DAX+0,93 % EUR/USD-0,02 % Gold-0,36 % Öl (Brent)+1,01 %

Santander (SAN) ++ Fusionsphantasie bei span. Großbanken + will der Riese weiter wachsen?? +++



Begriffe und/oder Benutzer

 

...wie geht es weiter??

++ Zusammenfassung zu Santander ++

Die Bank

-1857 gründete Emilio Botín, der Großvater des heutigen Konzernchefs, die Banco Santander in der gleichnamigen Handelsmetropole. Durch etliche Zukäufe stieg sie zum europäischen Bankenkonzern auf. 1994 übernahm Santander zunächst den Konkurrenten Banesto. Fünf Jahre später folgte der Kauf der BCH-Bank, die 1991 aus Banco Central und Banco Hispano Americano entstanden war. Seitdem hielt die neu geformte Santander Central Hispano (BSCH) ihren Expansionskurs bei: Gekauft wurden kleinere Institute in Portugal, Spanien und Lateinamerika. Der große Coup gelang der Santander-Gruppe mit der Übernahme (Kaufpreis: 13,3 Milliarden Euro) der sechstgrößten britischen Bank Abbey National im vergangenen Herbst.

Die Konkurrenz

-Mit dem Kauf von Abbey stieg BSCH zur achtgrößten Bank der Welt auf. In Europa liegt sie mit ihrer Marktkapitalisierung von 57 Milliarden Euro auf Rang vier hinter den britischen Banken HSBC und Royal Bank of Scotland sowie der Schweizer UBS. Im Inland kann nur die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) mithalten, die an der Börse 43 Milliarden Euro wert ist.

...Fusionen oder Übernahmen bleiben das Thema in Spanien

Daten zu Santander aus Invertia
http://www.invertia.com/empresas/empresa.asp?idtel=RV011BSCH

Santander Homepage Englisch
http://www.santander.com/csgs/Satellite?accesibilidad=3&cana…
06.10.2006 12:34
Santander: Gerüchte über Gebot für BBVA "völlig unbegründet"

MADRID (Dow Jones)--Als "vollig unbegrüdet" bezeichnet die Banco Santander Central Hispano SA am Freitag Gerüchte, wonach sie ein Gebot für den Wettbewerber Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA (BBVA) plane. Die gemessen an der Marktkapitalisierung größte Bank Spaniens hatte zuvor bereits zurückgewiesen, sie plane eine Squeeze-out bei der Tochter Banco Espanol de Credito SA (Banesto) oder den Verkauf der Bank an ein anderes Institut. Es gebe keine Pläne den Status von Banesto als unabhängige Tochter mit eigenen Management innerhalb der Gruppe zu ändern.

Banesto will am Dienstag vor Börsenbeginn ihre Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Analysten erwarten einen Anstieg des Nettogewinns um 22% auf 176,1 (143,9) Mio EUR. die Nettozinseinnahmen dürften um 10% auf 312,1 (283,9) Mio EUR zugelegt haben. Am Markt warte man auf Aussagen zu den jüngsten Übernahmespekulationen sowie zu einer möglichen Sonderdividende.

--------

Börsebericht:
Den Märkten geht die Luft aus
(Die Presse) 07.10.2006

Einen starken Start in den traditionell schwachen Börsenmonat Oktober ha ben die internationalen Börsen heuer hingelegt. DAX und Dow Jones erreichten Höchststände wie seit Jahren nicht mehr. Doch zu Wochenschluss ging den Märkten die Luft aus. Weltweit gab es am Freitag leichte Verluste. Auslöser waren schlechte US-Konjunkturdaten - es wurden im September weit weniger neue Jobs geschaffen als erwartet. Die US-Börsen lagen daher am Freitag klar im Minus. Doch von einer Trendumkehr will vorerst niemand sprechen. Im Gegenteil: Die Börsianer sind zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen erneut Höchststände erreicht werden können.

Der Wiener ATX büßte am Freitag rund ein halbes Prozent ein. OMV und Post waren mit einem Kursverlust von rund drei Prozent die größten Verlierer im Wiener Börsenbarometer. Andererseits konnte die Aktie von Bwin, die innerhalb einer Woche rund 30 Prozent ihres Werts verloren hat, wieder dazugewinnen. Die Aktie legte drei Prozent zu. Europaweit standen vor allem spanische Banken im Interesse der Anleger. Es gibt Gerüchte, wonach es in der spanischen Bankenwelt zu einer Großfusion zwischen Santander und BBVA kommen soll.

