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Stehen die Weltbörsen vor einem Crash ??? (Seite 32620)

eröffnet am 01.08.07 21:18:51 von
neuester Beitrag 23.06.21 19:05:43 von

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30.09.07 10:48:06
Beitrag Nr. 1.106 ()
Saudi-Arabien verweigert Zinssatzsenkungen. Bleibt die Dollar-Kopplung bestehen?

Die Zinssatzsenkungen in den USA machen nicht nur den Euro stark, sondern bewegen auch enge Verbündete zum Reagieren und Umdenken. Die Währung Saudi-Arabiens ist an den Dollar gekoppelt. Saudi-Arabien hat sich zum ersten Mal einer Senkung der Zinssätze um einen halben Prozentpunkt verweigert. Ihre Finanzanlagen sowie die nationale Währung würden entwertet und potentiell bedroht werden. Die, aufgrund des immer schwächer werdenden Dollars, importierte Inflation wäre erdrückend.

Die US-Notenbank senkte die Zinssätze um einen beachtlichen halben Prozentpunkt, da sie das Risiko eines wirtschaftlichen Abschwungs höher einschätzte als die Gefahr eines fallenden Dollars. Saudi-Arabien ist jedoch weit davon entfernt, eine wirtschaftliche Rezession zu erleiden. Hier geht die Angst vor der importierten Inflation um.

Diese Ungleichgewichte könnten das Ende der Währungskopplung bedeuten. Die Auswirkungen der Zinssatzsenkungen in den USA sind schwerwiegend. Neben einem mehr als schwächelnden Dollar (für 2008 wird sogar von einem Verhältnis Euro/Dollar von 1 : 1,50 ausgegangen), werden auch die langfristigen Wertpapiere gemieden, da die Erträge im internationalen Vergleich kaum attraktiv sind. Es werden zunehmend kurzfristige Staatsanleihen gekauft. Auch die Yen-Carry-Trades laufen zunehmend Gefahr aufgelöst zu werden. Das System, nach dem sich Investoren in Japan billig Geld besorgten, um es in den USA mit höheren Erträgen anzulegen, wird immer unprofitabler.

Für Saudi-Arabien ist die Währungskopplung eine Last. Die Inflation stieg auf 4%, und das Geldmengenwachstum für M3 betrug ganze 22%. Damit steht das Land jedoch nicht allein. Alle Länder des nahen Ostens, die ihre Landeswährungen an den US-Dollar gekoppelt haben, leiden zum großen Teil unter der importierten Inflation. So zum Beispiel die Vereinigten Arabischen Emirate mit ganzen 9,3% oder Katar mit 13%. Kuwait war das erste Scheichtum, das die Kopplung an den Dollar im Mai aufgegeben hat. Weitere könnten folgen.


© Redaktion GoldSeiten.de / Rohstoff-Welt.de

Folge des Dollarsturzes wird u.a. sein, daß die USA ihre gigantischen Auslandsschulden mit nahezu wertlosem Papiergeld zurückzahlen werden. Im Endeffekt werden Japaner, Chinesen und andere Amerikas Kriege bezahlen, eine Ironie der Geschichte.
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29.09.07 21:52:51
Beitrag Nr. 1.105 ()
http://www.stock-channel.net/stock-board/article.php3?a=3415

Da braut sich was zusammen!
Geschrieben von TimePatternAnalysis Veröffentlicht: 14:47 - 28.09.2007
Keine Bewertung

Die Aktienmärkte ignorieren geflissentlich die immer schlechteren Nachrichten aus dem Immobiliensektor. Sie pflegen die Illusion, dass der große Zinsschritt der Fed vom 18. September (und natürlich weitere) die US-Wirtschaft vor einer harten Landung bewahren.

Wie damals? Im Zeitraum April/Mai 2001 stieg der S&P 500 um 18 Prozent, auch damals hoffte man, mit den aggressiven Zinssenkungen der Fed werde sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte erholen. Im Rückblick allerdings wurde klar, dass die Rezession schon im März begonnen hatte. Der Desillusionierungs-Prozess der Märkte dauerte bis Anfang Juni, dann allerdings war Schluss mit lustig. So viel zum Thema „vorausschauender Markt“.

Und weitere Parallelen: Glättet man die vor 2000 höhere Volatilität, so passt die Phase ab Oktober 1998 recht gut zu der ab Ende Juli 2006. Die nächste Ähnlichkeit gibt es vom Tief im Oktober 1999 an mit der Phase ab dem Tief im März. Die Phase nach dem Hoch im März 2000 passt zu der ab dem Hoch im Juli diesen Jahres.

