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Gold und Silber vor neuen Allzeithochs... (Seite 8005)

eröffnet am 17.10.08 22:25:52 von
neuester Beitrag 14.06.21 22:21:41 von

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12.11.10 14:05:24
Beitrag Nr. 2.276 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.507.576 von sn99 am 12.11.10 07:23:27Wo Du recht hast, hast Du recht. Für den üblichen Blabla areite ich mit Windoof. Aber, falls Du es genauer wissen willst:
Meine Platte ist partitioniert. Ich kann auch Linux starten. Eine einzelne Festplatte gibt 4 Partitionen her, also bis zu vier Betriebssystemen.
Ich warne aber ausdrücklich davor, eine zweite festplatte mit internen Daten gleichzeitig mit der öffentlichen Platte zu betreiben, es ist nur ein Byte, was ein versierter Hacker umlegen muß, um an den Rest zu kommen...
Also:
1. Möglichkeit
rausziehbare Festplatten verwenden.

2. Möglichkeit
virtuelle Maschinen, in nem Linux-System kann man Windoof in der virtuellen Maschine laufen lassen, umgekehrt und auch Geiches in Gleichem

3. Möglichkeit:
sensible Daten auf USB-Stick

Das sollte für Anfänger reichen.

Für Profis:
Ich hab mir ne BartPe gebastelt, mit der ich alle notwendigen Programme samt Betiebssystem an fast jedem beliebigen Rechner der Welt in den Arbeitsspeicher laden kann (bootfähig). Als CD, Stick oder Zip. Netzwerkfähig.

Für sensible Daten habe ich etwa 30 verschiedene Paßwörter mit etwa 50 Zeichen im Kopf.

Entschuldigung, ich muß erst mal erklären, wie man sich sowas merken kann:
Jeder von uns kennt doch sicher ein Gedicht oder den Text eines Liedes.
Da nimmt man z.B. jeden 1. Buchstaben oder jeden 2. von jedem Wort... .
Mit etwas Übung kriegt man viele viele Kombinationen hin...
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12.11.10 07:23:27
Beitrag Nr. 2.275 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.507.518 von Kohlenzieher am 12.11.10 06:11:02Gibs zu Du sitzt selber vorm Microsoft PC wie fast alle hier.

Wenn ich den meissten in meinem Umkreis mit ubuntu komme werde ich nur belächelt.
Auch kaufen die Leute haufenweise Microsoft Office nur aus Prestigegründen.
Keiner konnte mir bis jetzt Funktionen zeigen die er braucht die nicht das freie open Office auch kann.
Nach dem Motto, was nichts kostet taugt auch nichts.

Ach heute "Morgengoldpreisdrückung" damit man nicht alles auf die amis schieben kann.

lg
sn99
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
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12.11.10 06:11:02
Beitrag Nr. 2.274 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.503.879 von shaba am 11.11.10 17:11:48Die Weichen werden vor Abfahrt des Zuges gestellt.

Das Spiel läuft schon seit vor unserer Geburt. Deshalb mal ein Artikel für Microsoftgeschädigte (aber aus unserere Klasse) über die Zukunft, welche uns heute einholt:


TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 1
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch
Ross Anderson
© & Übersetzung: Moon - letztes Update: 21.12.02

Aktuellste Version immer auf http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html." target="_blank" rel="nofollow ugc noopener">http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html.

