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zooplus AG an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (Seite 117)


ISIN: DE0005111702 | WKN: 511170 | Symbol: ZO1
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.749.209 von Blaumeise2016 am 30.01.19 20:00:27Also einen Gewinn hat Zooplus in Q4 sicher nicht hinbekommen, die Schätzungen waren ja auch nur : eine EBT-Marge von -0,5% bis +0,5%.

Wichtig ist Wachsen bei positivem cashflow. Der Gewinn kommt dann (und zwar überproportional) von alleine, wenn eine gewisse Marktgröße erreicht wurde.

Was wir nicht wissen wie tief die Taschen bei Futternapf und Co. sind, um das Gefecht länger durchzustehen und Zooplus somit ein paar Quartale zu ärgern. Die optimierten Fullfillmentkosten bei Zooplus reißen natürlich Löcher in den Futternapf, je länger die Schlacht am Futtertrog anhält. Meines Erachtens ist der Zug des Marktführers bereits abgefahren. Viele Jahre Logistik und Online Expertise lassen sich nicht so einfach aufholen. Nur Amazon wäre noch in der Lage den Kampf bei entsprechendem Engagement zu gewinnen, aber für die ist diese Nische sicher nicht im Fokus.


Zitat von Blaumeise2016: @Hugin
Das sind aber Analystenmeinungen und keine Unternehmensmeldungen. Die Textilbranche hatte es generell schwer weil der Winter erst Mitte Januar einsetzte und darum der Handel auf der Winterware sitzen blieb. Das gibt hohe Abschreibungen. Zalando wird bald melden und dann wird man sehen wie die relativ zur stationären Konkurrenz lagen.
Bei Zooplus liegt die Lage anders. Fressnapf und Das Futterhaus wehren sich durch eigenen aggressiven Internetauftritt in Deutschland. Dabei nehmen die Beiden hohe Verluste in Kauf weil deren Fullfillmentkosten deutlich über denen von Zooplus.de liegen. Zooplus.de wird bei ca 16% liegen. Gleichzeitig nehmen die Beiden natürlich ihrem stationären Umsätze weg. Zooplus verliert dadurch natürlich kurzfristig Umsätze in Deutschland. Fressnapf und Futterhaus verlieren Gewinn, ich glaube dass die Beiden das nicht lange durchhalten und dass 2019/20 entscheiden wird.
Zooplus kann durch die breite Aufstellung auch in Frankreich, Spanien und Polen/Osteuropa wachsen. Das Neukundenwachstum mit 722000 Neukunden war ermutigend. Im März wird sich zeigen ob Zooplus in Q4 einen deutlichen Gewinn hinbekam. Ich bin zuversichtlich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.771.013 von werthaltig am 01.02.19 18:43:08Streiche Futternapf, setze Fressnapf
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.770.821 von werthaltig am 01.02.19 18:30:20Kauf oder Verkauf, geht aus dem Link nicht hervor. Zumindest für mich nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.784.858 von HuginundMunin am 04.02.19 11:51:32Sorry HuginundMunin, da habe ich einen saudummen screenshot-Ausschnitt gewählt. Es waren alles Käufe, sieht man auch im IR Teil bei Zooplus:

http://investors.zooplus.com/de/corporate-governance/directo…

Zitat von HuginundMunin: Kauf oder Verkauf, geht aus dem Link nicht hervor. Zumindest für mich nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.731.410 von Blaumeise2016 am 28.01.19 21:49:40Noch ein Gedanke warum Fressnapf sich schwer tut in der Online-Expansion. Aufgrund des überwiegend auf franchise basierenden Geschäftsmodells würden sie ihre eigenen Partner umso stärker schädigen je mehr sie auf online setzen. Wenn sie die Kannibalisierung zum Bsp. durch eine online-Provision an die franchise-Nehmer ausgleichen wollten, würden sie die (im Vergleich zu zooplus) ohnehin schon hohen fulfillment-Kosten nochmals erhöhen. Es ist eine Zwickmühle, die sich bei einem solchen Geschäftsmodell nicht so ohne weiteres auflösen lässt.




Zitat von Blaumeise2016: Wichtig für Zooplus ist weiter in Richtung Marktführer zu wachsen und die Kosten weiter zu senken um die Kostenführerschaft zu behaupten. Es war nicht zu erwarten dass Herr Töller mit Fressnapf kampflos aufgeben würde. Im Gegenteil er schießt aus allen Rohren und versucht sein Imperium zu retten. Derzeit sieht es aus als würde er von Zooplus und Amazon aufgefressen.
Hoffe für Zooplus dass die in Q4 einen deutlichen Gewinn hinbekommen. Dann geht der Kurs wieder nach Norden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.851.213 von werthaltig am 12.02.19 12:17:23Richtig, sehe das auch so. Fressnapf ist aber keine AG und gibt seine Zahlen erst mit ca 2 Jahren Verspätung bekannt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.731.410 von Blaumeise2016 am 28.01.19 21:49:40
Zitat von Blaumeise2016: Wichtig für Zooplus ist weiter in Richtung Marktführer zu wachsen und die Kosten weiter zu senken um die Kostenführerschaft zu behaupten.


Ich zweifle auch mal an, dass die Kostenstrukturen so viel besser sind als im Fillialhandel. Die Logistikkosten der "letzten Meter" bis zum Kunden sind hoch. Und im Fillalhandel übernimmt der Kunde diese selber. Hat jemand Zahlen die die angenommene Kostenführerschaft belegen?

Mir scheint bei Zooplus auch das die wichtigsten Kostenblöcke Einkauf (70%) und Versand (20%) sich vermutlich nicht weiter senken lassen. So viel Kostensenkungspotenzial kann man ja auch nicht mehr haben, wenn man schon "Kostenführer" ist.

Darf ich dann auch mal fragen, wenn man jetzt schon "Kostenführer" ist, und trotzdem Verluste macht, wie man dann mal Gewinne machen will?
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.856.376 von NoamX am 12.02.19 20:03:11Du zweifelst den Vorteil von reinem Online-Handel zu Filialhandel an? Dann frage ich mich aber warum eine ganze Branche von "death by Amazon" bedroht ist? Skaleneffekte sind mächtige Instrumente! Amazon hat jahrelang kaum Gewinne erwirtschaftet, ist aber schon seit über einer Dekade cashflow positiv. Genau in dieser 0-Gewinn, aber cashflow-positiv-Phase befindet sich auch Zooplus. Ich sehe das Hauptrisiko darin, dass Amazon diese Nische doch noch entdecken wird und zum Angriff bläst, falls Nein wird Zooplus seinen Weg gehen, ob 1 Jahr früher oder später ist mir egal.

Es gibt einen Artikel aus 2017 vom Aktienportal "AlleAktien". Prinzipiell gilt das geschriebene für mich immer noch und ob der Kurs in einigen Jahren dann bei 400 oder 800 stehen wird ist erst mal zweitrangig.

https://www.alleaktien.de/wird-sich-der-aktienkurs-von-zoopl…

Übrigens gibt es durchaus weitere (größere) Nischen in denen sich Online Händler sowohl gegen Amazon als auch Filialhandel durchsetzen können. Ich möchte hier Thomann nennen. Bei Musikern in Europa gilt das geflügelte Wort...erst Mal den Thomann-Preis checken:). Leider nicht als Aktie erhältlich.

https://www.thomann.de/de/index.html

Und zum Abschluss noch ein Bildchen, welches eindrucksvoll zeigt wie dann aber einer gewissen Größe die Kennzahlen derart massiv in positive drehen:



Zitat von NoamX:
Zitat von Blaumeise2016: Wichtig für Zooplus ist weiter in Richtung Marktführer zu wachsen und die Kosten weiter zu senken um die Kostenführerschaft zu behaupten.


Ich zweifle auch mal an, dass die Kostenstrukturen so viel besser sind als im Fillialhandel. Die Logistikkosten der "letzten Meter" bis zum Kunden sind hoch. Und im Fillalhandel übernimmt der Kunde diese selber. Hat jemand Zahlen die die angenommene Kostenführerschaft belegen?

Mir scheint bei Zooplus auch das die wichtigsten Kostenblöcke Einkauf (70%) und Versand (20%) sich vermutlich nicht weiter senken lassen. So viel Kostensenkungspotenzial kann man ja auch nicht mehr haben, wenn man schon "Kostenführer" ist.

Darf ich dann auch mal fragen, wenn man jetzt schon "Kostenführer" ist, und trotzdem Verluste macht, wie man dann mal Gewinne machen will?
Also Amazon hat im Jahr 2017 bei Umsätzen von 177,9 Milliarden Dollar unter dem Strich 3 Milliarden Dollar verdient. Das ist eine Nettomarge über alle Bereiche von knapp über 2%

Aber Amazon macht 70% seines Gewinns mit IT-Dienstleistungen (AWS) und nicht mit der Amazon Handelsplattform. Und auf der Handelsplattform werden 40% der Umsätze mit Händlern gemacht, nicht von Amazon selbst mit den Kunden. Außerdem sind in den Gewinnen auch noch Werbeeinnahmen verbucht.

Und Tierfutter ist keine Elektronik und keine Mode. Bei vielen Produkten des Filialhandels sind die Mieten in 1A-Lagen und die Ladenausstattungen wichtige Kostenfaktoren. Das dürfte bei Fressnapf und Co nicht der entscheidende Faktor sein, weil man auch mit Läden in dritter Reihe Hundefutter verkauft bekommt, wo die Vermieter mitunter froh sind, überhaupt einen geeigneten langfristigen Mieter zu haben.

Bei Amazon kaufe ich meist nur Waren, von denen ich sonst nicht genau weiß, wo ich sie bekommen kann (also irgendwo hinfahren und dann feststellen, dass es das Produkt nicht gibt, das ich haben möchte), oder Produkte, bei denen ich schnell eine breite Marktübersicht haben möchte (z.B. Elektronik). Das ist gar nicht so wenig, aber Tierfutter fällt da nicht drunter. Typische Re-Buy Geschichten wie Waschmittel oder Putzkram kaufe ich zumiidnest ich gar nicht bei Amazon, denn ob ich ins Geschäft gehe, oder das von der Post abholen muss, ist ziemlich egal. Außerdem kann ich vor der Post nicht parken, und muss oft auch noch anstehen, um das Paket zu bekommen.

Kann sein, dass das bei anderen Leuten anders ist, aber ein Selbstläufer ist das für ich nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.862.184 von NoamX am 13.02.19 13:11:00@NoamX

jeder Jeck ist anders:). Ich kauf mittlerweile fast alles via Amazon, sogar Lebensmittel via Amazon-fresh.
Ein Selbstläufer ist Zooplus selbstverständlich NICHT!, wenn dem so wäre würde die Aktie schon viel näher an den Kurszielen des Artikels stehen.
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