Wirecard - Top oder Flop (Seite 16461)

eröffnet am 01.05.08 15:13:34 von
neuester Beitrag 28.10.20 16:08:06 von


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21.09.20 22:06:57
Beitrag Nr. 164.601 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.149.294 von jigajig am 21.09.20 21:22:34Shorties gibt es immer wieder und die liegen auch immer gerna mal schief, denn deren Investment muss eigentlich in einem überschaubaren Rahmen (mehrere Wochen, Monate, seltener Jahre) aufgehen.
Das muss also auf den Punkt klappen, sonst kostet es Geld. Geht die Spekulation nicht auf, und der Kurs steigt stattdessen an, muss man die Papiere einkaufen, da sonst der Verlust zu groß wird. Das treibt den Kurs. Viele Aktien sind solchen Attacken ausgesetzt und das ist auch ganz normal.

Bei WC war es, soweit ich das damals mitbekommen habe, insofern anders, als dass es sich um massive Shortattacken gehandelt haben muss, denn zum ersten (und ich glaub bislang einzigen) Mal ist ja die Bafin tätig geworden.

Diese Attacken kamen ja in der Heftigkeit nach der Veröffentlichung des Artikels in der FT auf. Nun schreiben Zeitungen bekanntlich viel, nicht alles ist gehaltvoll und normalerweise führt ein solcher Artikel, auch wenn er gut recherchert war, wie sich zeigt, nicht zu einem solch massiven Shortage. Das lässt bei mir die Frage offen, was damals in London an Nachrichten rumging. Das muss meiner Meinung nach mehr gewesen sein, als nur der Artikel.

Das sich WC so lange durchschleppen konnte, hat meiner Meinung nach auch was mit der Liquiditätsschwemme zu tun, die wir in den letzten Jahren von den Zentralbanken aus erlebt haben. Das ist ein sehr weiter Themenkomplex und würde hier wahrscheinlich zu weit führen. Ich denke aber, dass Unternehmen wie wirecard in einem normalen Umfeld nicht so lange überlebt hätten. Wahrscheinlich wären dann auch die von dir beschriebenen Hedgeattacken erfolgreich gewesen.

Ich glaube, dass es noch eine ganze Menge anderer Aktien gibt, deren Geschäft ähnlich inhaltslos sind, wie das von WC. Nur werden Anleger derzeit durch die vorhandene Gelschwemmen davon abgehalten, genauer hinzuschausen. Vieleicht ändert sich das auch gerade wieder, denn grade in dem Bösrsenhype nach dem Pandemie Einbruch im Frühjahr ist nicht jede Aktie gelaufen. Wenn nun stärker aussortiert werde sollte, egal ob wegen WC oder nicht, wäre das für die Börsen gut.
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21.09.20 22:09:20
Beitrag Nr. 164.602 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.144.947 von sdaktien am 21.09.20 15:53:41Zitat: Es ist im Übrigen ziemlich schwer Leerverkaufsattacken gegen ein Unternehmen zu reiten, dass tatsächlich gesund ist. Die Gefahr von Verlusten ist in diesem Fall viel zu groß. Wenn sich also die Horde der Leerverkäfer auf eine Aktie stürzt, wie hungrige Geier auf einen Kadaver, müssen sie davon ausgehen, dass die Spekulation auch aufgeht.

Was ist denn das für ein Argumentation ? 🤣 Ein Grund weniger Leerverkaufsverbote auszusprechen !


Herr sdaktien, konzentirere dich bitte auf deine Aktien und deine Fehler, und höre endlich auf hier die Betrugsopfer, egal ob sie naiv waren oder nicht, zu terrorisieren !
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21.09.20 22:41:26
Beitrag Nr. 164.603 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.149.294 von jigajig am 21.09.20 21:22:34
Zitat von jigajig:
Zitat von sdaktien: Es ist im Übrigen ziemlich schwer Leerverkaufsattacken gegen ein Unternehmen zu reiten, dass tatsächlich gesund ist. Die Gefahr von Verlusten ist in diesem Fall viel zu groß. Wenn sich also die Horde der Leerverkäfer auf eine Aktie stürzt, wie hungrige Geier auf einen Kadaver, müssen sie davon ausgehen, dass die Spekulation auch aufgeht. Kein Warnsignal?

