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Merkel dreht durch: Merkel verspricht höhere Ostrenten - Die letzten 30 Beiträge



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ROUNDUP: Länder warnen vor Scheitern der Angleichung der Ostrenten

06.02.15 14:22

dpa-AFX


BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesländer machen Druck für eine Rentenangleichung in Ost- und Westdeutschland. Ohne Eingreifen der Politik werde das Projekt auch 30 Jahre nach der Deutschen Einheit nicht gelingen, heißt es in einem Beschluss des Bundesrats vom Freitag. Die Bundesregierung müsse deshalb jetzt gemeinsam mit den Ländern handeln.

Konkret fordern die Länder, die Prüfung einer Teilangleichung der Rentenwerte vorzubereiten. Zeitnah müsse dafür eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet werden. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) forderte, dies müsse "sofort" geschehen.

Der schwarz-rote Koalitionsvertrag sieht eine völlige Angleichung der Rentenwerte zum Ende des Solidarpakts 2019 vor. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) erläuterte, damals seien alle davon ausgegangen, dass dann nur eine kleine Lücke zu schließen sein werde. "Offenbar waren die damaligen Annahmen zu optimistisch", sagte Sellering. Er betonte: "Es geht bei diesem Thema auch um die Anerkennung ostdeutscher Lebensleistungen."

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hatte bereits im November mitgeteilt, dass die angestrebte Rentenangleichung in Ost und West etwa ohne zusätzliche Milliardensummen kaum gelingen dürfte. Denn die Angleichung der Rentenwerte dürfte kaum automatisch durch eine weitere Angleichung der Löhne geschehen. Eine Annäherung des für die Rente zentralen Lohnniveaus in Ost- und Westdeutschland sei demnächst nicht zu erwarten. Deshalb müsse geklärt werden, ob die für die Rente maßgeblichen Rechengrößen tatsächlich angeglichen werden sollen - und wie gegebenenfalls zusätzliche Kosten geschultert werden.

Die Sache ist kompliziert. Derzeit liegt die Standardrente im Osten mit rund 1188 Euro um 100 Euro unter jener im Westen von 1287 Euro. Der Rentenwert - also quasi die monatliche Rente für ein Jahr Beschäftigung mit Durchschnittsentgelt - beträgt im Westen 28,61 Euro, im Osten 26,39 Euro. Um den Nachteil auszugleichen, werden die Ostlöhne und -gehälter für die Rente aufgewertet, derzeit um 18,73 Prozent. Die Aufwertung führt auch dazu, dass ein Ost-Beschäftigter bei gleichem Einkommen bei der Rente besser dasteht als einer im Westen./bw/DP/zb
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.964.655 von lump60 am 03.02.15 15:04:39
Zitat von lump60: Jetzt alle noch mit getürkten 45 Beitragsjahren mit 63 in Rente - Angela machts möglich


Gemessen an dem was die Griechen kriegen, oder was im Osten in leeren Gewerbegebieten versenkt wurde sind das PEANUTS!
Jetzt alle noch mit getürkten 45 Beitragsjahren mit 63 in Rente - Angela machts möglich
Und weiter plündert die große Koalition die Rentenkasse. Warum nicht das Geld raushauen solange eines da ist - so lautet das Motto. Nach uns die Sintflut.

Merkel: Angleichung der Ostrente innerhalb der nächsten fünf Jahre
13.08.14 06:03
dpa-AFX
DRESDEN (dpa-AFX) - Die ostdeutschen Renten sollen nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis spätestens 2020 an das Westniveau angeglichen werden. "2020 soll die Renteneinheit erreicht sein", sagte die CDU-Vorsitzende der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" (Mittwoch). Bis 2017 wolle die Bundesregierung ein Gesetz beschließen, "das den Fahrplan zur vollständigen Angleichung der Rentenwerte in Ost und West festschreibt". Aktuell beträgt der Rentenwert in Ostdeutschland 92 Prozent des Westwertes.

