Vossloh AG WKN 766710 (Seite 82)

eröffnet am 15.01.08 15:39:39 von
neuester Beitrag 27.04.20 11:20:45 von


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22.05.19 19:19:44
Beitrag Nr. 811 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.591.785 von FoxSr am 17.05.19 17:16:13
Hauptversammlung
Guten Abend !

Ich habe heute wieder einmal die Gelegenheit wahrgenommen, die HV der Vossloh AG zu besuchen - und es gab dabei mMn Licht und Schatten zu sehen.

Fundamental ist die Aktie mMn weiterhin nicht wirklich günstig. Im letzten Jahr hat man ein EpS von 1,27 Euro in den fortzführenden Bereichen erzielt - das entspricht beim derzeitigen, in den letzten Wochen ja schon deutlich zurückgenommenen Kurs immer noch einem KV von fast 30.
Zudem rechnet man bei Vossloh wohl damit, bei der nächsten Überprüfung aus dem SDAX zu fallen, so dass auch von daher keine Unterstützung für den Kurs zu erwarten ist.

Heute war dann aus den Ausführungen des Vorstands mMn relativ klar zu entnehmen, dass man zwar operativ im laufenden Jahr wieder in etwa so abschneiden wird wie im Vorjahr - dass man aber durchaus damit rechnen kann, dass es zu Sonderaufwendungen kommen wird, die das Ergebnis belasten. Grund dafür ist ein angedachtes Maßnahmenpaket zur Steigerung der Profitabilität, das zunächst einmal Geld kosten wird.

Dadurch dass man schon jetzt einige größere Aufträge für das Chinageschäft in die Bücher genommen hat, kann man zwar schon absehen, dass sich Umsatz und Ebit im kommenden Jahr 2020 operativ verbessern werden - mMn ist das aber nur die halbe Wahrheit. Es ist zwar richtig, dass in Jahren mit einem gut laufenden Chinageschäft Umsatz und Marge zulegen - ABER dafür steht im Regelfall dem chinesischen Joint-Venture Partner auch ein Teil des Konzernergebnisses zu (Vossloh ist in China nur mit JV Partnern unterwegs) , so dass sich der Anteil der den Vosslohaktionären zustehenden Ergebnisses deutlich geringer erhöht.
Für 2020 rechnet man mit einem EBIT in Höhe des Jahres 2017 - damals hatte man ein EpS von 1,75 Euro erreicht - was immer noch einem KGV von 20 entsprechend würde (und jeder muss selber wissen, ob ihm/ihr das günstig erscheint oder nicht.

Was mich persönlich etwas befremdet ist die Tatsache, dass man von dem EpS von 1,14 Euro im Konzern (einschließlich Transportation) immerhin 1 Euro an die Aktionäre ausschütte - und das obwohl es einen negativen Free CAshflow gibt und die Nettoverschuldung extrem angestiegen ist. Ein Vertreter der Aktionäre meinte dazu zwar, dass das dann sicher so eine Art Trostpflaster für die durch die schlechte Kursentwicklung gebeutelten Aktionäre wäre. Ich persönlich denke aber, dass diese im Vergleich zum Gewinn sehr hohe Ausschüttungsquote wohl eher auf Druck von Herrn Thiele zustandegekommen ist, der aus seinem Invest sicher wenigstens einen kleine Rendite haben will (wobei man im letzten Jahr sogar trotz Verlustausweis die 1 Euro ausgeschüttet hat).

Grade wenn man, was bei Vossloh geplant ist, daran denkt, auch die Zahl der Mitarbeiter zu kürzen, halte ich eine derart hohe Dividende für ein wenig instinktlos (aber das ist nur meine persönliche Meinung).

Rein von den Zahlen her, erscheint mir Vossloh auch weiterhin nicht wirklich günstig zu sein - im Gegenteil (wie gesagt rechne ich im laufenden Jahr - ohne Gewähr - mit einem Ergebnis aus den fortgeführten Betriebsteilen unterhalb des letztjährigen Ergebnisses, weil es wohl zu Sonderaufwendungen kommen wird).

