islam als "fremde Traditionen" oder noch aberwitziger als "rituelle Gebote" daher nur lobenswert hervorstechend und vorbildlich.

      Solche aufgeklärten und reformbewussten Moslems wünsche ich mir auch hier in Deutschland. :cool:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:10:10
      Beitrag Nr. 11 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.470.655 von bauspara am 07.10.06 17:08:55Bauspara,

      was willst Du von so einem Tölpel anderes erwarten. Der hat wohl auch schon Schiß, daß die schöne Zeit bald vorbei ist.
      wilbi
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:17:50
      Beitrag Nr. 12 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.470.655 von bauspara am 07.10.06 17:08:55Ich passe mich meinen Gesprächspartner an.

      Ein Wilbi ist nicht geistreicheer als ein frenchmen.
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:18:23
      Beitrag Nr. 13 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.473.271 von Wilbi am 07.10.06 19:10:10Schöne Zeiten hast DU nie erlebt. :cool:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:21:36
      Beitrag Nr. 14 ()
      Schon bemerkenswert - sobald ein IT in einem Thread auftaucht wird aus einer jeden ernsthaften Dikussion eine Schlammschlacht mit Gülle :kiss:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:32:52
      Beitrag Nr. 15 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.473.582 von nichtdie am 07.10.06 19:21:36Ich dachte es wäre schon das Güllezentrum hier. Wo sonst benutzt man Wörter wie "Sozialschmarotzertum" ?
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:37:46
      Beitrag Nr. 16 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.473.940 von InvestigativTrader am 07.10.06 19:32:52hast du den Artikel überhaupt gelesen?
      ich bezweifle das ernsthaft

      :kiss:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:43:19
      Beitrag Nr. 17 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.474.108 von nichtdie am 07.10.06 19:37:46Nicht mit der Unwahrheit operien.
      Im Artikel kommt das Wort "Sozialschmarotzertum" nicht ein einziges mal vor. DU hast es als Überschrift benutzt.

      Also verkauf die anderen Leser bitte nicht für dumm.
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:47:32
      Beitrag Nr. 18 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.473.468 von InvestigativTrader am 07.10.06 19:17:50Ich passe mich meinen Gesprächspartner an.

      Dazu bist doch Du rein intellektuell schon gar nicht in der Lage. :cool:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:49:42
      Beitrag Nr. 19 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.473.582 von nichtdie am 07.10.06 19:21:36Ja, das ist auch das eigentliche Ziel seiner linken Agitprop. :cool:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:52:07
      Beitrag Nr. 20 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.474.314 von InvestigativTrader am 07.10.06 19:43:19Im Artikel kommt das Wort "Sozialschmarotzertum" nicht ein einziges mal vor. DU hast es als Überschrift benutzt.

      also du hast es gelesen und nicht verstanden :laugh:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 19:56:14
      Beitrag Nr. 21 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.473.468 von InvestigativTrader am 07.10.06 19:17:50Ich passe mich meinen Gesprächspartner an.

      Ein Wilbi ist nicht geistreicheer als ein frenchmen.

      Ich meines auch. :laugh:
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 20:00:56
      Beitrag Nr. 22 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.474.829 von unlocker am 07.10.06 19:56:14ja, so ist es - in der Koranschule wird eben kein Deutsch gelehrt ;)
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 20:39:41
      Beitrag Nr. 23 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.474.829 von unlocker am 07.10.06 19:56:14sei bitte nicht so unlocker sonst fang ich an deine Rechtschreibfehler zu sammeln :D
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 20:40:54
      Beitrag Nr. 24 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.475.026 von nichtdie am 07.10.06 20:00:56ja sind halt alle Islamisten die nicht deiner Meinung sind. :cool:

