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Stehen die Weltbörsen vor einem Crash ??? (Seite 33860)

eröffnet am 01.08.07 21:18:51 von
neuester Beitrag 26.06.22 21:01:47 von

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12.10.07 12:38:06
Beitrag Nr. 1.332 ()
HANDELSBLATT, Freitag, 12. Oktober 2007, 12:19 Uhr
Kreditkrise

Die Pleitewelle steht bevor
Von Hans G. Nagl und Jens Koenen

Weil Banken Kredite vorsichtiger vergeben, um ihr Pulver trocken zu halten, wird die Kreditkrise nach Einschätzung von Experten zu einer Zunahme von Firmenpleiten in Deutschland führen. Treffen dürfte es vor allem Firmen, die von Private-Equity-Fonds übernimmen wurden - allzuoft waren solche Deals nämlich „Schönewettermodelle“.


FRANKFURT. „Schon in den vergangenen Jahren mussten Unternehmen restrukturiert werden. Es ist zu erwarten, dass sich solche Fälle in der Zukunft häufen werden“, sagt Ulrich Wlecke, Chef der auf Sanierungsfälle spezialisierten Beratungsfirma Alix-Partners in Deutschland. Ähnlich skeptisch gibt sich auch Michael Keppel, Geschäftsführer beim Konkurrenten Alvarez & Marsal: „Wir werden eine Zunahme der Insolvenzen in Deutschland sehen.“

Bei Alix-Partners schätzt man das Volumen an faulen oder ausfallgefährdeten Finanzierungen – im Fachjargon „distressed debt“ – allein in Deutschland auf bis zu 400 Mrd. Euro. Zwar kann niemand vorhersagen, wie viele Firmen in den kommenden Jahren zu Restrukturierungsfällen werden. Doch der Trend gilt als unbestritten. Experten verweisen nicht zuletzt auf die erwarteten Ausfallraten bei Unternehmenskrediten. Die Ratingagentur Moody’s rechnet hier bis Mitte 2009 weltweit mit einem kräftigen Anstieg auf mehr als 5,1 Prozent. Im August waren es noch lediglich 1,4 Prozent.

Vor allem Private-Equity-Fonds haben getrieben durch milliardenschwere Mittelzuflüsse kräftig Firmen übernommen. Dank einer schier unendlichen Liquidität auf den Kreditmärkten wurden diese Käufe meist in hohem Maße fremdfinanziert. Das ging so lange gut, wie die Konjunktur brummte und die Zinsen niedrig blieben. Für höhere Finanzierungskosten oder eine mögliche Abschwächung der Nachfrage waren viele der Deals der letzten zwei oder drei Jahre hingegen nicht gerüstet.

Wlecke zufolge wurde noch Anfang 2007 bei Private-Equity-Käufen im Schnitt mehr als das Neunfache des operativen Gewinns (Ebitda) für ein Unternehmen gezahlt. Bei der Verschuldung lag der Faktor – ebenfalls bezogen auf das Ebitda – mitunter beim Sechsfachen. „Das waren häufig Schönwettermodelle, die über eine hohe Verschuldung finanziert wurden, ohne dass die Finanzierung durch entsprechende Stresstests gelaufen ist“, resümiert Sven Schelo, Anwalt der internationalen Sozietät Linklaters. Die Finanzkrise sorge nun dafür, dass die kranken Fälle schneller ans Tageslicht kämen.

Als so ein kranker Fall gilt beispielsweise der Autotürschloss-Hersteller Kiekert, der noch vor der Finanzkrise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet. Der Private-Equity-Fonds Permira musste sich als Eigentümer verabschieden, die Gläubiger – am Ende meist Hedge-Fonds – übernahmen das Ruder und läuteten die Sanierung ein. Nicht zuletzt auf Kosten der Arbeitsplätze. Weitere Beispiele für Restrukturierungen sind der Folienhersteller Treofan oder der Bremsen-Anbieter TMD Friction.