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=e&ressort=fk&i…
Spanische News zu den Fusionsgedanken, die wahrscheinlicher sind, als eine Übernahme von BBVA durch Santander...... das wäre schon ein Riese ;)

ANÁLISIS- Fusión SCH y BBVA sólo sería factible por mutuo acuerdo
Fecha: 6/10/2006 Fuente: AFX

MADRID (AFX-España) - Analistas consultados en AFX News consideran que una fusión de Banco Santander Central Hispano SA y Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA sólo sería factible mediante acuerdo mutuo entre entidades.

Hoy en los mercados financieros se especulaba con la posibilidad de que SCH vendiera Banesto para financiar una opa sobre BBVA.

'Yo no lo veo (la compra de BBVA por SCH). Lo único posible sería una fusión entre entidades', indicó un analista de Caja Madrid Bolsa.

Otro analista indica que desde un punto de vista financiero el SCH podría llevar a cabo la compra del gigante vasco sin deshacerse de demasiados activos.

'Era de esperar (que se lanzaría una operación de este calado). En toda Europa se están produciendo un proceso de fusiones', declara.

Respecto al precio que debería pagarse por una acción del BBVA, Caja Madrid Bolsa indicó que sería en torno a los 27-28 euros.

'Los inversores y especuladores saben que el precio está sostenido y que el potencial de ganancia es muy alto, de hasta el 22%'.

JP Morgan indica que podrían pagarse hasta 23 euros por acción, un 20% por encima del precio de cierre de ayer, para alcanzar un aceptable ROIC (rentabilidad sobre el capital invertido) del 9% en 2008.

El precio en bolsa de BBVA alcanzaría los 65.000 millones de euros, según la misma firma.

BBVA sería una entidad 'ideal' para SCH, según analistas, ya que alcanzaría unas cuotas en los mercados español y latinoamericano de hasta el 20%.

En relación al Banesto, que teniendo en cuenta los máximos alcanzados hoy en su cotización tendría un valor de unos 12.000 millones, un broker destaca que la red de oficinas del banco en España lo convierten en una entidad atractiva para sociedades extranjeras.

'SCH no tendría ningún problema para venderlo', indicó.

afxmadrid@afxnews.com
WirtschaftsWoche - Unternehmen
Spaniens begehrte Unternehmen
Dienstag 3. Oktober 2006, 06:05 Uhr

Warum spanische Unternehmen wie der von E.On umworbene Versorger Endesa so begehrt sind – und global eine immer wichtigere Rolle spielen.

Der kleine Mann mit den funkelnden blauen Augen und dem braungebrannten faltigen Gesicht streckt stolz die Brust nach vorn. „Wir sind, was unsere Rentabilität betrifft, schon heute eine der besten Banken der Welt.“ Emilio Botín ist größter Einzelaktionär und Präsident der Banco Santander. Er tritt im unternehmenseigenen Gebäudekomplex Santander City am Stadtrand von Madrid immer dann vor die Presse, wenn alles so rund läuft wie jetzt im Sommer: Im ersten Halbjahr 2006 erwirtschaftete Spaniens größte Bank 3,2 Milliarden Euro Gewinn, 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Botín trägt an einem solchen Tag häufig eine glänzend rote Seidenkrawatte, Anzeige

passend zum Firmenlogo. Mit geradem Rücken steht er am Rednerpult. Der wegen seiner autoritären Art umstrittene Patriarch (PRRH.OB - Nachrichten) darf stolz sein auf sein Lebenswerk. In 20 Jahren hat er aus einer Regional- eine international bedeutsame Bank gemacht, die zwar immer noch ihren Schwerpunkt im spanischen Sprachraum hat, aber auch im übrigen Europa zunehmend Fuß fasst. Geholfen hat ihm dabei zuletzt der Kauf der britischen Hypothekenbank Abbey National. In Deutschland ist die Tochtergesellschaft Santander Consumer, die aus der 1987 erworbenen Mönchengladbacher CC-Bank hervorging, seit Langem führend auf dem Markt für Konsumentenkredite. Aber das reicht dem leidenschaftlichen Golfspieler und Jäger noch nicht: Es wird gemunkelt, er wolle den heimischen Wettbewerber BBVA übernehmen und damit endlich zu den großen angelsächsischen und Schweizer Geldhäusern aufschließen.

Botíns einzigartige Erfolgsgeschichte und seine Ambitionen sind kennzeichnend für einen drastischen Mentalitätswandel in den spanischen Konzernen und deren Topmanager: Sie sind dabei, in möglichst kurzer Zeit an die Weltspitze zu streben. Zugleich werden die Unternehmen für Ausländer immer interessanter. Der spanische Energieriese Endesa ist dem Essener Konkurrenten E.On inzwischen so wichtig, dass Konzernchef Wulf Bernotat in der zurückliegenden Woche sein bisheriges Angebot für den Madrider Versorger um knapp zehn Milliarden Euro auf 37 Milliarden Euro aufstockte.