      Bist ein Musterdemokrat und gar nicht fanatisch.
      Avatar
      schrieb am 07.10.06 23:28:51
      Beitrag Nr. 25 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.476.370 von InvestigativTrader am 07.10.06 20:40:54`nein, nur die drei I`s: intelligent, israelfreundlich, islamophob:D
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 00:11:33
      Beitrag Nr. 26 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.473.482 von InvestigativTrader am 07.10.06 19:18:23Das ärgert dich wohl mächtig, daß bald die schöne Zeit des Faulenzens vorbei ist. Diese "schönen" Zeiten habe ich nicht erlebt bisher.
      wilbi
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 00:50:29
      Beitrag Nr. 27 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.481.874 von Wilbi am 08.10.06 00:11:33Wilbi, vergleich einfach mal unere Postings und dann wirst du feststellen wessen Hirn ein leben lang gefaulenzt hat.
      Alleine dadurch daß du dich für andere krum arbeitest, kannst du nicht behaupten nie ein Faulenzer gewesen zu sein.
      Du hast wahrscheinlich sowas wie ein Feierabend, ich muss 24/7 ran.
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 01:35:59
      Beitrag Nr. 28 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.483.008 von InvestigativTrader am 08.10.06 00:50:29für jemand der 24/7 ran muss hast aber viel zeit hier zu posten

      denke mal das ist dein job :D
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 08:04:23
      Beitrag Nr. 29 ()
      Die Opferlüge
      Muslimische Migranten scheitern nicht an der Gesellschaft, sondern an ihrer eigenen Verantwortungslosigkeit


      VON HENRYK M.BRODER

      Was heute der „Migrationshintergrund” ist, das war mal die Oma aus Schlesien. Sie saß den ganzen Tag in der Küche rum und verbreitete Schuldgefühle. War sie schlecht gelaunt, schaute sie stumm aus dem Fenster. War sie dagegen guter Laune, erzählte sie Geschichten von früher: dass in Ratibor alles schöner, besser und sauberer war. Oma war eine Nervensäge, aber ein harmloser Mensch, der sich nach etwas sehnte, das es nicht mehr gab. Nie wäre sie auf die Idee gekommen, das Essen aus dem Fenster zu werfen oder ihre Enkel zu schlagen, weil sie selbst als Kind Haus und Hof verlassen musste. Denn Oma hatte zwar einen „Migrationshintergrund”, sie hatte aber auch Manieren. Einer ihrer Lieblingssätze war: „Das macht man nicht.”

      Der Satz reichte, um sich im Leben zurechtzufinden. Heute dagegen bedeutet „Migrationshintergrund” eine Art Freifahrtschein für alle Fälle. Wer einen „Migrationshintergrund” hat, der braucht nur noch in ganz extremen Fällen einen Anwalt, zum Beispiel wenn er einen Filmemacher auf offener Straße abschlachtet. Bei minderen Vergehen gegen Recht, Gesetz und Ordnung reicht der Hinweis auf den „Migrationshintergrund” gegenüber den Medien und der Öffentlichkeit, um umgehend Emphatie mit dem Täter, Kritik am Verhalten des Opfers („Ein Provokateur, der vor nichts und niemand Respekt hatte") und die bewährte Frage zu evozieren: Was tun wir ihnen an, dass sie uns so hassen?

      Der Soziologe Michal Bodemann, der sich lange Zeit mit dem Antisemitismus beschäftigt hat, bevor auch er die „Islamophobie” entdeckte, nennt die sich häufenden Berichte über „Ehrenmorde” und andere Verbrechen „Gruselgeschichten”, die „mit einer erstaunlichen Ignoranz und Hysterie ... kolportiert” werden, „antimoslemische Hetze”. Er spricht von „Anpassungsproblemen vor allem von Menschen aus traditionellen Milieus” und rät zur Geduld: „All die hier dramatisierten Probleme sind aus anderen Einwandererländern hinlänglich bekannt und verschwinden nach der ersten oder zweiten Generation.” Ungeachtet der Tatsache, dass es eben die dritte Generation ist, die hinter die erste und zweite zurückfällt.