Ostdeutschland muss nach Merkels Ansicht auch nach dem Ende des Solidarpakts 2019 besondere finanzielle Zuwendungen erhalten. Bei der Neuregelung des Bund-Länder-Finanzausgleichs müssten "immer noch bestehende Sonderbelastungen wie hohe Arbeitslosigkeit oder Strukturprobleme in allen neuen Bundesländern" berücksichtigt werden. "Mir kommt es darauf an, für die ostdeutschen Bundesländer finanzielle Brüche zu vermeiden."

Allerdings müsse ein künftiger Finanzausgleich auch die regionalen Unterschiede zwischen den einzelnen ostdeutschen Bundesländern sowie die Haushaltsführung jedes Bundeslandes berücksichtigen, erklärte Merkel./gp/DP/mne
Rentenerhöhung: Im Westen plus 1,7 Prozent, im Osten plus 2,5 Prozent
20.03.14 13:29
dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Die Renten steigen in diesem Jahr in Ost und West erneut unterschiedlich: Im Osten Deutschlands um genau 2,53 Prozent, im Westen um 1,67 Prozent. Das gab das Bundesarbeitsministerium am Donnerstag in Berlin bekannt./vs/DP/hbr
Es wird immer schlimmer wie die Merkel das Geld der Rentenkasse rausbläst. Diese Schwarz-rote Regierung ist mal wieder in alter Tradition dabei die Rentenkassen zu plündern.
GESAMT-ROUNDUP: Schwarz-rote Rentenpläne - verfassungsrechtlich zweifelhaft
05.12.13 17:01
dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Das Vorhaben von Union und SPD, zur Finanzierung neuer Leistungen Anfang 2014 auf die Senkung des Rentenbeitrags zu verzichten, stößt auf massive verfassungsrechtliche Bedenken. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages hält ein solches Vorgehen nur dann für korrekt, wenn das geltende Gesetz noch in diesem Jahr geändert wird. Dies ist aber in einem ordentlichen Verfahren nicht mehr zu erreichen.

Union und SPD hatten in ihren Koalitionsverhandlungen verabredet, den Beitragssatz zur Rentenversicherung bei 18,9 Prozent zu belassen, also auf eine Senkung um 0,6 Punkte zu verzichten. Dies bringt für die Verbesserung der Mütterrente sechs Milliarden Euro. Der Plan geht aber nur auf, wenn der Automatismus der Beitragsanpassung per Gesetz noch in diesem Jahr geändert wird. Bislang ist der Beitrag zu senken, wenn die Renten-Rücklage 1,5 Monatsausgaben übersteigt. Das ist mit derzeit 31 Milliarden Euro oder 1,75 Monatsausgaben der Fall.

Nach dem Plan der Koalitionäre in spe soll die erforderliche Gesetzesänderung am 19. Dezember im Bundestag in erster Lesung beraten werden. Verabschiedet werden könnte sie dann endgültig Anfang Februar im Bundesrat - mit rückwirkender Geltung zum 1. Januar 2014. Dies aber geht nach dem der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin vorliegenden Gutachten des Bundestages nicht.

Zur Frage, ob der Rentenbeitrag gesenkt wird oder nicht, lässt das Gutachten keinen Zweifel: Es gebe dafür keinen Gestaltungsspielraum. Das heißt: Eine rückwirkende Regelung geht nicht. Allerdings müsse für ein neues Gesetzgebungsverfahren 'nicht bis zum Ablauf des Jahres 2014 gewartet werden'. Ein Termin dafür könnte der 1. April sein. Allerdings brächte das Schwarz-Rot in die wenig komfortable Lage, zuerst den Rentenbeitrag zu senken, um ihn nur wenig später wieder zu erhöhen.

Der Grund, das Gesetz nicht schon jetzt ins parlamentarische Verfahren einzuspeisen, liegt ganz offensichtlich in der SPD: Die muss vor Abschluss der Mitgliederbefragung zum Koalitionsvertrag alles vermeiden, was den Anschein erwecken könnte, eine große Koalition sei schon installiert.