Den Aufstieg verdanken die spanischen Firmen mehreren Gründen. Genährt vom langjährigen Wirtschaftswachstum in der Heimat, verfügen sie über volle Kriegskassen. Die Entscheidungswege sind kürzer als bei vielen Wettbewerbern. Und viele wurden in der Boomregion Lateinamerikabereits Marktführer. Die Erfahrung hilft nun bei der weiteren Expansion.

Zu den spanischen Vorzeigemanagern gehört der 61-jährige . Er sanierte von 2000 bis 2004 das ehemals staatliche Telekomunternehmen Telefónica, das sich durch den Erwerb von UMTS-Lizenzen und Medienunternehmen hoch verschuldet hatte, strich am spanischen Firmensitz gegen den Widerstand der Gewerkschaften 15 000 Stellen und legte konsequent Bereiche zusammen. Als die Kasse wieder voll war, ging er europaweit auf Einkaufstour. Nach China Telecom und China Mobile (0941.HK - Nachrichten) ist Telefónica (Madrid: TEF.MC - Nachrichten) , gemessen an der Kundenzahl, inzwischen die drittgrößte Telefongesellschaft der Welt. In den Chefetagen der Konzernzentrale an der Madrider Einkaufsstraße Gran Vía ist immer häufiger Englisch zu hören. Die Reisen Aliertas nach Deutschland und Großbritannien häufen sich.

Auch andere Konzerne Spaniens trumpfen außerhalb der Landesgrenzen auf. Das in Madrid ansässige Immobilienunternehmen Metrovacesa verleibte sich im vergangenen Jahr den französischen Konkurrenten Gecina ein und wurde damit die Nummer eins in Kontinentaleuropa nach Börsenwert. Das börsennotierte Familienunternehmen Ferrovial kaufte im Juni für mehr als zehn Milliarden Euro den britischen Flughafenbetreiber BAA und avancierte damit zur Nummer eins der Branche. Und der galizische Konzern Inditex, Mutter der Modekette Zara, überholte im vergangenen Jahr beim Umsatz den schwedischen Konkurrenten H&M und rückte auf Platz zwei des weltweiten Branchenrankings. Nur das US-Unternehmen Gap ist noch größer.

Wie für Inditex (Madrid: ITX.MC - Nachrichten) und Telefónica wird auch für andere spanische Unternehmen das Abschneiden vor allem auf dem deutschen Markt zum wichtigen Erfolgsmaßstab. „Früher bewunderten die Spanier die Deutschen für ihre effiziente Unternehmensführung, hatten fast Hemmungen vor ihnen. Jetzt stürzen sich die großen Konzerne voll in den internationalen Wettbewerb und überholen die Deutschen vielerorts“, sagt Rosario Silva, Strategieexpertin an der spanischen Managementschule Instituto de Empresa (IE). Dabei konzentrieren sich die Südländer nicht auf High Tech, sondern auf klassische Bereiche wie Bau und Dienstleistungen, zum Beispiel Immobilien, Handel und Banken. Während die Spanier bei Innovation und Forschung innerhalb der EU das Schlusslicht bilden, drängen sie bei den Dienstleistungen an die Spitze.

Geholfen haben dabei nicht zuletzt die weltweit anerkannten spanischen Managementschulen wie Esade, IE und Iese. Die dortigen Abschlüsse als Master of Business and Administration (MBA) liegen im internationalen Vergleich ganz weit vorne und rangieren oft sogar vor angelsächsischen Schulen. Viele Führungskräfte haben sich auf den Kaderschmieden im Schnellkurs auf die Globalisierung vorbereitet und gelernt, wie sie ihr Unternehmen langfristig rentabel machen können.

Zu den ausgefalleneren Vorzeigeunternehmen der Iberischen Halbinsel gehört die weltweit größte Industriegenossenschaft MCC, die ihren Sitz im baskischen Mondragón hat. Die Genossen haben auch Niederlassungen in Deutschland und beliefern die ganze Welt mit Haushaltsgeräten, Luxusbussen und Kfz-Zubehör. In China, wo die Unternehmensorganisation auf besonders großes Interesse stößt, betreibt MCC bereits ein Joint Venture mit lokalen Firmen. Wie viele andere spanische Konzerne besticht MCC durch eine im Branchenvergleich hohe Rentabilität. Die Finanzinstitute Banco Popular und BBVA (Madrid: BBVA.MC - Nachrichten) sind sogar weltweit führend. BBVA etwa schafft eine Eigenkapitalrendite von 36 Prozent. „Das haben sie erreicht, weil sie auch in guten Zeiten Personal abgebaut und Ballast abgeworfen haben“, sagt der in Spanien ansässige deutsche Wirtschaftsrechtsanwalt Karl Lincke.