      Werner Schiffauer, Professor für Kultur- und Sozialanthropologie, Migrationsforscher und Gerichtsgutachter in sogenannten Ehrenmordprozessen, sieht die Debatte „mit großem Unbehagen, denn mit dem Etikett ,Ehrenmord` wird auch eine Lust am Schaudern bedient”. Er spricht von einem „Desintegrationsproblem” und empfiehlt, „Männerforschung” zu betreiben, „denn es sind ja die Männer, die mit ihrer Situation nicht klarkommen, wenn sie gewalttätig werden”. Was Schiffauer damit sagen will, ist, dass der Staat (oder wer auch immer) mehr Geld für seine Projekte bereitstellen sollte. Denn rund um das Themendoppel „Migration/Integration” ist eine „cottage industry” entstanden, die von Zuwendungen lebt. Ähnlich wie „Eventmanager” und „Konkursverwalter” ist auch „Migrationsforscher” ein Beruf mit Zukunft.

      Wie die Gegenwart dieser Branche aussieht, wurde am Rande des Karikaturenstreits klar, als 60 selbst ernannte und bis dato unbekannte „Migrationsforscher” in der Zeit einen offenen Brief an die deutsch-türkische Soziologin Necla Kelek schrieben, nachdem ihr Buch „Die verlorenen Söhne - Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes” erschienen war. Ein Jahr zuvor hatte Kelek schon mit ihrem Buch „Die fremde Braut” für Aufsehen gesorgt, in dem sie das Sklavendasein moslemischer „Importbräute” in Deutschland beschrieb. Bei den „verlorenen Söhnen” ging es darum, warum sie scheitern. Nicht weil sie von der deutschen Gesellschaft diskriminiert, ausgegrenzt und sozio-ökonomisch benachteiligt werden, schreibt Kelek, sondern weil sie es nicht lernen, sich vom „Herdentier” zum „Individuum” zu emanzipieren, weil sie alles nachmachen, was ihnen die Väter vorleben, und weil sie immer darauf achten, was die anderen über sie sagen, statt ein eigenes Gewissen zu entwickeln.

      Das war mehr, als die mit Migranten befassten Gutmenschen verdauen konnten, die ihre Aufgabe in erster Linie darin sehen, das Bild des „edlen Wilden” zu verteidigen. In ihrem Appell („Gerechtigkeit für die Muslime!"), der Anfang Februar in der Zeit erschien, greifen sie nicht nur Necla Kelek, sondern auch Ayaan Hirsi Ali und Seyran Ate§ an, zwei weitere moslemische Autorinnen, die über ihre Erfahrungen mit ihrer Religion geschrieben haben. Was die Autoren aber noch mehr aufregt als authentische Erlebnisberichte, die sie als „billige Klischees über den Islam und die Türken” abqualifizieren, ist die Tatsache, dass Kelek damit jenseits der universitären Forschungsgruppen wahrgenommen wird.

      Der Brief der 60 Migrationsforscher verströmt aus jeder Zeile den Neid von Leuten, die sich von der Öffentlichkeit nicht genug beachtet fühlen, obwohl sie „differenzierte wissenschaftliche Forschung” betreiben, während Necla Kelek für ihre „unseriösen Pamphlete” sogar den Geschwister-Scholl-Preis bekommen hat und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beraten darf: Was für eine Schweinerei! So schreiben die 60 „Migrationsforscher” in ihrem Manifest „Gerechtigkeit für die Muslime”, natürlich gebe es „arrangierte Ehen” als Folge von „Heiratsmärkten” zwischen den Herkunfts- und den Einwanderungsländern, man müsse solche Märkte nicht gut finden, sollte aber „ihren Entstehungskontext begreifen”, nämlich als „Ergebnis der Abschottungspolitik Europas gegenüber geregelter Einwanderung”. Gewiss, wenn Europa sich nicht so blöde anstellen und alle Grenzen aufmachen würde, wären die türkischen Jungs nicht gezwungen, sich ihre Jungfrauen aus Anatolien zu holen, sie könnten sie auch gleich nebenan, bei Rudis Reste-Rampe, finden.

