Stehen die Weltbörsen vor einem Crash ??? (Seite 30665)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.929.426 von carrincha am 07.06.20 08:17:04Vielleicht sogar gefeit vor einem Yellowstone-Ausbruch^^^

https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2017/10/yellowstone…

Ist ja auch längst überfällig, aber auch den kann die Notenbank kaschieren. Die Märkt werden ja ohnehin nicht durch Fundamentaldaten gesteuert sondern Algorithmen.
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Guten Morgen Allerseits,
ich finde die Diskussion gerade sehr interessant, da sie doch (weitestgehend) sachlich und recht inhaltsreich verläuft.
Wir müssen halt mal eine wichtige Unterscheidung machen: Trading vs Gesamtwirtschaft.
Was meine ich damit?
Vom Trading her waren die Bullen in den letzten Wochen völlig im Recht, wobei sie an einer Stelle einfach wahnsinniges Glück hatten (als der Kurs kurzzeitig unter 10.200€ ging). Und vermutlich werden sie noch bis mindestens 13k ihren Flow behalten.
Aber Gesamtwirtschaftlich werden hier teilweise völlig falsche Dinge behauptet:
Die Ökonomie war vorher schon problembehaftet. Nach 2008 wurden viele Firmen nur durch die Notenbanken und der Nullzinsenpolitik am Leben gehalten. Man spricht von ca. 20% aller Firmen. Irgendwann werden diese vom Markt verschwinden.
Wodurch stieg der Kurs vieler Firmen?
Nein, nicht durch Gewinnsteigerungen, sondern durch Aktienrückkäufe auf Pump (siehe zb Boing).
Was ist mit vielen Staaten?
Nehmen wir mal die EU als Beispiel.
Ein normales Zinsniveau bedeutete den finanziellen Zusammenbruch. Selbst der Hauptfinanzier Europas (die dämlichen Deutschen) bekäme bei stärkeren Zinssteigerungen arge Probleme.
Was ist mit den Banken?
Im Nullzinszeitalter ist ihnen das (Haupt-) Geschäft weggebrochen und sie haben zig Kredite in den Büchern mit wenig Rendite und hohem Risiko.
Was ist mit den Arbeitnehmern?
Seit Jahren stagniert (in manchen Bereichen fällt) ihr Einkommen, ihre späteren Renten werden immer kleiner.
Arbeitslosigkeit?
Rechnet man diejenigen heraus, die sich in anderen Maßnahmen befinden oder sich nicht arbeitslos melden oder sich mit Billigjobs über Wasser halten, sieht das alles schon ganz anders aus.
Und so weiter und so weiter....
Ich könnte ein ganzes Buch darüber schreiben, dass unser Wirtschaftssystem dringend ein Reset bräuchte...und das alles hat NICHTS mit Corona zu tun (Corona ist höchstens ein Brandbeschleuniger)...
Folglich sehe ich viele Ungewissheiten am Horizont und der Standardsatz an der Börse heißt, dass die Börse keine Ungewissheiten mag.
Ich predige nicht den Weltuntergang!!!
Wir werden das schaffen (woher kenne ich den Satz? 😂), aber es muss sich Einiges ändern! Und je eher man das (gesteuert!) zulässt, um so glimpflicher wird es ablaufen...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.929.306 von Der_Roemer am 07.06.20 07:32:50
Zitat von Der_Roemer:
Zitat von clonecrash: ...

Es ist nur aufgefallen, weil so viele Kühlwagen rumstanden, in einer Großstadt, wie NewYork.

der Lockdown in Kalifornien LA wurde beendet, in 2 Wochen werden wir es wissen.


Die Zahl der Toten steigt in den USA schon wieder an. Heute über 1000 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden.


Woooh dann sind ja 4500 weniger gestorben als normal
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.930.347 von Camus70 am 07.06.20 10:30:15
Zitat von Camus70: Guten Morgen Allerseits,
ich finde die Diskussion gerade sehr interessant, da sie doch (weitestgehend) sachlich und recht inhaltsreich verläuft.
Wir müssen halt mal eine wichtige Unterscheidung machen: Trading vs Gesamtwirtschaft.
Was meine ich damit?
Vom Trading her waren die Bullen in den letzten Wochen völlig im Recht, wobei sie an einer Stelle einfach wahnsinniges Glück hatten (als der Kurs kurzzeitig unter 10.200€ ging). Und vermutlich werden sie noch bis mindestens 13k ihren Flow behalten.
Aber Gesamtwirtschaftlich werden hier teilweise völlig falsche Dinge behauptet:
Die Ökonomie war vorher schon problembehaftet. Nach 2008 wurden viele Firmen nur durch die Notenbanken und der Nullzinsenpolitik am Leben gehalten. Man spricht von ca. 20% aller Firmen. Irgendwann werden diese vom Markt verschwinden.
Wodurch stieg der Kurs vieler Firmen?
Nein, nicht durch Gewinnsteigerungen, sondern durch Aktienrückkäufe auf Pump (siehe zb Boing).
Was ist mit vielen Staaten?
Nehmen wir mal die EU als Beispiel.
Ein normales Zinsniveau bedeutete den finanziellen Zusammenbruch. Selbst der Hauptfinanzier Europas (die dämlichen Deutschen) bekäme bei stärkeren Zinssteigerungen arge Probleme.
Was ist mit den Banken?
Im Nullzinszeitalter ist ihnen das (Haupt-) Geschäft weggebrochen und sie haben zig Kredite in den Büchern mit wenig Rendite und hohem Risiko.
Was ist mit den Arbeitnehmern?
Seit Jahren stagniert (in manchen Bereichen fällt) ihr Einkommen, ihre späteren Renten werden immer kleiner.
Arbeitslosigkeit?
Rechnet man diejenigen heraus, die sich in anderen Maßnahmen befinden oder sich nicht arbeitslos melden oder sich mit Billigjobs über Wasser halten, sieht das alles schon ganz anders aus.
Und so weiter und so weiter....
Ich könnte ein ganzes Buch darüber schreiben, dass unser Wirtschaftssystem dringend ein Reset bräuchte...und das alles hat NICHTS mit Corona zu tun (Corona ist höchstens ein Brandbeschleuniger)...
Folglich sehe ich viele Ungewissheiten am Horizont und der Standardsatz an der Börse heißt, dass die Börse keine Ungewissheiten mag.
Ich predige nicht den Weltuntergang!!!
Wir werden das schaffen (woher kenne ich den Satz? 😂), aber es muss sich Einiges ändern! Und je eher man das (gesteuert!) zulässt, um so glimpflicher wird es ablaufen...


Wie könnte dieser "Reset" aussehen? Wer kann ihn anordnen? Wie wäre der Zeitrahmen? Hätte er die Unterstützung aller (maßgeblichen) Staaten? ... aller maßgeblichen Politiker? Wer gibt die neuen wirtschaftlichen, finanziellen, gesellschaftlichen Regeln vor?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.930.368 von hektik am 07.06.20 10:33:49
Zitat von hektik:
Zitat von Der_Roemer: ...

Die Zahl der Toten steigt in den USA schon wieder an. Heute über 1000 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden.


Woooh dann sind ja 4500 weniger gestorben als normal


Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass die Anzahl der Todesfälle mit Corona in den USA inzwischen schon wieder am steigen ist. Faktisch wurden in den letzten 24 Stunden über 1.100 neue Corona-Todesfälle in den USA gemeldet.
Quelle: n-tv Laufband

Wenn das keine Eintagsfliege bleibt, sondern die Zahl neuer Todesfälle und Neuinfektionen nun nochmal weiter kontinuierlich ansteigt, dann ist die Angst vor Corona und einer 2. Welle ruckzuck wieder in allen Köpfen (aktuell ist dies ja eher ausgeblendet).
=> Rücknahme von Lockerungen, etc. etc.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.930.587 von greenanke am 07.06.20 11:00:08Wie könnte dieser "Reset" aussehen? Wer kann ihn anordnen? Wie wäre der Zeitrahmen? Hätte er die Unterstützung aller (maßgeblichen) Staaten?

Federführend bei den Zentralbanken dürfte da Goldman Sachs sein, die ja bekanntlich "hilfreich zur Seite stehen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.930.587 von greenanke am 07.06.20 11:00:08Das ist recht einfach...die Marktmechanismen werden wieder aktiviert...“Angebot und Nachfrage“...

Firmen, die es nicht mehr schaffen, lässt man verschwinden, aber man kümmert sich selbstverständlich um deren Arbeitnehmer....

Ich könnte stundenlang darüber schreiben, aber mache einfach ein Beispiel (geht schneller):

Als das Auto kam, verschwanden die Postkutschen...wer das zuerst erkannte, verdiente viel Geld...

Was passiert seit (mindestens 11 Jahren) hier?

Die Postkutschen bekommen (fast) zinslose Kredite oder stattliche Subventionen und wenn sie an der Börse wären, kaufen sie ihre Aktien auf Pump zurück...

Denk mal darüber nach 🙏😉
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.918.863 von drogenfahnder am 05.06.20 19:44:25
Zitat von drogenfahnder: Wichtiger Punkt: Für eine Hyperinflation reichen die Maßnahmen der weltweiten Zentralbanken vermutlich bei weitem nicht aus- jedenfalls die nächsten Monate noch nicht. Die Geldvermehrung in den USA und in Europa beträgt im Vergleich zur Wirtschaftsleistung bisher etwa 20-30% eines jährlichen Brutto-Sozialproduktes. Für eine Hyperinflation braucht es in der Regel ein Vielfaches der jeweiligen Wirtschaftsleistung und nicht nur einen Teil davon (wie beispielsweise zuletzt in Venezuela ab dem Jahre 2016 geschehen).

Blog von URBAN JÄKLE


Könnte eine Zentralbank eine Hyperinflation steuern, würde es ja keine geben, weil sie verhinderbar wäre. Entscheidend ist doch derzeit die Ausweitung der Geldbasis, nicht die von M3. Die ZBs ersetzen derzeit lediglich Geldmenge, die aufgrund negativer Nettokreditvergabe und vor allem einem Einbruch der Umlaufgeschwindigkeit in der Gedlschöpfung des Privatsektors weggebrochen ist und weiterhin (eventuell) wegbricht. Zwar gelten überall ähnliche Regeln wie Basel-III etc., bei einem Reservesatz von 0% und einem Schattenbanksystem, das sich in einer Bandbreite des sehr grob Ungefähren bewegt, kann die exzessiv ausgeweitete neue Geldbasis sehr einfach als Lunte fungieren.

Die ZBs werden erstens nicht zügig mitbekommen, wenn die Nettokreditvergabe anzieht und die Umlaufgeschwindigkeit sprunghaft ansteigt, zweitens können sie dann nichts mehr tun ohne einen Übercrash auszulösen. Entscheidener als die Konzentration auf die immer weiteren nominalen Geldschwemmen der ZBs sind die kleinen, feinen Änderungen in den Bankenregulierungsregimen weltweit. Auf denen kann man jeweils stundenlang rumdenken, eine davon - oder eine Kombination - wird aber der wesentliche Impuls der zukünftigen Entwicklung sein...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.930.587 von greenanke am 07.06.20 11:00:08
Zitat von greenanke:
Zitat von Camus70: Guten Morgen Allerseits,
ich finde die Diskussion gerade sehr interessant, da sie doch (weitestgehend) sachlich und recht inhaltsreich verläuft.
Wir müssen halt mal eine wichtige Unterscheidung machen: Trading vs Gesamtwirtschaft.
Was meine ich damit?
Vom Trading her waren die Bullen in den letzten Wochen völlig im Recht, wobei sie an einer Stelle einfach wahnsinniges Glück hatten (als der Kurs kurzzeitig unter 10.200€ ging). Und vermutlich werden sie noch bis mindestens 13k ihren Flow behalten.
Aber Gesamtwirtschaftlich werden hier teilweise völlig falsche Dinge behauptet:
Die Ökonomie war vorher schon problembehaftet. Nach 2008 wurden viele Firmen nur durch die Notenbanken und der Nullzinsenpolitik am Leben gehalten. Man spricht von ca. 20% aller Firmen. Irgendwann werden diese vom Markt verschwinden.
Wodurch stieg der Kurs vieler Firmen?
Nein, nicht durch Gewinnsteigerungen, sondern durch Aktienrückkäufe auf Pump (siehe zb Boing).
Was ist mit vielen Staaten?
Nehmen wir mal die EU als Beispiel.
Ein normales Zinsniveau bedeutete den finanziellen Zusammenbruch. Selbst der Hauptfinanzier Europas (die dämlichen Deutschen) bekäme bei stärkeren Zinssteigerungen arge Probleme.
Was ist mit den Banken?
Im Nullzinszeitalter ist ihnen das (Haupt-) Geschäft weggebrochen und sie haben zig Kredite in den Büchern mit wenig Rendite und hohem Risiko.
Was ist mit den Arbeitnehmern?
Seit Jahren stagniert (in manchen Bereichen fällt) ihr Einkommen, ihre späteren Renten werden immer kleiner.
Arbeitslosigkeit?
Rechnet man diejenigen heraus, die sich in anderen Maßnahmen befinden oder sich nicht arbeitslos melden oder sich mit Billigjobs über Wasser halten, sieht das alles schon ganz anders aus.
Und so weiter und so weiter....
Ich könnte ein ganzes Buch darüber schreiben, dass unser Wirtschaftssystem dringend ein Reset bräuchte...und das alles hat NICHTS mit Corona zu tun (Corona ist höchstens ein Brandbeschleuniger)...
Folglich sehe ich viele Ungewissheiten am Horizont und der Standardsatz an der Börse heißt, dass die Börse keine Ungewissheiten mag.
Ich predige nicht den Weltuntergang!!!
Wir werden das schaffen (woher kenne ich den Satz? 😂), aber es muss sich Einiges ändern! Und je eher man das (gesteuert!) zulässt, um so glimpflicher wird es ablaufen...


Wie könnte dieser "Reset" aussehen? Wer kann ihn anordnen? Wie wäre der Zeitrahmen? Hätte er die Unterstützung aller (maßgeblichen) Staaten? ... aller maßgeblichen Politiker? Wer gibt die neuen wirtschaftlichen, finanziellen, gesellschaftlichen Regeln vor?


auch für Dich nochmal:

der Reset heißt 'Agenda 2030', wurde von der UNO (vor 5 Jahren) beschlossen (was Deine Fragen nach Beschluss und Politikern beantwortet) und soll bis 2030 abgeschlossen sein.
Einzelheiten diesmal (Unterlagen Bundestag /Bundesregierung) selbst rauspulen. Da sind auch die Aufgabenverteilungen nachzulesen.
Bittedanke.
schönen Restsonntag noch.
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vielleicht wurde es schon gepostet
für alle shorties... weshalb es aktuell nicht sinnvoll ist zu shorten.

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