Was den Lokomotivenbau in Kiel angeht wurde auch in diesem Jahr darauf verwiesen, dass man optimistisch ist, diesen Konzernteil nunmehr doch einigermaßen zeitnah veräußern zu können (das hat man so ähnlich im letzten Jahr aber auch schon verkündet). Allerdings gab es im neuen Werk wohl unvorhergesehene Schwierigkeiten bei der Abarbeitung eines Großauftrags für einen französischen Kunden. Aufgrund der Schwierigkeiten ist man auch in Zeitverzug gekommen, was den Verkauf der Sparte natürlich deutlich erschwert hat. Derzeit stehen, wenn ich das richtig sehe, noch etwa 34 Mio Euro in den Büchern - das Unternehmen hat im letzten JAhr roundabout 200 Mio Euro Umsatz gemacht, dabei aber eben einen Verlust von etwa 10 Mio Euro eingefahren. Mal sehen, ob man die Lokomotivenfabrik in Kiel dann für die 34 Mio Euro Buchwert veräußern kann oder ob es da noch Buchwertabschreibungen geben wird.

Wenn nun wer fragt, wo denn bei den ganzen Schatten das Licht bleibt, dann würde ich darauf verweisen, dass meinem Eindruck nach (immer subjektiv!) bei Vossloh verstanden wurde, dass man mit der derzeitigen Konzernstruktur nur Ergebnisse erzielen kann, die dem derzeitigen Aktienkurs höchtstens angemessen sind - eine Perspektive auf höhere Kurse ist mMn nur bei besseren Ergebnissen vorstellbar und die sind mit der derzeitigen Struktur nur schwer darstellbar.

Wie schon gesagt, hängt vieles am Chinageschäft, das zwar erfreulich aber eben immer nur projektbezogen läuft (und dessen Erträge man, wie geschrieben, immer auch mit dem JV Partner dort teilen muss).

Vossloh macht strategisch inzwischen sicher einiges richtig. So hat man in 2018 z.B. von der Strabag vier Fräszüge gekauft und kommt damit in Europa in diesem Geschäft auf einen Anteil von zwischen 50 und 60% (Umsatz ca. 10 Mio Euro, Marge ca. 10% - allerdings habe ich jetzt nicht mitbekommen, ob das für das Gesamtjahr hochgerechnet ist (was ich glaube) oder ob das nur die Umsätze nach Übernahme waren).
Man hat in Australien die Firma AUSTRAK erworben, die dort Betonschwellen herstellt. Diese Gesellschaft macht im laufenden Jahr voraussichtlich 30-35 Mio Euro Umsatz und soll profitabel arbeiten. Der Clou daran ist, dass Vossloh bisher noch keine Schienenbefestigungsanlagen nach Australien geliefert hat. Nun ist es aber so, dass der Auftraggeber dem Betonschwellenlieferanten die Art der Schienenbefestigung überlässt. Dadurch dass Vossloh nun AUSTRAK Eigentümer ist, wird man dementsprechend nun auch für die Schienenbefestigungen einen MArkt in Australien finden.

Und last but not least ist es so, dass in China weiter gutes Geschäft zu erwarten ist. Einmal hat die Regierung in China beschlossen, das Hochgeschwindigkeitsnetz von derzeit 25.000 km in den nächsten Jahren auf 35.000 km auszubauen (Neugeschäft) und gleichzeitig ist es so, dass jetzt für die ersten in China gebauten Hochgeschwindigkeitskilometer jetzt so alt sind, dass das Instandhaltungsgeschäft so langsam losgeht (für Vossloh sehr wichtig).

Das alles sind jedes für sich mMn keine Ergebnisbooster sondern eher "Kleinvieh" aber Kleinvieh macht halt auch Mist und viel Kleinvieh macht halt viel Mist...

