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Renk AG - Übernahme- und Abfindungskandidat mit Kurspotential


ISIN: DE0007850000 | WKN: 785000 | Symbol: ZAR
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13.12.19
Stuttgart
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Während MAN, Scania und VW im LKW-Poker die Messer wetzen, liegt es nahe, sich hinsichtlich möglicher künftiger Entwicklungen weitergehende Gedanken zu machen.

In der einschlägigen Wirtschaftspresse sind bereits verschiedene Szenarien durchgespielt worden (feindliche Übernahme von Scania durch MAN und umgekehrt, Übernahme von MAN durch VW mit anschließender Zerschlagung von MAN und Zusammenlegung der LKW-Sparten von VW und Scania usw.), deren Einzelheiten man an dieser Stelle nicht wiederholen muss.

Welche Konstellation auch immer realisiert werden wird, die Wahrscheinlichkeit, dass MAN sich von Randaktivitäten und Tochtergesellschaften trennen werden wird/muss, ist sehr groß (sei es zur Finanzierung weiterer Scania-Aktienpakete, sei es im Rahmen einer Zerschlagung des Konzerns).

Zu den besonders werthaltigen Tochtergesellschaften gehört die Renk AG, die vier Geschäftseinheiten umfasst: Fahrzeuggetriebe (Weltmarktführer bei Kettenfahzeuggetrieben), Antriebselemente, Sonderantriebstechnik (insbesondere leistungsstarke Schiffsgetriebe) und allgemeine Antriebstechnik (Einzelheiten zu den Geschäftsfeldern unter http://www.renk.de).

Die Renk AG (bzw. der Renk-Teilkonzern) befindet sich seit einigen Jahren auf einem eindrucksvollem Wachstumskurs. Für das laufende Geschäftsjahr ist ein Umsatz in Höhe von ca. 350 Mio. € in Aussicht gestellt, die EBIT-Marge soll um die 10 % betragen. Daraus lassen sich ein EBT von 32 Mio. € und ein EAT von 19,6 Mio. € ableiten.

Im Konzernabschluss nicht konsolidiert ist die ausgegliederte Renk Test System GmbH, die im Jahr 2005 einen Umsatz von 12 Mio. € und ein EBIT von 1,2 Mio. € erzielt hat. Unter Berücksichtigung der Renk Test System GmbH dürfte das Ergebnis nach Steuern im laufenden Geschäftsjahr sogar über 20 Mio. € liegen.

Daraus leitet sich für 2006 ein Gewinn je Aktie in Höhe von ca. 3 € ab (2005: 2,19 €, 2004: 1,67 €). Das KGV für 2006 dürfte somit zwischen 12 und 12,5 liegen (6.8 Mio. Aktien im Umlauf).

Der Auftragsbestand lag zum 30.6.06 mit 630 Mio. € auf historischen Höchstniveau, wobei die Kapazitäten im Groß- und Fahrzeuggetriebebau bis über das Jahr 2007 hinaus ausgebucht sind.

Die Bilanz des Renk-Teilkonzerns sieht sehr gesund aus (Nettofinanzguthaben betrug zum 31.12.05 über 36,4 Mio. €, d.h. 5,4 € je Aktie, konservative Bilanzierung mit großzügig berechneten Rückstellungen für etwaige Gewährleistungen usw.).

Jahr für Jahr werden hohe freie Mittelzuflüsse generiert (2004: 18,9 Mio. €, 2005: 13,3 Mio. €).

Die Dividende betrug in den vergangenen Jahren 1,20 € je Aktie. Angesichts der ausgezeichneten Geschäftsentwicklung und des erhöhten Finanzbedarfs der Muttergesellschaft erscheint eine Erhöhung der Dividendenzahlung realistisch. Die Dividendenrendite dürfte auf derzeitigem Kursniveau somit zwischen 3,25 und 4 % liegen.

Aktionärsstruktur: 76 % des Aktienkapitals befindet sich in Besitz der MAN AG, 2,86 % in eigenem Besitz, der Rest ist Streubesitz. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist H. Samuelsson.

Angesichts der beschriebenen Umstände erscheinen Renk-Aktien derzeit recht aussichtsreich. Das Unternehmen gehört nicht zum Kerngeschäft des MAN-Konzerns, ist auf verschiedenen Wachstumsfeldern Weltmarktführer und sowohl für Finanzinvestoren (Zerschlagung von Renk) als auch für Branchenspezialisten (Rüstungsunternehmen, Unternehmen aus der Windenergie-Branche, Schiffsbauer usw.) sehr lukrativ.

Sollte es zu einem Verkauf/einer Übernahme kommen, sollten Abfindungskurse von 50 € plus x realistisch sein.
Schöne Kursentwicklung bei Renk: + 2,1 % bei hohen Umsätzen.
liegt an einer Empfehlung des Trend Trader.

schreiben nahezu das gleiche wie du in #1
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.666.712 von rotwein am 16.10.06 20:44:25"Trend Trader" - was ist das für ein Publikationsorgan? Hat die Redaktion auch meine Gewinnschätzung im Detail übernommen?
zum sehr guten Geschäftsverlauf bei Renk kommt jetzt auch noch so wie es aussieht ein außerordentlicher Ertrag:

(openPR) - Das französische Unternehmen Masson-Marine für industriell genutzte Schiffstechnik ist wieder unabhängig und positioniert sich neu

Zu den bisherigen Anteilseignern von Masson gehörten Industrieunternehmen wie die französiche Firma Pont à Mousson und das deutsche Unternehmen Renk, das zur MAN-Gruppe gehört. Verbunden bleibt Masson der ZF-Gruppe. Das nun auch eigenständige Management des Zulieferers plant im Zuge der geschäftlichen Neuausrichtung den Aufbau einer eigenen Vertriebseinheit für Verkauf und Service.

Seit fast einhundert Jahren erfindet, baut und vermarktet das Traditionsunternehmen Antriebssysteme für Fischerboote, Schleppboote, Küstenseefahrzeuge, Tanker, Frachtschiffe, Lastkähne, Bagger und andere industriell genutzte Boote. Langjährige Erfahrung und hohes Know-how verschaffen Masson-Marine eine Nischenstellung. Auf dem internationalen Markt werden Lieferzeiten zunehmend länger während die Nachfrage durch Schiffseigner, Motorenhersteller und Werften zunimmt. Das französische Unternehmen liefert dagegen die Produkte seines Programms innerhalb von vier Monaten; Spezialgetriebe und Prototypen stellt die Firma in weniger als sechs Monaten fertig.

Masson führte auf dem Gebiet der Schiffstechnik zahlreiche Neuentwicklungen ein. Dazu gehört der leistungsstarke Kraftaufnehmer mit mehreren Ausgängen sowie in das Getriebe integrierte oder außen angebrachte Propellerbremsen, Getriebe mit zwei Eingängen und einem Ausgang und Anpassungen für Verstellpropeller. Masson-Marine will diesen Pioniergeist fortführen. Hinzu kommt der internationale Ruf des Unternehmens: Die Produkte von Masson-Marine gelten seit jeher als solide und zuverlässig. Weltweit hat die Firma mehr als 26.000 Getriebesysteme verkauft.

Masson-Marine entwickelt ihre Produkte gemäß der spezifischen Endanwendung. Der integrierte Produktionsablauf gewährleistet eine optimale Anpassung. In den nächsten Monaten bringt der Schiffsspezialist Antriebspakete auf den Markt, in denen Getriebe und Verstellpropeller kombiniert sind. Die Aggregate verfügen über eine Leistung von 100 bis 10.000 kW. Ihre Kraftstoffersparnis liegt bei bis zu 30 Prozent.

Die neue Geschäftsstrategie stellt Masson-Marine unter anderem auf folgenden europäischen Fachmessen vor:
Maritima vom 6. bis 9. Dezember 2006 in Paris, Frankreich
Sinaval vom 24. bis 27. Januar 2007 in Bilbao, Spanien
Norshipping vom 12. bis 15. Juni 2007 in Oslo, Norwegen

Pressekontakt:
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FIZIT - Französisches Informationszentrum für Industrie und Technik
- Das deutsche Pressebüro von UBIFRANCE -
Sascha Nicolai, Pressereferent
c/o Französische Botschaft
Königsallee 53-55
40212 Düsseldorf
Tel.: +49 211 30041-350
Fax: +49 211 30041-116
E-Mail: s.nicolai@fizit.de
Web: www.fizit.de

Hintergrund Masson-Marine:
Die Produkte des Unternehmens sind kompatibel mit den Systemen der führenden Motorenherstellern wie Caterpillar, MTU, Mitsubishi, Cummins, ABC, Volvo Penta, MaK, Wärtsilä, Yanmar, Rolls-Royce und ManBW.
Masson-Marine arbeitet mit den wichtigsten Zertifizierungsgesellschaften zusammen, darunter ABS (American Bureau of Shipping), BV (Bureau Veritas), DNV (Det Norsk Veritas), LRS (Llyod's Register), GL (Germanischer Llyod) und RINA (Registro Navale Italiano).
Renk in Stuttgart 41,5 G, somit plus 12 % seit Eröffnung des Threads
Einigen "zittrigen Händen" scheint das Ganze schon wieder zu lange zu dauern: -6,1 % bei kleineren Umsätzen.
Aus dem Quartalsbericht von MAN:

EBIT Renk kumuliert:
Q1 8 (2)
Q2 16 (8)
Q3 28 (19)

EBIT Renk:
Q1 8 (2)
Q2 8 (6)
Q3 12 (11)

Auftragseingang und Umsatz von MAN Sonstige (also insbesondere Renk) +27% bzw. +26% auf 285 M€ bzw. 250 M€ im Neunmonatszeitraum. Halbjahr war 20% bzw. 27%.

Vielleicht hatte der Markt bei Umsatz und EBIT mehr erwartet. Da sieht man, dass das freie Aktionariat doch etwas an Qualität eingebüßt hat, denn entscheidend ist der Auftragseingang bei gleichzeitiger Kapazitätserweiterung. Insgesamt über Plan also.

Fairer Wert bei dieser Ertragskraft und Wachstum sicher über Umsatz, also deutlich über 50€. Mag sein, dass man das "deutlich" erst bei Übernahme sieht.
Sollte es zu einer Übernahme von MAN durch Scania und Verbündete kommen, muß es ein Abfindungsangebot für Renk geben. Im umgekehrten Fall (Übernahmen von Scania durch MAN) wird MAN wohl weitere Randaktivitäten (wie RENK) verkaufen müssen, um den Kaufpreis für Scania zu stemmen. In jedem Fall dürften RENK-Aktionäre von den gegenwärtigen Entwicklungen profitieren.



aktuell dazu heute veröffentlicht:

UPDATE: MAN setzt weiter auf Verhandlungen bei Scania-Übernahme

(NEU: Reaktion Investor und Scania, Aktienkurs)

Von Matthias Krust
Dow Jones Newswires

MÜNCHEN (Dow Jones)--Während die MAN AG offiziell ein Übernahmeangebot für den schwedischen Lkw-Hersteller Scania zu alten Konditionen vorgelegt hat und weiter über einen friedlichen Zusammenschluss verhandelt, halten sich am Aktienmarkt hartnäckig Gerüchte über eine Gegenofferte. Mit diesem Gebot werde sich MAN wohl kaum durchsetzen können, sagten Händler am Donnerstag in Reaktion auf die Veröffentlichung des Übernahmeprospektes. Die Anleger warteten nun auf ein mögliches Gegenangebot von Scania.

um 11.49 Uhr notierten MAN-Aktien in einem rückläufigen Gesamtmarkt mit einem Aufschlag von 3,5% bei 73,55 EUR. Scania-Papiere geben um 1,5% auf 468 SEK nach. Im Markt heißt es nun, Scania könnte 6,50 EUR für MAN bieten.

Der Münchner DAX-Konzern hatte im September ein vorläufiges öffentliches Übernahmeangebot für den schwedischen Konkurrenten vorgelegt. Nachdem die Offerte einmal aufgestockt worden war, bietet MAN 475 SEK bzw 51,29 EUR pro Scania-Aktie in bar und eigenen Aktien. Damit wird Scania mit insgesamt 10,3 Mrd EUR bewertet. Inzwischen hält MAN 14,5% an den Schweden. Durch den Zusammenschluss würde der nach Volumen größte Lkw-Hersteller Europas entstehen. Weltweit wäre das Unternehmen an dritter Stelle.

Das Management von Scania wies die Übernahmeofferte erneut zurück. Zu Spekulationen über ein Gegenangebot wollte sich der schwedische Lkw-Hersteller nicht äußern. Auch der zweitgrößte Aktionär Investor AB, der 20,01% der Scania-Stimmrechte hält, hatte zuvor wiederholt das Angebot abgelehnt. Nun ließdie schwedische Investmentgesellschaft wissen, dass man weiter für alle Alternativen offen sei. Gleichzeitig wurde eine rasche Lösung gefordert.

Dagegen zeigte sich der Vorstandsvorsitzende des Münchner Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzerns am Donnerstag erneut zuversichtlich, mit seiner Offerte Erfolg zu haben. "Wir freuen uns darauf, die Gespräche im Rahmen des Zeitplans für das Angebot fortzusetzen", sagte Hakan Samuelsson. Als Resultat der jüngsten Gespräche mit den involvierten Parteien bleibe MAN optimistisch, die benötigte Unterstützung für die industrielle Kombination zu erreichen.

Diese werde beide Unternehmen stärken - sowohl in Schweden als auch in Deutschland, so Samuelsson weiter. Das Konzept habe breite Unterstützung von den Aktionären beider Unternehmen wie auch von unabhängigen Analysten und Branchenvertretern erfahren. Nach einem erfolgreichen Zusammenschluss will MAN ein neues Management-Team unter der Führung des eigenen Vorstandsvorsitzenden zusammenstellen. Dabei seien Scania-Manager zur Übernahme von Top-Management-Positionen auch innerhalb des Vorstands eingeladen.

Die neue Gruppe soll MAN zufolge künftig in Frankfurt notiert werden. Eine Zweitnotierung an der Stockholmer Börse werde in Abhängigkeit von der künftigen Aktionärsstruktur in Betracht gezogen. Die Annahmefrist beginnt am 20. November und endet am 11. Dezember.

Als jeweils größtem Aktionär bei beiden Nutzfahrzeugherstellern kommt der Volkswagen AG eine Schlüsselrolle im Übernahmepoker zu: Der Wolfsburger Automobilhersteller hat bislang ein freundliches Zusammengehen von MAN und Scania angestrebt. In einem zweiten Schritt will VW das brasilianische Lkw-Geschäft einbringen und eine Vertriebskooperation im Transportergeschäft vereinbaren.

Der Aufsichtsrat von VW hat deshalb beiden Unternehmen eine Frist bis zum 17. November gesetzt, um eine freundliche Übernahme von Scania durch MAN erfolgreich abzuschließen. Dabei hat VW zur Bedingung gemacht, erst dann die eigenen Scania-Anteile an MAN weiterzureichen, wenn der zweitgrößte Aktionär der Übernahme zustimmt.

Sollte es bis zur nächsten regulären VW-Aufsichtratssitzung keine einvernehmliche Lösung geben, will das Kontrollgremium neu über das eigene Vorgehen entscheiden. Volkswagen hält 34% der Scania-Stimmrechte und rund 20%an MAN. Ziel der Wolfsburger ist es, auf einen MAN-Anteil von über 25% und unter 30% zu kommen. Bei einem Überschreiten der Schwelle müsste VW ein öffentliches Übernahmeangebot vorlegen.

Volkswagen hingegen befindet sich nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder selbst im Umbruch. Sein designierter Nachfolger, der derzeitige Audi-Verantwortliche Martin Winterkorn, hat sich bisher noch nicht zu dem Thema geäußert.

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