Experten gehen davon aus, dass die Restrukturierungswelle künftig keineswegs nur die schon seit langem unter Konsolidierungsdruck stehenden Autobauer oder den mittelständisch geprägten Maschinenbau treffen wird. „Die Probleme bei der Refinanzierung werden sich durch alle Branchen hindurchziehen“, prophezeiht Alix-Partners-Chef Wlecke. Bei vielen Private-Equity-Transaktionen seien einfach die Grenzen der Vernunft überschritten worden. Und die Probleme könnten demnächst auch große Konzerne erreichen. „Das Thema ist nicht auf Fälle bestimmter Größenklassen beschränkt“, sagt Wlecke. „Hohe Verschuldungsgrade, hohe Bewertungen hat man bei Mittelständlern, aber auch bei großen und sehr großen Unternehmen gesehen.“

Das Geschäftsmodell von Finanzinvestoren wie KKR, Carlyle, Apax oder Blackstone sehen die Experten hingegen trotz aller Turbulenzen nicht als gefährdet an. „Dafür sorgt schon alleine der Umstand, dass nach wie vor eine Unmenge an Geld im Markt ist, das nach attraktiven Anlagemöglichkeiten sucht“, sagt Keppel. Er schränkt aber ein: „Bei Private Equity wird sich jetzt aber die Spreu vom Weizen trennen.“ Manche können der Finanzkrise sogar ihre gute Seite abgewinnen. „Es hat in den letzten Jahren erhebliche Übertreibungen gegeben“, meint Wlecke. „Die werden jetzt korrigiert – und das ist an sich gesund.“
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12.10.07 11:52:15
Beitrag Nr. 1.331 ()
12.10.2007 - 11:24
Presse: Hedgefonds erhöhen Einfluss auf Balda



Düsseldorf (BoerseGo.de) - Die Großaktionäre der Balda AG bauen ihren Einfluss weiter aus. Nach Informationen des "Handelsblattes" hat der englische Hedge-Fonds Audley Capital in den vergangenen Monaten seine Anteile verdoppelt und hält seit Donnerstag mehr als zehn Prozent an dem westfälischen Handyausrüster. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich Balda im Touchscreen-Geschäft zu einem klaren Weltmarktführer entwickeln kann", sagte Michael Treichl, Partner und Gründer von Audley Capital zum "Handelsblatt". "Wir schließen nicht aus, unsere Anteile weiter aufzustocken", fügte er hinzu.

Dabei will Treichl seine Ankündigung nicht als Angriff verstanden wissen. Das Verhältnis des Großaktionärs zur Unternehmensführung habe sich in den vergangenen Monaten deutlich gebessert. Noch Ende Juli war die Stimmung so schlecht, dass Audley gemeinsam mit dem amerikanischen Investor Guy Wyser-Pratte, der rund sieben Prozent der Balda-Aktien hält, in einem Brief an den Vorstand ein Ultimatum stellte: Entweder das Management ändert den Kurs, oder die Aktionäre ändern das Management.

Inzwischen hat sich der Kurs geändert. Ende September kündigte Konzernchef Joachim Gut an, Balda werde seine europäischen Werke verkaufen und sich auf das Asiengeschäft und die Herstellung von berührungsempfindlichen Bildschirmen (Touch-Screens) konzentrieren. Damit kommt die Unternehmensführung den Großaktionären weit entgegen.

In Detailfragen gebe es jedoch noch immer Unstimmigkeiten. Die Hedge-Fonds fordern, Balda solle seine chinesische Tochtergesellschaft TPK, die die Touch-Screens herstellt, abspalten und wenigstens einen Teil davon an die Börse bringen. Denn obwohl TKP der wichtigste Geschäftsbereich von Balda sei, und unter anderem die Touch-Screens für das neue iPhone von Apple herstelle, würde das S-Dax-Unternehmen in Finanzkreisen noch immer als Hersteller von Handyschalen wahrgenommen. Deshalb sei Balda vollkommen unterbewertet. In ihrem Brief rechnen die Hedge-Fonds dem Balda-Management vor, dass TPK als High-Tech-Konzern an der Börse bis zu 650 Millionen Euro wert sein könne. Der Mischkonzern Balda bringt es aktuell auf eine Marktkapitalisierung von 341 Millionen Euro.""""""""