Anders gesagt: Man dreht bei Vossloh zwar nicht am großen Rad, um die Ergebnisse in Kürze zu verbessern aber sukzessive dürfte das schon gelingen.

Zudem setzt man grade ein Maßnahmenpaket auf, dass u.a. eine Verringerung des Working Capitals vorsieht, um den Finanzierungsbedarf dort kleiner zu halten und dass eben auch eine Verringerung der Belegschaft um 5% vorsieht, um die Ebitmarge hoch zu bekommen. Herr Schuster (CFO) meinte, dass es unbefriedigend wäre, wenn Vossloh sich nur alle paar Jahre mal freuen könnte, wenn es ein dickes Chinageschäft gibt und dann im Jahr drauf, wenn die Aufträge vielleicht wieder zurückgehen, auch die Marge wieder absackt. Sein Ziel ist es, die Marge zu erhöhen und zu verstetigen.

Dazu dient auch die Überlegung, unprofitable Bereiche im Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen und ggfs. auch zu verkaufen, in Kooperationen einzubringen oder zu schließen (was aber zunächst eben wieder Zusatzaufwand bedeutet).

Zusammengefasst hatte ich schon den Eindruck, dass man bei Vossloh begriffen hat, dass EpS von 1,50 oder auch mal 1,80 Euro keinen signifikant höheren Aktienkurs rechtfertigen als den derzeit gültigen. Es gibt durchaus Signale, dass man an der Profitabilität arbeitet - und zwar einmal von der Umsatzseite her ab er eben auch von der Kostenseite. Das Ganze wird mMn aber noch ein oder zwei Jahre dauern und in der Zwischenzeit eher zu Mehrbealstungen und damit zu mindestens optisch schlechten Ergebnissen führen können (auch deshalb, so ist mein Eindruck, hat man bei Vossloh angekündigt, ab dem nächsten Quartal die Ergebnisdarstellung, wenn ich das richtig verstandnen habe, so anzupassen, dass neben dem "Gesamtergebnis" auch ein "bereinigtes Ergebnis" gezeigt werden soll (ich vermute mal, dass es demnächst das ein oder andere zu bereinigen geben wird).

MMn wäre die Aktie wieder interessant, wenn man das EpS nachhaltig und signifikant über die 2 Euro Grenze bringen könnte. Dazu bedarf es mMn aber einiger Maßnahmen - man hat sich, so mein Eindruck, bei Vossloh auf den Weg gemacht - aber das Ziel ist noch nicht in Sicht.

Wäre ich ein Analyst, würde ich dem Anleger, der einen sehr langen Anlagehorizont hat (so mindestens 5 Jahre) vielleicht empfehlen, die Aktie vorerst zu halten und an schwachen Tagen zu kaufen - weil ich nicht ausschließen kann (im Gegenteil), dass Vossloh in einigen Jahren die 2 Euro EpS Marke nachhaltig überschreiten wird und dann würde das KGV ja nur noch bei etwa 15 liegen - und das wäre für einen Infrastrukturanbieter nicht zu teuer. Aber bis wir dahin kommen, könnte es noch tiefere Kurse geben, wenn der Markt auf die absehbar schlechteren Ergebnisse wegen der Sonderaufwendungen reagieren würde.

Aber da ich ja kein Analyst bin, sind das sind natürlich nur meine persönlichen Eindrücke gewesen (und auch ohne Gewähr). Jedenfalls stellt dieser Beitrag keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar!

Einen angenehmen Abend noch allerseits.
2 Antworten
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22.05.19 22:20:34
Beitrag Nr. 812 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.625.756 von Huta am 22.05.19 19:19:44
sehr interessante Infos
Guten Abend, Herr Huta.

Danke für Ihre ausführliche Einschätzung von Vossloh nebst HV-Bericht.

Angesichts Ihrer früheren Schilderungen bin ich sehr vorsichtig und hatte in meinem Musterwikifolio in den letzten 5 Monaten zweimal bei rund 41 Euro gekauft und bei über 42 verkauft. Letzte Woche hat es mich noch einmal gepackt und bei 35 wurde ein kleiner Prozentsatz gekauft und nahe 37 Euro verkauft.