Weitere Hintergrundinformationen (auf englisch) zu den hier angesprochenen
Problemen finden Sie
im Anhang der englischen TCPA/Palladium-FAQ und auf der Economics and Security
Resource Page.
Sämtliche Links in der FAQ verweisen auf englischsprachige Inhalte. Ergänzende
deutschsprachige
Informationen bietet der Anhang.
1. Wofür steht TCPA/Palladium?
2. Auf gut deutsch, was bringen TCPA/Palladium?
3. Ich kann also keine mp3s mehr auf meinem PC hören?
4. Wie funktioniert es?
5. Wozu können TCPA und Palladium noch verwendet werden?
6. Ok, es gibt also Gewinner und Verlierer - Disney macht den großen Reibach
und Smartcard-Anbieter gehen pleite. Aber sicherlich investieren Microsoft und
Intel Hunderte von Millionen Dollar nicht aus reiner Barmherzigkeit? Wie
wollen die damit Geld machen?
7. Woher kam die Idee?
8. Was hat das mit der Seriennummer des Pentium III zu tun?
9. Woher kommt die Bezeichnung "Fritz-Chip"?
10. OK, die TCPA verhindert also, dass Jugendliche Musik abziehen und hilft
Firmen, ihre Interna vertraulich zu verwahren. Sie könnte auch der Mafia
nützen, außer das FBI bekommt eine Hintertür eingebaut, wovon man
ausgehen kann. Aber wer, abgesehen von Raubkopierern, Industriespionen
und Aktivisten, könnte ein Problem damit haben?
11. Wie kann die TCPA missbraucht werden?
12. Erschreckende Aussichten. Aber kann man das nicht einfach abstellen?
13. Es geht hier also um wirtschaftliche Aspekte?
14. Moment mal, billigt das Gesetz den Leuten nicht zu, Schnittstellen für
Kompatibilität durch Reverse Engineering zu erstellen?
15. Kann TCPA nicht geknackt werden?
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html 16:16:27 02.01.2003
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 2
16. Wie umfassend werden die allgemeinen ökonomischen Effekte sein?
17. Wer wird noch verlieren?
18. Autsch. Was noch?
19. Ich kann mir gut vorstellen, dass mancher sich darüber aufregen wird.
20. Moment mal, ist die TCPA entsprechend dem Antitrust-Gesetz nicht illegal?
21. Wann wird es losgehen?
22. Was ist TORA BORA?
23. Aber ist ein sicherer PC nicht eine tolle Sache?
24. Warum spricht man dann vom "vertrauenswürdigen Computereinsatz"? Ich
wüßte nicht, was daran vertrauenswürdig ist!
25. Ein "vertrauenswürdiger Computer" ist also einer, der meine Sicherheit
untergräbt?
1.) Wofür steht TCPA/Palladium?
TCPA steht für Trusted Computing Platform Alliance (Allianz für
vertrauenswürdige Computerplattformen), eine von Intel geführte Initiative.
Deren erklärtes Ziel ist die "Etablierung einer Computerplattform für das
nächste Jahrhundert, die für größeres Vertrauen in den PC sorgen soll".
Palladium ist eine Software, die Microsoft in kommende Windows-Versionen
integrieren will. Sie soll auf TCPA aufsetzen und zusätzliche Features
bereitstellen.
2.) Auf gut deutsch, was bringen TCPA/Palladium?
Zusammen bilden sie eine Computerplattform die verhindert, dass der
Anwender die darauf laufenden Anwendungen manipulieren kann, welche
abgesichert mit dem Programmhersteller kommunizieren können. Der
offensichtliche Anwendungszweck ist das Digital Rights Management (DRM):
Disney kann dann DVDs verkaufen, die sich nur auf einer Palladium-Plattform
entschlüsseln - also anschauen - lassen, die aber nicht kopiert werden
können. Die Musikindustrie kann dann Musikdownloads verkaufen, die nicht
mit anderen getauscht werden können. Sie können dann CDs verkaufen, die
man nicht mehr als drei mal abspielen kann oder nur am eigenen Geburtstag.
Eine Fülle neuer Vermarktungsmöglichkeiten wird sich eröffnen.
TCPA/Palladium wird es zudem viel schwieriger machen, nicht lizensierte
Software zu nutzen. Raubkopien können von außerhalb des Computers
entdeckt und gelöscht werden. Zudem wird es leichter sein, die Software zu
vermieten statt sie zu verkaufen; wenn man die Miete nicht mehr zahlt, kann
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html 16:16:27 02.01.2003
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 3
nicht nur die Software aufhören zu arbeiten, sondern auch alle mit ihr
erstellten Dateien. Seit Jahren träumt Bill Gates davon, einen Weg zu finden,
die Chinesen für seine Software zahlen zu lassen: Palladium könnte die
Erhörung seiner Gebete sein.
Es gibt vielerlei Möglichkeiten. Regierungen könnten nur solche Systeme
einsetzen auf denen alle Word-Dokumente, die auf Beamten-PCs erstellt
wurden als "klassifiziert" gelten und nicht mehr digital an Journalisten
weitergegeben werden könnten. Auktions-Sites könnten auf
vertrauenswürdiger Proxy-Software zur Abgabe von Geboten bestehen, so
dass ein taktisches Bieten über Bietagenten oder ähnliches nicht mehr
möglich wäre. Die Benutzung von Cheats bei Computerspielen könnte
erschwert werden.
Es gibt natürlich auch Nachteile. Es wird ferngesteuerte Zensur geben: die
gleichen Mechanismen, die zur Löschung von raubkopierter Musik verwendet
würden, könnten Dokumente löschen die ein Gericht (oder eine
Softwarefirma) als anstößig ansieht - dabei könnte es sich um alles handeln,
von Pornographie bis zu Schriften, die Politiker kritisieren. Softwarefirmen
könnten es auch erschweren, Produkte eines Mitbewerbers einzusetzen; z.B.
könnte Word alle Dokumente so verschlüsseln, dass nur Microsoft-Produkte
Zugriff darauf haben; somit könnten diese auch nicht mit einem anderen
Officeprogramm gelesen werden.
3.) Ich kann also keine mp3s mehr auf meinem PC hören?
Bereits vorhandene MP3s sollten für eine gewisse Zeit keine Probleme
bereiten. Microsoft behauptet, dass Palladium nichts sofort am Funktionieren
hindern würde. Ein kürzlich erschienenes Update zum Media Player hat
allerdings eine Debatte dadurch ausgelöst, dass Anwender zur Benutzung
dieser Software künftigen Anti-Raubkopiermaßnahmen seitens Microsoft
zustimmen müssen; dies könnte ein Löschen raubkopierter Inhalte
einschließen. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass einige Programme, die dem
Anwender erweiterte Kontrolle über ihren PC geben, wie VMware und Total
Recorder, unter TCPA noch funktionieren. Man wäre also gezwungen, einen
anderen Player einzusetzen - und sollte dieser dann raubkopierte MP3s
abspielen, ist es unwahrscheinlich, dass er dies mit neuen, geschützten Titeln
tun würde.
Die Anwendung bestimmt dann unter Benutzung eines Onlineservers, welche
Sicherheitsrichtlinien auf dem System gelten. Der Media Player wird also
erkennen, welche Nutzungsbedingungen an einen geschützten Titel geknüpft
sind, und ich gehe davon aus, dass Microsoft eine Menge unterschiedlichster
Vereinbarungen mit Contentanbietern treffen wird, die jegliche Art von
Geschäftsmodell ausprobieren werden. Es wird wahrscheinlich CDs zu einem
Drittel des herkömmlichen Preises geben, die aber nur drei mal abgespielt
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html 16:16:27 02.01.2003
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 4
werden können; zahlt man die restlichen zwei Drittel, erhält man die
kompletten Rechte.
Es könnte erlaubt sein, Kopien digitaler Musik an Freunde zu verleihen, wobei
aber gleichzeitig die Originale auf der eigenen Festplatte gesperrt und erst
dann wieder abspielbar sind, sobald man die Kopie zurückbekommen hat. Es
ist allerdings wahrscheinlicher, dass man Musik überhaupt nicht mehr
verleihen kann. Diese Richtlinien werden einigen Leuten das Leben schwer
machen; z.B. könnten Regionalcodes ein Abspielen der polnischen Version
verhindern, wenn der PC außerhalb Europas gekauft wurde.
Dies alles könnte bereits heute geschehen - Microsoft müsste nur einen Patch
in unseren Player einspielen. Sobald aber TCPA/Palladium es den Anwendern
erschwert, die Player Software zu verändern und es Microsoft erleichtert,
Upgrades und Patches zu kontrollieren, wird es schwieriger sein, dem Ganzen
zu entgehen und somit weit attraktiver fürs Geschäft.
4.) Wie funktioniert es?
TCPA sorgt für den Einbau einer Überwachungs- und Meldekomponente in
künftige PCs. Die bevorzugte Variante in der ersten Phase der Einführung ist
ein "Fritz"-Chip - ein Smartcard-Chip oder Dongle, der aufs Motherboard
gelötet wird.
Sobald der PC gebootet wird, übernimmt der Fritz-Chip die Kontrolle. Er
überprüft, ob das Boot-ROM den Erwartungen entspricht, führt es aus und
bewertet den Zustand des Rechners; dann wird der erste Teil des
Betriebssystems überprüft, geladen und ausgeführt, dann wird wieder der
Zustand des Systems bewertet und so weiter. Die Vertrauensgrenze, die
Hardware und Software als bekannt und überprüft bewertet, wird
kontinuierlich erweitert. In einer Tabelle werden Hardware (Soundkarte,
Grafikkarte, etc.) und Software (Betriebssystem, Treiber, etc.) nachgehalten;
der Fritz-Chip überprüft, ob die Hardwarekomponenten auf der TCPAgenehmigten
Liste stehen, dass die Softwarekomponenten signiert sind, und
dass keine dieser Komponenten eine erloschene Seriennummer aufweist.
Sollten bedeutsame Änderungen an der PC-Konfiguration vorgenommen
worden sein, muss der PC online gehen, um sich erneut zu zertifizieren. Das
Ergebnis ist ein Rechner, der sich in einem bekannten Zustand mit einer
genehmigten Kombination an Hardware und Software (deren Lizenz noch nicht
abgelaufen ist) befindet. Die Kontrolle wird dann an den Teil des
Betriebssystems abgegeben, der die Einhaltung der Richtlinien überwacht -
dies wird Palladium sein, falls man Windows als Betriebssystem verwendet.
Sobald sich der Rechner in diesem Zustand befindet, kann Fritz Inhalte für
Dritte zertifizieren; z.B. wird Disney per Authentifizierungsprotokoll versichert,
dass der Rechner ein geeigneter Empfänger von "Schneewittchen" ist. Dies
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 5
bedeutet dann, dass der Rechner momentan eine autorisierte Anwendung
laufen hat - Mediaplayer, Disneyplayer, was auch immer. Der Disney Server
sendet darauf hin die verschlüsselten Inhalte mit einem Schlüssel, den der
Fritz-Chip zur Entschlüsselung derselben verwendet. Diesen Schlüssel stellt
der Fritz-Chip nur der autorisierten Anwendung zur Verfügung und auch nur
so lange, wie die Rechnerumgebung als "vertrauenswürdig" gilt. Daher
müssen zuvor die Sicherheitsrichtlinien, die den Rechner als
"vertrauenswürdig" definieren vom Server des Herstellers der Playersoftware
heruntergeladen werden.
Dies bedeutet, dass Disney sich den Hersteller eines bestimmten Players als
berechtigt zum Abspielen seiner Premiuminhalte aussuchen kann, der im
Gegenzug die Möglichkeit, mit seiner Anwendung unautorisierte Kopien zu
ziehen, unterbindet. Disney kann also dem Anwender die Bedinungen zum
Abspielen der Inhalte diktieren; dies gilt auch für die Sicherheitsstufe, die von
der TCPA gesetzt werden muss. Das Ganze kann mit Bezahlung einhergehen:
Disney kann darauf bestehen, dass die Anwendung bei jedem Anschauen des
Films einen Dollar verlangt. Tatsächlich könnte sogar die Anwendung selbst
nur gemietet sein, und dies interessiert die Softwarefirmen natürlich
brennend. Die Möglichkeiten scheinen lediglich durch die Vorstellungskraft der
Marketingleute begrenzt zu sein.
5.) Wozu können TCPA und Palladium noch verwendet werden?
TCPA kann auch zur Durchsetzung viel stärkerer Zugangskontrollen zu
vertraulichen Dokumenten verwendet werden. Eine Armee könnte
beispielsweise ihre Soldaten dazu veranlassen, nur Dokumente mit dem
Status "vertraulich" oder höher zu erstellen, und dass nur TCPA PCs, die vom
eigenen Geheimdienst zertifiert wurden, diese lesen können. Dies nennt man
"erzwungene Zugangskontrolle", und die Regierungen sind ganz scharf darauf.
Die Palladium-Ankündigung weist darauf hin, dass das Microsoft Produkt dies
unterstützen wird: man wird Word so konfigurieren können, dass es alle
Dokumente, die für eine gewisse Abteilung erstellt wurden so verschlüsselt,
dass sie nur für Anwender einer genau bestimmbaren Gruppe lesbar sind.
Firmen werden dies auch machen können, um das Ausplaudern von
Betriebsgeheimnissen zu unterbinden. Sie können festlegen, dass Dokumente
nur auf Firmen-PCs gelesen werden können, es sei denn, eine autorisierte
Person gäbe sie zur weiteren Verbreitung frei. Zudem könnten Zeitsperren
eingebaut werden: es könnte z.B. so arrangiert werden, dass alle E-Mails
automatisch nach 90 Tagen verschwinden, außer es würde jemand besondere
Anstrengungen zu deren Sicherung unternehmen. Man kann sich vorstellen,
wie nützlich das für Enron, Arthur Andersen oder Microsoft während des
Antitrust-Verfahrens gewesen wäre.
Die Mafia könnte dieselben Methoden nutzen: das Spreadsheet mit den
jüngsten Drogenlieferungen könnte nur auf von der Mafia anerkannten PCs
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 6
gelesen werden und würde am Monatsende verschwinden. Das würde dem FBI
das Leben schwer machen - allerdings verhandelt Microsoft mit den
Regierungen, ob Polizei und Spione einen gewissen Zugriff auf
Generalschlüssel bekommen sollten. In jedem Fall aber wird jemand, der
einem Journalisten Firmendokumente zukommen lässt, wenig erreichen, da
