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Volkswagen Vorzüge interessanter als Stämme ? (Seite 1569)

eröffnet am 31.10.07 09:48:07 von
neuester Beitrag 14.06.21 22:03:34 von

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12.11.08 22:36:48
Beitrag Nr. 135 ()
@lingen:

ja, Du hast recht mit den 80%. § 26 II hatte ich glatt überlesen. Allerdings ist diese Regelung in Kombination mit dem Höchststimmrecht echt krass und imho dürfte das ziemlich sicher durch Brüssel gekippt werden

Gruß LK
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12.11.08 21:54:27
Beitrag Nr. 134 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.930.538 von Dr_Harmonie am 12.11.08 20:57:27Derzeit sind für eine Satzungsänderung (und damit mutmaßlich auf für die Wandlung der VZ-Aktien) mindestens 80% der Stimmen auf der HV notwendig, nicht 75% (Link hatte ich vorhin gepostet, §26 Abs. 2). Unter diesen Voraussetzungen gilt aber: Für die Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien benötigt man jeweils genausoviele Stimmrechte, wie auch für die Beherrschung der Gesellschaft erforderlich sind, d.h. der Erwerb von Vorzugsaktien bietet im Übernahmekampf keinen Vorteil, gleich ob die Sperrminorität bei 20% bleibt oder wie erwartet durch Intervention aus Brüssel auf 25% steigt.
Wenn die Übernahme klappt, gibts für die Vorzugsaktie einen warmen Händedruck von H. Härter...
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12.11.08 20:57:27
Beitrag Nr. 133 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.928.207 von petermaennchen am 12.11.08 18:19:21zu den Berechnungen Abstimmungen hat labskaus alles gesagt.

Wieso soll es da Sinn manchen, zusaetzlich die Vorzuege zu kaufen?
Alles steht und fällt mit Brüssel. Die Vorzüge haben bei einer Beherrschung Anspruch auf Garantiedividende, bei Squeeze out Anrecht auf angemessene Abfindung. Bei einem Eigenkapital je St/Vz von knapp 100 Euro, einem Gewinn je St/Vz von 10-12 Euro dürfte es richtig schwer werden für Porsche unter 100 zu squeezen und unter 3-5 EUR Garantiedividende aus der Sache rauszukommen.

Es macht daher einfach ökonomisch Sinn für Porsche Volkswagen Vorzüge zu kaufen. Weil die richtig günstig sind. Man sich Garantiedividende sparen kann bzw. sie an sich selbst ausschütten und beim Squeeze out geht keine Aktie unter 100 übern Tresen. Da wäre es halt günstig, sich die Teile für unter 30 zu sichern.

Ob Porsche einen Plan "B" hat, falls das VW Gesetz bestehen bleibt, vermag ich nicht zu beurteilen. Mein Gefühl sagt mir, da ist noch was. Eine zweite strategische Linie, falls die erste zerschossen wird durch die Politik.
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12.11.08 19:33:50
Beitrag Nr. 132 ()
@petermaenchen:

Ja, Du hast allerdings laufend Deine Berechnungen selbst korrigiert und schleppst trotzdem noch einige unzutreffende Annahmen durch:

(i) Bei der Abstimmung der Vozugsaktionäre "braucht" Porsche überhaupt keinen bestimmten Anteil, da davon ausgegangen darf, dass jeder Vorzugsaktionär dem Umwandlungsantrag zustimmen wird :lick:

(ii) Bei der Abstimmung der Stammaktien wird es interessanter: dort "neutralisieren" sich Niedersachsen und Porsche qua Höchststimmrecht. Damit ist aber nicht Schluss: Was passiert wohl, wenn Porsche bei der "Auflösung" von swaps & Optionen sich nicht nur ein angemessenes Entgelt sondern auch ein Abstimmverhalten bei der nächsten HV versprechen lässt :look:

Es grüsst der schwarze Schwan.

LK
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12.11.08 18:19:21
Beitrag Nr. 131 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.925.541 von Valueandi am 12.11.08 15:19:00Die Rechnungen zur Stimmverteilung bei Umwandlung der Vorzuege hatte ich bereits angestellt. Steht alles in diesem Thread.

