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Wirecard - Top oder Flop (Seite 706)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 37.737.438 von Dich am 08.08.09 09:15:40Der Preischart scheint - oberflächlich betrachtet - auf eine bislang völlig intakte Rallye hinzuweisen, wenn man mal davon absieht, dass sich das Kursgeschehen seit Mai leicht bärisch verkeilt.

In der zweiten Julihälfte gab es einen mehrfachen Abprall vom langjährigen zentralen Widerstand bei 8,35 €, der auch weiterhin nach oben ein schwere Hürde darstellt. Nach unten ist die Supportzone zwischen 7 € und 7,20 € zu beachten. Sie könnte den momentanen Preisverfall zunächst stoppen und für eine Gegenbewegung sorgen.



Ein völlig anderes Bild ergibt sich aber, wenn man Volumendaten in die Betrachtung einbezieht. Der gesamte Anstieg seit Januar 09 hatte insgesamt erstaunlich wenig Volumen. Im volumenbasierten OBV-Indikator zeigt sich dies durch eine massive Divergenz. Der Ausbruch über das Hoch von September 08 (7 €) wird vom Indikator nicht bestätigt. Noch deutlicher weist dies die Linie des "Volume Flow Price Divergenz" aus. Er ist folgendermaßen zu interpretieren: Anstiege über den Wert von 100 zeigen eine Divergenz zwischen Preis- und Volumenentwicklung. Der aktuelle Wert liegt bei 434, das ist extrem.



Für die technische Analyse ist das deshalb so bedeutsam, weil nur Preisbewegungen als nachhaltig betrachtet werden können, die durch entsprechendes Volumen getragen sind. Oberste Regel in der technischen Analyse: Das Volumen führt den Kurs an.

In den Chartdetails zeigt sich außerdem stellenweise ein sehr ungewöhnliches Marktverhalten: plötzliche heftige Anstiegsreaktionen wie aus dem Nichts (d. h. ohne echte vorgeschaltete Umkehrsignale) nach kurzfristigen Einbrüchen. Wenn man dazu intraday die Serien der matches in diesen schnellen Anstiegen betrachtet, sind diese nur schwer mit regulären Marktverhältnissen vereinbar. Es scheint so, als ob die Kaufseite manchmal ohne Not die eigenen Kaufpreise in die Höhe treiben würde, indem sie gar keine kurzfristigen Rektionen zulässt. So kaufen sich Anleger überwiegend nicht ein und Institutionelle schon gar nicht. Der Verdacht liegt nahe, dass hier auch mit unerlaubten Wash Sales gearbeitet wird, das sind Geschäfte ohne wirtschaftlichen Eigentümerwechsel.

Unten mal ein Beispiel für eine solche plötzliche Richtungsänderung und den darauffolgenden schnellen Upmove, der anschließend wieder abverkauft wurde. Man beachte die geringen Volumina im Anstieg, vor allem am 18.05. Ein ausgedünntes Orderbuch ist natürlich ein ideales Umfeld, um mit Wash Sales den Kurs schnell zu bewegen.



Fazit: Es ist eine sehr merkwürdige Rallye, die sich hier abspielt. Meine Prognose ist entsprechend negativ. Das Kursgeschehen mindestens seit April zielt offenbar auf Distribution in den jetzigen höheren Preisregionen. Auf mittlere Sicht wird der Anstieg dieses Jahres voraussichtlich wieder komplett in sich zusammenfallen, anschließend rücken unter Umständen sogar Kursziele nach unten in den Blickpunkt, die sich momentan noch niemand vorstellen kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.740.731 von orlandus am 09.08.09 19:44:39Wie immer , sehr ausführlich - besten Dank.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.741.168 von Dich am 09.08.09 22:14:57Ja, dem schließe ich mich an. :)
Mal sehen wie die Kursentwicklung ist wenn am 19.8. die Zahlen kommen. Obwohl die ja auch schon bekannt sind.