Jetzt halte ich mich aber fern. Vielleicht würde ich bei 30 Euro ein kleines Investment riskieren, aber insgesamt sind mir die Geschäftsaktivitäten von Vossloh seeehr überschaubar.

Mein Fazit: Wesentlich attraktiver erscheint mir WABtec (Western Air Brake), die ein Komplettanbieter rund um die Schiene sind und sogar Lokomotiven weltweit instand setzen (USA/Italien/China etc.). Insbesondere nach dem Merger mit GE Transportation sollte die WABtec, gegründet 1869, wieder steigen, wenn GE den WABtec Aktientausch vereinbarungsgemäß bis Jahresende 2019 in Paketen an der Börse verkauft hat.

Die WABTEC homepage (hier in DE) ist ziemlich eindrucksvoll: https://www.wabtec.com/de
1 Antwort
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23.05.19 12:45:13
Beitrag Nr. 813 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.627.493 von FoxSr am 22.05.19 22:20:34Guten Tag !

Die "WABTEC" kenne ich leider nicht. Ich beschränke mich bei meinen Einzelinvestitionen auf deutsche Werte (und versuche mich sogar auf NRW zu beschränken, weil ich gerne zu den HVen "meiner" Gesellschaften fahre, auch um mir einen Eindruck von den handelnden Personen zu verschaffen und die ein oder andere interessante Info - manchmal auch zwischen den Zeilen - aufzuschnappen).

Was Vossloh angeht, halte ich die Aktien schon seit zig Jahren - zwischendurch waren es mal deutlich mehr. Nach der HV gestern werde ich meinen Bestand jedoch nicht weiter reduzieren. Wie schon gesagt kann es kruzfristig sicher interessantere Aktien geben - aber ich fand es schon durchaus positiv, dass seitens des Vorstands erkannt wurde, dass man hinsichtlich der Marge etwas unternehmen muss, um den Aktienkurs wenigstens mittelfristig von der Stelle zu bewegen. Im letzten Jahr hatte ich mich ja noch sehr über die Fragen der Aktionäre zum Aktienkurs und auch über die Ratlosigkeit des Vorstands hinsichtlich der seinerzeitigen Kurse gewundert.

Ein Unternehmen, das zwischen 1,25 Euro und 1,80 Euro EpS erreicht, kann mMn - auch wenn es ein tendenziell vielleicht etwas höher bewertetes Infrastrukturunternehmen ist - nicht damit rechnen, dass der Aktienkurs bei 50 Euro oder noch höher liegt.

Diese Zeiten sind bei Vossloh definitiv vorbei - auch weil Vossloh sich auf die reine (wahrscheinlich stabilere - oder langweiligere? ) Schieneninfrastruktur beschränkt. Ob es wirklich nötig war, Vossloh Kiepe zu veräußern oder ob man da lieber einen Kooperationspartner gesucht hätte, ob es sinnvoll war, die Bahnproduktion in Valencia zu verkaufen oder ob man nicht auch da besser einen Partner gesucht hätte, die Fragen sind eben heute rein theoretischer Natur.

Nun kann man nur noch versuchen, die Schieneninfrastruktur umsatzseitig auszubauen (was man z.B. durch den Erwerb der Betonschwellenwerke in den USA/Mexiko (Concrete Ties) und Australien (AUSTRAK) gemacht hat und (vor allem) indem man das Unternehmen profitabler macht.

Das wurde auf dieser HV vom Vorstand auch (erstmals) so offensiv formuliert. Wenn man es tatsächlich schaffen würde, durch die nun angekündigten Maßnahmen die EBITmarge in Richtung "zweistellig" zu bewegen und gleichzeitig daran schraubt, den Umsatz sukzessive zu erhöhen (und zwar nicht nur in den Jahren, in denen es ein starkes Chinageschäft gibt), dann hätte die Aktie auch noch etwas Entwicklungspotential.

