DAX-1,07 % EUR/USD-0,01 % Gold+0,04 % Öl (Brent)-4,86 %

Infineon Technologies (Seite 10614)


ISIN: DE0006231004 | WKN: 623100
16,995
23.10.18
Hamburg
-5,06 %
-0,905 EUR

Begriffe und/oder Benutzer

 

DEMONSTRATIONEN IN SACHSEN
https://www.handelsblatt.com/images/demonstration-von-rechts…

Rechtsextreme Proteste erschweren Chipkonzernen die Mitarbeitersuche

Ausländerfeindliche Demonstrationen in Sachsen wirken sich auf den Standort von Globalfoundries aus: Es wird schwerer, Fachkräfte von der Region zu überzeugen. Auch Infineon-Chef Ploss ist besorgt.
Georgia Wells


31.08.2018 Update: 31.08.2018 - 15:15 Uhr


Demonstration von Rechtsextremen in Chemnitz
Die Proteste schüren Unsicherheit.
(Foto: AFP)


Berlin Der Aufstieg der Nationalisten und Rechtsextremen im Osten Deutschlands und die jüngsten gewaltsamen Proteste in Chemnitz erschweren es internationalen Unternehmen, Fachkräfte zu einem Umzug in die Region zu bewegen, wie einer der größten Industriearbeitgeber in der Region im Gespräch mit dem Handelsblatt berichtet.

Bei gewaltsamen Protesten in Sachsens drittgrößter Stadt Chemnitz waren am Montagabend 20 Menschen verletzt worden. Und die Polizei in Chemnitz bereitet sich auf weitere Demonstrationen am Wochenende vor.

Die neuesten Entwicklungen haben bereits jetzt Konsequenzen für internationale Unternehmen mit Sitz in Ostdeutschland. So muss der globale Chiphersteller Globalfoundries jetzt mehr Zeit darauf verwenden, Außenstehenden das Leben in Sachsen zu erklären, sagt Jens Drews, Direktor für Kommunikation und Regierungsbeziehungen bei Globalfoundries für Europa, den Nahen Osten und Afrika.

„Es ist nicht einfach, einen Ingenieur aus dem Ausland davon zu überzeugen, nach Sachsen zu ziehen und seine Familie mitzubringen“, sagt Drews. „Wir müssen ihm erklären, dass die Region Dresden sicher ist, dass Kinder alleine zur Schule gehen können und man durch das Tragen eines Kopftuches nicht ausgrenzt wird.“

Globalfoundries ist im Besitz eines staatlichen Fonds von Abu Dhabi. Der Hauptsitz des Unternehmens ist im kalifornischen Silicon Valley. In Dresden beschäftigt es etwa 3.200 Mitarbeiter aus rund 50 verschiedenen Ländern. Auch die deutschen Unternehmen in Sachsen sind besorgt über mögliche Folgen der Gewalt.

Auch Infineon-Chef Reinhard Ploss beobachtet die Entwicklungen: „Trotz aller Probleme geht es den meisten Menschen hier so gut wie noch nie. Statt aber gemeinsam anzupacken und dieses Land mutig voranzubringen, wachsen bei Vielen Hass, Neid und der Ruf nach Abschottung. Dagegen müssen wir uns stemmen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Chipherstellers dem Handelsblatt.

Die Gesellschaft könne stolz auf die Werte sein, für die Deutschland in der Welt stehe: „Die Achtung der Würde aller Menschen, Demokratie, die Freiheit jedes Einzelnen und Weltoffenheit“, so Ploss weiter. Diese Werte hätten wesentlich zum Wohlstand in Deutschland beigetragen.

Sachsen ist für Infineon ein wichtiger Standort, der Konzern betreibt in Dresden seinen größten Produktionsstandort und ist einer der wichtigsten Arbeitgeber des Landes. Ploss führt den Erfolg seiner Firma auch darauf zurück, dass Infineon auch internationale Talente anlocken kann. Der Chiphersteller brauche „weiterhin die besten Köpfe aus allen Teilen der Welt mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, Ideen und Perspektiven“, um langfristig an der Spitze des Wettbewerbs zu bleiben.

Und die Sorgen der Wirtschaft sind nicht unbegründet. „Politische Gewalt hat einen sehr negativen Einfluss auf die Pläne und Aktivitäten multinationaler Unternehmen“, warnt Theodore Moran, Professor für internationale Wirtschaft an der Georgetown University. „Internationale Unternehmen werden sich mindestens mit neuen Projekten zurückhalten und erwägen, wie sie ihr Engagement reduzieren könnten.“

Global Foundries findet nach eigenen Angaben immer noch die Arbeitskräfte, die es braucht, und die Produktion sei von der Krise nicht betroffen. Die Orientierungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter bei Globalfoundries in Dresden seien jeden Monat voll, und die Mitarbeiter scheinen wegen des politischen Klimas die Region derzeit auch nicht verlassen zu wollen, sagt Drews. Dennoch verfolge Globalfoundries die Entwicklungen aufmerksam.

Als im Jahr 2014 in Dresden die Pegida-Demonstrationen begannen, hielt Globalfoundries jeden Freitagnachmittag ein Treffen für Mitarbeiter ab, um über die Entwicklungen zu sprechen und Verhaltensweisen aufzuzeigen, etwa wenn die Beschäftigten große Menschengruppen auf der Straße antreffen. Die Meetings wurden mehrere Monate abgehalten.