Schönen Montag noch.
Wirecard AG: Die Wachstumskräfte sind enorm
12:15 10.08.09



Nicht nur die Vergangenheit hat bewiesen, dass Wirecard ein konjunkturresistentes Modell hat, sondern auch die Tatsache, dass das Wachstum des E-Commerce noch nicht seinen Höhepunkt erreicht hat, spricht dafür, dass sich die Wachstumsraten von Wirecard auch künftig deutlich über dem Durchschnitt der vergleichbaren IT-Industrie bewegen werden. Dies spricht für steigende Gewinne und in einer freundlichen Börse auch für steigende Kurse.


Was fördert das Wachstum von Wirecard?


Zum einen ist es die Tatsache, dass Flugtickets verstärkt – auch von der Generation über 60 Jahren – über das Internet gebucht werden. Dazu kommt, dass alle digitalen Angebote im Internet – wie personal dating, Sportwetten, Poker oder Versteigerungen – ihren Wachstumshöhepunkt noch bei weitem nicht erreicht haben. Außerdem spricht sich immer mehr herum, dass Konsumgüter im Online-Handel deutlich billiger einzukaufen sind, als identische Produkte, die im stationären Handel angeboten werden. Alle diese Faktoren treiben das Wachstum von Wirecard, denn sie erfordern einen Zahlvorgang und da sind Echt-Zeit-Bezahlsysteme, wie sie Wirecard anbietet, doch deutlich komfortabler und auch sehr viel schneller als das Begleichen einer Rechnung oder die Anwendung eines Lastschriftverfahrens.


Wie geht es weiter?


2008 hat Wirecard bei einem Umsatz von knapp 197 Mio. Euro ein Transaktionsvolumen von 8 Mrd. Euro repräsentiert. Wenn man den Schätzungen der Analysten glauben darf, dann soll Wirecard nach den durchschnittlichen Schätzungen für einen Umsatz von 231 Mio. Euro in 2009 gut sein. Dies repräsentiert ein Transaktionsvolumen von knapp 12 Mrd. Euro, denn Wirecard erhält vom durchgeleiteten Geschäftsvolumen ca .2 Prozent. Daher verspricht der Vorstandschef Dr. Markus Braun - selbst mit ca.7 % an der von ihm aufgebauten Firma beteiligt – seinen Anlegern für 09 einen EBIT- Zuwachs zwischen 10 % und 25 %. Wahrscheinlich werden am Jahresende 09 ca. 17 % herauskommen.


Und die Perspektiven 2010?


Die Internetzahlungen sind in 2008 mit 18 % gewachsen und die Perspektiven sind gut, dass es im laufenden Jahr ca. 10 % Wachstum werden können. Mit Erholung der Weltkonjunktur ist im kommenden Jahr mindestens wieder ein Wachstum von 10 % wahrscheinlich. Daher sagt die Mehrheit der Analysten, dass Wirecard auch in 2010 im Ergebnis je Aktie von 0,42 Euro in 2008 auf 0,58 Euro wachsen wird. Damit ist das schuldenfreie Unternehmen mit einem KGV von 12,5 als lupenreiner Wchstumsklassiker preiswert. Dies haben schon viele Anleger reflektiert, denn der Kurs ist von einem 52-Wochen-Tief von 3,40 Euro auf ein 52-Wochen-Hoch von 8,39 Euro geklettert. Jetzt konsolidiert er bei ca. 7,50 Euro. Dieses Kursniveau könnte nach meiner Meinung eine gute Startrampe für die nächste Aufwärtsbewegung sein.



Christoph Martin

Chefredakteur financial.de

www.financial.de
Wieder mal was Neues von den Freunden der SdK :eek:
Quelle: boerse.ard.de

11.08.2009 14:43
Heißer Tanz um Escada
Kurz vor dem Ende der Annahmefrist für eine Umschuldungsaktion wird es spannend bei den Aktien des Modekonzerns. Stimmen die Gläubiger dem Sanierungsplan zu, dürfte die Escada-Aktie haussieren, tun sie es nicht, ist ein Kurssturz programmiert.