      Dass Kelek selber Türkin ist und sich in dem Milieu, über das sie schreibt, gut auskennt, wurde ihr nicht zugute gehalten, sondern zum Vorwurf gemacht. So wie man früher Schwarze als „weiße Neger” beschimpfte, nur weil sie anderer Meinung waren als die Weißen, die sich der Sache der Schwarzen annahmen. Darin kommt ein Rassismus zum Ausdruck, der das Verhalten der Gutmenschen auch heute bestimmt: Wehe, die Objekte ihrer Fürsorge wollen sich nicht helfen lassen und entwickeln eigene Ideen darüber, was für sie gut oder nicht so gut sein könnte. Dann ist Schluss mit der multikulturellen Solidarität.

      Kelek selbst reagierte auf die Attacken mit Argumenten und einer Ruhe, wie sie Therapeuten aufbringen, die mit verhaltensgestörten Kindern zu tun haben. Sie erzählte, dass sie mit dreizehn Jahren ,Vom Winde verweht" gelesen und sich mit Scarlett O'Hara identifiziert hat. „In den meisten türkischen Familien gibt es so gut wie keine Bücher. Die Mädchen lernen kein eigenständiges Denken. Die Eltern sagen, wo es langgeht.” Und sie widersprach immer wieder der Unterstellung, die „Migranten” seien Opfer dieser Gesellschaft. „Das ist zu einfach. Auch sie selbst reproduzieren ihre Lage, indem sie zum Beispiel ihre Kinder arrangiert verheiraten und so aus dem Integrationsprozess dieser Gesellschaft herausreißen. Was gibt es Wichtigeres als das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Freiheit?” Solche Selbstverständlichkeiten brachten die „Migrationsforscher” noch mehr in Rage, denn wenn die Gesellschaft nicht der Alleinschuldige ist, entfällt auch der Ansatz, dass sich vor allem die Gesellschaft ändern müsse, wenn die Lage der Migranten verbessert werden soll.

      Warum die Riege der Gutmenschen aus Politik, Medien und Wissenschaft nie um eine kommode Ausrede verlegen und allzeit bereit ist, beide Augen zuzudrücken, ist einfach zu erklären. Erstens macht es viel mehr Spaß, sich für die Befreiung Palästinas und der Gefangenen von Guantanamo einzusetzen, weil man dafür nichts anderes tun muss, als auf die Straße zu gehen und ein Poster in die Luft zu halten. Hinzu kommt, dass solche Aktionen garantiert folgenlos sind. Kein Demonstrant wäre gehalten, einen der Gefangenen von Guantanamo bei sich zu Hause aufzunehmen, mit ihm Tisch, Bad und Küche zu teilen, um ihm bei der Rückkehr ins normale Leben zu helfen. Würde er sich aber mit derselben Intensität um die verletzte Menschenwürde der „Importbräute” sorgen, hätte er bald deren Männer, Brüder und Väter am Hals. Ein letzter Rest seiner längst erloschenen Wirklichkeitswahrnehmung signalisiert ihm, dass ihm das nicht gut bekäme. Da unterschreibt er lieber eine Resolution gegen Zwangsprostitution und genießt zwischen zwei Margaritas das Gefühl, sich ganz toll engagiert zu haben. Es geht also nicht darum, etwas zu tun, sondern darum, so zu tun, als ob man was täte.
      Wissend, dass es ein Problem gibt, dem man nicht gewachsen ist, entscheidet man sich für aktive Ignoranz, organisiert Straßenfeste, gemeinsame Gottesdienste zu Mohammeds Geburtstag, Konferenzen zum Dialog der Kulturen, kurzum, man agiert wie der Kapitän der „Titanic”, der das Bordorchester auf-spielen lässt, um den Passagieren den Untergang so angenehm wie möglich zu gestalten.