Die Folgen bekommt so manches deutsche Unternehmen zu spüren. Telefónica hat die Deutsche Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) schon lange beim Börsenwert überholt. Und das, obwohl die Spanier im ersten Halbjahr dieses Jahres noch fünf Milliarden Euro weniger Umsatz als die Deutschen mit ihren 30 Milliarden Euro machten. Das spanische Bauunternehmen ACS, dessen ehrgeiziger Präsident Florentino Pérez das Geschäft von Real Madrid neu ordnete und dem Starfußballclub aus der Schuldenmisere half, eilte beim Marktwert bereits vor geraumer Zeit an den deutschen Konkurrenten Hochtief und Bilfinger Berger vorbei auf Platz drei des europäischen Branchenrankings. Und die Banco Santander wurde schon öfters als Käufer der inzwischen kleineren Deutschen Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) gehandelt. Das Geldhaus aus dem Norden Spaniens ist inzwischen 77 Milliarden Euro wert, 28 Milliarden Euro mehr als der Wettbewerber Deutsche Bank. Auch beim Nettogewinn erreicht die Deutsche Bank im ersten Halbjahr 2006 nicht das Ergebnis der Banco Santander.

Der Chef der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in Spanien, Juan Miguel López, führt einen Teil dieser Erfolge auf die schnellen Entscheidungswege zurück: „In Spanien werden Unternehmen noch stark von einer Führungspersönlichkeit geleitet. Entscheidungen können so schneller getroffen werden.“ Betriebsräte seien schwächer als in Deutschland. Einen Aufsichtsrat, der sich wie hier aus Vertretern der Anteilseigner und teilweise aus Arbeitnehmervertretern zusammensetzt, existiert nicht. Stattdessen gibt es in Spanien einen Verwaltungsrat, der aus Anteilseignern und unabhängigen Mitgliedern besteht, die meist geschlossen hinter den Entscheidungen des Präsidenten oder CEO stehen. Und die Hierarchie ist steil, entschieden wird ganz oben. „Da wird nicht lange diskutiert. In Deutschland muss man sich dagegen für eine Entscheidung oft 23-mal beratschlagen, bevor etwas passiert. Da geht Flexibilität verloren“, sagt LBBW-Statthalter López.

Den großen Schwung holen sich Spaniens verbrauchernahe Unternehmen allerdings aus der eigenen boomenden Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt wächst dank einer blühenden Baukonjunktur und einem starken Binnenkonsum seit zehn Jahren um rund drei Prozent pro Jahr. Der Konsumrausch ist so groß, dass Ikea in Madrid nun täglich bis 23 Uhr geöffnet hat, um die enormen Käufermengen zu bewältigen. Die seit Langem anhaltende Freude am Genuss hat auch der spanischen Kaufhauskette El Corte Inglés dazu verholfen, mit einem jährlichen Umsatz in Höhe von fast 16 Milliarden Euro einer der größten Anbieter der Branche zu werden. Das Luxuswarenhaus ist auch außerhalb Spaniens zu einer Marke geworden. Deutsche Spanienurlauber mögen die Markenvielfalt und Weitläufigkeit. „Wir sammeln die grünen Einkaufstüten und wickeln darin Geschenke ein“, erzählt Luis Castro, Politikchef in der mexikanischen Botschaft in Madrid.

Die Summen, die spanische Großunternehmen seit einiger Zeit in die internationale Expansion stecken, sind gewaltig. Seit 1993 gaben sie 220 Milliarden Euro für Zukäufe und neue Filialen im Ausland aus. In den Achtziger- und Neunzigerjahren trauten sich insbesondere die Banken und die großen Versorger Endesa und Iberdrola (Madrid: IBE.MC - Nachrichten) zunächst nur in Länder, in denen Spanisch gesprochen wird. Dazu gehörten Mexiko, Chile, Argentinien, Peru und Venezuela. Auch in Brasilien, wo portugiesisch gesprochen wird, schlugen die Spanier zu. „Es sind alles Latino-Länder, die im demokratischen Umbruch standen und wo es für Spanier leicht war, eine De-facto-Monopolsituation zu erlangen. Diese Märkte waren wie eine Spielwiese, wo in kurzer Zeit sehr viel Geld gemacht werden konnte“, sagt Gabriel Aldamiz-echevarria, Teilhaber des Internetunternehmens Musicstrands, das seine ersten Auslandserfahrungen ebenfalls in Lateinamerika sammelte.