der Fritz-Chip des Journalisten ein Entschlüsseln verhindern wird.
TCPA/Palladium scheint auch für elektronische Bezahlsysteme bestimmt zu
sein. Eine von Microsofts Visionen ist anscheinend, dass Funktionalität, die
derzeit noch auf Bankkarten aufbaut, in Software übertragen werden könnte,
sobald die Anwendungen gegen Manipulationen gesichert sind. Dies wird nötig
sein, wenn wir tatsächlich einer Zukunft entgegensehen sollten, in der wir für
Bücher, die wir lesen, und für Musik, die wir hören, einen gewisse Summe
Cent pro Minute oder Seite zahlen müssen. Auch wenn dieses Geschäftsmodell
nicht ankommen sollte - und dafür gibt es gute Gründe - so wird dies
sicherlich Probleme für die Anbieter anderer Online-Zahlungssysteme
aufwerfen inklusive möglicher Nebeneffekte für die Anwender.
Falls es in ca. 10 Jahren mühsam sein sollte, online per Kreditkarte zu
bezahlen, es sei denn, man verwendet die Palladium- Plattform, könnte dies
ein Menge Leute zur Akzeptanz des Systems bewegen.
6.) Ok, es gibt also Gewinner und Verlierer - Disney macht den großen
Reibach und Smartcard-Anbieter gehen pleite. Aber sicherlich
investieren Microsoft und Intel Hunderte von Millionen Dollar nicht
aus reiner Barmherzigkeit? Wie wollen die damit Geld machen?
Meine Spione bei Intel sagten mir, Intel agiere aus der Defensive. Da sie den
Grossteil ihres Geldes durch Mikroprozessoren für PCs verdienen und damit
einen Grossteil des Marktes besetzen, kann die Firma nur durch Vergrößerung
des Marktes wachsen. Sie sind überzeugt, dass der PC im Zentrum des
künftigen Heimnetzwerkes stehen wird. Falls Unterhaltung die
Killeranwendung werden sollte und DRM die benötigte Technologie zu deren
Durchsetzung, dann muss der PC das DRM übernehmen oder riskieren, vom
Heimanwendermarkt zu verschwinden.
Microsoft wäre auch motiviert, jegliche Form der Unterhaltung in sein
Imperium aufzunehmen. Falls sich auch nur eins der beiden Systeme
verbreiten sollte, werden sie allein schon deswegen zu den zu den Gewinnern
gehören, weil sie dann die Möglichkeit haben, die Verbreitung von Raubkopien
ihrer Software dramatisch zu verringern. "Die Chinesen zum Bezahlen für
Software zu bewegen" war schon immer ein großes Ding für Bill; mit
Palladium kann er jeden PC an eine individuell lizensierte Kopie von Office
binden und mit TCPA jedes Motherboard an seine individuell lizensierte Kopie
von Windows. TCPA wird auch eine weltweite Blacklist mit Seriennummern
sämtlicher raubkopierter Officeversionen enthalten.
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 7
Schließlich würde Microsoft es auch gerne verteuern, wenn jemand von ihren
Produkten (wie Office) auf Konkurrenzprodukte (wie OpenOffice) wechseln
möchte. Sie könnten so mehr verlangen, ohne dass die Anwender wechseln
würden.
7.) Woher kam die Idee?
Zuerst tauchte sie in dem Aufsatz A Secure and Reliable Bootstrap
Architecture von Bill Arbaugh, Dave Farber and Jonathan Smith, im Rahmen
des IEEE Symposium on Security and Privacy (1997), Seiten 65-71 auf.
Daraus entstand das US Patent: "Secure and Reliable Bootstrap Architecture",
U.S. Patent No. 6,185,678, February 6th, 2001. Bills Gedanken entwickelte
sich aus seiner Arbeit an der Code-Signierung für die NSA im Jahre 1994. Die
Leute bei Microsoft haben Patentschutz für die das Betriebssystem
betreffenden Aspekte beantragt. Die Patentanträge gibt es hier und hier.
Es könnte allerdings eine Menge an Prior Art geben. Markus Kuhn schrieb
schon vor Jahren über einen TrustNo1 Processor, und die Grundidee, ein
sicherer "Referenzmonitor", der die Computerzugriffskontrollfunktionen
überwacht, geht mindestens auf einen Aufsatz zurück, den James Anderson
1972 für die USAF verfasst hat. Seitdem ist sie Merkmal sämtlicher
Überlegungen zu militärischen Sicherheitssystemen.
8.) Was hat das mit der Seriennummer des Pentium III zu tun?
Mitte der 90er startete Intel ein früheres Programm, das bis zum Jahr 2000
die Funktionalität des Fritz-Chip in den Hauptprozessor oder den Cache
Controller integrieren sollte. Die Pentium Seriennummer war ein erster Schritt
auf diesem Weg. Die ablehnenden öffentlichen Reaktionen scheinen sie erst
zum Abwarten, dann zur Bildung eines Konsortiums mit Microsoft und anderen
und schließlich zu einem erneuten Anlauf mit vereinten Kräften gebracht zu
haben.
9.) Woher kommt die Bezeichnung "Fritz-Chip"?
Der Name wurde zu Ehren des Senators von South Carolina - Fritz Hollings -
gewählt, der unermüdlich im Kongress daran arbeitet, TCPA als zwingend für
sämtliche Konsumelektronik vorzuschreiben.
10.) OK, die TCPA verhindert also, dass Jugendliche Musik abziehen und
hilft Firmen, ihre Interna vertraulich zu verwahren. Sie könnte auch
der Mafia nützen, außer das FBI bekommt eine Hintertür eingebaut,
wovon man ausgehen kann. Aber wer, abgesehen von Raubkopierern,
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 8
Industriespionen und Aktivisten, könnte ein Problem damit haben?
Viele Firmen werden auf der Verliererseite stehen. Es sieht z.B. so aus, als
würde die europäische Smartcard-Industrie Schaden nehmen, da die
Funktionen ihrer Produkte in die Fritz-Chips von Laptops, PDAs und
Mobiltelefone der dritten Generation wandern werden. Tatsächlich wird sich
ein Grossteil der Informationssicherheitsindustrie Sorgen machen, wenn TCPA
zum großflächigen Einsatz kommt. Microsoft behauptet, dass Palladium Spam,
Viren und so ziemlich alles schädliche im Cyberspace stoppen wird - falls das
stimmt wird den Herstellern von Antivirensoftware, den Spammern, den
Spamfilter-Herstellern, den Firewall-Firmen und den Leuten aus dem Bereich
der Intrusion Detection die Butter vom Brot genommen.
Es gibt ernste Bedenken über die Nebeneffekte auf Informationsgüter- und
Diensteanbieter, besonders aber in bezug auf Innovationen, die
Geschwindigkeit von Unternehmensgründungen und die Wahrscheinlichkeit,
dass vorherrschende Unternehmen ihre Monopole festigen könnten. Die
Probleme, die sich für Innovationen ergeben, erläutert der bekannte Ökonom
Hal Varian in einer kürzlich erschienenen Kolummne in der New York Times.
Aber es gibt weit schwerwiegendere Probleme. Die fundamentale Gefahr ist,
dass wer auch immer den Fritz-Chip kontrolliert, über eine unheimliche Macht
verfügt. Der Besitz dieser Kontrollschnittstelle ist ungefähr so, als brächte
man alle dazu, die gleiche Bank, den gleichen Steuerberater oder den gleichen
Anwalt zu haben. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Macht zu missbrauchen.
11.) Wie kann die TCPA missbraucht werden?
Eine Sorge gilt der Zensur. TCPA wurde von Anfang an so konzipiert, dass
damit eine zentrale Löschung von raubkopierten Inhalten möglich ist.
Raubkopierte Software wird erkannt und von Fritz deaktiviert, sobald man sie
lädt; aber was ist mit raubkopierter Musik und Filmen? Und wie könnte man
Lieder oder Filme, für die man bezahlt hat, auf den eigenen Zweit-PC
übertragen ohne sie auf dem anderen zu löschen? Die angedachte Lösung ist,
dass die Sicherheitsrichtlinien einer TCPA-konformen Anwendung, wie dem
Media Player oder Word, ferngesteuert über einen Server verwaltet werden,
der eine Liste mit unerlaubten Dateien unterhält.
Diese wird regelmäßig heruntergeladen und mit den Dateien, die die
Anwendung öffnet, verglichen. Die Löschung von Dateien kann dann anhand
des Inhaltes, ihrer Seriennummer oder zahlreicher anderer Kriterien erfolgen.
Die Idee dahinter ist nicht nur, dass wenn jeder in China die gleiche Kopie von
Office laufen hat, man diese Kopie auf jedem TCPA-konformen Rechner
deaktivieren kann; dies würde die Chinesen lediglich dazu bringen, normale
statt TCPA-konforme PCs einzusetzen. Zusätzlich sorgt man nämlich dafür,
dass weltweit jeder TCPA-konforme PC ein Öffnen von Dokumenten
verweigert, die mit dieser raubkopierten Version erstellt wurden.
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html 16:16:27 02.01.2003
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 9
Das allein ist schon schlimm genug, aber das Potenzial zum Missbrauch
erstreckt sich weit über das Ausstechen unliebsamer Mitbewerber und
ökonomische Kriegsführung, nämlich bis zur Zensur. Ich erwarte, dass diese
schrittweise kommen wird. Anfangs wird eine, mit guten Absichten
eingesetzte, Abteilung der Polizei damit beauftragt, pornographische Bilder
von Kindern oder Handbücher zur Sabotage von Bahntransporten zu
entfernen. Alle TCPA-konformen PCs werden diese Dateien löschen, oder
vielleicht erst nur melden. Dann wird ein Prozessanwalt im Falle einer
Verleumdungs- oder Copyrightklage eine gerichtliche Verfügung gegen das
auslösende Dokument durchsetzen; vielleicht werden die Scientologen
versuchen, das berühmte Fishman Affidavit auf die schwarze Liste zu
bekommen. Sobald Anwälte und Regierungen das Potenzial erkennen, wird
das Rinnsal zu einer Flut.
Nun begann das moderne Zeitalter erst damit, dass Gutenberg in Europa den
Buchdruck erfand, der es ermöglichte, Information zu bewahren und zu
verteilen, obwohl Fürsten und Bischöfe dies unterbinden wollten. Als z.B.
Wycliffe 1380 die Bibel ins Englische übersetzte, konnte seine antiklerikale
Lollarden-Bewegung noch leicht unterdrückt werden; als aber Tyndale 1524
das Neue Testament übersetzte, konnte er 50.000 Kopien drucken, bevor er
gefangen und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Die alte Ordnung in
Europa brach zusammen und das moderne Zeitalter begann. Gesellschaften,
die versuchten, Informationen zu kontrollieren verloren ihre
Wettbewerbsfähigkeit und mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion scheint
der liberale, demokratische Kapitalismus als Sieger dazustehen. Aber nun
bedrohen TCPA/Palladium die unbezahlbare Hinterlassenschaft Gutenbergs.
Elektronische Bücher sind angreifbar, sobald sie einmal veröffentlicht wurden;
die Gerichte können durchsetzen, dass sie "unveröffentlicht" werden, und die
TCPA-Infrastruktur wird die Drecksarbeit übernehmen.
Nach dem Versuch der Sowjetunion, alle Schreibmaschinen und Faxgeräte zu
registrieren und zu kontrollieren, versucht nun die TCPA, alle Computer zu
kontrollieren. Die Implikationen für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit
sind erschreckend.
12.) Erschreckende Aussichten. Aber kann man das nicht einfach
abstellen?
Sicher kann man das abstellen - außer natürlich der Systemadministrator
konfiguriert die Rechner so, dass TCPA zwangsweise läuft. Lässt man seinen
PC dagegen mit Administratorprivilegien laufen, kann man auch unsichere
Anwendungen benutzen. Aber selbst in diesem Modus kann man den Fritz-
Chip nicht dazu bringen, raubkopierte Software zu ignorieren. Selbst wenn der
Chip weiß, dass der Rechner in einem unsicheren Zustand bootet, wird er
immer noch überprüfen, ob sich das verwendete Betriebssystem auf der
schwarzen Liste befindet.
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html 16:16:27 02.01.2003
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 10
Dies hat weitreichende Implikationen für die Souveränität einer Nation. Falls
Saddam dumm genug sein sollte, auf TCPA-konforme PCs umzusteigen, kann
die amerikanische Regierung beim nächsten Krieg gegen den Irak die
Windows-Lizenzen deaktivieren und somit die PCs. Das Booten des Rechners
im nicht vertrauenswürdigen Modus wäre dann sinnlos. Er müsste seine alten
Kopien von Windows 2000 ausgraben, zu GNU/Linux wechseln oder einen Weg
finden, den Fritz-Chip auf den Motherbards zu isolieren ohne sie zu zerstören.
Falls der US Präsident Sie persönlich nicht hasst, hätten Sie natürlich kein
Problem damit. Falls Sie aber TCPA ausschalten, werden die TCPA-konformen
Anwendungen nicht mehr oder nur eingeschränkt laufen. Das wäre wie ein
heutiger Wechsel von Windows zu Linux; man hat mehr Freiheit aber weniger
Auswahl. Falls die Anwendungen, die mit TCPA/Palladium laufen der Masse
attraktiver erscheinen, wären Sie letzten Endes dazu gezwungen dasselbe zu
tun - genauso wie viele Leute Microsoft Word benutzen müssen, weil ihre
Freunde und Kollegen ihnen Dokumente in diesem Format schicken.
Microsoft behauptet, dass Palladium im Gegensatz zu TCPA in der Version 1.0
vertrauenswürdige und nicht vertrauenswürdige Anwendungen zur gleichen
Zeit in verschiedenen Fenstern laufen lassen kann; dies wird es den Leuten
wahrscheinlich einfacher machen sich daran zu gewöhnen, Palladium
einzusetzen.
13.) Es geht hier also um wirtschaftliche Aspekte?
Exakt. Die größten Profite im Bereich der IT-Produkte und Dienstleistungen
gehen vornehmlich an jene Firmen, die eigene Plattformen (wie Windows oder
Word) etablieren und Kompatibilität mit diesen so kontrollieren können, dass
der Markt für ergänzende Produkte auch in ihrer Hand ist. Beispielsweise
benutzen einige Handyhersteller ein gewisses Authentifizierungsverfahren zur
Überprüfung ob der verwendete Akku ein Originalteil oder ein billiger Klon ist -
in diesem Fall würde das Telefon ein Aufladen verweigern, oder sogar den
Akku so schnell wie möglich entladen. Einige Drucker überprüfen die