      Wie der Genosse Zufall es wollte, kamen im Frühjahr 2006 drei mediale Großevents zusammen: der Karikaturen-Streit, die Diskussion um Ehrenmorde und andere Familienverbrechen in „Migrantenfamilien” und die Entdeckung, dass es an vielen deutschen Schulen zugeht wie in einem Piranha-Becken. Allen gemeinsam war, dass sie erstens um das Thema „Gewalt” kreisten und zweitens nichts als Ratlosigkeit evozierten. Ende März wurde bekannt, dass die Rektorin der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln im Auftrag der Lehrerkonferenz einen Brief an den Schulsenator geschrieben und ihn gebeten hatte, die Schule aufzulösen. In dem Brief hieß es, ein geordneter Unterricht finde nicht mehr statt, die Stimmung sei geprägt von Zerstörung, Gewalt und menschenverachtendem Verhalten, Lehrer würden ignoriert und oft auch attackiert, in bestimmte Klassen gingen sie nur noch mit Handys, um im Notfall Hilfe holen zu können. Der Anteil der Kinder deutscher Herkunft an der Rütli-Schule, also ohne „Migrationshintergrund”, liegt knapp unter 20 Prozent, der Anteil der Kinder „arabischer Herkunft” dagegen bei 35 Prozent, der „türkischer Herkunft” bei 26 Prozent. Wer unter solchen Umständen den Ton auf dem Schulhof angibt und wer ein „Integrationsproblem” hat, liegt auf der Hand. Die Schüler deutscher Herkunft werden als „Schweinefleischfresser” beschimpft; sie versuchen, sich der Mehrheit anzupassen, indem sie bewusst gebrochen Deutsch sprechen, um weniger aufzufallen.

      Über die Frage, wie man das Problem wieder in den Griff bekommen könnte, kommt es zu einem permanenten Wettbewerb der Ideen. Der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm schlug die Einführung einer „Schnupperknast"-Regelung vor. Gewalttätige Schüler sollten der Schule verwiesen und für einige Tage in Jugendarrest genommen werden. Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth sprach sich für „verbindliche Elternkurse” aus, „auch für deutsche Familien”. Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller wollte diejenigen Migranten, die sich weigerten, an „Integrationskursen” teilzunehmen, bestrafen lassen.
      So lief die Diskussion in den eingefahrenen Bahnen: Mehr Staat, mehr Geld, mehr Sozialarbeiter, mehr Anreize, mehr Gebote und Verbote, mehr Fordern und Fördern, mehr Verständnis, mehr Dialog, Hauptsache mehr. Bis der Tagesspiegel Mitte Mai mit einer überraschenden Geschichte erschien: „Ausländer bevorzugen Schulen ohne Ausländer.” Unter den türkischen Migranten gebe es „immer mehr bildungsbewusste, die auch vor einem kostspieligen und schwierigen Umzug nicht zurück-schrecken, damit es ihren Kindern im sozialen Fortkommen besser geht als ihnen”. Sie würden alles unternehmen, um ihre Kinder an Schulen mit einem möglichst kleinen Anteil an Ausländern zu schicken. Vor allem unter Migranten aus Vietnam habe Bildung „oberste Priorität”, deswegen seien die vietnamesischen Kinder „meistens sehr leistungsstark”, schon die zweite Generation der Vietnamesen sei „sprachlich und kulturell in Deutschland verortet”.

      Man kann wohl ohne große empirische Studien davon ausgehen, dass die Vietnamesen ebenso wie die Türken und alle anderen Migranten nicht mit einem Business-Class-Ticket in Deutschland einschweben, dass niemand ihnen den roten Teppich zum Empfang ausrollt, dass sie aus kleinen Verhältnissen kommen und enorme Schwierigkeiten überwinden müssen, bevor sie in der Lage sind, eine Inszenierung von Claus Peymann am Berliner Ensemble zu verstehen. Warum schaffen es dann die Vietnamesen (wie die meisten anderen Asiaten), sich zu integrieren, obwohl auch sie in Ghettos und „Parallelgesellschaften” leben, zu Hause ihre Muttersprachen sprechen, im Wok kochen und natürlich auch dazu neigen, untereinander zu heiraten? Vielleicht weil sie aus einer Kultur kommen, in der Arbeit und Lernen zu den primären Tugenden gehören, während es bei den Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern (natürlich mit Abstufungen) vor allem die Ehre, der Respekt und die Unterwerfung sind. Hier stößt eine Kultur des Fleißes und der Betriebsamkeit mit einer Kultur der Scham und der Schande zusammen, die auf jede „Provokation” beleidigt und aggressiv reagiert. Kaum denkbar, dass ein vietnamesischer Vater, dessen Sohn einen Lehrer angegriffen hat, das Verhalten mit dem Satz rechtfertigt: „Er musste sich nur verteidigen”; das dagegen ist wirklich passiert: Ein zwölfjähriger türkischer Junge, wegen gewalttätigen Verhaltens schon öfter aufgefallen, schickt mit einem einzigen gezielten Faustschlag die 60-jährige Lehrerin zu Boden, was seine Mutter als ein „Versehen” erklärt: „Mein Sohn hat nicht absichtlich geschlagen.”