Das Know-how macht auch den Versorger Endesa für den deutschen Wettbewerber E.On so wertvoll. Konzernchef Bernotat gibt offen zu, dass das Endesa (Madrid: ELE.MC - Nachrichten) -Geschäft in Lateinamerika ein Juwel für E.On darstellt: „Wir schlagen damit eine Brücke in einen Markt, den wir nicht kennen.“ Bernotat sieht sich der Übernahme nah, nachdem Madrid Mitte September Zustimmung signalisiert hat. Dass der spanische Baukonzern und Energiedienstleister Acciona in der zurückliegenden Woche für 3,4 Milliarden Euro zehn Prozent an Endesa erworben hat und die Beteiligung aufzustocken gedenkt, tut den E.On-Bemühungen keinen Abbruch. Bernotat hatte wiederholt erklärt, er könne sich auch einen Einstieg mit knapp über 50 Prozent vorstellen.

Umgekehrt müssen so manche spanische Unternehmen noch an ihrem Ruf feilen, um zwischen Rhein und Oder weiter Fuß zu fassen. „Spaniens Image muss sich ändern. Viele Deutsche denken immer noch, dass unser Land nur mit Urlaub, Oliven und Stränden zu tun hat“, beklagt der spanische Unternehmer und ehemalige Telefónica-Geschäftsführer Ignacio de Benito, der lange in Deutschland gelebt hat.


Und das sind noch die positiven Urteile, die Ausländer über Spanien hegen. Viele denken auch an Chaos, Korruption, verspätete Meetings, zu lange Mittagspausen und geringe Produktivität. Tatsächlich arbeiten die Spanien gemessen an den Lohnstückkosten nach wie vor viel weniger produktiv als nordeuropäische Länder. Die Volkswirtschaft leidet deswegen enorm unter der Abwanderung ausländischer Unternehmen in Billiglohnländer sowie unter der geringen Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Firmen. Das Außenhandelsdefizit wächst seit Jahren.

Dass die Produktivität stagniert und in einigen Branchen sogar zurückgeht, liegt unter anderem daran, dass selbst erfolgreiche Unternehmen technologisch wenig innovativ sind. Kaum ein Land in der EU meldet so wenig Patente an wie Spanien. „Innovativ sind sie eher bei neuen Geschäftsmodellen, Kostensenkung, der Anwendung von IT-Systemen und der Nutzung von Synergien bei Zukäufen“, sagt Pablo Fernández Silva, Strategieexperte bei der spanischen Managementschule Iese. So haben die Banken ihr Filialsystem voll automatisiert und kommen oft mit zwei Mitarbeitern pro Niederlassung aus, die nur Bankprodukte verkaufen. Abbuchungen, Überweisungen und Einzahlungen tätigen die Kunden am Geldautomaten.

Die Zara-Konzernmutter Inditex zeigt exemplarisch, was innovacion hecho en Espagna bedeutet. Das Unternehmen habe das Gefühl für Mode neu definiert und die Logistik im Textilsektor durch das System „Produktion und Lieferung auf Nachfrage“ völlig revolutioniert, sagt Silva vom IE. Auf diese Weise könnten die Läden ihr kleines Standardsortiment schnell umschlagen und innerhalb von drei Wochen komplett andere Ware in die Geschäfte bringen. „Die Banken, Bauunternehmen und selbst Telefónica trumpfen dagegen primär durch sehr effizientes Management und Schnelligkeit beim Aufspüren von Trends auf.“

Der deutsche Otto-Normal-Manager und -Verbraucher bemerkt die Offensive der spanischen Unternehmen nur langsam. Die Zahl der MBA-Interessenten, die es auf die spanischen Topschulen treibt, wächst zwar. Geholfen hat dies dem Bekanntheitsgrad spanischer Unternehmen in Deutschland, abgesehen von Endesa, Santander (Madrid: SAN.MC - Nachrichten) und Zara, aber kaum. Das könnte auch daran liegen, dass viele Topmanager wie Banker Botín schlecht Englisch sprechen und sich in der internationalen Wirtschaftsszene, bei Seminaren oder Foren unter anderem deswegen nicht häufig sehen lassen.

Zudem sind Spaniens Topmanager im Beruf meist wenig kommunikativ. Kaum jemand aus den Führungsetagen gibt Interviews. Egal, ob Banco-Santander-Chef Botín oder Zara-Gründer Amancia Ortega, sie alle meiden Journalisten und die Öffentlichkeit. Die Firmenzentrale der Zara-Mutter Inditex im idyllischen Arteixo gleicht einer Festung. Präsident Ortega geht zwar zum Mittagstisch in die Kantine, setzt aber selten einen Fuß außerhalb des Firmengeländes. „Ich möchte unerkannt bleiben und meine Ruhe haben“, pflegt er zu sagen.