Nicht unwahrscheinlich, dass sich die Märkte in Kürze an das Verlaufsmuster vom Juli 2000 an erinnern: Auf ein Zwischenhoch folgte damals ein scharfer Einbruch, fünf Wochen später wurde das im März 2000 markierte Hoch erneut touchiert.

Dies ist auch das favorisierte kurzfristige Szenario: In Kürze korrigieren die Aktienkurse und schwingen sich anschließend nochmals auf bis in die zuletzt markierte Rekordzone (S&P 500: 1550). Es passt, dass mit dem Quartalswechsel ab Montag das Window-Dressing entfällt. Es passt auch, dass die Volumenverteilung eine überdurchschnittliche Akkumulationsphase zeigt. Überdurchschnittlich, nicht nur zeitlich (seit Mitte August), sondern auch vom bewegten Umsatzvolumen her. Der Chart ist unter „Markt“ auf der Web-Seite der TimePattern einsehbar.

Nach einer Untersuchung von JP Morgan gibt es kein Anzeichen für einen Boden der Immobilienkrise. Im Gegenteil – die Rezession dieses Sektors werde sich auch über das gesamte kommende Jahr erstrecken. Erst 2009 dürfe man einen Boden erwarten, heißt es. Angesichts der jüngsten Nachrichten von der sich verschlimmernden Misere im amerikanischen Immobilien-Bereich gesteht Roubini: „Ich war viel zu optimistisch...“ Er hatte im August 2006 einen Verfall der Häuserpreise um bis zu 20 Prozent vorausgesagt. Bob Shiller argumentiert nun, dass die Hauspreise um rund 50 Prozent fallen müssen, damit der langfristige Durchschnitt des Verhältnisses zwischen Preisen und Mieten wieder erreicht wird. Die zweite Möglichkeit, nämlich die entsprechende Steigerung der Mieten, zieht er offensichtlich nicht in Betracht...

Da braut sich was zusammen: Fallende Hauspreise, sinkende Kapitalerträge aus Hausverkäufen, Kreditklemme im Hypothen- und Verbraucher-Kreditmarkt, hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise, sinkende Beschäftigung. Wenn Konsumenten das Sparen anfangen, dann ist eine Rezession so gut wie sicher, fasst Roubini zusammen und fragt: „Was brauchen Analysten noch, um zu realisieren, dass die Wahrscheinlichkeit einer harten Landung nun von Tag zu Tag steigt.“

Und – der Dollar, der insbesondere gegen Euro nun jeden Tag ein neues Tief markiert. Die Stimmen mehren sich, die nach einer Intervention der G7 rufen. Trichet und die EZB werden gleichfalls nervös. Anfang Oktober tagt die G7 und es liegt in der Tat nahe, dass sie der früher bekräftigten Absicht Taten folgen lässt, man werde nicht zusehen, wie sich globale Ungleichgewichte in unkontrollierbaren Währungs-Friktionen entladen,. Gut möglich, dass die starken TBond-Käufe gestern schon in Zusammenhang mit einer Dollar-Stützung standen. Nach TimePattern-Prognose sinken die Renditen am langen Ende noch erheblich weiter. Zielbereich des TBond-Futures klar jenseits von 115.
Die effektive Fed Funds Rate liegt den dritten Tag in Folge über der Target-FFR. Es gibt also Liquiditätsbedarf selbst zu teureren Konditionen als dem Leitzins entspricht. Erst gestern hat die Fed dem Geld-Markt mehr als 30 Mrd. Dollar zusätzlich bereit gestellt. Dies ist ein deutliches Signal, dass die Kreditkrise keineswegs beendet ist. Hierzu passt, dass der Pfeil der Prognose der Rendite der 13-wöchigen T-Bills nach unten weist: Die Akteure steuern anscheinend erneut den Liquiditätsparkplatz an.

Marktstatus, Markttrends und Prognosen unter TimePatternAnalysis.