      Es ist diese Weigerung, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, das Necla Kelek beschreibt und das dazu geführt hat, dass fast jeder Täter das Opferprivileg für sich reklamiert. Er ist ein Opfer seiner Erziehung, der Gesellschaft, der Umstände — in Wirklichkeit ist er aber vor allem das Opfer der sozialpädagogisch delirierenden Kapitulanten, die ihm all das einreden, weil es die einfachste Art ist, mit dem Phänomen fertig zu werden. Hinzu kommt, dass sich in den letzten Jahren eine Kultur der Gewalt und der Gewaltakzeptanz etabliert hat, was seltsam anmuten muss, weil es doch vor allem junge Menschen, Schüler und Lehrlinge sind, die sich auf Friedensdemos in Pace-Fahnen hüllen, „Gewalt ist keine Lösung!” und „No blood for oll” schreien. Aber das Bild führt in die Irre, man sollte nicht alle Friedensfreunde unter den Generalverdacht des Pazifismus stellen. Es kommt darauf an, wer bombt und tötet. Am Rande der Demos gegen den Krieg im Irak wird für den „irakischen Widerstand” gesammelt, dessen Terror Tausende von Irakern das Leben gekostet hat, normale Menschen, die auf einem Markt einkaufen oder in einem Cafe die Zeitung lesen wollten. Deren Blut darf vergossen werden, sie sterben für eine gerechte Sache.

      Und dann ist da noch der legitime und revolutionäre Widerstand der Palästinenser gegen Vertreibung und Völkermord. Übrigens der einzige Völkermord in der Geschichte, bei dem die Bevölkerung nicht dezimiert wurde, sondern sich kräftig vermehrt hat - um den Faktor neun. Wohl deswegen weisen Kommentatoren bei jedem Anschlag darauf hin, dass die Palästinenser keine anderen Mittel haben, um sich gegen das an ihnen begangene Unrecht zu wehren. Auf deutschen Universitäten gibt es Vorlesungen und Seminare über die „Ethik des Terrors", und sogar in der ARD und im ZDF ist gelegentlich von „Widerstandskämpfern” die Rede, wenn eigentlich nur Terroristen gemeint sein können, die sich in Cafes und Bussen in die Luft sprengen.

      Dieselben Leute wundern sich dann über türkische Jugendliche, die sich ihren Extrakick im „Tal der Wölfe” holen. Die Kids jubeln, wenn Amis in kleine Stücke zerlegt werden, und klatschen Beifall, wenn es Juden an den Kragen geht. Unfähig, gegen die eigenen Eltern zu rebellieren, gefangen in einem Käfig aus Tradition und Repression, toben sie ihren Frust an der eigenen Lage und ihren Hass gegen die „Gesellschaft” auf der Straße aus. Den Eltern ist das recht, so bleibt der Hausfrieden erhalten. Und die Gesellschaft bringt ihnen viel Verständnis entgegen, fragt nach ihren Motiven, schickt Sozialarbeiter los und vergibt Forschungsaufträge an Migrationsforscher. Das Ergebnis der gebündelten Anstrengungen ist so dünn, dass es in eine Pita passen würde: Gewalt ist geil! Und wer am lautesten schreit, wird am ehesten gehört.