Wie gesagt: Bis dass es so weit ist, wird noch Zeit vergehen, die Maßnahmen werden auch Geld kosten (und Ergebnis) - aber mMn ist die Steigerung der Profitabilität unumgänglich und dass es nun immerhin die Erkenntnis gibt, ist ein erster (aber wichtiger) Schritt.

Einen angenehmen Tag noch.
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09.06.19 19:24:23
Beitrag Nr. 814 ()
Hallo zusammen, 31,85 wie tief wird es gehen?
Vossloh scheint das Werk in Kiel nicht loszuwerden, anders kann ich mir den Kursverlauf nicht erklären.. Kommt wohl nochmal eine Nachricht!
Valencia und kiepe waren schnell verkauft, Kiel will scheinbar niemand geschenkt haben.
Grüße ans forum
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18.06.19 19:33:02
Beitrag Nr. 815 ()
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11542159-dgap-adh…


An Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten, dem alten Thiele (Mehrheitsaktionär) auf so offensichtliche Art seine Anteile zu erhöhen, unglaublich. Eine Verwässerung der Anteile für alle Kleinaktionäre.

PS – bin nicht investiert.
1 Antwort
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19.06.19 07:15:39
Beitrag Nr. 816 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.834.976 von Agio am 18.06.19 19:33:02
Zitat von Agio: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11542159-dgap-adh…


An Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten, dem alten Thiele (Mehrheitsaktionär) auf so offensichtliche Art seine Anteile zu erhöhen, unglaublich. Eine Verwässerung der Anteile für alle Kleinaktionäre.

PS – bin nicht investiert.


Guten Morgen und Danke für den Hinweis !

Ich finde die Konstruktion, Herr Thiele darf einen guten Teil der neuen Aktien zeichnen, während der "normale" Aktionär in die Röhre schaut, auch etwas merkwürdig. Zumal der erwartete Erlös (49 Mio Euro bei etwa 1,6 Mio Aktien) ja darauf hindeutet, dass die Aktien wohl eher noch unter dem schlechten aktuellen Kurs veräußert werden (rechnerisch unter 31 Euro)!

Überhaupt erscheint mir die Verbundenheit mit Herrn Thiele für das Unternehmen ungesund zu sein. Schon die Zahlung einer Dividende von jeweils 1 Euro je Aktie (wobei das EpS in 2017 noch negativ war und in letzten Jahr lediglich 1,14 Euro betrug) war aus meiner Sicht eher Schmerzensgeld für Herrn Thiele, der die Aktien ja deutlich teurer eingekauft hat als zum derzeitigen Kurs.

Leider trübt das in meinen Augen auch die Chancen für die Aktie!

Ist aber natürlich nur meine persönliche Meinung und keine Aufforderung an andere Teilnehmer hier zum Kauf oder Verkauf.
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19.06.19 09:47:49
Beitrag Nr. 817 ()
Hallo Huta,
der normale Aktionär schaut ja nicht in die Röhre, auch uns steht es frei bei unter 32 (mit kleinem Aufschlag) zu (zu) kaufen.
Wofür benötigt Vossloh das viele Geld eigentlich?
Die 200 Mitarbeiter in der Verwaltung werden kaum jeweils riesige Abfindungen bekommen;-)
Da kommt noch eine andere passende Horrornachricht ..
Kiel ist gar nix wert befürchte ich ..
Grüße
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19.06.19 19:01:00
Beitrag Nr. 818 ()
Sauber gemacht, Herr Thiele........ er hat sich von den knapp 1,6 Mio. Aktien 1,25 Mio. Aktien geschnappt und ist Mehrheitsaktionär. Unfassbar.

München (Reuters) - Der Münchener Unternehmer Heinz Hermann Thiele hält nach einer Kapitalerhöhung die Mehrheit am Bahntechnik-Konzern Vossloh.