Die Frage ist nur: Wie soll die Zustimmung zur Umwandlung erfolgen? Vorzugsaktionaere und Stammaktionaere stimmen getrennt ab! Und Niedersachsen wird einer Umwandlung wohl nicht zustimmen. Wie soll das also passieren?

Und um nach der Umwandlung trotzdem mehr als 75 % aller Stimmrechte zu kontrollieren, muesste PAH auch vor der Umwandlung mehr als 75 % der Vorzuege kontrollieren.

Fuer die Umwandlung brauchen sie die Mehrheit der Stimmrechte bei den Staemmen. Wenn sie die haben, beherrschen sie VW. Wieso soll es da Sinn manchen, zusaetzlich die Vorzuege zu kaufen?
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12.11.08 18:09:02
Beitrag Nr. 130 ()
Ja, lingen, eine Satzungsänderung ist notwendig. Allerdings braucht es "nur" eine 75% HV-Mehrheit, und die ist bei einer "konzertierten Aktion" von Porsche durchaus nicht unmöglich ;)

Gruß LK
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12.11.08 15:57:08
Beitrag Nr. 129 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.922.885 von Valueandi am 12.11.08 11:51:55Die Aufteilung in Stamm- und Vorzugsaktione ist in §4 Abs. 1 der Satzung festgeschrieben:
http://www.volkswagenag.com/vwag/vwcorp/content/de/investor_…
Müßte nicht dementsprechend für die Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien eine Satzungsänderung (zusätzlich zum Beschluß der Vorzugsaktionäre) notwendig sein? Genau dafür wäre aber nach der Neufassung des VW-Gesetzes immer noch eine Mehrheit von mindestens 80% der HV erforderlich, mithin könnte sich Porsche nicht über die Vorzugsaktien mehr als 80% der Stimmrechte der HV "erschleichen" und darauf ansetzende Spekulationen wären gegenstandslos.
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12.11.08 15:47:56
Beitrag Nr. 128 ()
OK value:

Deine Betrachtung macht wirtschaftlich Sinn.

Leider ist das mit der Umwandlung der Vorzüge in Stämme in der konkreten Situation nicht trivial. Habe mir übrigens selbst die Satzung besorgt und festgestellt, dass es gar keine Sperrminorität im technischen Sinn gibt. Der Ausdruck ist hier irreführend. Es gibt lediglich ein Höchststimmrecht pro Aktionär auf 20%. Allerdings ist über dieses auch nicht ohne kreative Gestaltung hinwegzukommen ...

Trotzdem: unmöglich ist nichts & wir leben in einer Zeit gehäufter unerwarteter Ereignisse, der schwarze Schwan lässt grüßen ;)

LK
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12.11.08 15:19:00
Beitrag Nr. 127 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.924.018 von petermaennchen am 12.11.08 13:21:42Ja denk doch einmal nach..

Eine Umwandlung der Vorzüge in STämme ist wie ein Kapitalerhöhung.
Über diese Erhöhung der Aktienzahl verschieben sich die Relationen.

Stämme 299 Mio
Vorzüge 105 Mio

gesamt 404 Mio.

Hatte Wulffie vorher 59,8 Mio AKtien und dann 20 %,
hat er später immer noch soviele Aktien aber nur 14,8 % Anteil.


Niedersachsen hat dann keine 20 % mehr . Dann gilt auch die SPerrminorität nicht mehr.


Eine Kapitalerhöhung bei den Stämmen wäre blöd, Niedersachsen würde auf jeden Fall seinen ANteil erhöhen,nichts wäre gewonnen.

ALso pirscht man sich nach guter alter Manier über die Optionen auf VW-Vorzüge ran.

Man sichert sich 90 Mio Optionen die Aktie zu z.b. 30 EUro zu kaufen.Dann kommt irgendwann die Meldung und die AKtie explodiert auf 500 Euro. Alle Shortseller werden gegrillt und bezahlen auch die Vorzüge schön für porsche. porsche bekommt VW umsonst und lacht sich eins. Aber wir Vorzugsaktionäre haben einen Anspruch wie dr. harmony schön erklärt hat. Und wir müssen der Wandlung nicht zustimmen,wenn der Preis nicht stimmt.
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12.11.08 13:44:34
Beitrag Nr. 126 ()
Porsche will einen Beherrschungsvertrag (falls sie heute noch wollen...)