Wundersame Geldvermehrung!!
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12.10.07 11:42:53
Beitrag Nr. 1.330 ()
12.10.2007 - 10:46
Countrywide erleidet Einbruch bei Hypothekenvolumen



New York (BoerseGo.de) - Der größte US-Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial Corp. musste im abgelaufenen Monat einen Rückgang seines Refinanzierungsvolumens bei Hypotheken gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 44% auf 21,2 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Einbruch verdeutliche eine Hinwendung von risikoreichen Hypothekendarlehen wie Subprimes zu normgerechten traditionellen Darlehen.

Wie Countrywide weiter mitteilte, sieht sich das Unternehmen mit einer möglichen Untersuchung durch Behörden über die Wahl des Zeitpunkts von Aktienverkäufen durch den CEO konfrontiert.
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12.10.07 11:39:16
Beitrag Nr. 1.329 ()
12.10.2007 - 01:05
Wall Street: Plötzliche Höhenangst



New York (BoerseGo.de) - Der Tag hatte wieder mit einer Rallye angefangen. Gegen 14.00 Uhr nach New Yorker Zeitrechnung erreichten Dow Jones und S&P 500 neue Rekordhöhen und zahlreiche Einzeltitel auch. Doch dann vollzog die Wall Street eine scharfe Kehrtwende und ging zeitweise in den freien Fall über. Händler machten dafür gleich zwei Schuldige aus:

1. Alex Weber. Das Mitglied der EZB warnte vor der Inflation und drohte mit weiteren Zinsanhebungen im Euro-Raum. Das Wort Preisgefahren erschreckte auch die Wall Street, die die Inflation fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.

2. JPMorgan Chase. Die Investmentbank hatte sich skeptisch zu den bald fälligen Quartalszahlen von Baidu.com geäußert. Da der chinesische Marktführer bei den Internetsuchmaschinen zu den Anführern der heißgelaufenen Techno-Rallye gehörte, stürzte gleich der ganze Technobereich ab.

Wachstumsskepsis und Inflationsangst ergaben eine ungesunde Mischung und da die Fondsmanager stets ein Herdenverhalten an den Tag legen, geriet auch der breite Markt in den Abwärtsstrudel. Kurz vor Schluss konnte sich die Wall Street aber wieder fangen und schloss über den Tagestiefs. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0.45% auf 14,015.12 Punkte, Intraday hatte der Blue Chip Index noch ein Allzeithoch 14,198.10. Der S&P 500 fiel 0.52% auf 1,554.41 Punkte (Intraday 1,576.09), der technologielastige Nasdaq Composite Index rutschte 1.40% auf 2,772.20 Punkte, der Russell 2000 Index, der kleinere Unternehmen erfasst (Small Caps), gab 1.21% und schloss auf 834.98 Zähler.
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12.10.07 11:34:42
Beitrag Nr. 1.328 ()
Nach dem Motto: Wir wollen keine AKW, wir wollen keine Kohlekraftwerke, wir wollen keine neue Trassen, aber wir wollen 20000 bis 50000 MW Windstrom von weit draußen auf der Nordsee!





""""""Streit um Stromtrasse in Niedersachsen

dpa-Meldung, 12.10.2007 (08:59)
Hannover - Nach Protesten gegen eine überirdische Stromtrasse durch Südniedersachsen will Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) nun Regelungen für eine Erdverkabelung schaffen. Nach dpa-Informationen plant er dafür ein Landesgesetz. Die Staatskanzlei teilte am Donnerstag kurzfristig mit, dass Wulff an diesem Freitag Ergebnisse einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Landes und des Bundesumweltministeriums vorstellen werde. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten dazu, das der dpa vorliegt, empfiehlt, auf Landesebene ein "besonderes Fachgesetz" zur Regelung von Höchstspannungs-Erdkabeln auszugestalten.



SPD-Landtagsfraktionschef Wolfgang Jüttner sagte, bei Wulff sei ein "Lerneffekt" aufgetreten. Bürgerinitiativen fordern für die geplante Höchstspannungsleitung von Wahle im Kreis Peine bis nach Nordhessen anstelle der Freileitung mit Masten eine unterirdische Verkabelung. Sie befürchten Elektrosmog und eine Verschandelung der Landschaft.