Tonerkartuschen elektronisch, falls man ein billiges Konkurrenzprodukt
verwendet, schaltet der Drucker unauffällig von 1200 auf 300 dpi. Sonys
Playstation 2 nutzt ein ähnliches Authentifizierungsverfahren um sicher zu
gehen, dass Speicherkarten von Sony und nicht die eines Billiganbieters
verwendet werden.
TCPA scheint zur Maximierung dieses Effektes, und damit der ökonomischen
Marktmacht, konzipiert zu sein. Bedenkt man die zahlreichen strategischen
Kniffe Microsofts in der Vergangenheit, kann man davon ausgehen, dass
Palladium ihnen nützen wird. Wenn jemand also eine TCPA-konforme
Anwendung kontrolliert, kann der Richtlinienserver die eigenen Regeln dafür
durchsetzen, welche anderen Anwendungen die erstellten Dateien bearbeiten
dürfen. Die Dateien können durch starke Kryptographie verschlüsselt werden,
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html 16:16:27 02.01.2003
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 11
die durch die Fritz-Chips in jedem Computer kontrolliert wird. Dies bedeutet,
dass eine TCPA-konforme Anwendung der Softwarefirma, die sie kontrolliert
viel mehr Geld einbringt, da sie den Zugang zu den Schnittstellen für jeden
Preis, den der Markt noch hergibt, vermieten kann.
Es wird also großen Druck auf Softwareentwickler geben, ihre Anwendung
TCPA-konform zu machen; und falls Palladium das erste Betriebssystem ist,
das TCPA unterstützt, wird dies ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der
Entwicklergemeinde für GNU/Linux und MacOS sein.
14.) Moment mal, billigt das Gesetz es den Leuten nicht zu, Schnittstellen
für Kompatibilität durch Reverse Engineering zu erstellen?
Natürlich, und dies ist auch besonders wichtig für das Funktionieren des
Marktes für IT-Produkte und Dienstleistungen (siehe hierzu Samuelson and
Scotchmer, The Law and Economics of Reverse Engineering, Yale Law Journal,
Mai 2002, Seiten 1575-1663). Das Gesetz gibt einem zwar in den meisten
Fällen das Recht dazu, aber keine Möglichkeit, dies auch durchzusetzen. Zu
den Zeiten als Kompatibiltät noch das Herumfummeln mit Dateiformaten
bedeutete, gab es regelrechte Wettbewerbe - als Word und Word Perfect um
die Marktdominanz kämpften versuchte jeder, des anderen Formate zu lesen
und es möglichst schwer für ihn zu machen, die eigenen zu lesen. Wie dem
auch sei, mit TCPA ist das Spiel vorbei; ohne Zugriff auf die Schlüssel, oder
Möglichkeiten, den Fritz-Chip zu umgehen war's das dann.
Mitbewerber von den eigenen Anwendungsformaten auszuschließen war einer
der Gründe für die Gründung der TCPA (siehe hierzu ein Posting von Lucky
Green und seine Website Def Con für weitere Informationen). Es handelt sich
um eine Taktik, die auch außerhalb der Computerwelt um sich greift. Der
Kongress erregt sich derzeit über Autohersteller, die proprietäre Datenformate
nutzen, um ihre Kundschaft daran zu hindern, Reparaturen bei unabhängigen
Werkstätten erledigen zu lassen. Und die Jungs bei Microsoft sagen, sie wollen
Palladium überall haben, sogar in Uhren. Die ökonomischen Konsequenzen für
unabhängige Unternehmen sind bisher noch gar nicht absehbar.
15.) Kann TCPA nicht geknackt werden?
Die anfänglichen Versionen werden für jeden angreifbar sein, der genug
Werkzeuge und Geduld hat, die Hardware zu cracken (z.B., indem man den
unverschlüsselten Datenverkehr auf dem Bus zwischen der CPU und dem
Fritz-Chip abhört). Sobald aber der Fritz-Chip in Phase zwei in der CPU selbst
verschwindet, wird es viel schwieriger. Ernsthafte Gegner mit genügend
Kapital werden ihn auch dann noch cracken können. Es wird allerdings immer
schwieriger und teurer werden.
16.) Wie umfassend werden die allgemeinen ökonomischen Effekte sein?
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 12
Zudem wird in vielen Ländern das Cracken des Fritz-Chips illegal sein. In den
USA sorgt bereits der Digital Millennium Copyright Act (DMCA) dafür, während
es in der EU von Land zu Land verschieden sein kann, je nachdem wie die EU
Copyright-Direktive in nationales Recht übertragen wird.
Zudem wird bereits in vielen Produkten die Kompatibilitätskontrolle willkürlich
mit der Copyrightkontrolle verbunden. So enthält der Authentifizierungschip
der Sony Playstation 2 zugleich auch den Algorithmus zur Entschlüsselung
(also zum Abspielen) der DVDs, so dass Leute, die Reverse Engineering
betreiben, für die Umgehung eines Copyright-Mechanismus nach dem DMCA
belangt werden können. Die Situation wird wahrscheinlich ziemlich heikel -
und dies wird große Firmen mit entsprechend budgetierten Rechtsabteilungen
begünstigen.
Die Medienindustrie wird ihren Anteil durch die Verhinderung von Raubkopien
machen - rechnen Sie damit, dass Sir Mick Jagger noch ein bisschen reicher
wird. Ich erwarte allerdings, dass sich die wichtigsten ökonomischen Effekte in
einer Stärkung der Position von Informationsinhabern- und Dienstleistern auf
Kosten neuer Marktteilnehmer äußern werden. Dies mag den Marktwert von
Firmen wie Intel, Microsoft und IBM steigern - aber dies zu Lasten von
Innovation und Wachstum.
Eric von Hippel schreibt, dass die meisten Innovationen, die das ökonomische
Wachstum anregen, nicht von den Herstellern der Plattformen, auf denen sie
basieren, vorhergesehen wurden; zudem verstärkt sich ein technologischer
Wandel im Markt der IT-Produkte und Dienstleistungen meistens gegenseitig.
Gibt man den Platzhirschen die Möglichkeit, andere am Entwickeln neuer
Einsatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu hindern, so wird dies viele Nachteile
und kranke Ideen mit sich bringen.
TCPA/Palladium repräsentiert eine Zusammenballung großer ökonomischer
Macht, die großen Firmen gegenüber kleinen nutzen wird; ähnlich den
Autoherstellern, die Autobesitzer dazu zwingen, Inspektionen nur bei
autorisierten Werkstätten machen zu lassen, werden Palladium-konforme
Anwendungen es den großen Firmen ermöglichen, neben den Gewinnen aus
ihrem Kerngeschäft noch Einnahmen aus den nachgelagerten Märkten
abzuschöpfen. Da der Großteil der Angestelltenzuwächse im mittelständischen
Sektor entsteht, könnte dies Konsequenzen für die Arbeitsmärkte haben.
Zudem könnten regionale Effekte auftreten. Beispielsweise haben
Subventionen die europäische Smartcard-Industrie gestärkt und dabei andere
innovative Technologien in der EU an den Rand gedrängt. Altgediente
Industrielle mit denen ich gesprochen habe, erwarten einen Einbruch der
Smartcard-Verkäufe, sobald in der zweiten Phase der TCPA die Fritz-
Funktionalität in die CPU integriert wird. Gewisse Insider aus TCPA-Firmen
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 13
haben mir gegenüber zugegeben, dass die Verdrängung der Smartcards vom
Markt der Authentifizierungsmodelle eins ihrer Geschäftsziele ist. Viele
Einsatzmöglichkeiten, die Smartcard Hersteller für ihre Produkte vorsehen
werden stattdessen von den Fritz-Chips in Laptops, PDAs und Handys
übernommen. Falls dieser Industriezweig von der TCPA erledigt wird, könnte
Europa ein großer Nettoverlust entstehen. Andere große Bereiche der
Informationssicherheitsbranche könnten als Verluste abgeschrieben werden.
17.) Wer wird noch verlieren?
In vielen Bereichen wird es zu Umwälzungen der Geschäftsprozesse kommen
mit denen sich Copyright-Inhaber neue Gewinnmöglichkeiten eröffnen. Ich
selbst habe z.B. kürzlich beantragt, unser brachliegendes Ackerland in einen
Garten umzuwandeln; dazu mussten wir in unserer Verwaltung sechs Kopien
einer Karte des Feldes im Maßstab 1:1250 vorlegen. Früher besorgte man sich
für so was einfach eine Karte aus der öffentlichen Bücherei und kopierte sie.
Nun liegen die Karten auf einem Server der Bücherei, inklusive Copyright-
Schutz, und man kann maximal vier Kopien eines Dokumentes bekommen.
Als Individuum kann ich so was einfach umgehen, indem ich heute vier Kopien
kaufe und einen Freund morgen für die anderen beiden vorbeischicke. Aber
Unternehmen, die viel mit Karten arbeiten, stehen am Ende da und müssen
viel mehr Geld an die Kartenfirmen bezahlen. Das hört sich nach einem
kleinem Problem an; multipliziert man das Ganze aber tausendfach, bekommt
man einen Eindruck von den Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. Der
Nettotransfer von Einkommen und Vermögen wird wahrscheinlich erneut von
kleinen zu großen und von neuen zu alten Firmen stattfinden.
Dies erzeugt hoffentlich politischen Widerstand. Ein wohlbekannter englischer
Copyright-Anwalt sagte, das Copyright würde nur deswegen toleriert, weil es
nicht gegen die große Masse der unbedeutenden Copyrightverletzer
durchgesetzt werde. Es wird allerdings ein paar sehr auffällige Pechvögel
geben. So wie ich das sehe, werden die für später dieses Jahr in England
anstehenden Copyright-Regelungen die Blinden daran hindern, ihre
Spezialsoftware nach dem Prinzip des Fair-Use zum Lesen von E-Books zu
entfremden. Normalerweise wäre ein solcher bürokratischer Schwachsinn
ziemlich egal, da ihn die Leute ignorieren würden, und die Polizei wäre clever
genug, nicht jeden zu verfolgen. Falls aber die Copyright-Regelungen mittels
Hardwareschutzmechanismen durchgesetzt werden, die nur mit großem
Aufwand geknackt werden können, dann werden die Blinden als die großen
Verlierer dastehen. Viele andere Minderheiten sind ähnlichen Bedrohungen
ausgesetzt.
18.) Autsch. Was noch?
TCPA wird die General Public License (GPL) untergraben, unter der viele freie
und offene Software vertrieben wird. Die GPL verhindert, dass private
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 14
Unternehmen die Früchte gemeinsamer freiwilliger Arbeit zu Profitzwecken
einsacken können. Jeder kann die unter dieser Lizenz vertriebene Software
verwenden oder modifizieren, solange man bei der Verteilung dieser
veränderten Versionen auch den Quellcode mitgibt, so dass andere wiederum
Änderungen an diesem Code vornehmen können.
Wenigstens zwei Firmen haben bisher mit der Arbeit an TCPA-erweiterten
Versionen von GNU/Linux begonnen. Dies umfasst eine Bereinigung des Codes
und das Entfernen einiger Features. Zum Erhalt eines Zertifikates durch das
TCPA Konsortium muß der Sponsor den beschnittenen Code an ein Labor zu
Testzwecken übergeben, ergänzt um einen Haufen Dokumentation, warum
verschiedene bekannte Angriffe auf den Code nicht funktionieren würden. Die
Bewertung erfolgt auf Stufe E3 - teuer genug, um die Gemeinschaft freier
Softwareentwickler draußen zu halten, aber noch billig genug für die meisten
kommerziellen Softwarehersteller, ihren lausigen Code durchzubekommen.
Obwohl diese Software hinterher von der GPL gedeckt und der Quellcode für
jeden zugänglich sein wird, ist die ganze Palette an TCPA-Features erst dann
aktivierbar, wenn man ein, für den eigenen Rechner gültiges, Zertifikat
erworben hat. Dies wird man bezahlen müssen, wenn nicht zu Anfang dann
sicherlich später.
Man wird zwar noch die Möglichkeit haben, den geänderten Code selber auch
noch mal zu verändern, allerdings wird man dann kein Zertifikat erhalten, das
vollen Zugriff auf das TCPA-Subsystem ermöglicht. Ähnliches gilt für die
Linuxvariante, die Sony für die Playstation 2 anbietet; der
Kopierschutzmechanismus der Konsole verhindert sowohl, dass man ein
alternatives Linux Binary laufen lässt, als auch die Nutzung einiger Hardware
Features. Selbst wenn ein Philantrop ein sicheres unkommerzielles GNU/
Linux-System entwickelt, wäre das keine GPL-Version eines TCPA
Betriebssystems, sondern lediglich ein proprietäres Betriebssystem, das er
kostenfrei verteilen würde. Es würde sich weiterhin die Frage stellen, wer für
die Anwenderzertifikate aufkommt.
Die Leute waren überzeugt, dass es unmöglich für ein Unternehmen sein
würde, gemeinschaftlich entwickelten Code einfach zu stehlen. Das war für
viele der Grund, in ihrer Freizeit freie Software zum Nutzen aller zu
entwickeln. Die TCPA wird dies aber ändern. Sobald der Großteil der PCs auf
dem Markt TCPA-konform ist, wird die GPL nicht mehr so funktionieren, wie
sie gedacht war. Der Hauptnutzen für Microsoft ist nicht der, das freie
Software damit zerstört wird. Es geht vielmehr darum, dass die Menschen
erkennen werden, dass sogar Software unter der GPL zu kommerziellen
Zwecken zweckentfremdet werden kann, woraufhin idealistische junge
Programmierer viel weniger motiviert sind, freie Software zu schreiben.
19.) Ich kann mir gut vorstellen, dass mancher sich darüber aufregen
wird.
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 15
Es gibt da noch viele andere politische Probleme - die Transparenz der
Verarbeitung persönlicher Daten, die in der EU Richtlinie zum persönlichen
Datenschutz festgelegt ist; das Problem der nationalen Souveränität, ob
Copyright-Regelungen von den Nationalparlamenten, wie derzeit üblich, oder
von Firmen in Portland oder Redmond festgelegt werden; ob Microsoft TCPA
zum Ausschalten von Apache benutzt; und ob die Leute sich mit dem
Gedanken anfreunden können, dass ihr PC tatsächlich unter externer Kontrolle