Dazu brauchen sie Brüssel, die das dt. VW-Gesetz kippen. Wenn das passiert ist, können sie einen Beherrschungsvertrag machen. Der Clou dabei ist, sie müssen eine Garantiedividende ausschütten auf Basis § 304 Satz 2 Aktiengesetz

§ 304 Angemessener Ausgleich
(1) 1Ein Gewinnabführungsvertrag muß einen angemessenen Ausgleich für die außenstehenden Aktionäre durch eine auf die Anteile am Grundkapital bezogene wiederkehrende Geldleistung (Ausgleichszahlung) vorsehen. 2Ein Beherrschungsvertrag muß, wenn die Gesellschaft nicht auch zur Abführung ihres ganzen Gewinns verpflichtet ist, den außenstehenden Aktionären als angemessenen Ausgleich einen bestimmten jährlichen Gewinnanteil nach der für die Ausgleichszahlung bestimmten Höhe garantieren. 3Von der Bestimmung eines angemessenen Ausgleichs kann nur abgesehen werden, wenn die Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlußfassung ihrer Hauptversammlung über den Vertrag keinen außenstehenden Aktionär hat.
(2) 1Als Ausgleichszahlung ist mindestens die jährliche Zahlung des Betrags zuzusichern, der nach der bisherigen Ertragslage der Gesellschaft und ihren künftigen Ertragsaussichten unter Berücksichtigung angemessener Abschreibungen und Wertberichtigungen, jedoch ohne Bildung anderer Gewinnrücklagen, voraussichtlich als durchschnittlicher Gewinnanteil auf die einzelne Aktie verteilt werden könnte. 2Ist der andere Vertragsteil eine Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien, so kann als Ausgleichszahlung auch die Zahlung des Betrags zugesichert werden, der unter Herstellung eines angemessenen Umrechnungsverhältnisses auf Aktien der anderen Gesellschaft jeweils als Gewinnanteil entfällt. 3Die Angemessenheit der Umrechnung bestimmt sich nach dem Verhältnis, in dem bei einer Verschmelzung auf eine Aktie der Gesellschaft Aktien der anderen Gesellschaft zu gewähren wären.

Für das Jahr 2008 bspw wird Volkswagen, nachdem schon 9,50 EUR in den ersten neuen Monaten des Jahres verdient wurden, rund 10-12 EUR je Vorzug verdienen. Eine für das jahr 2008 angemessene Ausgleichszahlung wäre sicher nicht unter 5 Euro. Die Jahre zuvor hat Volkswagen gut verdient, selbst unter Berücksichtigung sich eintrübender Märkte könnte ich mir eine faire dauerhafte Ausgleichzahlung von rund 3 EUR Garantiedividende vorstellen. Das wären derzeit über 9% Rendite. Ich halte die Größenordnung für konservativ.

Alleine schon aus diesem Grund sind die Volkswagen Vorzüge hochinteressant.

Bleibt der Aspekt der Umwandlung in Stämme. Sollte Porsche einen Beherrschungsvertrag machen, so könnten sie über die Umwandlung der Vorzüge in Stämme Niedersachen weiter marginalisieren, den Einfluss zurückdrängen. Zudem würden sie für jede Vz.-Aktie, die sie selber besitzen, die Garantiedividende im Unternehmen halten. Strategie des Porsche-Clans ist es offenbar, die außenstehenden Aktionäre vollkommen aus Volkswagen zu drängen, um diesen industriellen Giganten unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu beherrschen und die Früchte ihrer strategischen Entscheidungen zu genießen. Langfristig kann ich mir einen Squezze out für Volkswagen, Volkswagen Vorzüge, Audi und Scania vorstellen, evt. kommt noch MAN und MAN Vorzüge dazu.

Direkt Käufe in den Vorzügen dürfte Porschen nicht vornehmen, sie werden da sicher wieder die bewährte Optionsstrategie fahren und Mrd.- Zusatzerträge aus den Banken rausholen.
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