Die Grünen treten dafür ein, dass als Pilotprojekt auf der gesamten Trasse ein Erdkabel verlegt werde. Die Landesregierung wolle dagegen lediglich auf Teilstücken eine unterirdische Verkabelung ermöglichen, hieß es. Über geplante Stromtrassen unter der Erde soll in der kommenden Woche in der Sitzung des Landtags diskutiert werden.

Das niedersächsische Agrarministerium hatte bisher erklärt, die um ein vielfaches teurere Verlegung der Leitungen unter der Erde käme in sensiblen Bereichen in Betracht. Bereits im Mai hatte es einen Kurswechsel bei der Landesregierung gegeben: Zunächst sollte eine überirdische Stromtrasse in das neue Landesraumordnungsprogramm aufgenommen werden. Nach einer Protestwelle von Anwohnern wurde dann aber doch über unterirdische Erdkabel neu diskutiert.
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12.10.07 11:22:51
Beitrag Nr. 1.327 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.949.222 von Namenbenutzer am 12.10.07 02:14:10HANDELSBLATT, Freitag, 12. Oktober 2007, 10:42 Uhr
Agrarmärkte

Rohstoffe bleiben knapp und teuer
Von Ingo Reich

Rohstoffengpässe sorgen weiterhin für steigende Nahrungsmittelpreise in Deutschland, erwartet Clemens Große Frie, Vorstandsvorsitzender der Agravis Raiffeisen AG. Auf mittlere Sicht sehe es für Industrie und Verbraucher jedoch nicht mehr ganz so dramatisch aus wie in den vergangenen Wochen, ergänzte Große Frie im Gespräch mit dem Handelsblatt vor Beginn der Welternährungsmesse Anuga in Köln, die am Samstag startet. weiter auf Handelsblatt.com


@ Namenbenutzer

U. A.:
""""""Eine dramatische Zuspitzung erfahre die Situation auf den Agrarmärkten derzeit aber durch „branchenfremdes Kapital“, das zu spekulativen Zwecken eingesetzt werde, sagt Große Frie. Plötzliche Gewinnmitnahmen seien verantwortlich für ein außergewöhnliches Auf und Ab an den Agrarbörsen in Paris und Chicago. „Kurssprünge von zehn Prozent sind keine Seltenheit“, sagt Große Frie. Ein ähnliches Szenario spiele sich derzeit beim Raps ab. Außerdem sorgten einige Zocker unter den Landwirten derzeit selbst für eine Verminderung des Angebots, weil sie ihre Ernte in der Hoffnung auf noch höhere Preise zurückhielten.

Bei der derzeitigen Verknappung spielt die Verwendung von Weizen zur Erzeugung von Bioethanol für die Beimischung in Kraftstoffen allerdings noch keine Rolle. Der Anteil von Weizen, der für die Produktion von Bioethanol in Deutschland verwendet wird, liegt weit unter drei Prozent und ist in diesem Jahr sogar rückläufig. Ein Betreiber derartiger Anlagen, die Verbio AG, hat die Produktion sogar zeitweise eingestellt. „Angesichts der derzeitigen Getreidepreise ergibt es keinen Sinn, Getreide zu Ethanol zu verarbeiten“, sagt Verbio-Chef Claus Sauter.""""""
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12.10.07 11:13:30
Beitrag Nr. 1.326 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.951.905 von winhel am 12.10.07 11:01:16damit diese Banker ihr Gehalt von mehreren Millionen Dollar rechtfertigen können


Die armen Burschen, werden einfach so auf die Straße gesetzt :rolleyes:

Winnie, long ist angesagt, seit 8:00 Uhr FDaxi 25 Punkte im Plus !
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12.10.07 11:10:06
Beitrag Nr. 1.325 ()
HANDELSBLATT, Freitag, 12. Oktober 2007, 07:15 Uhr
Atom-Debatte