steht - Kontrolle, derer sich Gerichte oder Regierungsorgane ohne ihr Wissen
bemächtigen könnten.
20.) Moment mal, ist die TCPA entsprechend dem Antitrust-Gesetz nicht
illegal?
Intel hat eine "Plattformführerschaft"-Strategie ausgefeilt, in der sie die
Anstrengungen der Industrie bündeln, Technologien zu entwickeln, die den PC
nützlicher machen. Intels Verfahrensweise beschreiben Gawer und Cusumano
in ihrem Buch. Intel gründet ein Konsortium zur Verteilung der
Entwicklungsarbeit an der Technologie, wobei die Gründungsmitglieder einige
ihrer Patente mit einbringen, veröffentlicht Standards und lizensiert diese
Technologie, sobald das ganze einmal ins Rollen gekommen ist, an
Lizenznehmer die ihrerseits alle kollidierenden Patente kostenlos an alle
Konsorten lizensieren müssen.
Als positiver Aspekt dieser Strategie lässt sich das Wachstum auf dem PC
Markt ansehen; der Nachteil ist, dass so jeglicher Mitbewerber daran
gehindert wird, eine starke Position mit jeglicher Technologie zu erreichen, die
Intels Dominanz über PC Hardware bedroht hätte. Deshalb konnte Intel es
sich nicht erlauben, IBM den Microchannel Bus durchsetzen zu lassen; nicht
nur als konkurrierender Kern der PC Architektur sondern auch, weil IBM kein
Interesse daran hatte, die Bandbreite zur Verfügung zu stellen, die ein
Konkurrieren mit High-End-Systemen ermöglicht hätte. Strategisch
betrachtet, gleicht dieser Effekt der alten römischen Praxis, alle Hütten und
Wälder im näheren Umkreis ihrer Burgen zu zerstören. Keine konkurrierende
Architektur ist nahe Intels Plattform erlaubt; alles muss vereinheitlicht
werden. Dies aber schön, ordentlich und wohl-reguliert: Schnittstellen sollten
"offen aber nicht frei" sein.
Der Konsortium-Ansatz hat sich zu einer sehr effektiven Methode, die
Antitrust-Gesetzgebung zu umgehen entwickelt. Bisher scheint sich die
Obrigkeit nicht allzu viele Sorgen über solche Konsortien zu machen - so lange
wie die Standards für alle Firmen offen und zugänglich sind. Sie sollte
vielleicht ein bisschen cleverer werden.
Sollte Fritz Hollings sein Gesetz durch den Kongress bekommen wird TCPA
natürlich zwingend vorgeschrieben und das Antitrust Problem wäre dann vom
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 16
Tisch, zumindest in Amerika. Bleibt zu hoffen, dass die Europäer mehr
Rückgrat beweisen.
21.) Wann wird es losgehen?
Es hat bereits angefangen, die Spezifikation wurde 2000 veröffentlicht. Atmel
verkauft bereits einen Fritz-Chip und obwohl man selbst ein non-disclosure
agreement unterschreiben muß um an die Daten zu kommen, kann man seit
Mai 2002 bereits eine Implementation in den Laptops der IBM Thinkpad Serie
erwerben. Einige der bereits in Windows XP und der X-Box vorhandenen
Features sind bereits TCPA-konform: wenn man z.B. die Hardware-
Konfiguration seines PCs wesentlich ändert, muß man seine XP-Installation
wieder in Redmond aktivieren. Zudem arbeitet Microsoft bereits seit Windows
2000 daran, alle Treiber zu zertifizieren; XP beschwert sich, sobald man einen
unbekannten Treiber installiert. Das Interesse der US Regierung am
technischen Standardisierungsprozess nimmt bereits zu. Der Zug ist schon in
Bewegung.
Die Zeitplanung für Palladium ist derzeit weniger gewiss. Momentan scheint
ein Machtkampf zwischen Microsoft und Intel stattzufinden; Palladium wird
auch auf konkurrierender Hardware, wie der von Wave Systems, laufen und
Anwendungen, die auf der ersten Version von TCPA aufsetzen sollen, müssen
für Palladium umgeschrieben werden. Das Spielchen läuft wohl darauf hinaus,
dass Microsoft allein die sichere Computerplattform der Zukunft kontrollieren
will. Andererseits könnte dies eine Taktik sein, mit der andere Firmen davon
abgehalten werden sollen, auf TCPA basierende Softwareplattformen zu
entwickeln.
Intel und AMD planen anscheinend die kostenlose Implementation der 2.
Generation von TCPA Funktionalität in ihre Prozessoren. Dies könnte größere
Sicherheit bedeuten, zudem aber auch, dass sie und nicht Microsoft die
Entwicklung kontrollieren würden. Palladium wurde über einen Monat,
nachdem ich auf der am 20. Juni stattfindenden Open Source Software
Economics Konferenz ein Papier vorstellte, angekündigt. Dieser Aufsatz
kritisierte die TCPA als wettbewerbshindernd, was sich durch die
Veröffentlichungen in letzter Zeit ja mehr als bestätigt hat.
22.) Was ist TORA BORA?
Das scheint ein interner Witz bei Microsoft zu sein, siehe hierzu die
Ankündigung von Palladium. Die Idee ist, dass eine Trusted Operating Root
Architecture ("vertrauenswürdige Systemarchitektur", also Palladium) den
Break Once Run Anywhere-Ansatz ("einmal geknackt läuft es überall")
vereiteln würde; dies bedeutet, dass ein Inhalt nur ein einziges Mal geknackt
werden muß, um danach von jedem im Netz verteilt werden zu können.
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 17
Seither scheint ihnen aufgefallen zu sein, dass dieser Witz schlechten
Geschmack beweist. Bei meinem Gespräch mit Microsoft Research am 10. Juli
lautete der geänderte Slogan BORE-Widerstand wobei BORE für Break Once
Run Everywhere steht.
Übrigens bezeichnete der Sprecher das Einfügen von Wasserzeichen zu
Copyrightzwecken als "Inhaltskontrolle", ein Begriff, der bisher im
Zusammenhang mit dem Schutz Jugendlicher vor Pornographie verwendet
wurde: die Marketingmaschine läuft anscheinend auf vollen Touren, um neue
Euphemismen auszubrüten! Er teilte uns zudem mit, dass es nur auf
vertrauenswürdigen Betriebssystemen laufen würde. Als ich ihn fragte, ob dies
dazu diene, Linux loszuwerden, antwortete er, die Linuxanwender müssten
dazu gebracht werden, Inhaltskontrolle anzuwenden.
23.) Aber ist ein sicherer PC nicht eine tolle Sache?
Die Frage ist: sicher für wen? Man kann es begrüßen, sich keine Sorgen
wegen Viren machen zu müssen, aber weder TCPA noch Palladium werden das
hinbekommen: Viren nutzen es aus, dass Softwareanwendungen (wie
Microsoft Office und Outlook) Scripting verwenden. Man kann sich über Spam
ärgern, aber der wird auch nicht aufhören. Microsoft weißt zwar darauf hin,
dass man dies durch Filtern aller unsignierter Mails erreichen kann - aber die
Spammer werden einfach auch TCPA PCs verwenden. Man würde also besser
fahren, indem man sein aktuelles Mailprogramm so konfiguriert, dass Mail von
Unbekannten in einen bestimmten Ordner verschoben wird, den man einmal
pro Tag überfliegt. Man könnte sich Sorgen um seine Privatsphäre machen
aber weder TCPA noch Palladium werden diese schützen; so ziemlich alle
Verletzungen der Privatsphäre resultieren aus dem Missbrauch autorisierten
Zugriffes, für den man sich die Zustimmung erzwungen hat.
Nur weil man plötzlich einen "sicheren" PC einsetzt, wird die
Krankenversicherung jedenfalls nicht damit aufhören, die Zustimmung des
Versicherungsnehmers zu verlangen, seine private Daten weiterhin dem
Arbeitgeber oder jedem sonst, der dafür zu zahlen bereit ist, verkaufen zu
dürfen. Im Gegenteil, sie werden sie sogar noch an viel mehr Leute
verkaufen, da die Computer dann ja "vertrauenswürdig" sein werden.
Ökonomen haben festgestellt, dass die Herstellung "grüner" Produkte oft die
Verschmutzung erhöht, weil Menschen lieber grün als weniger kaufen; wir
werden wahrscheinlich das Äquivalent einer sogenannten "social choice trap"
im Bereich der IT-Sicherheit erleben. Dazu kommt noch, dass TCPA durch
Erweiterung und Festigung der Monopole die Preisdiskriminierung vorantreibt
und so auch die Verwendung persönlicher Daten zur Profilerstellung.
Die bisher wohlmeinendste Sichtweise legte ein Microsoftforscher dar: es gibt
ein paar Anwendungen, für die man die Anwendungsmöglichkeiten der
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 18
Benutzer beschränken möchte. Man möchte beispielsweise sichergehen, dass
ein Besitzer den Tachometer nicht manipulieren kann, wenn er sein Auto
weiterverkaufen will. Ähnlich ist es, wenn man DRM einsetzen will, man muß
den Nutzer als den Feind betrachten.
Denkt man in diesen Kategorien, so bieten TCPA und Palladium keine
Sicherheit für den Benutzer sondern für PC Hersteller, Softwareanbieter und
die Contentindustrie. Sie bieten keinen Mehrwert für den Benutzer sondern
zerstören ihn. Sie schränken die Anwendungsmöglichkeiten für den PC ein und
ermöglichen es so den Serviceanbietern, mehr Geld von einem abzuschöpfen.
Dies ist die klassische Definition eines Kartells - eine Vereinbarung der
Industrie, die die Handelsbedingungen so verändert, dass die
Konsumentenrente verringert wird.
Zweifellos wird Palladium in ein Bündel neuer Features verpackt, die das Paket
kurzfristig als lohnend erscheinen lassen, aber die langfristigen ökonomischen,
sozialen und legalen Folgen geben Anlaß zu ernsthaften Bedenken.
24.) Warum spricht man dann vom "vertrauenswürdigen
Computereinsatz"? Ich wüßte nicht, was daran vertrauenswürdig ist!
Das ist eigentlich ein Insiderwitz. Das US Verteidigungsministerium versteht
unter einem "vertrauenswürdigen" System ein solches, das "die
Sicherheitsrichtlinien durchbrechen kann". Dies klingt erst mal
widersprüchlich, aber wenn man darüber nachdenkt, wird es einem klar. Der
gesicherte Mailserver oder die Firewall, die zwischen einem geheimen und
einem streng geheimen System stehen, können - falls sie überwunden werden
- die gesamten Sicherheitsrichtlinien untergraben, die besagen, dass die Mail
immer nur vom geheimen zum streng geheimen System aber nie in die
andere Richtung gehen soll. Sie werden daher als vertauenswürdig
angesehen, die Richtlinie zum Informationsfluss durchzusetzen.
Oder nehmen wir ein ziviles Beispiel: nehmen wir an, sie vertrauen darauf,
dass ihr Arzt ihre Krankenakte unter Verschluss hält. Dies bedeutet, dass er
Zugang zu ihren Daten hat und sie an die Presse weitergeben könnte, wenn er
sorglos oder boshaft wäre. Sie vertrauen mir ihre Akten nicht an, denn ich
habe sie nicht; egal ob ich sie mag oder hasse, ich könnte nichts tun, um zu
erreichen, dass ihre Daten veröffentlicht würden. Ihr Arzt kann das aber; und
die Tatsache, dass er in einer Position ist, ihnen Schaden zuzufügen, ist genau
was (auf Systemebene) damit gemeint ist, wenn sie sagen, dass sie ihm
vertrauen. Sie könnten bei ihm ein gutes Gefühl haben, oder vielleicht
müssten sie ihm einfach nur deswegen vertrauen, weil er der einzige Arzt auf
ihrer Insel ist. Es ist völlig egal, die Definition von "Vertrauen" des US
Verteidigungsministeriums wischt all diese unklaren, emotionalen Aspekte, die
Menschen bei diesem Begriff verwirren könnten, beiseite.
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TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 19
Man erinnere sich an Al Gores Vorschlag Ende der neunziger Jahre, in denen
über Regierungskontrolle der Kryptographie diskutiert wurde, zur Einsetzung
eines "vertrauenswürdigen Dritten" - eine Institution die einen Zweitschlüssel
sicher aufbewahren sollte, für den Fall, dass FBI oder NSA ihn brauchen
würde. Die Bezeichnung wurde genauso als Marketinggag verlacht wie der
Name "Demokratische Republik" für die ostdeutsche Kolonie Rußlands. Dies ist
im Einklang mit der Denkweise des US Verteidigungsministeriums. Ein
vertrauenswürdiger Dritter ist jemand, der meine Sicherheitsrichtlinien
umgehen kann.
25.) Ein "vertrauenswürdiger Computer" ist also einer, der meine
Sicherheit untergräbt?
Nun haben Sie's kapiert!
Anhang
Logs des heise-Chat zum Thema TCPA und Palladium - Fluch oder
Segen? vom 20.12.02. Besonders lustig, wie der M$-Mann Palladium
Fähigkeiten zuschreibt, die in der offiziellen M$-FAQ zu diesem Thema
schon längst als nicht realisierbar eingestanden werden, z.B. der nicht
gegebene Schutz vor Viren.
Podium: http://www.heise.de/chat/archiv/02/12/20/archiv.shtml
User: http://www.heise.de/chat/archiv/02/12/20/user.shtml
Unterhaltsame und sehr informative Sendung des Chaos Computer Clubs
über TCPA und die Folgen in der Hörer-Talk Sendung BLUE MOON vom
27.11.02 bei Fritz, inkl. Hörerkommentaren.
ftp://ftp2.ccc.de/pub/chaosradio/cr78/chaosradio_78.ogg 77 MB (kodiert
mit Ogg Vorbis)
ftp://ftp2.ccc.de/pub/chaosradio/cr78/chaosradio_78.mp3 169 MB
(kodiert als mp3)
Interessanter c't-Artikel über "Urheberschutz, 'Geistiges Eigentum' und
die Rechteverwerter", der illustriert, wofür man eigentlich TCPA/
Palladium eingesetzt sehen will.
http://www.heise.de/ct/02/24/108/
Die vernichtende Demontage der Microsoft FUD-Doktrin (Fear,
Uncertainty, Doubt) durch den peruanischen Kongreßabgeordneten Dr.
Edgar David Villanueva Nuñez im Zuge seines Gesetzesentwurfs für
"Freie Software in der öffentlichen Verwaltung"
http://pimientolinux.com/peru2ms/villanueva_to_ms_de.html
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html 16:16:27 02.01.2003
TCPA/Palladium FAQ 1.0 - deutsch Seite 20
© 2002 by Moon - Korrekturvorschläge erwünscht
http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html 16:16:27 02.01.2003
10 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
12.11.10 05:07:55
Beitrag Nr. 2.273 ()
War ich schon wieder zu schnell?

Der Erklärbär erläutert hier die Hintergründe:


http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ
Avatar
12.11.10 05:00:57
Beitrag Nr. 2.272 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.505.642 von shaba am 11.11.10 20:02:40War ich zu schnell?

obrigkeitshörigen Lieschenmüllertypen ist das schleierhaft. Aber mit Fragen kann man nur kurzzeitig die Masse hintervotzig täuschen:

Ein Klick des Azubis bei Kontoeröffnung, und selbst der Zauberlehrling hat Einsicht über die finanziellen Verhältnisse des potentiellen Kunden.

Samt Handyverträge, Bonnitätsabgleich...
O.K., Finanzamt ist nur Empfänger, teilt seine Schlußfolgerungen normalerweise net an Zauberlehrling mit.

Woher soll Zauberlehrling auch solche Vokabeln wie "Kontrollmitteilung" kennen?

Gruß
Kohlenzieher
Avatar
12.11.10 04:34:00
Beitrag Nr. 2.271 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.505.642 von shaba am 11.11.10 20:02:40Tadel

Wir sind hier in einem deutschen Thread.

So lange, wie Worte wie deutsch (außerhalb in Zusammenhangs Fußball), Jude, Staat nicht auch noch verboten sind!


Ganz obrigkeitshöriger Gruß

Lieschen Halbsarrazin
Avatar
11.11.10 20:02:40
Beitrag Nr. 2.270 ()
Noch einen recht interessanten Link;

http://www.irishtimes.com/newspaper/opinion/2010/1108/122428…

Sparen Sparen Sparen, ob die Bürger da mittun?
Die Iren sind ein recht stures Volk und wie man ja weis, schrecken die auch vor einer Auflehnung gegen die Obrigkeit nicht zurück, Brandsätze und sonstige Wurfgeschoße sind gut erprobt, man kennt das ja auch den letzten 50(?) Jahren....
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Avatar
11.11.10 19:13:29
Beitrag Nr. 2.269 ()
Und bist Du Firmeninhaber, kein deutscher Bankangestellter weiß, wer Deine Mitarbeiter sind, was sie an Gehalt bekommen, mit wem Du Geschäftsbeziehungen (nachvollziehbar durch bezahlte Rechnungen) unterhältst..


Inwieweit können denn deutsche Banken untereinander Girokonten einsehen ???
Laut eines Mitarbeiters bei der Deutschen Bank haben die nicht mal Einsicht auf Postbankgirokonten.

Natürlich weiß jeder Azubi im Ort deiner Bank deine Einkaufsgewohnheiten und Gehalt dank ec-cash.
Avatar
11.11.10 18:07:24
Beitrag Nr. 2.268 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.502.437 von sn99 am 11.11.10 15:14:03"Danke,
für wie realistisch haltet ihr sowas ?
Wenn man einer verordneten Abgabe nicht folge leistet bzw. behauptet man hat nix mehr von dem nicht anonym gekauften ?
Kommt dann die GESTAPO und nimmt einen in Beugehaft ?
lg
sn99 "

Am Anfang stand die Information.

Nun, ohne Gold wäre der 2.WK in 3 Tagen zu Ende gewesen, weil das Kriegsmaterial net zu bezahlen gewesen wäre.

In den USA kam das Goldverbot (Konfiszierung durch den Staat) 1933.

Da waren die Messen schon gesungen,

da die Wallstreet-Chefs alles arrangiert hatten, war natürlich ein Präsident im Amt, der das Goldverbot durchsetzte.

Nebenbei, jeder amerikanische Präsident seit Kennedy weiß, daß die Luft sehr bleihaltig wird, wenn man nicht die Interessen der Rothschilds vertritt.
(Kennedy hatte damals eine Staatswährung eingeführt, mit welcher er die Rothschildwährung eretzen wollte). Der Versuch war strafbar, Todesstrafe ohne Verhandlung.

Bezüglich Deiner Frage:
Die Gestapo ist damals zu den Juden gelaufen, um Gold abzuholen.
Die wenigsten Deutschen hatten damals im hiesigen Goldforum von Wallstreet Online gestöbert und sich selbst schlau gemacht, wurden nur Soldatenmaterial.

Tipp:
Vor etwa 2 Jahren gab es in der Türkei eine Währungsreform.
Wirst Du als Deutscher nicht verstehen können, daß das dort kein Schwein gejuckt hat.
Es sei denn, du kapierst:
Die Türken haben ihre Lira nur für den Tagesbedarf, wenn sie ihn überhaupt verwenden.
Spätestens abends tauschen sie ihre Lira in Gold um.
Tja, die Türken sind fast so altmodisch wie ich...


Das deutsche Goldvermögen liegt ja nicht, wie durch die Medien suggeriert, in Deutschland.
Diese "Goldreserven" wurden ja nach dem 2.WK in die USA abtransportiert, und ich habe selbst hier im Forum Angst, öffentlich darüber zu spekulieren, wieviel Prozent davon zur "Goldpreisstabilisierung" eingesetzt wurden, wieviel von Deutschen über den Umweg "Dollar" zurückgekauft" wurden...

Aber vorsicht:
Banken haben die Daten ihre goldkauflustigen Kunden viele Jahre aufzubewahren, besonders deutsche Banken..

Also,
Wanderer, kommst Du nach Weil am Rein,
so gehe ein paar Schritt weiter nach Basel.
Lege Dir ein Girokonto bei der Postbank zu.

"Warum ein Schweizer Konto?



Warten Sie nicht, bis fast jedes deutsche Amt 100%igen Einblick in Ihre Finanzen hat.
Als Europäer haben Sie Das Recht, Ihre Kontowahl selbst zu bestimmen
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Falls Sie wegen negativer SCHUFA -Einträge oder aufgrund von Kontopfändungen Probleme mit ihrer Bank haben oder kein Konto mehr eröffnen können, ist ein Schweizer Bankkonto die optimale Lösung.

Die SCHUFA

Kreditsicherung ist eine nationale Angelegenheit. Das bedeutet, dass sie nur innerstaatlich betrieben wird. In Deutschland ist seit 1927 die "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" -kurz SCHUFA - dafür zuständig.
Alle deutschen Banken sind an die SCHUFA angeschlossen. Ein Negativeintrag wirkt sich somit sofort und nachhaltig auf Ihre Vertrauenswürdigkeit gegenüber allen deutschen Banken und Sparkassen aus.
Wenn jemand eine SCHUFA -Auskunft über Sie einholt, ist er über alle Ihre deutschen Konten, Sparbücher, Kreditverträge, etc. informiert.
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Also: Keine Einträge in der Schweiz - Kein Grund für eine Ablehnung!

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Steuern

Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, Ihre Einkünfte vor den deutschen Finanzbehörden in Sicherheit zu bringen. Steuerhinterziehung in Deutschland ist in der Schweiz naturgemäß nicht strafbar. Um an Ihre Kontoinformationen zu gelangen, wäre ein richterlicher Beschluss von einem Schweizer Gericht notwendig. Dazu müsste jedoch ein Straftatbestand in der Schweiz gegen Sie vorliegen.
Die Schweizer nehmen eine Sonderposition ein, da ihnen die Wahrung der Privatsphäre wichtiger ist als die Steuererhebung. Banken sind nicht dazu berechtigt, den schweizerischen Steuerbehörden Informationen zu erteilen. Noch weniger sind sie dazu berechtigt, ausländischen Steuerbehörden Informationen zu erteilen.
Da die Schweiz Steuerhinterziehung nicht als Straftat betrachtet, leistet sie Gesuchen zur Justizillen Zusammenarbeit (auch gegenseitige Amtshilfe genannt) anderer Länder keine Folge.
Zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug muss klar unterschieden werden. Steuerbetrug (Urkundenfälschung, betrügerische Absicht) wird auch in der Schweiz als Straftat betrachtet. In diesem Fall kann das Bankgeheimnis durch einen befugten Richter aufgehoben und die justizielle Zusammenarbeit gewährt werden.
Ich gebe hier selbstverständlich keine Empfehlungen oder Ratschläge zur Begehung von Straftaten. Alle hier genannten Informationen haben rein informativen Charakter.

Internationale Einkünfte

Sie beziehen Einkünfte aus internationalen Quellen, beispielsweise aus Internetgeschäften? Ihr Schweizer Konto ist uneingeschränkt international einsetzbar.

Worauf legt man Wert bei der Auswahl einer Schweizer Bank?

• Keine Anreise erforderlich
• Visa- und/oder Mastercard optional
• Online- Banking
• Kosten maximal 3 CHF (2 €) pro Monat in EUR, CHF, US-Dollar oder anderen Währungen
• Ohne Gehalts- oder Einkommensnachweis
• Kostenloses Wertpapierdepot
• Keine Mindesteinlage erforderlich
• Einzahlungen bar oder mittels IBAN und BIC (kostengünstige intern. Überweisung)

Wie eröffnet man ein Konto?

• Nach erfolgreicher Übermittlung ihrer Daten erhalten Sie eine Bestätigung per Email.

• Nachdem die notwendigen Informationen an die Bank übermittelt wurden, wird das Konto sofort für Sie eröffnet.

• Die Kontoeröffnungsunterlagen finden Sie wenige Tage später in ihrem Briefkasten.

• Diese senden Sie danach ausgefüllt mit einer beglaubigten Ausweiskopie (wird von Ihrer Gemeinde ausgestellt, Kostenpunkt erfahrungsgemäß 5-10 EUR) an die Bank zurück.

• Das war's!

links zu Schweizer Banken gibt es im Internet jede Menge, einfach bei beispielsweise Google Vokabeln wie

* Schweiz
* Bank
* Kontoführungsgebühren

usw. eingeben.

Lassen Sie sich auf keinen Fall auf Vermittler ein, sondern wenden Sie sich direkt an eine Bank! Sonst hagelt es Gebühren und Vermittlungsprovisionen.
Vergleichen Sie, ob die Einrichtung des Kontos genau so einfach verläuft wie die Einrichtung eines Bankkontos per Internet bei einer deutschen Bank!

Merke:

Mit einem Konto in der Schweiz befindet sich Ihr Geld obendrein in bester Gesellschaft…"

Und bist Du Firmeninhaber, kein deutscher Bankangestellter weiß, wer Deine Mitarbeiter sind, was sie an Gehalt bekommen, mit wem Du Geschäftsbeziehungen (nachvollziehbar durch bezahlte Rechnungen) unterhältst..

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Heißt Du z.B. Zumwinkel und Du bist der Chef der Postbank, und weigerst Dir auch noch, an Ackermann (jüdischer Banker mit schweizer Paß und Chef der ..) die PB rauszurücken, fliegen bei Dir zufällig ein paar schweizer Konnten auf.

Aber nichts ist unumkehrbar.

Geh zur Beichte, laß Dir läutern.
Dann bekommst Du alle Deine zukünftigen Pensionen sofort in bar ausgezahlt...
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11.11.10 17:11:48
Beitrag Nr. 2.267 ()
Ein Beitrag von P. Hahn, dem BE entnommen,
aktueller denn je!






11. November 2010 10:56

In God we trust – Patrick Hahn

Aktuelle Situation
Angeblich befinden wir uns derzeit in einem sehr guten und nachhaltigen Aufschwung. Dies wird uns zumindest derzeit von den Politikern so verkauft. Die Arbeitslosenzahlen sinken, die Unternehmenszahlen sehen gut aus, alle haben wir Arbeit, bei Unternehmen steigen die Profite, der Staat verringert seine Schulden und jeder hat eine bezahlbare Wohnung.
Dennoch passen die Aussagen nicht zu den aktuellen Bildern und Informationen die wir sehen. Anbei möchte ich Ihnen einzelne Stichpunkte aufzählen sowie kurz erläutern um Ihnen unter Umständen ein reales Bild zu vermitteln.
Ich möchte bei meinen Aussagen auch nicht die von mir bereits in der Vergangenheit gemachten Kommentare verzichten und Ihnen diese natürlich auch nennen.
Am 11. August 2009 habe ich den Artikel - Mega Crash? Veröffentlicht http://www.be24.at/blog/entry...
In diesem Bericht gehe ich auf einige mögliche Gefahren ein welche den Investor oder die Gesellschaften in den nächsten 6 bis 12 Monaten nach Veröffentlichung treffen könnte. Einzelne Aussagen trafen ein, andere erwarten uns unter Umständen noch in den nächsten Monaten!

Am 11. Februar 2010 habe ich den Artikel - Warum wir die 3000 Punkte im DAX noch sehen werden veröffentlicht http://www.be24.at/blog/entry...
In diesem Bericht gehe ich auf die Subventionen von Seiten der Staaten und Regierungen ein und teile dem Leser mit, dass diese wohl nicht viel gebracht haben. Der Beweis ist nun, dass weitere Konjunkturprogramme folgen.

Nun möchte ich Ihnen weitere Punkte der aktuellen Situation vorstellen und einzelne Punkte nennen die zum Nachdenken anregen. Dabei möchte ich ganz klar sagen, dass ich grundsätzlich nicht alles negativ sehe und Ihnen hier nur einige Punkte neutral aufzeige, die mich etwas nachdenklich stimmen lassen und mich deshalb nicht so ganz an den Aufschwung glauben lassen.

Streiks:
Das Volk streikt wieder. Über Jahrzehnte hat das deutsche Volk seine Klappe gehalten und sich auch von Organisationen aber auch durch die Geschichte schnell der Stimme entzogen. Auf einmal geht das Volk nun auf die Straße,,, angefangen in Stuttgart wegen des Bahnhofs und in Hamburg wegen der zu hohen Mieten. Die Bundesregierung erkannte sofort die Gefahr und hat auch gleich darauf reagiert. Im Bundestag wurde deshalb sofort beschlossen, dass agieren gegen die Staatsgewalt in Zukunft härter bestraft wird. Anscheinend sieht die Regierung auf Deutschland eine Streikkultur zukommen und hat sich deshalb gleich richtig positioniert!

Lehren aus der Vergangenheit?
Der Crash 1929 war bisher der größte den wir kennen und an den sich vereinzelt noch einige erinnern können. Politiker und Notenbankpräsidenten versuchen nun aus diesem Crash lehren zu ziehen und die Fehler, die in der Vergangenheit oder damals gemacht wurden, zu vermeiden.
Man hat also berechnet, wie viel Kapital man der Wirtschaft zur Verfügung stellen muss, um eine Katastrophe zu vermeiden. Dieses Kapital hat man dann auch durch Interventionen, Zinssenkungen und Ausgabeprogrammen dem Markt zur Verfügung gestellt.
Was die Ökonomen jedoch nicht beachtet haben ist, dass 1929 noch keine Derivate genutzt wurden. Derivate haben den Vorteil oder eben auch den Nachteil, dass man mit sehr wenig Geld, sehr viel Geld bewegen kann. Will heißen, ich muss das investierte Kapital nicht mehr zu 100% hinterlegen, sondern es genügen zwischen 2 bis 5 %. Mit dem restlichen Geld, kann ich mich dann anderweitig vergnügen oder gleich noch eine weitere Position eröffnen.
Das Spiel funktioniert wie bei einem Schneeballsystem am Anfang hervorragend. Nutzen jedoch viele Anleger das Instrument, kann es bald zu einer Gegenreaktion (Platzen der Blase) kommen. Will heißen, so wie man den Markt vorher nach oben gehebelt hat, geht er nun nach unten. Somit könnte der nächste Crash gehebelt kommen.
Die Ökonomen haben den benötigten Kapitalbedarf meiner Meinung nach total unterschätzt und können den Märkten so viel Kapital, wie diese benötigen, gar nicht zur Verfügung stellen. Den Regierungen und auch Staatsbanken ist es zu verdanken, dass sich die Bürger auf Jahrzehnte hoffnungslos verschuldet haben. Hier kann und wird nur eine Währungsreform der Ausweg sein. Den Bürgern wird über Nacht eine neue Währung oder eine Umrechnung serviert – Anders können wir die Schulden nicht abbauen. Das ist unmöglich.

Fakten
Medien:
Wir sind Sklaven der Medien – Jedem ist sicherlich bewusst, dass Medien Stimmungen in einem Land erzeugen können. Eine Stimmung ist z.B. dem Publikum zu erklären, dass wir einen Wirtschaft Aufschwung haben. Mein ehemaliger Chef im Trading einer der größten Investment Banken weltweit hat einmal gesagt, wenn in der Bildzeitung steht, dass die Märkte boomen, dann sollte man verkaufen. Desweiteren sollte man, wenn ein Herdenverhalten deutlich wird, antizyklisch handeln.
Gewerbeimmobilien Leerständen bsp – Hamburg
Auch in Deutschland kann man bereits von einer Überhitzung des Immobilien Marktes ausgehen. In den letzten Jahren wurden extrem viele Gewerbeimmobilien erstellt und auf Wohnimmobilien verzichtet wegen der zu erwartenden Rendite.
Durch die niedrigen Zinsen der letzten Jahre wurde extrem viel Geld in den Immobilienmarkt investiert. Auch private Anleger nutzten den niedrigen Zins für das Eigenheim. Oft haben sich die Privatanleger auf bis zu 25 Jahre verschuldet. Leider können die Rückzahlungen oft nur gewährleistet werden, wenn der Schuldner auch einen Job hat und die Raten bedienen kann. Dadurch, dass jedoch immer mehr Menschen Ihren Job verlieren, können die Raten von den Familien nicht mehr gestemmt werden und die Banken versteigern das Objekt.
Meiner Meinung nach werden wir in den nächsten Jahren am Immobilienmarkt fallende Kurse sehen und extrem viele Verkäufe und Versteigerungen.
Investoren, welche in dieser Phase des fallenden Immobilienpreises Kapital haben werden natürlich von der Entwicklung profitieren und wahre Schnäppchen machen.

Unternehmenszahlen überraschen?
Unternehmen veröffentlichen sehr gute Unternehmenszahlen. Diese Zahlen wurden von Analysten oft auch positive erwarten und wenn nun diese Zahlen besser als erwartet ausfallen steigen die Märkte. Beispiel: BMW verzeichnet in Asien einen extremen Wachstum. Dennoch macht BMW vielleicht nur 2 bis 3 Prozent des Konzernumsatzes in Asien. Desweiteren nehmen wir an, dass aktuell in Asien 500 Fahrzeuge verkauft werden und im Jahr davor vielleicht nur 50 ist das natürlich für Asien ein extremes Wachstum jedoch vergleicht man die Zahlen mit dem Konzern, so fallen diese nicht so extrem ins Gewicht.
Würden wir die aktuellen Umsätze der meisten Unternehmen mit den Jahren 2006 vergleichen, steht ohne Diskussion fest, dass wir noch weit unter diesen Umsätzen liegen. Jedem Investor ist natürlich auch klar, dass nicht der Umsatz zählt sonder der Gewinn. Man sagt zwar, dass die KGV´s der Unternehmen noch tief bewertet sind, jedoch gehe ich nicht davon aus, dass diese in den nächsten Jahren extrem steigen werden.
Inflation – Kunden können nicht mehr kaufen als früher
Ein Grund warum ich glaube, dass wir die Umsätze der Vergangenheit nicht so schnell erreichen werden ist ganz einfach, dass die Menschen und auch die Unternehmen nicht mehr die Kaufkraft der Vergangenheit haben. Vielen ist es vielleicht nicht bewusst, aber der Euro hat uns die Hälfte unseres Gehaltes gekostet. Früher hat man für 2000 Mark mit Sicherheit mehr bekommen als heute für 2000 Euro. Ich gehe davon aus, dass wir derzeit eine Inflation von Jährlich ca. 10 Prozent haben. Dadurch, dass die Politik jedoch den Warenkorb, der die Inflation darstellen soll, nach Belieben abändert ist uns die Inflation nicht so extrem bewusst. Es gibt hunderte Beispiele der extremen Inflation – nehmen wir z.B. die Zigarettenschachtel: zu D-Mark Zeiten haben sie 4 Mark dafür bezahlt – heute zahlen Sie ungefähr 5 Euro dafür. Auch die Kugel Eis, die wir noch vor Jahren für 50 Pfennig gekauft haben gibt es oft nicht unter 1 Euro. Die Politiker aber auch Zentralbanken haben es geschafft, uns die extreme Inflation ohne großes Aufsehen zu vermitteln. Ich persönlich gehe noch weiter von einer steigenden Inflation aus, da immer noch extrem viel Geld in die Märkte gepumpt wird. Die Inflation steigt, jedoch nicht die Löhne. Somit sinkt auch die Kaufkraft der Bevölkerung und somit wird nicht so viel konsumiert.