Am frühen Nachmittag kurz vor dem Anlauf des Umtauschangebotes für Gläubiger von Escada probt die Börse schon einmal den Ernstfall: Die Escada-Aktie bricht im Frankfurter Handel um fast 25 Prozent auf 1,74 Euro ein.

Eine Insolvenz des Unternehmens hatte noch am Vortag Escada-Chef Bruno Sälzer in Aussicht gestellt, sollten die Gläubiger dem Umschuldungsplan des Unternehmens nicht zustimmen. Die Frist ist Dienstag, 15 Uhr, mit einer Mitteilung über den Ausgang des Angebots wird frühestens am Dienstagabend gerechnet.

Verzicht auf 60 Prozent
Die Gläubiger, um die es geht, sind die Käufer einer 7,5%-Anleihe im Volumen von 200 Millionen Euro. Sie sollen nach dem Willen der Unternehmensleistung auf rund 60 Prozent an ihrer Einlage verzichten, und so dem Unternehmen weiteren finanziellen Spielraum ermöglichen.

Eine Annahmequote von 80 Prozent für eine komplizierte Umtauschaktion in neue Schuldverschreibungen hat sich Escada selbst zum Ziel gesetzt; und anderenfalls den Gang zum Insolvenzrichter angekündigt.

Dass diese Quote erreicht wird, gilt als fraglich. Am Wochenende hatte man nach Angaben eines Unternehmenssprechers weniger als 50 Prozent der Anleihe-Besitzer zum Umtausch überreden können. Darunter sind auch Finanzinvestoren wie Oaktree und die Fondsgesellschaft DWS.

Um die Bereitschaft zum Verzicht zu erhöhen, hatte Escada sein Angebot Ende Juli noch nachgebessert: Zusätzlich zehn Escada-Aktien je Schuldverschreibung mit dem Nennwert 1.000 Euro sollten die Gläubiger erhalten – bei dem derzeitigen Kurs der

Mauscheleien mit der SdK?
Im Zusammenhang mit der Nachbesserung des Angebotes berichtet der "Focus" in seiner neuesten Ausgabe über eine bemerkenswerte Verbindung von Escada zur Anlegerschutzvereinigung SdK (Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger). Die SdK, die eine Nachbesserung gefordert hatte und das aktuelle Umtauschangebot unterstützt, soll von Escada zwischenzeitlich 54.000 Euro für die Schaltung von Anzeigen in ihrem Aktionärsnewsletter erhalten haben. Escada selbst wirbt inzwischen in Zeitungsanzeigen damit, dass die SdK das neue Umtauschangebot zur Annahme empfiehlt. SdK-Vorstandsmitglied Dieter Bauer sah gegenüber dem Magazin darin "keinen Interessenskonflikt".


AB
Sehr dünne Umsätze heute.
Aber wer will denn die Aktie auch noch kaufen?

Servus.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.740.731 von orlandus am 09.08.09 19:44:39Sehr interessant, diese Chartanalyse! Dass der volumenbasierte Indikator jedoch ab Mitte Juli diese deutliche Divergenz zeigt, liegt schlicht an den allgemein geringen Umsätzen zur Urlaubszeit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.768.366 von bruder_halblang am 13.08.09 06:59:30Die alten Hasen unter den "Wirecard Aktionären" werden es wohl besser wissen aber mir fällt auf das andere Aktien bereits zur Eröffnung durchaus mal 1,2 oder auch 3 % zulegen können und das auch ohne News. Die Wirecard scheint das wohl nicht zu können.:confused:

Schönen Donnerstag noch :)
so sehen Sieger aus ;)



14.08.2009 09:19
Wirecard Bank kürt Sieger ihres Designwettbewerbs für Kreditkarten (mit Bild) / Innovativer Entwurf gewinnt Wettbewerb "86 x 54 Millimeter Design" auf Trawlix.de
München/Grasbrunn (ots) -
Quelle: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-08/14692153…
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