Großaktionär Thiele hält jetzt die Mehrheit an Vossloh
Thiele habe seine Beteiligung im Zuge einer Platzierung von knapp 1,6 Millionen neuen Aktien auf 50,1 von 47,2 Prozent aufgestockt, teilte Vossloh am Mittwoch mit. Der 78-Jährige, der auch Mehrheitseigentümer des Bremsen-Herstellers Knorr-Bremse ist, zeichnete 1,25 Millionen neue Aktien für 38,5 Millionen Euro. Die übrigen Papiere wurden bei institutionellen Investoren untergebracht. Der Preis lag mit 30,70 Euro um knapp fünf Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag. Am Mittwochmorgen notierten die Papiere bei 31 Euro.
11 Antworten
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20.06.19 06:46:36
Beitrag Nr. 819 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.844.375 von Agio am 19.06.19 19:01:00
Geschickt
Guten Morgen!

Ja durch die KE hat er seinen Einstandskurs verbilligen können - und zwar geschickterweise ohne dass der Börsenkurs bewegt wurde.

Jetzt hat er noch mehr Einfluss auf das Unternehmen. Es ist wirklich schade, dass ein sauberes Unternehmen so deutlich unter dem Einfluss eines Großaktionärs geraten ist, der im Gegensatz zum früheren Großaktionär vor allem Geld sehen will.

Wenn ich mir anschaue, dass Vossloh durch die ungewöhnlich hohen Dividendenzahlungen (insgesamt für die letzten beiden Jahre 2 Euro Dividende bei einem Gesamt-EpS für die 2 Jahre von 64 Cent) finanziell durchaus belastet wurde (die Dividende hat den Cash in jedem Jahr um knapp 16 Mio Euro belastet) und sich jetzt das Geld durch eine auf Herrn Thiele maßgeschneiderte KE wieder zurückhokt, dann muss ich ernsthaft überlegen, ob ich meine Aktien, die ich schon seit zig Jahren halte (Vossloh war eine der ersten Unternehmen in meinem Depot) nicht veräußern soll.

In diesem Licht betrachtet, müsste man eigentlich auch noch einmal gründlich überlegen, ob der Umbau des Unternehmens durch den sehr reibungslos über die Bühne gegangenen Verkauf von Kiepe und der Produktionsstätte in Valencia nicht auch falsch gewesen ist (Kiepe würde ja sogar von dem anderen Unternehmen des Herrn Thiele - der Knorr Bremse - erworben und man lediglich den offenbar nicht so einfach loszuwerdenden Lokomotivenbereich in Kiel hätte stilllegen sollen (dort hat man im Gegenteil ja sogar noch in ein vollkommen neues Werk investiert)!

Seinerzeit würde den Aktionären der Umbau als alternativlos dargestellt und dem seinerzeitigen Vorwurf würde demonstrativ auf der HV die Entlastung verweigert - lautstark von Herrn Thiele gefordert.
Festzuhalten ist heute, dass die "neue Vossloh" nicht mehr ansatzweise die Ergebnisse der früheren Vossloh erreicht und die Entlastung der früheren Vorstände auf der letzten HV sang -und klanglos abgesegnet worden ist.

Zudem finde ich persönlich es sehr geschmacklos, wenn man gleichzeitig die Belegschaft reduzieren möchte und dann dem Großaktionär gleich mehrfach Millionengeschenke macht. Für mich passt das nicht zusammen.

Wie gesagt: Sehr schade das alles!
10 Antworten
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20.06.19 09:11:57
Beitrag Nr. 820 ()
Dieser Mehrheitsaktionär hat kein Interesse an steigenden Kursen, er möchte günstig den Rest kaufen, irgendwie, irgendwann!
Wie gesagt mal abwarten wofür diese KE bestimmt ist, vielleicht tun sich die nächsten "Löcher" auf.
Die Übernahmen der Bahnschwellen unternehmen waren zu teuer und werden abgeschrieben oder China lahmt im Bezug auf Streckentechnik, alles super für Herrn Thiele, den Rest kauft er günstig ;-)
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