      So führt eine direkte Linie von der Al Qaida im Irak und der Intifada in Palästina zu den Jugendlichen mit „Migrationshintergrund” in Neukölln und Moabit. „Man hat das Gefühl”, schreibt Necla Kelek, „die Muslime wollen im Verbund mit den Nationalisten ausprobieren, ob und wie sie dem Westen die Stirn bieten können. Sie demonstrieren gegen die Mohammed-Karikaturen, feiern im Kino schon mal einen Sieg gegen die Amerikaner.”
      Das erstaunliche Selbstbewusstsein der moslemischen Jugendlichen, die ihre Mitschüler „Nutten” und „Schweinefleischfresser” schimpfen, speist sich nicht aus Erfolg oder Leistung, sondern aus ihrer Gruppenzugehörigkeit. Osama bin Laden zeigt der ganzen Welt den Stinkefinger - sie machen es auf dem Schulhof und in der U-Bahn.

      Derweil veranstaltet der Zentralrat der Juden gemeinsam mit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion ein Symposium über „Antisemitismus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit” und gibt damit dem Phantombegriff „Islamophobie” den Anschein des Realen, schlägt der grüne Abgeordnete Hans-Christian Ströbele die Einführung eines muslimischen Feiertages und zum Ausgleich die Streichung eines christlichen Feiertages vor, und die EU arbeitet an einem politischen Wörterbuch für den Hausgebrauch ihrer Bürokraten, in dem der vieldeutige Begriff „Dschihad” nicht mehr vorkommen soll und das diskriminierende Wort „Terrorist” vermutlich auch nicht. Nur nicht provozieren, die Terroristen könnten ja noch böser werden.

      aus CICERO, September 2006
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 10:11:41
      Beitrag Nr. 30 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.483.008 von InvestigativTrader am 08.10.06 00:50:29Ich weiß ja, daß Du Dich kaputt arbeitest, nach Deinen Postings Tag und Nacht zu urteilen. Ich gebe zu, daß ich gern faulenze, Samstag,Sonntag ,nach Feierabend.Aber Du hast wohl immer Feierabend.
      wilbi
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 12:23:13
      Beitrag Nr. 31 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.462.866 von nichtdie am 07.10.06 11:30:17Ich finde das beachtlich und nachahmenswert. Die toleranten Niederländer, und auch andere, gehen viel ungezwunger mit dieser Thematik um. Wir Deutschen hadern viel zu sehr mit uns und meinen, daß wir aufgrund unserer Vergangenheit besonders scharf attackiert werden würden, obgleich unsere Einstellung, Kritik offen zu äußern, in den letzten paar Jahren schon besser geworden ist.

      Wir müssen uns dennoch immer die Erwartung vor Augen halten, daß in dem Moment, indem sich ein Immigrant entscheidet nach Deutschland zu kommen, akzeptieren muß, daß er/sie damit bestimmte Verpflichtungen eingeht, die einfach einzuhalten sind. Kann er/sie dies aus kulturellen, religiösen oder sonstwie gearteten Gründen nicht tun, so sollten besser wieder die Koffer gepackt werden. Und wir Deutschen sollten ihnen dann auch schon mal den Mantel reichen.
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 12:33:02
      Beitrag Nr. 32 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.486.054 von nichtdie am 08.10.06 08:04:23Broder trifft mal wieder den Nagel auf den Kopf :)
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 12:44:41
      Beitrag Nr. 33 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.488.354 von StellaLuna am 08.10.06 12:33:02nur - die politisch Korrekten wollen es nicht hören...

      deswegen haben wir bald auch die Türkei in der EU
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 12:53:17
      Beitrag Nr. 34 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.488.598 von nichtdie am 08.10.06 12:44:41deswegen haben wir bald auch die Türkei in der EU - das dauert 10 Jahre oder noch länger!
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 12:56:41
      Beitrag Nr. 35 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.488.801 von StellaLuna am 08.10.06 12:53:17bis dahin sollte man in die Schweiz auswandern :D
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 13:05:12
      Beitrag Nr. 36 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.462.866 von nichtdie am 07.10.06 11:30:17Phantastisch, dieser Mann!! Und für mich mal endlich ein Beispiel aus der Praxis. Ich werde das Experiment jetzt sehr genau verfolgen. Das Ganze ist für mich nahezu unglaublich. :eek: Diese nicht-für-möglich-halten aber auch ein Teil meiner eigenen Vorurteile, die sich in den den letzten 10 Jahren immer mehr verfestigt haben, das muss ich unumwunden zugeben.