Vom Anfang nach dem Ende
Von Dirk Heilmann

50 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Windscale beginnen die eigentlichen Aufräumarbeiten: Die rund 9 000 halbverglühten Brennstäbe des Reaktors sollen im nächsten Jahr entfernt und die Anlage komplett abgetragen werden – Kostenpunkt 900 Millionen Euro. Trotz negativer Vergangenheit bereiten sich die Briten auf den Bau neuer Atomkraftwerke vor. weiter Handelsblatt.com""""""


Um hier mal eins klar zu stellen: Ich liebe keine AKW, sie sind gefährlich. Nur, es geht um eine zuverlässige Energieversorgung für die nächsten Jahrzehnte und darüber hinaus. Eine solide Energieversorgung sollte sorgsam geplant werden. Und das tun global gesehen alle Länder. Nur wir Gutmenschen in Deutschland sind immer noch der Meinung, alleine den Sonderweg beschreiten zu können.
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12.10.07 11:01:16
Beitrag Nr. 1.324 ()
HANDELSBLATT, Freitag, 12. Oktober 2007, 09:55 Uhr
Stellenabbau

Goldesel in Gefahr
Von Laura Silva, breakingviews.com

Die US-Bank JPMorgan will in ihrer Investment-Sparte Stellen streichen. Betroffen sind Angestellte, die in Geschäftsfeldern arbeiteten, die von der Misere betroffen sind – im Juli waren dort 25 400 Mitarbeiter tätig. Investoren rechnen zudem mit großen Abschreibungen bei JPMorgan. Daher wird erwartet, dass die Bank im dritten Quartal weniger verdient hat. JPMorgan soll in der kommenden Woche Quartalsergebnisse vorlegen.

Bis jetzt hatte es vor allem die Hypothekenspezialisten getroffen. Die Investmentbanken Bear Stearns, Lehman Brothers und Morgan Stanley haben Hunderte von Angestellten entlassen, nachdem die Krise auf dem US-Markt für Hypothekendarlehen zweitklassiger Bonität, so genannte Subprime-Papiere, bei ihnen zu Verlusten geführt hatte. Aber es wird noch schlimmer kommen.

Nach einem Hausputz auf hohem Niveau bei Merrill Lynch und UBS räumt jetzt JPMorgan mit breitem Schwung bei ihren Kreditspezialisten auf. Das Wertpapierhaus macht dabei auch nicht vor dem ehemals so lukrativen Team für kreditfinanzierte Fusionen und Übernahmen halt.

Das ist zwar keine Überraschung, trifft aber doch mitten ins Herz der Abteilung, deren Mitarbeiter jüngst noch als die Goldesel der Investmentbank galten. Als der Markt für kreditfinanzierte Übernahmen im Juli ins Wanken geriet und plötzlich hässliche Verluste über der gesamten Wall Street ausschüttete, verlor sich ihr Glanz jedoch recht schnell.

Während die Übernahme-Deals nicht ganz so zügig wie der Hypothekenmarkt untergraben wurden, ist das Neugeschäft mittlerweile doch fast zum Erliegen gekommen. Das bedeutet, dass jene Banker, die Beziehungen zu Beteiligungsgesellschaften haben und permanent nach dem nächsten Abschluss suchen, sich in nächster Zeit ziemlich langweilen werden.

Es könnte nämlich noch eine Weile dauernd, bevor wieder genug neue Übernahme-Gelegenheiten auftauchen, damit diese Banker ihr Gehalt von mehreren Millionen Dollar rechtfertigen können. Die Transaktionen, für die keine Finanzierung zu bekommen ist, belaufen sich immer noch auf rund 300 Mrd. Dollar.

Zwar sieht es jetzt besser aus als noch vor einem Monat, aber es geht nur im Schneckentempo voran. Und bis die alten Abschlüsse abgewickelt, bis die Banken mit den Abschreibungen ihrer Verluste fertig sind und das Vertrauen der Fremdkapitalinvestoren zurückgekehrt ist, dürften die Geldhäuser in den Spezialisten für Übernahmefinanzierungen einen Luxus sehen, den sie sich gerade gar nicht leisten können.
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12.10.07 10:56:28
Beitrag Nr. 1.323 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.949.222 von Namenbenutzer am 12.10.07 02:14:10Warum macht ihr immer wieder den selben Fehler?? Nicht nur der Ölpreis steigt!!!
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