Georgia Wells ist Reporterin für „The Wall Street Journal“ in San Francisco. Von August bis September arbeitet sie im Rahmen des Arthur-F.-Burns-Stipendienprogramm in der Handelsblatt-Hauptstadtredaktion. Der Text wurde aus dem Englischen übersetzt von Dana Heide. Mitarbeit: Joachim Hofer

-------------------------------------------------------------------

Nach all den Jahren der Pegida-Demonstrationen, dem ständigen Kleinreden der Probleme von regierenden sächsischen Politikern/Ministerpräsidenten (den Vogel schoss Ex-MP Kurt Biedenkopf bereits im September 2000 dabei ab: "Die sächsische Bevölkerung hat sich als völlig immun erwiesen gegenüber den rechtsradikalen Versuchungen." wird es endlich Zeit für Konsequenzen.

Das Problem in Sachsen sind ja nicht allein die Nazis, sondern auch die sogenannten "normal Bürger", die es inzwischen für normal halten, wenn neben ihnen andere den Nazigruß zeigen oder zur Hetzjagd auf anders farbige/religiöse/... Menschen gestartet wird.

Wie gesagt, es ist jetzt (meiner Meinung nach) Zeit endlich Konsequenzen zu ziehen. Globalfoundries, Infineon, SAP, T-Systems, Bosch und wie sie alle heißen sollten dort jegliche Investitionen stoppen. Finden dann die sächsischen Bürger und ihre Politiker immer noch nicht zu einer "vernünftigen" Haltung, sollte man die Produktionen komplett an andere Standorte verlegen.

Ja, das würde mich als IFX-Aktionär zunächst Geld kosten (wohl im Kurs als auch bei der Dividende), aber ich bin Long und da interessiert mich die mittel- und langfristige Perspektive sowieso mehr...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.754.369 von Shaki am 18.01.18 12:37:57
Zitat von Shaki: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-01/42769709…

Goldman hebt Infineon auf 'Buy' - Ziel hoch auf 29 Euro

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Infineon von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 21,80 auf 29,00 Euro angehoben. Analyst Alexander Duval hob in einer am Donnerstag vorliegenden Studie seine Schätzungen für den Chiphersteller an und liegt damit deutlich über den durchschnittlichen Marktprognosen. Infineon profitiere von den Chancen im stark wachsenden Halbleitergeschäft für die Autoindustrie. Angesichts des herausragenden Wachstums sollte Infineon im Vergleich mit anderen europäischen Technologiewerten mit einem Aufschlag bewertet werden. Der Experte sieht den Dax-Konzern zudem als einen strategischen Übernahmekandidaten./ajx/tih Datum der Analyse: 18.01.2018

Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html. (Die veröffentlichen Weblinks werden von der Internetseite der dpa-AFX unverändert übernommen.)

AFA0001 2018-01-18/08:31

ISIN: DE0006231004



G S kann man vertrauen..:D:keks:
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.641.603 von Zimtzicke am 07.09.18 12:38:30
Damals war's!
Zitat von Zimtzicke:
Zitat von Shaki: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-01/42769709…

Goldman hebt Infineon auf 'Buy' - Ziel hoch auf 29 Euro

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Infineon von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 21,80 auf 29,00 Euro angehoben. Analyst Alexander Duval hob in einer am Donnerstag vorliegenden Studie seine Schätzungen für den Chiphersteller an und liegt damit deutlich über den durchschnittlichen Marktprognosen. Infineon profitiere von den Chancen im stark wachsenden Halbleitergeschäft für die Autoindustrie. Angesichts des herausragenden Wachstums sollte Infineon im Vergleich mit anderen europäischen Technologiewerten mit einem Aufschlag bewertet werden. Der Experte sieht den Dax-Konzern zudem als einen strategischen Übernahmekandidaten./ajx/tih Datum der Analyse: 18.01.2018

Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html. (Die veröffentlichen Weblinks werden von der Internetseite der dpa-AFX unverändert übernommen.)

AFA0001 2018-01-18/08:31

ISIN: DE0006231004



G S kann man vertrauen..:D:keks:


Ja, im Januar sah alles noch viel freundlicher aus!
Aber die Zeit bleibt halt nicht stehen!
Ich denke hier wird es nach einer Bodenbildung auch schnell wieder aufwärts Richtung 25€ gehen, also kein Grund zur Sorge.
7 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.681.965 von Investor89 am 12.09.18 15:47:47
bin nach rund 10 Jahren jetzt auch mal wieder dabei,
mit Kauf zu 18,33 veroptioniert per
short-call Jun19@20,- für 1,15

=> effektiver Einstand 17,18, maximale Rendite damit 16,4% plus etwaige Divi innerhalb von 9 Monaten
5 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.681.965 von Investor89 am 12.09.18 15:47:47..solange hier nicht di7e Panik rumgeht, solange würde ich nicht zwingend kaufen
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.682.397 von R-BgO am 12.09.18 16:20:20
Ich muss zugeben.....
... schaue selber grad auch nach guten Call Optionen. Mit Juni 2020 machst du sicherlich nichts falsch, notfalls kannst die aussitzen denn bis dahin wird es m.E. deutlich über der 25 liegen. Obwohl ich hier hoch 6 stellig in IFX investiert bin reizt es mich zwar nicht die Bohne über einen Verkauf nachzudenken aber das endlich mal ein bissel Bewegung in den Kurs kommt reizt mich nun doch wieder ein wenig zum zocken :)

Naja Bayer reizt auch irgendwie... .lol

Aber erstmal gebe ich der Bodenbildung vermutlich mal noch ein Weilchen ;)
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.682.478 von Stov@k am 12.09.18 16:30:07
Ja Panik ist sicherlich anders....
.... aber nette Einstandskurse um die 16,xx fände ich schon noch nett. Auch wenns dem ein oder anderen hier "Investierten" ein paar Graue Haare mehr bescheren wird ;)

Fundamental alles absolut TOP von daher :cool:
3 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
 Durchsuchen


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben