Wirecard - Top oder Flop (Seite 14596)

eröffnet am 01.05.08 15:13:34 von
neuester Beitrag 14.01.21 21:14:36 von


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21.06.20 13:36:21
Beitrag Nr. 145.951 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.111.711 von gombi83 am 21.06.20 13:28:58Die haben ihre Aktionäre einfach verarscht mit ihren adhoc und Braun Aussage ,ich hatte Glück meine 50% die bei 85 gekauft habe zu 104 verkauft und dann damit gezockt die nächsten Tage reiner Glück, jetzt hab ich 239 Stück ca 29€ ,keiner von denn longis hat das sehen kommen weil man hat einfach einen DAX Wert vertraut was ganz normal ist ,denke nach dieser Geschichte werd sich viel ändern
Viel Glück all longies
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21.06.20 13:36:24
Beitrag Nr. 145.952 ()
Viel Unsinn zu lesen seit dem 18.06.
Liebe Foristen!

Kurz ein paar Bulletpoints zu meinen VERMUTUNGEN:

- die hohe Shortquote wird nicht zu einem Squeeze Out führen. Die Shortseller brauchen das einfach nur noch ruhig aussitzen und auf Kurse im Pennystockbereich warten. Diese Kurse werden kommen! Wirecard wird seit 10 Jahren geshortet und seitdem warten irregeleitete Kleinanleger auf das „Short Squeeze Wunder“.

- wir werden in den nächsten Tagen Bewegungen der Aktie nach oben und nach unten sehen. Mit einer klaren Tendenz: weiter fallend. Diese Bewegungen im Kurs haben aber nichts mehr mit den Fundamentaldaten zu tun. Das sind reine kurzfristige Zocks.

- Der Saldo der (angeblichen) Treuhandkonten ist von 2018 auf 2019 um circa 800 Mio € angewachsen (von ca 1.1Mrd auf 1.9 Mrd). Dies entspricht circa 90% des Ebitda, der für 2019 (vorläufig) berichtet wird. Wie wir mittlerweile wissen, existieren diese Konten gar nicht - nicht auf den Philippinen noch sonstwo. Oder noch schlimmer: es gibt stichhaltige Beweise, dass die Konten so nie existiert haben. Außer in Form von gefakten Saldenbestätigungen.

- Damit entstehen berechtigte Zweifel an der Gesamtrentabilität des Konzerns. Umsätz: ja, aber deutlich niedriger (-> ohne Asien), aber mit deutlich geringerer Profitabilität.

- Das Unternehmen wird genau so lange von den Banken am Leben erhalten, wie es notwendig ist einen Käufer für die ASSETS zu finden. Meiner Einschätzung nach, wird ein Interessent nicht die mit Betrugsverdacht und Zukunftshypotheken (Klagen, Schadenersatz etc.) belastete Wirecard AG kaufen, sondern eine „New Co.“, die die wesentlichen ASSETS und Mitarbeiter enthält. Mit diesen Erlösen werden dann die Banken (die sicherlich durch die Kreditverträge Sicherheiten zur Verfügung gestellt bekommen haben) und gegebenenfalls noch die Zeichner der Anleihen bedient.

- der sich dann anschließende, konsequente Schritt: Insolvenz/Abwicklung der dann leeren Wirecard AG.





Vielleicht geschieht ja auch noch ein Wunder, das sehe ich hier aber nach Abwägung der Fakten und nach Studium der Bilanzen von Wirecard und KPMG1 nicht wirklich.

Fürs Protokoll: ich bin auch geschädigt. Realisierter Verlust im mittleren 6-stelligen Bereich. Trotzdem sehe ich die Situation sachlich-nüchtern: Eine kurzfristige Bewegung in Richtung 50-60 wird es nicht geben. Wer mit einem Verkauf wartet, wird sein Verlustpotential erhöhen. Ich habe einen Tag gewartet: das hat mich 150k gekosten.

Wie geschrieben: meine aus Praxiserfahrung gespeiste Meinung.

Und: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Alles Gute für Euch alle!
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21.06.20 13:36:35
Beitrag Nr. 145.953 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.111.192 von Synercon am 21.06.20 12:36:28
Zitat von Synercon:
Zitat von Natascha7: Bei Wirecard haben die Österreichischen Vorstände mit ihrem "tollen" Geschäftsmodell Deutsche Anleger

verführt und in die Katastrophe geführt.

Da gab es doch schon mal einen Verführer aus Österreich in Deutschland, wie das ausging weiss ja jeder Mensch!


PS es gibt hier auch eine Menge österr. Anleger. Und Dein Vergleich hinkt nicht mal mehr. Leider kann hier jeder Vollpfosten posten.


Die "Dame" hatte vermutlich keine Zeit nachzudenken zwischen ihren Freiern 🙄
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21.06.20 13:36:38
Beitrag Nr. 145.954 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.110.367 von MiaBlum am 21.06.20 11:22:09
Zitat von MiaBlum: Meiner Meinung nach gibt es die 1,9 Milliarden nicht, und auch das zugrundeliegende Geschäft im wesentlichen nicht. Das Geschäft war in den Excel-Sheets dargestellt, deren Authentizität Wirecard bestätigt hatte. Dort standen Nonsens-Kunden (der erste Erklärungsversuch war "es sind Kundengruppen") und auch die Zahlen wirkten selbst erfunden (oft waren sie in verschiedenen Zeitabschnitten gleich = eine gewünschte Summe wurde einfach geteilt). Aus meiner Sicht hat sich dieses 2017 Fake-Geschäft bis 2019 auch nicht geändert.

Kurz zusammengefasst (meine Meinung! aber ich hatte mit meiner weiblichen Intuition meistens Recht!): Es gibt die 1,9 Milliarden nicht, und auch fast keine zugrundeliegenden Umsätze! 💩💣🤠


Ich vermute sogar, dass es nicht nur Asien betrifft, sondern auch Europa/Deutschland. Bei Lidl z.B. vertickt die Wirecard Bank AG nur die Geschenkgutscheine. Anteil davon am gesamten Einzelhandel etwa 0,6 %, bei Lidl bzw. allgemein im Lebensmittelhandel aber wohl deutlich weniger als z.B. bei Douglas oder Media Markt. Sind wir mal großzügig und gehen von 100 Millionen aus, stellt sich die nächste Frage, was Wirecard daran verdient. Da wo es bekannt ist, sind es ja zwischen 2 und 3 % pro Transaktion oder in Summe immerhin ebenso viele Millionen. Allerdings ist es bei Lidl nicht bekannt, es würde mich daher nicht wundern, wenn man hier besondere Konditionen von vielleicht nur 1 % oder 0,5 % vereinbart hat, um sich den Namen eines Schwergewichts der Branche mit 90 Milliarden Umsatz auf die Fahnen schreiben zu können, und dann sind es vielleicht nur 500.000 € Gewinn oder abzüglich der Kosten praktisch gar nichts mehr. Was prinzipiell auch kein Fehler ist, hat man doch mit einem Bein in der Tür gute Chancen, in Zukunft mehr vom Kuchen abzubekommen, aber jetzt halt wahrscheinlich nicht mehr...

Zieht sich das durch und Wirecard hat in Wirklichkeit nur bei kleinen Kunden einen großen Anteil am Geschäft und größere Provisionen, aber bei großen Kunden die Bilanzen ähnlich aufgehübscht, dann können es statt 100 Millionen Gewinn in Deutschland auch 50,10 oder 1 Million gewesen sein, vielleicht sogar ein reines Minusgeschäft. Dafür spricht in meinen Augen auch, dass man von keinem großen Kunden bisher eine Stellungnahme zu Wirecard gehört hat, was einleuchtend ist, wenn wie im Beispiel Lidl die geflossenen Gelder vielleicht nur 0,00005 % vom Umsatz ausmachen. Weiterhin würde es erklären, warum man seit 15 Jahren fast ohne Konkurrenz ist - bei 3 Prozent Provision müsste doch irgendjemand auf die Idee kommen, es für 2,9 % machen. Schließlich waren auch die Umsätze in Europa und Asien etwa gleich hoch, es müsste dann doch auch ähnlich hohe Sicherheiten geben, also weitere etwa 2 Milliarden Euro?

Vom Prinzip ist das Geschäft doch nichts anderes als ein Kredit des Käufers, für den WDI gegenüber dem Händler bürgt, und für den sehr kurzem Zeitraum von ein oder zwei Tagen quasi Wucherzinsen für das Ausfallrisko und halte auch den Aufwand im Verhältnis zur Summe verlangt. Im Normalfall kein Problem, da das Geld von Kunde A da ist, bevor Kunde B ein oder zwei Tage später bezahlt. Allerdings lag auch das Transaktionsvolumen bei Wirecard zuletzt weltweit (angeblich) etwas über 150 Milliarden, also bei fast einer halben Milliarde pro Tag (ohne Sonn- und Feiertage), und ich meine da muss man doch mindestens das Absichern, was gerade im Umlauf ist. Da kommen mir Bestände von rund 200 Millionen etwas wenig vor, und Kredite dafür aufzunehmen wäre ja etwas widersinnig.
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21.06.20 13:36:55
Beitrag Nr. 145.955 ()
Ich bin gespant wann MB und Jan verhaftet werden.
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21.06.20 13:37:02
Beitrag Nr. 145.956 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.111.765 von Synercon am 21.06.20 13:32:58Heute bei L&S ab 17 Uhr bis 19 Uhr WCD von 22 auf 27€ . Wir werden sehen wer recht hat
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21.06.20 13:37:13
Beitrag Nr. 145.957 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.111.261 von Der_Roemer am 21.06.20 12:41:26
Zitat von Der_Roemer: Meines Erachtens such man das Geld auf den Phillipinen an der falschen Stelle.

Der richtige Ansatzpunkt wäre meines Erachtens der alte Treuhänder, der im Dezember inmitten von KPMG urplötzlich seine Geschäftsbeziehung mit WDI aufgekündigt hat und auf weitere Anfragen nicht mehr reagierte. Dieser hatte auch den neuen Treuhänder empfohlen, den WDI sodann wohl in der Not und Eile heraus wohl akzeptiert hatte. Der erste Ansatzpunkt hinsichtlich der Suche nach dem Geld wären somit also die vorherigen Banken, von denen die Treuhandgelder verwaltet wurden sowie der alte Treuhänder. Von dort aus müsste man verfolgen, ob

a) das Geld überhaupt auf den alten Konten lag
und falls ja
b) wohin es von dort geflossen ist.


So ist es. Eigentlich sollte es ein Leichtes sein, die 1,9 Mrd. zu finden, sofern es sie je gegeben hat. Wirecard wusste mindestens seit der KPMG-Untersuchung, dass unsicher ist, ob es dieses Geld überhaupt gibt. Und seitdem haben die nichts herausgefunden? Erst am 18.6. kam ihnen die Erkenntnis, dass sie "nicht ausschließen können", dass das Geld weg ist. Lächerlich. Dilettanten oder Betrüger.
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21.06.20 13:37:22
Beitrag Nr. 145.958 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.111.675 von KingWof am 21.06.20 13:25:50[qu
Die, die wie ich immer noch auf einem EK um die 100 sitzen, den sehen wir entweder nie mehr oder es dauert Jahre, totes Kapital so zu sagen. Mal schauen. Glaube es gibt viele wie mich die bei 20-30 nicht verkaufen aber bei 50-60 die Reißleine ziehen.[/quote]

Das mit 50-60 stelle ich mir auch so vor aber um den Durchschnitt wenigstens etwas zu senken pack ich mir noch ein paar ins Depot aber nur bei unter 30.Wird sich bald zeigen ,spätestens morgen ob ich die für unter 30 bekomme .Wenn nicht auch gut .Und solange ich die habe kann die kein LV kaufen, ganz einfach .
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21.06.20 13:38:56
Beitrag Nr. 145.959 ()
konservative Bewertung im Betrugsfall
Annahme:
Alle über CardSystems Middle-East erwirtschafteten Umsätze und Gewinne sind nicht real.
2018 wurden 58% der Konzerngewinne über CardSystems erwirtschaftet.

Wir nehmen für 2020 die prognostizierte 1 Mrd. Ebitda. Rechnen wir konserativ kommen wir auf einen Jahresüberschuss von 800 Mio. Wenn wir davon 58%, den Anteil durch CardSystems abrechnen, kommen wir auf 332 Mio Jahresüberschuss. Damit würde Wirecard bei einem KGV von 8 eine MK von ca. 2.7 Mrd. zustehen. Das entspricht ca. einem Kurs von 22€ je Aktie.

Damit wären wir für die jetzige Situation fair bewertet. Voraussetzung ist natürlich, dass die Banken Wirecard leben lassen. Davon gehe ich aber aus. Mit neuer Führung und völliger Transparenz wäre mit der Zeit dann auch ein höheres KGV angemessen.

Ich halte diese Annahme für das WorstCase Szenario. Auch in diesem Szenario sind natürlich weitere Übertreibungen nach unten nicht ausgeschlossen.

Was für mich dagegen spricht. Rund die Hälfte aller Wirecard Mitarbeiter arbeitet in Asien. Kann da wirklich alles Betrug sein?
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21.06.20 13:39:11
Beitrag Nr. 145.960 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.104.084 von D-D_Invest am 20.06.20 16:14:03
Zitat von D-D_Invest: Es ist damit unklar, ob die 1,9 Milliarden Euro, die Wirecard in seiner Bilanz führt und die ein Viertel seiner Bilanzsumme ausmachen, wirklich existieren. Mittlerweile hat Wirecard dem Vernehmen nach ein Team nach Manila geschickt, um das Problem vor Ort zu untersuchen. Man ist in Aschheim noch vollkommen hilflos, ob ein interner oder ein externer Betrüger involviert sein könnte.


Das ist doch Unsinn. Wenn Wirecard da nicht in den Betrug involviert ist, dann hätten sie schon damals als die ersten Unstimmigkeiten aufgetreten sind, das ganze versucht auf zu klären.
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