Zu einem ebenfalls kritischen Ergebnis kommt ein Gutachten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). 'Das geplante Vorgehen ist in rechtlicher Hinsicht fragwürdig und wirft verfassungsrechtliche Zweifel auf', heißt es in der Untersuchung, über die zuerst die Zeitung 'Die Welt' berichtete. Die Regierung riskiere einen rechtswidrig festgelegten Beitragssatz und setze damit die rechtmäßige Beitragserhebung zum Jahresbeginn 2014 aufs Spiel. Es sei mit Klagen zu rechnen. Sollten diese vor Gericht Erfolg haben, 'wären die zu viel gezahlten Rentenbeiträge zurückzuzahlen'. Es gehe um rund 14 Milliarden Euro.

Die von Union und SPD vereinbarte Verbesserung bei der Mütterrente wird rascher als geplant für höhere Beitragssätze sorgen. Darauf wies der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV), Alexander Gunkel, hin. Die Mehrausgaben summierten sich bis 2018 auf rund 30 Milliarden Euro, womit die aktuellen Rücklagen aufgezehrt wären. 'Mit allen Dämpfungswirkungen auf die Rentenanpassung würde der Beitragssatz der Rentenversicherung in den Folgejahren im Mittel um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte höher liegen als ohne Ausweitung der Kindererziehungszeiten', sagte Gunkel.

Mit Blick auf die geplante abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren wies DRV-Präsident Herbert Rische darauf hin, dass dieses Modell vor allem Versicherte mit vergleichsweise hohen Rentenansprüchen begünstige. Außerdem profitierten Männer davon deutlich stärker als Frauen./vs/DP/hbr
In der deutschen Rentenkasse droht in den kommenden 15 Jahren ein gigantisches Defizit. Im Osten beläuft es sich in der langfristigen Betrachtung bis 2027 auf fast 300 Milliarden Euro. Diese Zahl nennt der Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung.

Das Defizit in der Rente wird demnach von den östlichen Bundesländern verursacht. Derzeit beträgt das Minus 14,7 Milliarden Euro, 2027 sollen es dann schon 24,2 Milliarden Euro sein.

Westen gleich Rentendefizit im Osten aus
Im Westen sind die Einnahmen dagegen auch in Zukunft höher als die Ausgaben. "Durch diese werden die rechnerischen Defizite in den neuen Ländern ausgeglichen", heißt es zur Prognose für den mittelfristigen Zeitraum bis 2017.

Osten hat hohe Ausgaben, aber wenig Einnahmen
Dass im Osten stetig weniger in die Rentenkasse ein- statt ausfließt, liegt zunächst an der hohen Arbeitslosigkeit und den niedrigeren Löhnen in den östlichen Ländern. Hinzu kommen die höheren Durchschnittsrenten wegen der längeren Berufstätigkeit.

Entsprechend ergeben sich starke Unterschiede beim Gesamtrenten-Zahlbetrag. Für Männer im Westen beträgt er derzeit 986,40 Euro, im Osten dagegen 1066,11 Euro. Noch größer klafft die Differenz bei den Frauen. Während sie im Osten wegen einer durchschnittlichen längeren Berufszeit 940,26 Euro erhalten, sind es im Westen nur 693,21 Euro.
Lieberknecht: Ost-Rentenanpassung muss in Koalitionsvertrag
02.10.13 05:38
dpa-AFX
ERFURT (dpa-AFX) - Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat mit Blick auf die anstehende Regierungsbildung gefordert, die Renten in Ostdeutschland auf Westniveau anzuheben. 'Unabhängig davon, wer mit der Union letztlich regiert, die Rentenangleichung muss als Aufgabe in den Koalitionsvertrag', sagte Lieberknecht der Nachrichtenagentur dpa in einem Interview. Spätestens mit Ablauf der Legislaturperiode 2017 dürfe es keine Unterschiede mehr bei der Rentenberechnung geben. Derzeit liege der Rentenwert Ost bei 91,5 Prozent des Westniveaus.

