Funkwerk startet wieder
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Das mit dem 20% unter Wert ist ja kein Problem, weil man ja das Angebot nicht annehmen muss. Ich wäre erst einmal froh, wenn sie ein Angebot mit 20% Abschlag zum inneren Wert machen würden. Empfinde ich als Luxusproblem, weil der Kurs bei einem Angebot oberhalb des jetzigen Kurses dies nachvollziehen würde. Und wenn da Personen dabei wären, denen das Angebot ausreichend ist, kann ich das auch nachvollziehen, weil es genügend Aktien mit höheren verbleibenden Kurspotenzial gäbe.
Den Vergleich mit LS Invest möchte ich so nicht gelten lassen. Der Mehrheitsaktionär dort hatte Geld und Zeit ohne Ende.
Hörmann ex Funkwerk hat demgegenüber weder Geld noch Zeit.
Wenn Hörmann ex Funkwerk in dem Tempo wie bisher weitermacht ist in schätzungsweise 2 Jahren das noch verbliebene Eigenkapital so gut wie weg. Von der derzeitigen Liquidität wäre ceteris paribus auch nichts mehr übrig. Und was die Anleihe angeht: ist doch de Facto eine Anleihe des Funkwerk-Konzerns. Hörmann ex Funkwerk spielt da doch für die Gläubiger überhaupt keine Rolle mehr, maximal die stillen Reserven von Hörmann in Funkwerk.
Ich habe auch grundsätzlich nichts gegen eine Komplettübernahme oder auch ein Rückkaufangebot zu einem fairen Preis. Aber nicht zu einem Preis, der gemäß der Beschlussfassung zu TOP 7 nach dem Gutdünken von Hörmann um bis zu 20 % unter dem "maßgeblichem Wert" liegen kann. Das wäre noch nicht einmal ein Spottpreis.
Zitat von Hugo-Ehon-Balder: Okay. Verständlich. Und mag sicher in vielen Fällen so sein. Insbesondere wenn der Großaktionär richtig viel Sitzfleisch mitbringt. Aber hier ist die Konstellation ja anders. Der Großaktionär ist dringend auf das Geld der Tochter, die vor einem Wachstumsschub steht, angewiesen. Und diese Tochter ist zugleich das einzige werthaltige Asset des gesamten Konzerns. Na schauen wir mal. 😉
Das ist auch so eine Mär, die ich immer bei Übernahmen höre, dass ein Großaktionär ja schnell machen müsse, weil sonst dies oder jenes passieren würde. Die Anleihen der Hörmann deuten jedenfalls keine Notlage an. Nerven muss man mit solchen Sachen wie der Forderung nach Transparenz wie mit dem Konzernbericht. Oder versuche Sonderprüfungen auf den Weg zu bringen, wenn es Ansatzpunkte gibt, aber dieses zeitverzögerte Blockieren von Aktienrückkaufprogrammen ist kontraproduktiv, wenn vielleicht auch gut gemeint. Das ist das Gleiche wie mit den Anfechtungsklagen auf Squeeze Out-Beschlüssen. Kostet allen drei Monate Zeit ohne Ergebnis.
Dann nehme ich die Beschlüsse zur Entlastung oder irgendwas. Jedenfalls aber nichts, was höhere Kurse bewirken kann. Ich bin seit gut 20 Jahren auf Übernahmesituationen spezialisiert. Es ist so zermürbend, wenn sich eine Übernahme ewig hinzieht oder gar nicht erfolgt und gleichzeitig - unabhängig von einer guten operativen Entwicklung - der Kurs nur Richtung Süden läuft. Dann nehme ich lieber eine Komplettübernahme mit einem guten Aufpreis und dann mal gucken, was in der Spruchstelle passiert.
Die Reise geht auf jeden Fall weiter. Ob mit oder ohne die Klage.
2027 gibt es dann, wenn Initiative Erfolg hat, wieder Konzernzahlen und der Roll-out FRMCS beginnt.
Bis dahin wird Hörmann selbst zwingend Cash von Funkwerk brauchen.
Je länger es also hier im konkreten Fall dauert, desto besser für die Minderheitsaktionäre.
Wenn man die Verluste im Hörmann-Konzern ohne Erhöhung der Kredite ausgleichen will, müsste Funkwerk für 2026 mindestens 3 Euro Dividende zahlen.
Warum man gerade gegen diesen Punkt eine Anfechtung initiiert, verstehe ich nicht. Lass sie doch einen Tender mit einem - wie auch immer erstellten - Gutachten vornehmen. Muss ja keiner annehmen. Es ginge aber zumindest auf der Reise weiter. Und ja, jetzt kommt bestimmt, dass man sich gegen eine Komplettübernahme wehren müsse, weil langfristig mehr drin sei. Diese Personen sind dann diejenigen, die nach 2, 5, 10 Jahren zermürbt über die Börse zu Spottpreisen verkaufen. Das ist dann die Nummer a la LS Invest. 10 Jahre hat es gedauert und die Aktionäre waren am Ende froh, einen Deal schließen zu können, dass das Leiden ein Ende hat.
Wäre für Hörmann mit seiner Gutsherrenart zu schön gewesen, mit der Beschlussfassung zu TOP 7 einfach so durchzukommen.
Squeeze out wird für Hörmann wohl erst einmal in unabsehbare Ferne rücken.
Cash Pooling scheidet definitiv aus: Rechtliche Risiken viel zu groß.
Sonderdividende scheidet auch aus: Würde die Prolongation der Anleihe massiv beeinträchtigen.
Bleibt Hörmann nur noch eine außerordentliche HV, um einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag durchzudrücken, um möglichst schnell an Geld von FW zu kommen. Bei einer Beschlussfassung erst im Rahmen der nächsten ordentlichen HV käme Hörmann erst in 2028 an den Gewinn der Funkwerk AG, nicht des Konzerns.
Heute wird per Bundesanzeiger über die Anfechtung von HV-Abstimmungspunkten berichtet:
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) und die DB InfraGO haben gemeinsam das Konzept der Korridorsanierungen für die Bahninfrastruktur überarbeitet und heute, 09.10.2026, vorgestellt. Kern ist die Reduzierung auf 13 Korridorsanierungen im Zeitraum von 2027 bis 2031. Bislang waren in den kommenden fünf Jahren 21 Korridorsanierungen vorgesehen.
Bei den 13 Korridorsanierungen soll nach dem Strategieschwenk derr Bahn nun ETCS grundsätzlich verbaut werden und Standard sein. Bisher war bei den 21 geplanten Korridorsanierungen ETCS aus Kostengründen nicht vorgesehen.
Insofern wieder eine Topnachricht für Funkwerk.
Deren Relevanz außer Funkwerk wohl kaum jemand zur Kenntnis nehmen wird.
Talk im Abteil mit Kerstin Schreiber @innotrans 2026
Zitat von kalimerakriti: Heute im Handelsblatt, hier kurz zusammengefasst:.
Mutmaßliche SMS von Höttges könnte Milliarden kosten – Konzern schweigtEin kaum bekannter Prozess überschattet den größten Deal des Vorstandschefs. Es geht um die Fusion/letztendlich Übernahme von Sprint durch T-Mobile. Und um eine SMS mit drei Ausrufezeichen.
„We give them nothing!!!“, soll Höttges, Chef der Dt. Telekom am 16. Mai 2020 an seinen Vertrauten Thorsten Langheim, heute USA-Vorstand des Konzerns, geschrieben haben. „Wir geben denen nichts!!!“ Gemeint waren die Minderheitsaktionäre von T-Mobile.
HI und FW werden wahrscheinlich genauso skrup...los denken und handeln.
Finanzbuchhalter (m/w/d)
Nach der einigermaßen konfus verlaufenen HV von FW wurde der Kurs der Hörmann-Anleihe bis zum Ende des Monats kurzzeitig auf Kurse unter Nominalwert heruntergeprügelt. Auch wenn der Kurs sich danach etwas erholt hat: Alles auch Ausfluß der Informationsverweigerung von FW. HI schießt sich mit der FW aufoktorierten Informationsblockade ins eigene Knie.
Entwicklung Hörmann Konzern 1 HJ . 2026
EBIT FW: 13,1 Mio. - Steigerung um 1,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
EBIT HI ex FW: - 4,6 Mio. EUR - Verringerung um 5,1 MIo. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Konzernüberschuss FW: 9,2 MIo. EUR (bei 30 % Steuerquote)
Konzernfehlbetrag HI ex FW: 9,2 Mio EUR (e)
Eigenkapital FW: 123,8 Mio. EUR (e)
Eigenkapital HI Funkwerk: 23,7 Mio. EUR (e)
Liquidität FW: 53,5 MIo.
Liquidität HI ex FW: 19,1 Mio. EUR
Das Eigenkapital von HI ex Funkwerk hat sich in 2026 im ersten Halbjahr um mehr als 8,0 Mio. EUR verringert. Vom 31.12.2023 hat es sich innerhalb von zweieinhalb Jahren bis zum 30.06.2026 halbiert.
Liquiditätsabfluß bei FW von 14 Mio. EUR überwiegend wegen Bestandsaufbau und darüber hinaus wegen Aktienrückkauf.
Liquiditätsabfluß bei HI ex FW von 15 Mio. überwiegend wegen Verlustfinanzierung und darüber hinaus wegen Bestandsaufaufbau.
Bei HI hat sich Überhang von Forderungen LL über Verbindlicheiten LL sich seit dem 31.12.2023 bis zum 30.06.2026 innerhalb von zweieinhalb Jahren um 28 Mio. EUR auf 8 Mio. EUR verringert. FW hatte in demselben Zeitraum immer einen konstanten Überhang von 20 - 25 Mio. Heißt de facto, dass HI ex FW mittels dieser (ungesunden) Strukturveränderung seine offen ausgewiesene Liquidität massiv geschont hat. Um die Aufnahme von weiteren Bankkrediten zu vermeiden. Dieses Bonbon ist jetzt allerdings ausgelutscht.
Die wirtschaftliche Lage von HI ex FW ist sehr schwach: Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind sowohl stichtagsbedingt als auch zeitreihenbedingt wohl kein Garant mehr für die Überlebensfähigkeit von HI ex FW. HI ex FW ist am Limit. Bilanziell, und nur bilanziell, kann die Lage derzeit und auch nur noch kurzfristig von der überragenden wirtschaftlichen Lage von FW gerettet bzw. kaschiert werden. HI muß sich sehr kurzfristig etwas einfallen lassen, wie es überhaupt weitergehen soll. Welche Möglichkeiten es überhaupt noch gibt , die nicht endenden Verluste von HI ex FW zu finanzieren. Wie man man zb im nächsten Jahr die anstehenden Prolongationen von SSD und Anleihe noch zu tragbaren Konditionen hinbekommen kann.
Ein neues Rückkaufprogramm bringt da überhaupt nichts.
Es läuft wohl alles und auch wohl eher kurzfristig auf einen Berherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hinaus. Auch wenn HI den nie wollte, es ist die letzte Alternative um an das Geld von FW zu kommen.
Und zum Schluß noch eine ganz verrückte Idee: HI nimmt bei FW einen Finanzinvestor mit ins Boot. HI verkauft einen Teil der Aktien mit Rückerwerbsoption an den Finanzinvestor. Da kämen sicherlich eine Reihe in Frage, die an einem Einstieg Interesse hätten. FW könnte, müsste aber nicht zwingend zurück an die Börse. Aus dem Rückkauf von 2 Mio. Aktien vor 10 Jahren zu 2,55 EUR könnte HI einen Gewinn aus dem Weiterverkauf im wohl dreistelligen Mio. Bereich realisieren. Denn HI würde die Aktien ja nicht zum derzeitigen Referenzkurs der Bösen Hamburg oder Stuttgart - vorübergehend - abgeben.
https://www.hoermann-gruppe.com/sites/gruppe/files/media/dow…
Um die Verluste der Gruppe (ohne FEW) zu decken, müsste man rund 1 Euro Dividende für das 1.HJ zahlen.
Erschreckend die Höhe der Verluste.
Insbesondere, wo Funkwerk ja nun schon die Verluste der Hörmann Assembly tragen muss….
Heute im Handelsblatt, hier kurz zusammengefasst:.
Ein kaum bekannter Prozess überschattet den größten Deal des Vorstandschefs. Es geht um die Fusion/letztendlich Übernahme von Sprint durch T-Mobile. Und um eine SMS mit drei Ausrufezeichen.
„We give them nothing!!!“, soll Höttges, Chef der Dt. Telekom am 16. Mai 2020 an seinen Vertrauten Thorsten Langheim, heute USA-Vorstand des Konzerns, geschrieben haben. „Wir geben denen nichts!!!“ Gemeint waren die Minderheitsaktionäre von T-Mobile.
HI und FW werden wahrscheinlich genauso skrup...los denken und handeln.
War es zu erwarten, dass die Dividende steuerfrei ist? Hatte ich nicht auf dem Schirm. Sehr schön.
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