John Hempton kam ungefähr 2010 zu dem Schluß, Wirecard sei ein Fraud und ging short. Ergebnis: es wurde sein schlimmstes Investments. Mit keiner Aktie hat er mehr verloren als mit Wirecard.

Eine amerikanische HF-Managerin, deren Namen ich nicht nennen kann, erzählte mir 2016, Braun sei der verlogenste CEO, der ihr je begegnet sei. Sie zweifelte seit 2012 an Wirecard. Ihre Shorts gingen alle in die Hose.

Smart Money ging 2015/2016 massiv short bei Wirecard. Das Ergebnis ist bekannt: Mit Ausnahme einiger weniger Teilnehmer holten sich alle eine blutige Nase.

All diese Beispiele haben mich sehr beeindruckt und deshalb war ich 2019/2020 auch der Meinung, dass die Geschichte wieder so ausgehen könne. Trotz meiner Überzeugung, dass Wirecard ein Haufen übler Gesellen ist.

Es wird sehr viel im Nachhinein erklärt, da ist es einfach... Aber wenn es jemanden gegeben hätte, der mal schnell 1,9 Milliarden auf den Tisch gelegt hätte - womöglich hätte EY dann testiert und all das, was seit Juni ans Tageslicht kam, wäre weiterhin unter dem Teppich geblieben, inklusive des KPMG-Anhangs. Vielleicht wäre etwas Verrücktes passiert, ein Übernahmegerücht oder so, wer weiß. Vielleicht wäre der Druck auf Braun auch zu groß geworden und er wäre gegangen, mit Krokodilstränen und hätte dann sein Aktienpaket für 'ne Milliarde verkauft, bevor dann alles irgendwann doch zusammengekracht wäre...

In meinen Szenarien habe ich mir vieles vorstellen können - nur ein Szenario hatte ich nicht auf dem Schirm: Dass die 1,9 Milliarden wirklich nicht existieren.


Du gehörst gebannt und das auch zurecht, entlarvt als bezahlter Basher/Pusher. Erzähl deine Samariter Geschichten bitte wen anders Bernhard Möls
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22.09.20 00:39:53
Beitrag Nr. 164.604 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.149.747 von sdaktien am 21.09.20 22:06:57
Zitat von sdaktien: Bei WC war es, soweit ich das damals mitbekommen habe, insofern anders, als dass es sich um massive Shortattacken gehandelt haben muss, denn zum ersten (und ich glaub bislang einzigen) Mal ist ja die Bafin tätig geworden.
Viel scheinst du ja nicht mitbekommen zu haben. Und auf diesem Halbwissen basieren deine Rundumschläge.
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22.09.20 08:34:21
Beitrag Nr. 164.605 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.149.747 von sdaktien am 21.09.20 22:06:57
Zitat von sdaktien: Bei WC war es, soweit ich das damals mitbekommen habe, insofern anders, als dass es sich um massive Shortattacken gehandelt haben muss, denn zum ersten (und ich glaub bislang einzigen) Mal ist ja die Bafin tätig geworden.


Ein Nichteinschreiten der Bafin hätte wohl viele Verluste erspart. Gerade die Zeit 2018- 2020 ist sehr spannend und hat viele Aktionäre reingezogen.

Digital Payment ist ja nach wie vor ein boomender Markt. Siehe Adyen, Square, Paypal und andere.

Darauf setzten auch die Wirecard Aktionäre. Die FT sagt da stimmt was nicht. Genauso wie die Shortseller. Angeblich haben auch Bafin und Staatsanwaltschaft bereits vor 2019 regelmäßig hinweise bekommen.

Wie reagierten nun die staatlichen Stellen?

Die Bafin spricht trotz dezidierter Hinweise an die Bafin selber Leerverkaufsverbote aus.
Die Staatsanwaltschaft tut nichts.
Braun posaunt einen Softbankeinstieg hinaus, inklusive der Öffnung des gesamten Softbankuniversums. Natürlich in der Landschaft ein Traum.