Am Ende der Legislaturperiode müsse die volle Angleichung der Rentenwerte auf Westniveau erreicht sein. 'Aber ich denke, wir werden die vier Jahre der Legislaturperiode brauchen, um das zu erreichen. Das Tempo hänge auch davon ab, wie stabil die wirtschaftliche Entwicklung und die Lohnentwicklung verliefen. Wichtig sei, dass die neue Bundesregierung dafür die Weichen richtig stelle./ro/DP/stk
ROUNDUP: Lieberknecht will Rentenangleichung nach Bundestagswahl
30.06.13 17:55
dpa-AFX
ERFURT/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat eine Angleichung der Renten in den neuen und alten Ländern nach der Bundestagswahl gefordert. 'Wir dürfen uns auf keinen Fall davon verabschieden, die letzten Probleme der deutschen Teilung zu lösen', sagte Lieberknecht dem Magazin 'Focus'. Möglicherweise könne dies in der anstehenden Diskussion um den Solidarpakt geregelt werden. Die im Westen zunehmend kritisierte milliardenschwere Sonderförderung läuft 2019 aus.
Im Wahlprogramm der Union ist eine Angleichung der Renten nicht ausdrücklich vorgesehen, was aber für Lieberknecht kein Problem ist. 'Beim letzten Mal stand die Rentenanpassung im Wahlprogramm, und wir haben sie nicht gemacht. Jetzt steht sie nicht im Wahlprogramm, und wir werden sie umsetzen', betonte sie.
Im Westen Deutschlands gibt es rund 16 Millionen und im Osten etwa 4 Millionen Rentner. Bereits die Rentenerhöhung zum 1. Juli fällt im Osten 13 Mal höher aus als im Westen. Im Westen gibt es einen Zuschlag von 0,25 Prozent, im Osten ein Plus von rund 3,3 Prozent.
Die FDP nannte die Forderung nach einer Rentenangleichung 'einen gnadenlosen Populismus'. Diese Forderung der Ministerpräsidentin sei zugleich das Eingeständnis ihres Scheiterns, sagte Thüringens FDP-Generalsekretär Patrick Kurth. Schließlich habe Lieberknecht die Ost-West-Rentenangleichung einst zum Chefthema während ihres Vorsitzes in der Ministerpräsidentenkonferenz gemacht, fügte er hinzu und schlug einen 'Fahrplan mit gut durchgerechneten Modellen für die Angleichung' vor. Kurth ist in der Bundestagsfraktion auch für den Aufbau Ost zuständig./fse/DP/he
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.841.793 von farniente am 20.11.12 09:15:43Politik ist nur noch Gaunerei
20. März 2013 10:08

Rentner im Osten bekommen deutlich mehr Geld

Ein Plus von mehr als drei Prozent: Die Einkommen für Renter in Ostdeutschland steigen deutlich. Im Westen fällt das Plus dagegen mickrig aus und liegt unter der Inflationsrate.

Die Renten steigen in diesem Jahr im Osten sehr viel stärker als im Westen. Für die ostdeutschen Rentner gibt es zur Jahresmitte eine Erhöhung um 3,29 Prozent. Die Zahlen gab das Bundesarbeitsministerium am Mittwoch in Berlin bekannt.

Die Ruheständler im Westen Deutschlands müssen sich mit einem Mini-Aufschlag von 0,25 Prozent begnügen. Das Plus liegt damit unter der Inflationsrate, sie lag zuletzt bei 1,7 Prozent. Damit haben die Renter im Westen dieses Jahr real weniger Geld in der Tasche als bisher.

Die Differenz fällt überraschend deutlich aus. Als Gründe dafür nennt das Ministerium den deutlich stärkeren Anstieg der Löhne 2012 im Osten. Zudem wurde die Rentenanhebung im Westen noch zusätzlich durch einen Abschlag im Zusammenhang mit der Rentengarantie gedämpft, schreibt das Ministerium:

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Der deutliche Unterschied hat zwei Gründe: Zum einen stiegen die beitragspflichtigen Löhne und Gehälter 2011 im Vergleich zu 2010 im Osten deutlich stärker als im Westen. Zum anderen machen sich im Westen noch Abschläge infolge der Rentengarantie bemerkbar. Wegen der eingebrochenen Löhne hätten die Renten in der Krise eigentlich sinken müssen, was die 2009 eingeführte Rentengarantie mit nachhaltigem Erfolg für die gesamtwirtschaftliche Stabilität verhinderte. Im Gegenzug erhielt die junge Generation die Zusage, dass die Kosten der Rentengarantie in den Folgejahren schrittweise wieder hereingeholt würden. Dieser Prozess ist im Osten bereits seit dem vergangenen Jahr abgeschlossen. Hintergrund ist, dass die Ost-Rentner in der Krise weit weniger auf die Schutzwirkung der Rentengarantie angewiesen waren als Ruheständler im Westen, wo insbesondere massive Exporteinbrüche auf die Löhne drückten.

Im vergangenen Jahr waren die Renten im Westen um 2,18 Prozent gestiegen, im Osten um 2,26 Prozent.
und noch ein Beispiel:

Solange die Einkommensverhältnisse in den alten und neuen Bundesländern noch unterschiedlich sind, werden die niedrigeren Entgelte, die in den neuen Bundesländern erzielt werden, mit einem Faktor auf das Westniveau angehoben. Durch diese Anhebung werden die Verdienste in den neuen Bundesländern mit dem Durchschnittsentgelt vergleichbar. Der Umrechnungsfaktor wird parallel zum Durchschnittsentgelt jährlich neu bestimmt und per Rechtsverordnung festgesetzt. Genau wie beim Durschnittsentgelt wird für das vorangegangene und das laufende Kalenderjahr ein vorläufiger Wert festgesetzt. Im Jahr 2011 beträgt der vorläufige Umrechnungsfaktor 1,1429 .

Das angehobene Entgelt wird ins Verhältnis zum Durchschnittsentgelt gesetzt. Bei dieser Rechnung ergeben sich Entgeltpunkte (Ost).

Beispiel: Im Jahr 2010 werden in Leipzig 25.199 EUR Arbeitsentgelt erzielt. Hochgewertet auf Westniveau ergibt sich ein Entgelt von 25.199 EUR x 1,1889 = 29.959,09 EUR.

Hieraus ergeben sich 29.959,09 : 32.003= 0,9361 Entgeltpunkte (Ost)

http://www.rententips.de/rententips/grv/berechnung/03.php

Hat jemand im Westen ein Jahrseinkommen von 25.199 €, wird sein Einkommen nicht auf 29.959 € hochgewertet, seine Rente wird also geringer sein, als wenn er in Leipzig gearbeitet hätte.

Der Gerechtigkeitsfanatismus führt also langfristig zu niedrigeren Renten im Osten :D
Bei Beschäftigungszeiten im Beitrittsgebiet wird nun vor dieser Rechnung der eigene Verdienst mit dem Wert der Anlage 10 des SGB VI multipliziert. Dieser Wert gibt das Verhältnis der Einkommen in Ost und West wieder und liegt für dieses Jahr vorläufig bei 1,1889.

Damit wird der Ost-Verdienst "hochgewertet" und erst dann durch das (gesamtdeutsche) Durchnittsentgelt geteilt. Dadurch ergibt sich also bei gleichem Verdienst im Osten ein etwas höherer EP-Wert als im Westen.

(Hintergrund des Ganzen ist die Annahme, dass für die gleiche Tätigkeit im Osten ein geringerer Verdienst gezahlt wird - das stimmt nicht mehr für alle Beschäftigungen, aber leider immer noch für viele...)
...
http://www.ihre-vorsorge.de/forum.html?tx_mmforum_pi1[action…
Die Gaunerei mit der Ost-Rente findet schon seit Jahren statt. Ich arbeite im Osten und meine Rentenpunkte sind höher als bei gleichem Einkommen im Westen.