Kontakt: info@timepatternanalysis.de
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29.09.07 18:29:34
Beitrag Nr. 1.104 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.786.488 von winhel am 29.09.07 18:08:41Du sagst es Winni,ich wußte doch daß bei dir auch noch der Groschen fällt. :laugh:
Gratuliere- was für ein Tag !!:D:D
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29.09.07 18:08:41
Beitrag Nr. 1.103 ()
Gesundes Wachstum!!! Deshalb müssen die Börsen steigen, ist doch logisch!!:laugh:
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29.09.07 17:34:57
Beitrag Nr. 1.102 ()
US-Staatsverschuldung


US-Leistungsbilanz


US-Immobilienkredite


Gesundes Wachstum in allen Bereichen ! :laugh::laugh::laugh:
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29.09.07 06:28:25
Beitrag Nr. 1.101 ()
... Kauf STEEL-KO-Calls (Vol: 30k)
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29.09.07 05:43:14
Beitrag Nr. 1.100 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.779.761 von winhel am 28.09.07 17:31:51Da sind "geheime" Kräfte am Werk. Man könnte sagen - Auffanggesellschaften -


Jaaaaa, winnie, da hab ich schon seit Tagen drauf gewartet. Die Geheimbünde -mächtig und im Tiefen verborgen- Ein Mysterium für sich......... :laugh:


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29.09.07 05:38:04
Beitrag Nr. 1.099 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.771.870 von xxtsc am 28.09.07 09:04:41"Es gibt nur schlaue Menschen, die einen sind es vorher, die anderen nachher." (chin. Sprichwort)

Und es gibt Menschen, die beharren auf ihren Standpunkten bis sie in 100 Versuchen auch einmal recht bekommen. (Sprichwort von Gangbangotto / September 07)
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29.09.07 05:35:00
Beitrag Nr. 1.098 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.771.870 von xxtsc am 28.09.07 09:04:41Der Autor, früher bei Morgan Stanley und später als Risikomanager für Salomon Brothers und große Hdegefonds tätig, leitet heute selbst einen Fonds.


Der gute Axel spricht mit gespaltener Zunge, auf der einen Seite Cash machen wollen mit dem eigenen Fonds auf der anderen Seite Verunsicherung schüren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt......
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28.09.07 18:16:30
Beitrag Nr. 1.097 ()
HANDELSBLATT, Freitag, 28. September 2007, 16:54 Uhr
Expertenschätzung

Mehr als zehn Milliarden für Northern Rock

Seit Beginn ihrer Schieflage im Zuge der Kreditkrise hat sich die britische Hypothekenbank Northern Rock nach einer Expertenschätzung einen zweistelligen Milliardenbetrag bei der Bank of England (BoE) geliehen – den Großteil davon erst in den vergangenen Tagen. Die Aktie der Bank ging am Freitag ein weiteres Mal auf Tauchstation.

Northern Rock ist im Zuge der Hypothekenkrise in Schieflage geraten. Foto: Archiv
HB LONDON. Rund acht Mrd Pfund - umgerechtnet 11,5 Mrd. Euro - soll sich Northern Rock bei der BoE geliehen haben. Allein in der abgelaufenen Woche seien es wohl etwa sieben Mrd. Euro (fünf Mrd. Pfund) gewesen, sagte am Freitag Volkswirt Simon Ward vom Vermögensverwalter New Star. Dies sei aus Vermögensdaten der BoE zu schließen und könne Spekulationen anheizen, dass die Zentralbank zu einer massiveren Hilfe für den fünftgrößten britischen Baufinanzierer gezwungen gewesen sein könnte.

Die Aktie von Northern Rock brach am Freitag um rund acht Prozent ein. Die Bank hat sich bislang nicht dazu geäußert, ob die Bank die Notfall-Kreditlinie der BoE in Anspruch genommen hat. Zuletzt hatte die Aussicht auf einen Verkauf der Bank den Kurs nach tagelangem Absturz wieder etwas gestützt. Am Dienstag hatte Northern Rock mitgeteilt, dass sie erste Gespräche mit „ausgewählten Parteien“ über einen Verkauf führe. Allerdings sei der Ausgang der Verhandlungen noch offen, zudem werde noch nicht über einen Preis gesprochen.

Northern Rock musste im Zuge der US-Hypothekenkrise die britische Zentralbank um eine Notfallhilfe bitten, da sich das Geldhaus kurzfristig nicht mehr refinanzieren konnte. Aus Angst vor dem Verlust ihrer Ersparnisse standen tausende verunsicherte Kunden daraufhin vor Filialen der Bank Schlange, um ihr Geld abzuheben. Das hatte die Refinanzierungsnöte des Instituts weiter verschärft.
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