      Mich würde zunächst die Entwicklung des Amsterdamer Haushaltslage und die Entwicklung des Bildungsniveaus von Schülern aus sozial schwachen Familien unabhängig von ihrer Herkunft interessieren!


      @whitehawk: Weißt Du eigentlich, warum die in Leipzig konkret das Experiment mit der Anwesenheitskontrolle abgebrochen haben?
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 13:09:16
      Beitrag Nr. 37 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.486.054 von nichtdie am 08.10.06 08:04:23Klasse Artikel. Schade, dass der nur im CICERO erschienen ist. Der Artikel gehört eigentlich jedem Politiker übers Bett geheftet.

      LM
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 13:20:05
      Beitrag Nr. 38 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.488.881 von nichtdie am 08.10.06 12:56:41Ich vertrau den in Deutschland lebenden Türken, die werden alles tun, um die Stimmung gegen den EU-Beitritt zu fördern :laugh:

      Die Franzosen sind gegen einen EU-Beitritt der Türkei, die neu aufgenommenen Länder sowieso, insgesamt dürfte es sehr schwierig werden in 10 oder 20 Jahren.
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 13:35:15
      Beitrag Nr. 39 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.489.407 von StellaLuna am 08.10.06 13:20:05:laugh:
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 13:40:00
      Beitrag Nr. 40 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 24.486.054 von nichtdie am 08.10.06 08:04:23#29
      Großartiger Artikel!
      Avatar
      schrieb am 08.10.06 14:25:21
      Beitrag Nr. 41 ()
      ich kann mir sehr gut vorstellen wie sich ein arbeitsloser 50jähriger fühlt,der arbeiten will und jeden tag sich brav bewirbt den niemand einstellen will,weil er nicht mehr aktuell gebildet ist.

      mies.

      wie kann ein solcher williger arbeitsloser sich von den mutwilligen im heutigen system abheben?

      bieten wir ihm eine perspektive ausser menschenverachtenden ein euro jobs?

      nein.

      im gegenteil.wir zahlen ihm genau das gleiche,wie dem parksäufer ,dem der offen keine lust hat,der nebenbei schwarz arbeitet,der lügt und betrügt.

      wie muss sich solch ein arbeitsloser fühlen? verhöhnt,verarscht?

      warum helfen wir ihm nicht?

      ganz einfach: das geld hat der parksäufer.

      noch sind es vielleicht nur einige euros die man dem parksäufer zahlt ,aber was wenn diese menschen pflegefälle werden?

      das ziel muss sein: den parksäufer aufzurütteln durch massive sanktionen,jeden der sich aufgegeben hat zu integrieren und betrüger nicht mehr zu alimentieren.
      kombilohnmodelle ,anwesenheit mit besserer finanzieller ausstattung,aber vor allem:

      sanktionen bei den verweigerern um geldmittel frei zumachen und den parksäufer aufzurütteln und sein verhalten abzuändern.

      zu dem artikel mit den migranten: schuld ist das system,und somit wir alle.das system belohnt leistung zu wenig.

      puhvogel zu dem "experiment" in leipzig ist mir nichts konkretes bekannt,es war wohl ein voller erfolg aber nur auf zeit angelegt und ist politisch nicht durchsetzbar auf dauer.

      in berlin neukölln wird sowas auch niemals durchsetzbar sein.der durchshcnittliche bewohner ist hier 20 jahre seines berufslebens arbeitslos.
      der ganz normale wahnsinn eben.


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