Die Politiker verschweigen den "Ost-Faktor", und der führt zu einer höheren Rente im Alter. Auch die heutigen Rentner stellen sich bei einer Anpassung an die West-Rente schlechter, sagte mir kürzlich ein Rentenberater, der in dieser Thematik topfit ist.

Eine Anpassung der Ost- an die Westrente ist somit für die Ost-Rentner und RV-Einzahler im Osten von Nachteil, deren Renten werden sinken, das entlastet aber die Rentenversicherung, und darum geht es wohl.
Und wieder wird Wahlkampf gemacht mit dem Geld der Bürger. Statt die Haushalte zu konsolidieren gehen wir mit Ostrenten, Armutsrentenzuschuss, Betreuungsgeld, Schuldenschnitt für die Griechen usw usw weiterhin belastende strukturelle Verpflichtungen ein die es auf Jahre verhindern wird zu einem ausgeglichenen Haushalt zu kommen.


Das ärgerlichste ist bei dieser ganzen Ostrentendiskussion daß mal wieder in die Rentenkassen gegriffen wird. Politiker, Selbstständige und Beamte sind wieder aussen vor, die Rentenbeitragszahler werden wieder für eine politische und wahlkampftaktische Überlegung bezahlen.

Statt 23 Jahre nach der Einheit endlich den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, die Ostförderung, die weitenteils in die Haushalte direkt fliesst, also keine Investitionswirkung mehr entfaltet, und so ein Stück Normalität herzustellen, macht man wieder finanzielle Zusagen.
Aber das ist ja klar. Die Abschaffung des Solidaritätszuschlages würde Stimmen kosten, Rentengeschenke sollen Stimmen bringen.

Politik ist nur noch Gaunerei. Da dies alles auch organisiert durch Parteien geschieht ist es wohl korrekt wenn man von einer Politmafia spricht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.839.704 von lump60 am 19.11.12 14:46:12Es geht vor allem um Gerechtigkeit

Sagt ausgerechnet ein Sozi:confused::laugh:
Der Steinbrück spinnt genauso:Steinbrück: Angleichung von Ost-Renten bis 2020
19.11.12 13:08
dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Die SPD will im Fall eines Sieges bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr die Ost-Renten bis 2020 stufenweise auf das Westniveau anheben. Dies kündigte der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Zeitschrift 'Super Illu' an. Um dies zu erreichen, solle bis 2020 jede Anhebung der Rentenwerte im Osten höher ausfallen als im Westen.

Er könne den Unmut im Osten verstehen, sagte der Ex-Finanzminister. 'Das ist auch nicht nur eine Frage von Euro und Cent. Es geht vor allem um Gerechtigkeit.' Deshalb müsse es 23 Jahre nach dem Mauerfall nun bald zu einer Angleichung der Renten kommen.

Die Mehrkosten für eine solche Anhebung des Rentenwertes Ost (derzeit 24,95 Euro) auf den Westwert von derzeit 28,07 Euro würde nach Schätzung des Bundesarbeitsministeriums aktuell rund sechs Milliarden Euro pro Jahr kosten. Nach Ansicht Steinbrück ist dies finanziell machbar. Die SPD will am kommenden Samstag auf einem Parteikonvent in Berlin ihr Rentenkonzept beschließen./jsu/DP/bgf
FAZ-Artikel aus dem Jahr 2008 :laugh:

...
Jeder Euro Rentenbeitrag ist im Osten mehr wert als im Westen

Doch nicht nur die längere Berufstätigkeit zu DDR-Zeiten wirkt sich zugunsten der Ostrentner aus, sondern auch eine rechtliche Besonderheit: Der Umrechnungsfaktor führt seit 1992 zur Aufwertung der Ostrenten um 18 Prozent. Nach der Wende war das notwendig, um aus den niedrigen DDR-Löhnen überhaupt auskömmliche Renten zu errechnen. Aber die Bevorzugung gilt weiter: Jeder Euro Rentenbeitrag ist im Osten mehr wert als im Westen. Das soll die nachteilige Wirkung der nach wie vor geringeren Löhne auf die Rente lindern und Altersarmut vorbeugen. Trotz des Lohnabstands wird diese Aufwertung inzwischen zuweilen im Westen als ungerechtfertigte Privilegierung empfunden. Würde sie abgeschafft, führte die bloße Angleichung des Rentenwerts gerade im Osten zu Enttäuschungen.