Das die Softbank nie eingestiegen ist, sondern Softbankmanager ein recht "interessantes" Konstruktr im Nahen Osten aufgelegt haben - dementiert nicht mal Softbank.

Und zu guter Letzt sagt EY für die Bilanz 2018. Alles super Burschen. Ihr habt Geld ohne Ende - dass 2019 plötzlich nie existiert hat.

Und das besonders lustige bei der ganzen Geschichte, Braun, Softbank, EY, Bafin und Staatsanwaltschaft haben die Anleger verarscht und kein einziger fühlt sich jetzt Verantwortlich. Alle stehen sie da - boah ich hab doch geholfen das Ganze aufzudecken.

Mir tun hier nur die Kleinanleger leid. Wieso der deutsche Staat hier nicht Rückgrat zeigt, sagt wir haben hier auf voller Länge versagt und den Anlegern durch die grobe Fahrlässigkeit entstandenen Schaden von Dax-Aufstieg bis Insolvenzanmeldung ersetzt, entzieht sich meinen Verständnis.

Verantwortung übernehmen ist heutzutage wohl kein Wert mehr.
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22.09.20 09:51:48
Beitrag Nr. 164.606 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.151.544 von Celovec am 22.09.20 08:34:21Zitat: Mir tun hier nur die Kleinanleger leid. Wieso der deutsche Staat hier nicht Rückgrat zeigt, sagt wir haben hier auf voller Länge versagt und den Anlegern durch die grobe Fahrlässigkeit entstandenen Schaden von Dax-Aufstieg bis Insolvenzanmeldung ersetzt, entzieht sich meinen Verständnis.

Geht es allen Jammerern hier wirklich noch gut ?
Seit Eröffnung des Threads wurden alle hier aufgefordert ihr Hirn einzuschalten !
Und selbst nach den Hiobsbotschaften haben hier unzählige Zocker geglaubt Geld zu verdienen.
Es gilt weiterhin das Motto: Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.

Im Ernst 🤣, welcher Teil des Staates soll denn hier Schadensersatz leisten ?
Die kriegen nicht einmal ihre eigenen Themen gebacken.

- Finanzamt
- Bundeswirtschaftsministerium
- BaFin
- Merkel
- Scholz
- Hausbank

oder vielleicht sogar die FTD (weil sie nicht eindringlich genug gewarnt haben ?), EZB oder Trump & Obama ???

Ich hab's: Der Vermögensberater, Nord LB und Wallstreet-Online weil die ja viel lange nach dem Zusammenbruch weiterhin zum Kauf empfohlen haben.

Warum nicht gleich den Insolvenzverwalter verklagen weil er die letzten Mücken anders verteilen will als es den gutgläubigen Aktionären zu geben ?

Der Staat ist mehr als gefragt bei der Strafverfolgung und Verurteilung aller Verantwortlichen, aber nicht für Schadensersatzzahlungen.

Ciao

JoeW

PS: Der Flummi wird nun mit Stückzahlen im zweistelligen Bereich am Rollen gehalten. Die darauf spekuliert haben dass die Amis kaufen haben sich endgültig verzockt.
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22.09.20 12:21:24
Beitrag Nr. 164.607 ()
Im Bilanz-Skandal bei Wirecard ist schnell auch der Wirtschaftsprüfer EY in die Kritik geraten. Das Unternehmen hatte jahrelang die Jahresabschlüsse des Zahlungsabwicklers geprüft und testiert – ohne dabei den Milliardenbetrug zu bemerken. Das könnte nun ein weiteres Mandat kosten.

Die Bundesregierung erwägt offenbar, EY als Wirtschaftsprüfer für die staatliche Förderbank KfW fallen zu lassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
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22.09.20 12:23:43
Beitrag Nr. 164.608 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.454.774 von duker72 am 17.07.20 20:20:55disclosures on Henry o'Sullivan coming soon he is embedded in this with his pal Jan.
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22.09.20 12:29:44
Beitrag Nr. 164.609 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.150.125 von Levity240 am 21.09.20 22:41:26
Zitat von Levity240: Du gehörst gebannt und das auch zurecht, entlarvt als bezahlter Basher/Pusher. Erzähl deine Samariter Geschichten bitte wen anders Bernhard Möls


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22.09.20 12:37:47
Beitrag Nr. 164.610 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.149.780 von Trader221 am 21.09.20 22:09:20Du hast schon eine interessante Wahrnehmung, das muss ich sagen. Ein Meinungsbild, das dir nicht gefällt sofort als Terrorismus zu brandmarken. Das sagt eine Menge über dich aus. Bist du einer von der Sorte, der Andere am Liebsten an die Wand stellen würde, wenn sie der eigenen Meinung widersprechen?

Da wundert es mich überhaupt nicht, dass du mit WC auf die Schnauze geflogen bist. Passt ins Bild. Weil alle Anderen an deiner Misere schuld sind, nur du nicht. Kann nicht sein, was nicht sein darf. Sonst würde das ja die eigene stabile Genialität nachhaltig in Frage stellen.

@Celovec

Leid tun mir die Kleinanleger nur bedingt. Ich bin der Meinung, dass auch solche Fehlgriffe Teil der Börse oder des Marktes sind, und dass man sich am Markt auf nichts verlassen kann, außer auf seine eigene unvollkommene Expertise. Das ist halt das Risiko das für jeden Anleger besteht und wahrgenommen werden muss. Insofern ist der Fall WC insgesamt vielleicht sogar heilsam, weil darüber "Risiko" am Markt wieder thematisiert wird. Dass das Erlernen von Risiko eine harte Schule ist, will ich dabei nicht leugnen. Diese Erfahrung machen aber alle Anleger die an der Börse aktiv sind. Ich hab das durch und du wahrscheinlich auch.

Was den Staat als Aufsichtsbehörde anbelangt, da mache ich mir keine großen Hoffnungen und hab sie mir nie gemacht. Die Politik will in der Wirtschaft nicht negativ auffallen und reagiert daher eher schleppend. Wer die Aussagen von Politikern verfolgt stellt auch schnell fest, dass sie von der Wirtschaft, von Finanzen und vom Markt nicht so viel Ahnung haben. Da man in der Öffentlichkeit nicht wie der letzte Depp dastehen möchte, reagiert man deswegen nicht aus eigenem Antrieb, sondern nur nach Wählerwillen. So war es bei WC auch. Das Leerverkaufsverbot, aus meiner Sicht ein elementar falscher Schritt, wurde aufgrund des öffentlichen Drucks angesetzt. Eine marktgegebene Notwendigkeit dazu hatte nicht bestanden. Jetzt steht die Politik doch als der letzte Depp war, weil die getroffene Entscheidung genau die Falsche war. Mit mehr Versändnis des Marktgeschehens hätte dieser Fehlgriff wahrscheinlich vermieden werden können.

Gleichzeitig hat der Staat den Eindruck erweckt, als kümmere er sich um alles, sogar um die bösen Leerverkäufer, die ja nur schlechtes im Sinn haben. Auch auf diese Weise werden Anleger dann eingelullt, das sie sich um nichts kümmern müssten.

Ich weiss nicht, mir kommt das immer so vor, als wollten viele Menschen so ein bisschen die DDR wiederhaben. Wo der Staat den Bürger an die Hand genommen hat, und ihm gesagt hat was er tun darf und was nicht. Der Staat sorgt für dich, der Staat handelt für dich, der Staat denkt für dich. Ich finde, dass der Glaube an die Allmacht des Staates und seiner Institutionen etwas sehr gefährliches ist. Eine solche Wahrnehmung führt zuerst zur Unmündigkeit und dann zur Unfreiheit.

Die Börse ist das genaue Gegenteil von Unfreiheit, deswegen sind Märkte, sie werden ja auch als "freie Märkte" bezeichnet, allen Mächtigen und da vor allem Despoten suspekt. Am Markt kann man nur bestehen, wenn man in der Lage ist frei zu denken, die Dinge immer hinterfragt und eine gewisse Grundskepsis beibehält.

Ich bin heute morgen noch über einen schönen Bericht beim ZDF gestolpert:

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/wirecard-bafin-exk…
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