Löhne steigen nicht
Seit dem die Medien, die Verbände und die Regierung den Aufschwung verkündet haben, wird natürlich in ganz Deutschland auch von Seiten der Angestellten eine Lohnerhöhung verlangt. Was wir aber tatsächlich sehen sind keine Lohnerhöhungen sondern Lohnsenkungen. Das Durchschnittseinkommen der Bundesbürger sinkt extrem. Bestätigt wird das z.B schon im Praktikum – früher haben Praktikanten um die 800 Euro im Durchschnitt erhalten heute sind Praktikanten froh, wenn Sie überhaupt entlohnt werden. Auch BWL Studenten konnten noch im Jahr 2000 mit einem Einstiegsgehalt von ca. 6000 Mark rechnen. Heute träumen BWL Studenten davon 2500 Euro im Monat brutto zu bekommen und genießen leider bei weitem nicht die Kaufkraft Ihres Einkommens als in der Vergangenheit.
Meiner Meinung nach werden die Arbeitnehmervertreter (Gewerkschaften) keine Gehaltserhöhungen durchsetzen können. Unternehmen können nicht mehr Gehalt zahlen und können ohne Probleme in der aktuellen Wirtschafslage die Streiks der Angestellten aussitzen. Wenn nun die Bürger zu der Inflation auch noch wenig verdienen ist ein Wirtschaftsaufschwung ausgeschlossen.
Keine Börsengänge
Ich kann mich noch gut an die Märkte im Jahre 2000 erinnern. Damals wurde zu den Zeiten des neuen Marktes fast jede Woche ein bis zwei Unternehmen an der Börse neu gelistet. Die Unternehmen benötigten Geld oder hatten Visionen. Ein Zeichen einer wachsenden Wirtschaft sind nun mal Unternehmen die auch an die Börse gehen um auch weiter zu wachsen. Aktuell ist es jedoch so, dass wir keine Börsengänge verzeichnen und wenn doch findet das Unternehmen oft nur sehr schwer Investoren die an die Version glauben. Ein weiterer Grund ist meiner Meinung nach auch, dass Investoren aber auch Anleger nicht mehr Kapital zur Verfügung haben mit dem sie spielen können oder sich den Verlust so ohne Probleme leisten können.
Arbeitslose und Harz 4 Empfänger
Wie auch beim Warenkorb zur Inflationen bestimmt die Politik wie die Arbeitslosenzahlen berechnet werden. Ob nun auch die Menschen, welche zu niedrigen Löhnen beschäftigt, oder die Harz 4 Empfänger auch zu den Arbeitslosen zählen bestimmt einzig und allein die Politik.
Zusätzlich wirkt auch der Demografischer Wandel aktuell positiv auf die Arbeitslosen Zahlen ein. Wer sich nun den Monatsbericht der Agentur für Arbeit etwas genauer anschaut findet einige 100 000 Tausend Menschen die eigentlich zu den Arbeitslosen zählen sollten.
Beispiel: 1 Euro Jobber 330 000 Menschen, auch Krankgemeldete Arbeitslose und auch sozialpflichtige Harz 4 Empfänger zählen nicht zu den Arbeitslosenzahlen.
Meine Berechnungen haben ergeben, dass wir derzeit um die 4 400 000 tatsächliche Arbeitslose in Deutschland haben und von einer Vollbeschäftigung oder sogar einem Wirtschaftswachstum weit entfernt sind.
Geldschwemme
Geldschwemme treibt die Börsen an! Die US-Notenbank pumpt Milliarden in die Märkte. Banken und Investoren greifen zu und der Dollar verliert an Wert. Den Aktienmärkten gefällt jedoch die Geldschwemme und sorgt kurzfristig für traumhafte Renditen.
Meiner Meinung bringt die Geldschwemme nichts, da die US Notenbank gar nicht so viel Geld auf den Markt werfen kann, wie dieser benötigen würde. Das billige Geld der Fed wird vor allem wieder eine neue Blase an den Finanzmärkten nähren und zu einem Crash führen.
Der nächste Crash kommt und zwar gehebelt!
Gewinne der Banken
Banken verdienen derzeit extrem gut! Ist aber auch logisch den sie befinden sich aktuell auch wieder in Ihrem Zocker Element und die Märkte laufen nur in eine Richtung. Banken nutzen das billige Geld und blasen die Märkte damit auf, dies wird zusätzlich von den Zentralbanken und Regierungen unterstützt. Mit den steigenden Märkten steigen auch die Gewinne – Das ist ein Schneeballsystem, bei dem dann der letzte der Verlierer ist. Ich könnte mir vorstellen, dass bald wieder Privatanleger Aktien erwerben und den Banken die vorher billig erworbenen Aktien abnehmen und es dann zu einer Gegenbewegung kommt. Ich selbst habe das Szenario mit dem Neuen Markt im Jahr 2000 live miterlebt.
Es muss bewusst sein, dass Banken derzeit nur von den steigenden Märkten profitieren. Die Probleme aus der Vergangenheit mit den faulen Krediten sind immer noch allgegenwärtig und noch nicht Verarbeitet. Es ist z.B kein Geheimnis, dass die bayerische Landesbank noch vor Milliarden Schulden steht. Für mich zählt aber gerade die Bayerische Landesbank zu den konservativen Banken und somit sehe ich extrem schwarz bei den anderen Banken.
Natürlich machen die Banken durch die steigenden Märkte aktuell hohe Gewinne. Diese sind jedoch solange diese nicht realisiert sind fiktiv, werden jedoch in der Bilanz als Aktiver gebucht. Die Bewertung ist somit nicht nachhaltig und die Gewinne quasi nur theoretisch und noch nicht real. Das war übrigens auch 2000 am Neuen Markt so, Investoren und Banken konnten aufgrund der hohen Bewertung weiter Kredite aufnehmen und sich somit weiter verschulden – als Sicherheiten wurden die Aktien Pakete hinterlegt mit der extrem guten Bewertung. In der aktuellen Krise waren es die Immobilienpakete, welche erst hoch geschätzt waren und anschließend als Blasen zerplatzten.

Kreditklemme – Unternehmer erhalten keine finanziellen Mittel.
Banken sind ganz klar der Motor der Wirtschaft. Mit der Vergabe von Krediten ermöglichen sie einen Aufschwung und haben hier die wichtigste Rolle am Markt.
Im aktuellen Marktumfeld werden jedoch die Banken ihrer Rolle nicht gerecht und vergeben keine Kredite sondern nutzen das billige Geld der Zentralbanken abermals für Spekulationen. Ein Mittelständisches Unternehmen das bei seiner Hausbank nach einem Kredit fragt, wird diesen nie erhalten.

Warum steigen der DAX und das Gold?
Warum der DAX steigt ist klar. Das billige Geld der Zentralbanken wird von Investoren und Banken sofort in die Märkte gepumpt. Dadurch werden aktuell traumhafte Gewinne erzielt.
Gold hingegen zählt als Krisenwährung und wird von Investoren und Anlegern nur in Krisenzeiten hoch gehandelt. Aktuell steigt das Gold jedoch mit den Aktienmärkten, das hat es in der Vergangenheit noch nicht gegeben. Zeigt jedoch, dass an der aktuellen Situation etwas nicht stimmt. Kann es z.B. sein, dass die Zentralbanken und Regierungen in die Aktienmärkte investieren und professionelle Investoren die Lage anders bewerten und sich auf eine extreme Krise vorbereiten?
Verschuldung über Jahrzehnte - Währungsreform?
Währungen sind schon lange nicht mehr das was sie mal waren. Das Geld wird gedruckt wenn man es braucht und in den Markt gepumpt ohne Rücksicht auf Stabilität.
Zinsen steigen wieder
Einzelne Staaten z.B. China erhöhen bereits Ihre Zinsen, da erkannt wird, dass mit dem billigen Geld nicht viel ausgerichtet werden kann. Ganz im Gegenteil Konsumenten verschulden sich und wenn die Wirtschaft dann nicht anspringt und die Gefahr der Arbeitslosigkeit weiter steigt kommt es zur Versteigerung.
Nachdem die Zentralbanken auch hierzulande das erkannt haben, rechne ich mit weiter steigenden Zinsen. Da wir sonst eine extreme Inflation erhalten, dadurch alles teurer wird und die Konsumenten weiter verarmen. Das wird und kann die Regierung nicht verantworten. Somit rechnen wir ab Juni 2011 mit stegenden Zinsen.
Die Schuldigen
Meiner Meinung nach haben die Zentralbanken und die Regierungen die Krise unterschätzt. Die Politiker und Banker glaubten aus dem Crash von 1929 eine Lehre ziehen zu können und damit ein Rezept für die aktuelle Krise zu haben. Im Nachhinein wurde aber dann erkannt, dass das Ausmaß und die Dimension der vergangenen Krise nicht mit der aktuellen Krise vergleichbar ist. Große Investoren warnen schon lange vor Derivaten Instrumenten und der Gefahr des Hebels. Mitunter auch Georg Soros. Um die aktuelle Krise zu meistern, benötigt man meiner Meinung nach das 100 fache Kapital, dass man 1929 benötigt hätte. Dieses Kapital wird man jedoch nie aufbringen können und deshalb erwarte ich 2011 oder 2012 eine wesentliche Korrektur der Märkte.
Die Anzeichen dafür sind meiner Meinung nach die Verzweiflung der Zentralbanken und der steigende Goldkurs.

Fazit
Die nächste Blase kommt! Die FED arbeitet aktiv-passiv daran. Es ist klar, dass Banken sehr gute Zahlen aufweisen, da sie mit dem günstigen Geld der Zentralbanken und Regierungen arbeiten können und es nicht an den Mittelstand weiter geben um den Motor der Wirtschaft zu aktivieren. Das Anleger Weltweit den USA nicht trauen, sieht man derzeit an der Abwertung des Dollars.
Die wichtigsten zahlen sind Arbeitslosenzahlen und Harz4 Empfänger nur wenn diese Zahlen eine fallende Tendenz auf weißen sehen wir ein Besserung. Doch derzeit beschönigt die Regierung die Zahlen und lässt sich für etwas feiern, dass in keinster Weise den Tatsachen entspricht. Durch die Harz 4 Regelung wird es nun in den nächsten Monaten weiterhin fallende Arbeitslosenzahlen geben, da jedes Monat mehr als 200 000 Arbeitslose zu Harz 4 Empfängern werden. Mich würde nur Interessieren, wann die Regierung das Rechenmodel verändert, da meiner sie meiner Meinung nach bei unter 1 000 000 Arbeitslosen an Glaubhaftigkeit verliert…. ;-)

Auch an der aktuellen Situation und Entwicklung an den Finanzmärkten können wir nichts änder, sondern Sie nur etwas beeinflussen. Zu den Schurken und den Nutznießern kann man auch nur sagen – geht der eine kommt der andere.
Studiert um zu streiken – NINJA Generation - Die Jugend von heute hat Studiert um zu streiken. Leider ist es so, dass wir derzeit zu viele Menschen haben und zu wenig Arbeit – Deshalb nennt man die Jugend von heute die NINJA Generation. Was so viel heißen soll wie NO Incom, NO Job und NO Assets.

Kinofilme – Der Film Wallstreet Online 2 wird mit Sicherheit Erfolg haben. Meiner Meinung nach hatte der Film auch gezielt einen Auftrag. Er soll die Bürger auf einen Mega Crash vorbereiten und dem Bürger die Message geben, dass es nach einem Crash auch wieder weiter geht.

Bitte sehen Sie mich nicht als Schwarzmaler ich versuche nur die aktuelle Situation etwas kritisch zu beurteilen. Ich möchte auch nochmals ausdrücklich betonen, dass auch eine Krise sehr gute Chancen bietet.
Man nehme nur die Situation der Marktbereinigung.

Zur Person:
Herr Patrick Hahn (Aktien- und Derivate-Händler) kann nicht nur auf eine mehrjährige Investment-Erfahrung zurückgreifen. Er war auch mehrere Jahre bei internationalen Handelshäusern (z.B. Nomura) als Aktien- und Derivate-Händler beschäftigt. Mittlerweile zählt Herr Hahn als Analyst und Autor zu den wesentlichen Finanzexperten im deutschsprachigen Raum. Herr Hahn`s Analysen und Marktkommentare werden nicht nur von den wesentlichen Finanzsendern veröffentlicht sondern auch Börsentäglich auf unterschiedlichen Finanzportalen.
Patrick Hahn verfügt nicht nur über ein breites und tiefes Fachwissen, das er praxisbezogen erwarb, sondern er verfügt auch über die Gabe seinen Seminarteilnehmern ein komplexes Fachgebiet kinderleicht, verständlich und humorvoll zu vermitteln. Herr Hahn ist im deutschprachigem Raum der einzige Referent, der auf praktische Investmenterfahrung bei Internationalen Handelshäusern zurück greifen kann.
Im Detail ist Herr Patrick Hahn Jahrgang 1976, seit 2001 Aktien- und Eurex-Händler und seit 1998 im Börsenumfeld aktiv. Von 2000 bis 2003 war Patrick Hahn bei einem internationalen Investmenthaus Aktienhändler über Xetra und Eurex. Zusätzlich tätig gewesen ist der Münchner in den Bereichen Institutional Sales Trading sowie Geldhandel.
Seit 2004 ist Patrick Hahn CFD- und Derivate-Experte und aktiv im Bereich der Aus- und Weiterbildung tätig. Herr Patrick Hahn gilt im deutschsprachigen Raum als Pionier des automatisierten Handels.
Seit 2008 auch im Bereich der Unternehmensführung tätig.
Ausbildung:
Xetra und Eurex Händler (Aktien und Derivatehändler)
European Business Manager
Betriebswirt
Ausbildung der Ausbilder IHK

Berufserfahrung:
Nomura Bank Deutschland - Händer über Xetra und Eurex (Aktien und Derivatehändler)
CMC Markets - Branch Manager Süd Deutschland
IG Markets Group - Head of Seminars Germany
X-Trade Brokers - Director Sales und Marketing


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