Auch Rafael del Pino, der Präsident des Baukonzerns Ferrovial, oder sein Branchenkollege, der ACS (Madrid: ACS.MC - Nachrichten) -Präsident Florentino Pérez, stehen für Kontakte mit der Presse nicht zur Verfügung. Selbst dann nicht, wenn Pérez, wie gerade geschehen, den ganzen Energiesektor des Landes neu ordnet: Erst kaufte er 35 Prozent an dem drittgrößten spanischen Versorger Unión Fenosa, dann zehn Prozent der Nummer zwei Iberdrola, und jetzt will er beide fusionieren.

Welche Folgen die Medienphobie für die Marke haben kann, zeigt Isak Andic, Gründer der erfolgreichen spanischen Modekette Mango. Von dem türkischstämmigen, in Barcelona lebenden Unternehmer gibt es kaum Fotos. Er ist so unbekannt, dass Mango in Deutschland, wo es fast an jeder Ecke einen Franchiseladen gibt, als heimische Marke empfunden wird.

So kommt es, dass die spanischen Wirtschaftsführer kaum in den Medien auftauchen – auch ihr Alter nicht. Denn das hat im Unternehmensalltag offenbar keine Bedeutung. „Ruhestand kennt hier niemand“, sagt Carlos Salas, Chefredakteur der spanischen Wirtschaftszeitung „El Economista“. Inditex-Chef Ortega ist bereits 70 Jahre alt und denkt überhaupt nicht ans Aufhören. Er schaut im galizischen Firmensitz immer noch gerne den jungen Designerinnen über die Schulter, gibt ihnen neue Anregungen. Banco-Santander-Chef Botín ist sogar zwei Jahre älter und denkt noch viel weniger an den Rückzug – auch wenn seine 46-jährige Tochter Ana Patricia gern die Thronfolge antreten würde.

Dagegen fühlt sich Telefónica-Lenker Alierta mit seinen 61 Jahren noch richtig jung. Er muss zwar nach den Unternehmensstatuten in vier Jahren aufhören. Aber niemand in der Branche rechnet damit, dass der kinder- und damit auch enkellose Manager die Macht aus der Hand geben wird. Er selbst sagt nur: „Mal schauen.“
Santander und die deutsche CC Bank aus Mönchen Gladbach

1957:
Der Kaufmann Curt Briechle aus Mönchengladbach gründet die „Curt Briechle KG Absatzfinanzierung“. Damit hat jedermann die Möglichkeit, ein eigenes Auto zu finanzieren. Zwei Jahre später verfügt das Unternehmen bereits über Zweigstellen in zehn Städten.

1968:
Das Unternehmen wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt; der Name lautet nun „Bankhaus Centrale Credit AG“. Die Bank wendet sich jetzt verstärkt einem weiteren starken Wachstumsmarkt zu: dem Konsumgüter-Markt. Nach dem Wirtschaftswunder träumen die Menschen nicht mehr nur von Autos, sondern auch von Waschmaschinen, Möbeln und anderen Dingen.

1987:
Das nun als „CC-Bank AG“ firmierende Unternehmen wird von der Santander Central Hispano übernommen, der größten Bank Spaniens.

Im selben Jahr gibt die Bank als erstes deutsches Kreditinstitut eine eigene Visa-Kreditkarte heraus.

1988:
Die Royal Bank of Scotland erwirbt 50 % der CC-Bank-Aktien von der Santander Central Hispano.

Mit dem „CC-Abrufkonto“ läutet die Bank das Telefon-Banking ein. Zum ersten Mal kann über ein Anlagekonto Tag und Nacht an sieben Tage in der Woche verfügt werden – einfach per Telefon.

1992:
Die beiden Aktionäre der Bank gründen 1992 die CC-Holding und legen damit den Grundstein für die Internationalisierung der Gruppe.

1995:
Die Bank finanziert als erstes Geldinstitut Zahnersatz und im Folgejahr auch Urlaubsreisen in Zusammenarbeit mit Anbietern aus diesen Branchen.

Außerdem geht das TeleCenter an den Start; seither können Kunden der sämtliche Bankgeschäfte rund um die Uhr erledigen.

1996:
Die Santander Central Hispano kauft die veräußerten Aktien von der Royal Bank of Scotland zurück und wird damit alleinige Aktionärin. Es folgen Neugründungen bzw. Beteiligungserwerbe in den Ländern Tschechien, Ungarn, Italien, Polen und Österreich.

2002:
Das Institut fusioniert mit der AKB Privat- und Handelsbank und wird damit der größte herstellerunabhängige Fahrzeugfinanzierer in Deutschland.