Weil die Wirtschaftskraft in den neuen Ländern noch immer geringer ist, werden die Ostrenten teilweise mit Beitragsgeldern aus dem Westen finanziert – in diesem Jahr mit 14 Milliarden Euro. Bei einer vollen Angleichung der Renten würden jährlich 6 Milliarden Euro mehr gebraucht.
....
Im Scholz-Ministerium wird erwogen, den Rentenwert Ost nach 2019 auf Westniveau anzuheben und die Aufwertung abzuschaffen. Das aber verschärfte die Aussichten für die Arbeitnehmer im Osten noch. Die Ostländer sehen die Pläne daher skeptisch, sie verlangen ausführliche Modellrechnungen.
...
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ost-west-unterschiede-…

Eine Anhebung des Rentenniveaus Ost auf West wird es nicht geben, da sieht sich der Osten benachteiligt1
Die FDP rechnet mit der Dummheit der Menschen und fordert etwas, was es bereits gibt: Ost- sind an Westrenten sind seit vielen, vielen Jahren bereits angepasst.

Schaut man sich die Durchschnittsrenten bei Männern an, so ist der Unterschied West - Ost minimal:

Das bekommen Rentner in Ost und West im Durchschnitt (in Euro)

Bundesland / Männer / Frauen / Renteneintrittsalter

Baden-Württemberg: 1055,39 / 516,05 / 61

Bayern: 983,41 / 496,12 / 60,7 /
Berlin: 1039,27 / 684,06 / 60,3
Brandenburg: 1035,67 / 677,38 / 59,5
Bremen: 1044,16 / 507,53 / 60,6
Hamburg: 1069,70 / 596,02 / 61,5
Hessen: 1051,61 /493,95 / 60,6
Mecklenburg-Vorpommern: 1000,65 / 652,84 / 58,6
Niedersachsen: 1024,05 / 459,31 / 60,6
Nordrhein-Westfalen: 1118,28 / 457,83 / 60,7
Rheinland-Pfalz: 1013,52 / 429,57 / 60,5
Saarland: 1119,18 / 390,32 / 60,2
Sachsen: 1059,04 / 682,58 / 59,7
Sachsen-Anhalt: 1031,79 / 649,76 / 59,9
Schleswig-Holstein: 1017,89 / 482,99 / 60,9
Thüringen: 1030,28 / 669,74 / 59,2

...

http://altersvorsorge-rente.t-online.de/rententabelle/id_4…
Die Rentenanpassung Ost an West ist Wahlkampfgetöse. Die Politiker verschweigen, dass die Ost-Renten einen zusätzlichen Faktor beinhalten der bei der Rentenberechnung berücksichtigt wird, dieser Faktor erhöht die Rente im Osten, die Rente entspricht sozusagen bereits der West-Rente.

Wer z. B. als Wessi im Osten arbeitet und über der Beitragsbemessungsgrenze verdient, ist rententechnisch besser gestellt als im Westen wegen dieses Faktors.

Man müsste mal ausrechnen, was die Beitragszahler billiger kommt, eine "echte" Rentenanpassung oder aber weiterhin die versteckte mit dem Ost-Faktor.

Die Rentenversicherungsanstalt hat zwei Broschüren, eine für West-Rentner und eine für Ost-Rentner.

Aus der Broschüre Ost:

Für Versicherte und Rentner aus den neuen Bundesländern sollen sich aus den vergleichsweise niedrigen Arbeitsentgelten in der DDR und dem heute noch bestehenden Unterschied im Lohn niveau keine Nachteile bei der Rentenberechnung ergeben. Aus diesem Grund werden die Ent gelte auf Westniveau angehoben. Das heißt, ein in den neuen Bundesländern oder in der DDR bezogenes Entgelt wird mit einem Umrechnungsfaktor erhöht. Der Faktor entspricht etwa dem Verhältnis West Durchschnittsentgelt zu Ost-Durchschnittsentgelt.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/conten…

Und hier auch noch der Link zur Broschüre "West":
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/conten…
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.554.366 von lump60 am 31.08.12 08:40:16Wie kann ich die Renten angleichen wenn der Lohn ungleich bleibt?
FDP: Ost- und Westrente noch vor der Wahl angleichen
30.08.12 23:10
dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Die FDP dringt auf eine Angleichung der Altersrenten in Ost- und Westdeutschland noch in dieser Wahlperiode. 'Es ist mehr als 20 Jahre nach der deutschen Einheit höchste Zeit', sagte FDP-Generalsekretär Patrick Döring der Magdeburger 'Volksstimme' (Freitag). 'Im Koalitionsvertrag steht, dass wir dies in dieser Wahlperiode sicherstellen wollen.' Dazu stünden die Liberalen.

einem früheren Medienbericht zufolge hatte das Arbeitsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Linken erklärt, dass eine Regelung, die den unterschiedlichen Interessen in Ost und West gleichermaßen gerecht wird, 'nicht absehbar' sei.

'Das ist für die FDP nicht akzeptabel', sagte Döring. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe die Rentenangleichung versprochen. Bei der Gestaltung der Renten-Einheit komme es darauf an, eine 'besitzstandswahrende Lösung' für die Rentner in Ost und West zu finden./and/DP/he
Guten Tag lump60

Zitat von lump60: Werden hier Beiträge unkommentiert eliminiert - kann das sein ???

Deine Vermutung trifft nicht zu. Ich habe mir den Thread angesehen und festgestellt, dass er vollständig ist. Nicht ein einziger Beitrag wurde bisher moderiert. Und wäre ein Posting moderiert, wäre dieser Eingriff auch sichtbar.

Gruß
CaveModem :)
Presse: Deutliche Rentenerhöhung im Juli erwartet
11.03.12 16:22
dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Die 20 Millionen Rentner in Deutschland können im Juli voraussichtlich mit einer weitaus stärkeren Erhöhung ihrer Altersbezüge rechnen als im Vorjahr. Im Osten könnte es nach einem Bericht der 'Bild'-Zeitung (Samstagausgabe) mit einem Plus von 3,6 Prozent den stärksten Anstieg seit 15 Jahren geben. Im Westen sei mit einer Anhebung um 2,2 Prozent zu rechnen. Im vergangenem Jahr waren die Renten nur um 0,99 Prozent gestiegen. Bisherige Prognosen für 2012 lagen im Westen bei 2,3 Prozent, im Osten bei 3,2 Prozent.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums sagte, er könne die konkreten Zahlen für 2012 noch nicht bestätigen. Allerdings sei sicher, dass es eine 'merkliche Rentenanpassung' geben werde. Ursache seien nicht nur die Tariferhöhungen im vergangenem Jahr, sondern die insgesamt höhere Lohnsumme infolge der positiven Arbeitsmarktlage.

Bei einer Erhöhung von 2,2 Prozent im Westen bekäme ein Senior mit 1000 Euro Rente ab Juli 22 Euro mehr, im Osten 36 Euro. Für die Berechnung erwartet das Ministerium an diesem Montag die letzten aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes. Am Mittwoch will das Kabinett die Erhöhung der Altersbezüge beschließen.
Merkel hat wohl andere Sorgen - zu dem Thema momentan Schweigen im Walde
Man muß aus dem Rentensystem raus. Jder muß seine eigene Altersvorsorge aufbauen und dann gibt es da keine Diskussionsgrundlage mehr.
Ich bin dafür, daß die Gesellschaft die Kosten für Kinder und deren Ausbildung trägt. Um die Kosten des Alters zu tragen, hat jeder genug Zeit, sich selbst Gedanken zu machen.


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