In Sachen Service geht die Bank mit der Zeit: Ab sofort ist auch Internet-Banking im Angebot – Banking per Mausklick, bequem vom heimischen PC aus.

2003:
Die Santander Direkt Bank AG, Frankfurt, wird mit dem Institut verschmolzen.

Die CC-Holding GmbH überträgt die Beteiligung an der CC-Bank AG auf die Santander Consumer Finance Germany GmbH, Mönchengladbach. Mit Wirkung vom 1. Januar 2004 wird ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Santander Consumer Finance Germany GmbH und der CC-Bank abgeschlossen.

2005:
Anfang März feierte das Institut den ersten Spatenstich seines Neubaus an der Karmannsstraße in Mönchengladbach. Das Richtfest folgte Ende November. Auf 13.400 Quadratmetern Büronutzfläche entstehen rund 1.200 Arbeitsplätze. Die gesamte Baumaßnahme wird voraussichtlich im Oktober 2006 abgeschlossen sein. Das gesamte Investitionsvolumen für den Neubau beläuft sich auf 65 Millionen Euro.

Besuchen Sie uns direkt auf der Baustelle und machen Sie sich ein Bild vom Baufortschritt.
Die Bilder auf der Seite werden stündlich aktualisiert.

2006:
Mit dem neuen Namen "Santander Consumer Bank AG" bringt die Bank ihre Verbundenheit mit der spanischen Mutter Grupo Santander noch stärker zum Ausdruck. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte im September 2006.

Heute:
Fast 50 Jahre nach ihrer Gründung ist aus der Bank für Absatzfinanzierung längst ein Allfinanz-Anbieter mit lückenlosem Produktportfolio geworden. Die Kundenforderungen der Santander Consumer Bank übersteigen inzwischen eine Gesamtsumme von 12,9 Mrd. Euro.

Vision:
Grupo Santander, die führende Finanzgruppe in der Eurozone und eine der bedeutendsten Banken weltweit, will weiter wachsen. Dabei ist das Konsumentenkreditgeschäft, zusammengefasst unter dem Marken-Dach „Santander Consumer“, ein wichtiger Baustein. Wichtigster Stützpfeiler dieses Geschäftsbereichs ist die Santander Consumer Bank.
Europ. Aktienmärkte schlossen gut behauptet

09.10.2006
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Freitag gut behauptet, so die Analysten der SEB in ihrem aktuellen "AnlageFlash".

Während der DJ EURO STOXX 50 unverändert bei 3.940 Punkten geschlossen habe, habe der DAX 11 Punkte auf 6.086 Zähler (+11) zulegen können. Per Saldo habe es fundamental nichts Neues gegeben, dafür seien weitere Übernahmegerüchte initiiert worden. Anhaltende Spekulationen bei den Börsenbetreibern hätten bei deren Aktien für Kursauftrieb gesorgt, z.B. bei Deutscher Börse (+1,9%).

"Alte" Gerüchte um die CME seien wieder einmal ins Spiel gebracht worden. ThyssenKrupp (+2,5%) hätten erneut von den neuesten Konsolidierungsgerüchten im Stahlsektor profitiert. MAN hätten sich um 2,8% erholt. Die Konsolidierungsfantasie reiche derzeit sehr weit. Sie mache selbst vor der spanischen BBVA (+0,5%) nicht halt, nachdem Analysten von J.P. Morgan die spanische Nummer Zwei zu einem "attraktiven Akquisitionskandidaten" gekürt hätten. Santander seien mit einem Aufschlag von 1,7% gefolgt.

Zu Gewinnmitnahmen sei es z.B. bei Bayer (-1,4%) und erneut bei E.ON (-0,6%) gekommen. Schwach am Markt hätten auch Telekom- und Technologiewerte gelegen, z.B. Telecom Italia (-0,9%) und Alcatel (-2,3%). Heute würden Produktionszahlen für Deutschland bekannt gegeben. Beim DAX hätten heute Morgen Gewinnmitnahmen eingesetzt. (09.10.2006/ac/a/m)
Banco Santander Central Hispano (BSCH) ist nach der Fusion mit Central Hispanoamericano 1999 die größte Universalbank Spaniens. Kernbereiche sind das Retailbanking, Asset Management & Private Banking (inkl. Versicherungen), das globale Großkunden-Banking und Online Financial Services.

Als, nach ihrem Börsenwert, größtes Unternehmen in Spanien und zudem die größte Bank der Eurozone. Weltweit sind sie das neuntgrößte Kreditinstitut. Die Gruppe hat mehr als 63 Mio. Kunden, über 2,6 Mio. Aktionäre und 10.000 Zweigstellen in mehr als 40 Ländern. In Deutschland ist Banco Santander Central Hispano (BSCH) mit der 100%-igen Tochter Santander Consumer Bank AG vertreten, die sich auf Absatzfinanzierung von Kraftfahrzeugen und Konsumgütern spezialisiert hat

Emilio Botin, Santander Präsident und größter Einzelaktionär
Die Liste den 17 wichtigsten Übernahmeziele in Spanien der Deutschen Bank, bevor das neue Gesetz zu den OPA´s in Spanien kommt. Das wird Teilübernahmen erschweren und schon ab 30% (füher 50%) ein komplettes Übernahmeangeot erfordern. ...das werden noch ein paar heiße Monate.

Nueva Ley de OPAs abre el camino a 17 ofertas parciales en nuestro mercado antes de fin de año@Eduardo Segovia

Lunes, 25 de septiembre de 2006

Si no habían tenido suficientes emociones fuertes con el culebrón de Metrovacesa, agárrense que esto puede no haber hecho más que empezar. Como si el mercado español no estuviera ya suficientemente caliente por los posibles movimientos corporativos –como Metrovacesa, Endesa, Fenosa o Iberdrola, por poner sólo los ejemplos más recientes-, ahora llega otro motivo más para disparar a la estratosfera las cotizaciones: la reforma de la Ley de OPAs.

Se espera que esta reforma entre en vigor a fin de año y su efecto puede ser demoledor, ya que puede precipitar una avalancha de ofertas parciales en los próximos meses. El motivo es que la nueva Ley va a eliminar las OPAs parciales, después del abuso que se ha hecho de ellas en nuestro mercado (véase de nuevo el caso de Metrovacesa). Sólo van a quedar las OPAs totales, que serán obligatorias cuando un accionista rebase el 30% del capital, no el 50% como hasta ahora.

¿Esto qué significa? Que aquellos accionistas que quieren aumentar su participación por encima del 25% pero sin alcanzar el 50% en una empresa cotizada se están quedando sin tiempo para hacerlo. Este aumento puede obedecer tanto al deseo de tomar posiciones de control o bien a todo lo contrario, es decir, al reforzamiento de las posiciones de los actuales accionistas para defenderse de posibles ataques hostiles.

¿Y qué empresas están en esta situación? Pues 17, nada menos, y sin contar con los valores pequeños. Deutsche Bank ha elaborado una lista de compañías españolas que pueden ser objeto de una OPA antes de que cambie la Ley, que engloba a aquellas que presentan alguna de estas tres características: un elevado free float, una batalla entre accionistas para aumentar sus participaciones, o un accionista de control que quiere blindarse contra OPAs de terceros.

Una lista con sorpresas

Los principales nombres que se encuentran en uno de estos casos son Bankinter, Popular y Sabadell en banca; Iberdrola y Fenosa en eléctricas; Repsol en petróleo; ACS en construcción; Altadis y Ebro Puleva en alimentación; NH e Iberia en turismo; Gamesa, Ence y Acerinox en industria; Abertis en infraestructuras; Logista en transportes; e Indra en tecnología.

Algunos de estos nombres se encuentran entre las claras apuestas actuales del mercado: Iberdrola, Fenosa, NH e Iberia son los más claros. Otros han sido objeto de rumores tradicionalmente, aunque se han enfriado últimamente, como Bankinter, Repsol, Altadis, Ebro Puleva, Gamesa o Indra.


Sin embargo, otros resultan francamente sorprendentes. Por ejemplo, Abertis o Sabadell, dos firmas con una clara etiqueta de compradoras –la primera está enfrascada en la fusión con Autostrade y la segunda acaba de adquirir el Urquijo-. No obstante, sí cumplen las condiciones para ser objeto de una OPA de aquí a fin de año. En Abertis, La Caixa (23,8% del capital) o ACS (24,8%) podrían intentar aumentar su participación sin rebasar el 50%, a la espera de la dilución que supondrá la integración de Autostrade, si finalmente se produce. Y en Sabadell, también La Caixa podría lanzar una OPA parcial para consolidar un control que ejerce actualmente con el 14,75% del capital.

Pero lo más llamativo es la posibilidad de que los March lancen una OPA en las dos sociedades en las que poseen algo más del 20%: ACS y Acerinox. En ambos casos, se encuentran con socios que, aunque están lejos de esos porcentajes, pueden llegar a suponer una amenaza en el futuro: los Albertos en la constructora, y Alicia Koplowitz y Nishin Steel en la acerera. Precisamente, la semana pasada los famosos primos elevaron su participación en ACS hasta el 12%, y Florentino Pérez ha aumentado la suya en los últimos meses hasta el 9,53%, lo que incrementa la presión sobre los March.
 Durchsuchen


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben