DAX-0,98 % EUR/USD-0,09 % Gold+0,73 % Öl (Brent)0,00 %

Bundeswertpapiere (Seite 120)



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Weihnachten ....

Wie bringt man Gott zum Lachen? Erzähle ihm von deinem Plan. Man könnte es auch ein wenig weltlicher halten: 1. Kommt es anders und 2. als man denkt. Je mehr Lebenserfahrung man erlangt, umso mehr kann man diese alten Volksweisheiten unterschreiben. Die meisten klugen Sprüche stammen nun mal von alten Knackern und KnackerInnen. Gerade die Altvorderen haben noch die ultraschweren Zeiten nach dem Krieg erlebt und haben zwangsläufig das Auf und Ab auf ihrem Lebensweg gelebt. Heute Pfui morgen Hui. Dazu noch eine Zeit, in der die ursprünglichen Werte noch gestimmt haben. Und zu diesen Werten gehörte auch die Demut. Nicht die Demut im sklavischen Sinne sondern die Erkenntnis, dass das eigene Leben und das eigene Selbst einen Wert hat. Einen Wert für sich selbst und auch für andere. Aus diesem Wissen entspringt die Kraft immer wieder aufzustehen, wenn es mal nicht so gut läuft und das Leben Backpfeifen austeilt. Gibt genug Lieder darüber. Selbst so ein Film wie „Fuk you Goethe“ (Teil1) sagt nichts anderes aus. Ist das jetzt richtig falsch geschrieben? Na egal. Ist doch sowieso schon unerheblich wie die deutsche Sprache verkauderwelscht wird. Wo war ich? Ach- bei der Demut vor dem Leben und wie das nun nach meiner Auffassung im Zusammenhang zu Weihnachten steht. Ich hatte so tiefgründige Worte in meinem Kopf, die ich noch heruntertippen wollte. Alles weg. Meine Zaubermaus ist gerade aufgestanden und will den Tag mit mir durchsprechen, ständig quatscht sie mich von der Seite an und bringt mich aus dem Konzept. Also kurz und bündig: Die nächsten Tage können stressig werden. Manchen mag die aufgesetzte Weihnachtsfröhlichkeit wie Heuchelei vorkommen und anstatt das Weihnachtsfrieden herrscht, ist man vielleicht Sticheleien ausgesetzt und möchte dem Gegenüber lieber das Tranchiermesser in den Hals rammen anstatt ihn zu umarmen. Der Mensch ist schlecht, durch und durch. Nur die Menschheit hat es seit ein paar tausend Jahren geschafft zu überleben. Immer wenn es ganz übel wurde hat man sich am Riemen gerissen. Der Weg zu einem höheren Bewusstsein fängt im Kleinem an. Weihnachten ist so ein Trigger an dem versucht wird, jedenfalls an den drei Tagen, besser als sonst zu sein. Das mag nach Heuchelei aussehen, ist jedoch ein Anfang. Und dieser Anfang läuft jetzt seit knapp zweitausend Jahren. Insofern sollte man seinen eigenen Wert erkennen und dem Leben seinen Tribut zollen. Also nicht so stressige ...

... Weihnachten ...
Demut ...

Da immer noch Weihnachten ist und der letzte Beitrag nicht im Ansatz erreicht hat, was ich ausdrücken wollte, versuche ich es halt noch mal. Anfang des Jahres wäre ich fast gestorben. Im Krankenhaus die Diagnose Schlaganfall, Bluthockdruck und oben drauf noch ein schönes großes Aneurysma. Egal wie ich jetzt manches beschreibe: Auf die Ärzte lasse ich nichts kommen. Während die Ärzte an mir herumzerrten kam ich eigentlich nicht dazu, mir irgendwelche Gedanken zu machen. Erst als ich versorgt war und auf den Monitor starrte der meinen Blutdruck überwachte, fragte ich mich, ob es das jetzt gewesen war. Überall führten Schläuche in mich hinein und die Überwachungsmonitore piepten. Eben hatte ich noch vor dem Fernseher gesessen und jetzt lag ich im Krankenhaus. Gerade hatte man sich noch unbesiegbar gefühlt und plötzlich wurde man mit dem eigenen Tod konfrontiert. Drei Wochen lag ich im Krankenhaus und bei meiner Entlassung wollte ich eigentlich nicht raus. Denn auf einmal sollte ich wieder selbst Verantwortung für mein Leben übernehmen. Stück für Stück habe ich mich dann ins Leben zurückgetastet. Immer wieder (kontrolliert) zurück ins Krankenhaus um das Aneurysma auszuschalten. Jetzt schluck ich morgens und abends wie Millionen anderer Mitbürger Tabletten um die Maschine am Laufen zu halten. Tabletten die ich wirklich brauche, anders als so mancher Naturheilkunde Quacksalber vielleicht meinen würde. Aber diese Geschichte wird ein andermal erzählt.
Knapp ein Jahr später kann ich sagen, dass ich wieder fast wieder körperlich hergestellt bin. Ich könnte jetzt behaupten, ich habe ein Jahr verloren, weil ich Dinge machen musste die nicht geplant waren und von meinem gewollten Lebensweg abweichen musste. Aber das ist Quatsch. Und diese Erkenntnis reift in mir gerade jetzt eben heran, während ich schreibe. Ich habe mich oft abgehängt gefühlt, so als ob das Leben weiterläuft und ich auf der Bank sitze und dem Spiel nur zuschauen darf. Jetzt gerade realisiere ich, dass dieses Jahr ein Teil meines Lebens ist, welches in der Summe Erfahrungen und Empfindungen hat entstehen lassen, die meine zukünftigen Entscheidungen komplex beeinflussen werden. Wichtig für mich ist, dass ich nicht in den alten Trott verfalle. Ich war jetzt eine lange Zeit einer Extremsituation ausgesetzt aufgrund derer ich zu neuen Erkenntnissen gekommen bin und auch danach gelebt habe. Mit der zunehmenden Genesung merke ich, wie sich alte Verhaltensmuster wieder einschleichen. Das Vergessen und Verarbeiten des Gewesenen hat eingesetzt- und das ist auch gut so. Wenn man nachher wieder das alte Arschloch ist, das man vorher war ist es doch gut so. Jedenfalls aus der eigenen Sicht. Man hat alles überwunden und ist wieder normal. Ich für meinen Teil habe gemerkt, dass die Veränderung meiner Persönlichkeit während des vergangenen Jahres mir gut getan hat. Ich habe mein Leben in seiner Wechselwirkung zur Umwelt anders wahrgenommen. Nur ums eins klar festzustellen- ich bin nicht geläutert. Ich bin schließlich immer noch ein Mensch. Man soll seine gemachten Erfahrungen annehmen, sich aber nicht von ihnen bezwingen lassen. Was meiner Meinung nach bei der Behandlung von solchen Extremsituationen zu kurz kommt, ist die psychologische Betreuung. Plötzlich ist alles anders, du weißt nicht wie es weitergeht und ob es überhaupt weitergeht. Die Gedanken gehen immer weiter und malen sich ein Schrecksszenario nach dem anderen aus. Und ja- man ist körperlich angeschlagen. Der eine Mehr , der andere Weniger. Genauso wie der Körper heilt, heilt auch die Seele, nur die Narben, die auf der Seele bleiben, machen einem mehr zu schaffen. Das Problem ist, dass die Angehörigen und Freunde damit überfordert sind und man irgendwann die Klappe hält. So, noch einen Tag Weihnachten ertragen ...

... und dann wieder alles auf Anfang ...
Idiokratie ...

„Demokratie ist zweifellos die größte Errungenschaft, zu der wir Menschen es gebracht haben. Was aber, wenn die Klügeren, die Besonnenen und Rücksichtsvollen immer öfter den Schreihälsen weichen, den Wichtigtuern und den Selbstherrlichen? Dann wird aus der Demokratie ganz schnell eine Idiokratie, eine Diktatur der Dummen.“
Wenn man sich mit dem Warum beschäftigt- Warum unsere Gesellschaft und schauen wir über den Tellerrand- Warum scheinbar gerade die westliche Gesellschaft gegen die Wand gefahren wird, raucht einem irgendwann der Kopf. Die Thematik erscheint so komplex, dass- wenn man meint einen Zusammenhang hergestellt zu haben, die Argumentation löchrig erscheint, eben weil ein ganzes Themengebiet unberücksichtig geblieben ist. Irgendwann habe ich mir den Film „Idiocracy“ reingezogen. Der Inhalt: Die Menschheit wird im Verlauf der Jahrhunderte immer dümmer und ein Typ mit einem heutigen Durchschnitts-IQ ist, nachdem er tiefgefroren wurde, plötzlich der intelligenteste Mensch der Welt. Ich dachte deshalb der Begriff Idiokratie sei lediglich eine Wortschöpfung für einen Film. Weit gefehlt- es gibt unzählige Publikationen die sich mit der Herrschaft der Dummen auseinandersetzen. Die Idiokratie ist natürlich keine anerkannte Regierungsform jedoch erscheinen mit ihr viele Handlungswidersprüche in der Gesellschaft erklärbar. Die Idiokratie ist das verzerrte Spielbild der Demokratie. Quasi die dunkle Seite zu der jede Demokratie wird, wenn sie sich erschöpft hat, bis sie sich zur vollendeten Diktatur wandelt. Ein Bindeglied oder auch Übergang. Die Menschen wählen in einer Demokratie immer die Schreihälse, Wichtigtuer und Selbstherrlichen. Wer lässt sich schon von einer grauen Maus vertreten? Und sind diese erstmal an der Macht, werden sie alles tun um diese Macht zu erhalten. Das erreicht man im Wesentlichen mit Wahlgeschenken und Massenverdummung. Je dümmer das Wahlvolk umso besser für die Herrschenden. Und der einzelne Mensch muss nicht wirklich dumm sein, es reicht, wenn er nur partiell intelligent ist. Fokussiert auf sein „Fachgebiet“ aber nicht in der Lage komplexe allgemeine Zusammenhänge zu erkennen- ein Fachidiot. Und dann natürlich die Wahlgeschenke- in Form von sozialen Zuwendungen, die irgendwann sogar zur Notwendigkeit werden, da durch Fehlentscheidungen zuviel Geschirr zerschlagen wurde. Und zu guter Letzt hat die Summe der Fehlentscheidungen ein solches Ausmaß angenommen, dass selbst das Dummvolk nicht mehr mitspielt. Staatslügen, Sanktionen und Repressalien gegen einzelne oder Personengruppen und schließlich die Einführung einer Diktatur, um sich den Machterhalt auf Dauer zu sichern. Immer wenn eine Äußerung durch irgendwelche Volksvertreter getätigt wird, bei der sich der normale Bürger an den Kopf fasst, muss man sich nur fragen- Wie soll diese dem Machterhalt dienen? Oder: Welche Fehlentscheidung soll damit vertuscht werden? Die Lage erscheint auf den ersten Blick hoffnungslos, wenn man sich das ganze Dilemma ansieht. Aber wie in jedem System gibt es Gegenkräfte, da jedes System sein Idealzustand anstrebt, ... dem Gleichgewicht ...
Alles wird gut ...

Bekommen wir nun eine neue Regierung und damit die Neuauflage der GroKo? Ich hoffe doch schon. Nicht, weil ich ein begeisterter Anhänger von Schulz, Merkel und Co. bin. Eher das Gegenteil ist der Fall. Warum also dann? Pauschal gesagt: Damit es genauso schlecht weiterläuft wie bisher. Für mich gilt immer noch der Spruch, bevor es besser laufen kann, muss es noch mal richtig scheiße werden. Nur so kann es zu einem Paradigmenwechsel kommen. Nehmen wir doch die Bundestagswahl im September als gravierenden Punkt hin zu diesem Paradigmenwechsel. CDU, CSU und SPD sind abgewatscht worden. Warum wählt die eigentlich noch jemand, wenn sie gefühlt dafür verantwortlich sind, dass dieses Land an die Wand fährt? Weil für viel Menschen diese Parteien momentan alternativlos sind. Es geht nicht vordergründig darum, dass die AfD eine angeblich anrüchige Ideologie vertritt. Oder das die Staatspropaganda aus allen Rohren gegen diese Partei schießt. Die gleiche Staatspropaganda hat mit genau den gleichen Phrasen damals gegen die Linke gewettert. Oder vor Jahrzehnten war es die DKP deren Anhänger mit Berufsverboten belegt wurden. Momentan haben wir gerade ein linkes Staatsdogma. Die etablierten Parteien sind für viel Menschen alternativlos weil sie einzuschätzen sind. Sie sind zwar übel aber man weiß so ungefähr was auf einen zukommt. Wenn- ich mich mit normalen Leuten unterhalte bekomme ich in den seltensten Fällen zu hören, „die sind mir zu rechts“. Mehrheitlich kann diese Partei nicht eingeschätzt werden. Insbesondere, wenn es um die Sozialpolitik geht. Und Unsicherheit drückt nun einmal das Wahlergebnis. Dass die Menschen sich in jeder Hinsicht nicht mehr sicher fühlen haben die etablierten Parteien an ihren Wahlergebnissen gesehen. Interessiert es sie? Nö. Frau Bundeskanzlerin Merkel hat es doch schön ausgedrückt, wenn sie meint, die CDU habe den Regierungsauftrag erhalten. Gut, aus ihrer Sicht mag es mit der Regierungsbildung halt ein bisschen länger dauern – aber was soll es. Ob nun richtige Bundeskanzlerin oder nur geschäftsführende Bundeskanzlerin- wo ist da der Unterschied? Irgendwer wird schon nach der Macht sabern. Das die Situation für ihre Machtposition brandgefährlich ist, scheint sie nicht wahrzunehmen. Die FDP will die neu gewonnene Wählergunst nicht gefährden und die SPD wollte sich unter Schulz neu aufstellen und der Erosion der Wählergunst vorbeugen, indem sie in die Opposition geht. Persönlich glaube ich nicht, dass es zu einer Neuauflage der GroKo kommt. Es kommt darauf an, ob die Parteispitze aufgewacht ist und an einem nachhaltigen Wiederaufbau denkt oder diesen wegen vier Jahren mitregieren dürfens aufs Spiel setzt. In der jetzigen Situation kann es nur besser werden. Wir haben zur Zeit keine Regierung. Aber die Parteien müssen sich zu allen wichtigen Themen erklären obwohl sie nicht für vier Jahre sicher im Sattel sitzen. Theoretisch müssen sie sich jetzt an ihrem Wahlkampf messen lassen. Der Spruch: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“, kann in der jetzigen Situation schnell zum Bumerang werden. Kommt es im April zu Neuwahlen wird es sehr schwer den Wählern zu erklären, warum man die Wahlversprechen aufgeben musste (brechen ist so ein hartes Wort) obwohl man noch nicht einmal an der Regierung beteiligt war. Sollte es zu einer Regierungsbildung kommen dauert es halt länger bis die „Volksparteien“ soweit in der Wählergunst erodieren bis sie zu einem Paradigmenwechsel gezwungen werden. Veränderungen geschehen langsam. Schreien bringt überhaupt nichts. Nehmen wir doch einfach mal die verhärteten Fronten um die Migrationspolitik. Die einen sagen, Flüchtlinge sind wertvoller als Gold, die andere Seite meint es sind alles Schmarotzer und Invasoren. Warten wir es ab. Die Propaganda jeglicher Couleur wird von der Realität eingeholt. Bis zu einer Entscheidung gilt es die möglichen persönlichen Kollateralschäden möglichst gering zu halten. Nicht die Menschen passen sich auf Dauer der Politik an sondern die Politik passt sich den Menschen an. Das ist keine Frage des Ob sondern lediglich eine Frage des ...

... Wann ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.543.368 von spielkind0815 am 26.12.17 06:54:57Oh Mann Spielkind! Ja die ganz neuen Erfahrungen und Empfindungen lassen doch so manches im neuen Lichte erscheinen. Die Maus kann inzwischen zaubern, klar. Und dann war da doch dieser Vollpfosten, dieses selten dämliche Arschloch, der wo in der Familie aufgenommen werden sollte oder wollte. Haste?

Spaß beiseite, wünsche schon mal gut rein zu rutschen ins Neue.
Gute Vorsätze ...

2018 steht vor der Tür. Am Anfang diesen Jahres dachte ich noch, dass wird mein Jahr. Super motiviert bin ich im Januar gestartet. Doch dann ---kawumm--- hatte es sich ganz schnell erledigt. Es ging nicht mehr darum, wie starte ich durch sondern eher- wie stehe ich das Ganze durch. Die üblichen Vorsätze im neuen Jahr sind doch „Ich nehme ab“, „Ich treibe Sport“, „Ich ernähre mich gesünder“ oder „Ich trinke weniger“. Ja,... ja..., ja mach ich- und das mach ich auch. Notgedrungen und vom Überlebenswillen angetrieben habe ich die allgemeinen Vorsätze erst unter Zwang und nun als Gewohnheit implementiert. Letztens hat man mich echt abgelinkt. Während einer Veranstaltung auf der die Hauptgetränke Bier, Sekt oder Wein waren, habe ich drei Kannen Tee getrunken. Das hat zwar zur allgemeinen Belustigung beigetragen aber was soll` s- nur als die Rechnung kam durfte ich 27 Euro für drei Kannen Tee blechen. Da hätte ich von fünf halben Weizen mehr gehabt. Ich habe aber auch überhaupt keinen Spass mehr am Trinken. Alkohol und Tabletten- das passt für mich nicht zusammen. Manche Umsetzung der Guten Vorsätze war also nicht ganz freiwillig. Aber auch die Guten Vorsätze auf der zweiten Ebene der – Wie man soll das Ganze nennen ? – sagen wir mal die Pyramide der Weiterentwicklung, wurden von mir mehr als nur angegangen. Sei nett zu deinen Mitmenschen zum Beispiel (ohne mir die Butter vom Brot nehmen zu lassen- und meine andere Backe halte ich bestimmt nicht hin). Damit kommen meine Mitmenschen und im speziellen meine Familie nicht so ganz klar. Noch immer wird hinter jeder Nettigkeit meinerseits eine Finte oder Gemeinheit vermutet. Ich denke es wird noch eine Weile dauern bis dahingehendes Vertrauen aufgebaut ist- und ja ich muss in den wenigen Momenten der Schwäche dem Impuls widerstehen gemein zu sein. Man sagt, wer schreit hat Unrecht. Das ist durchaus richtig, wem die Argumente ausgehen der muss sich anders versuchen durchzusetzen. Aber nicht nur wer unrecht hat kann dem Brüllen verfallen. Stößt der Rechtschaffene auf Ignoranz kann er auch ganz schön laut werden. Es gibt nicht umsonst den Spruch: Wer nicht hören will, muss fühlen. Je lauter man wird, auf desto größeren Widerstand trifft man beim Gegenüber. Also lehnt man sich entspannt zurück und wartet bis das prognostizierte Ereignis eintritt und der andere sich vermutlich die Finger verbrannt hat. Nichts ist nachhaltiger als wenn das Leben einen überzeugt. Wichtigste Voraussetzung- Geduld. Toll. Das sind Sprüche die von einem Altvorderen stammen könnten. Manche Ereignisse können die Lebenserfahrung beschleunigen wenn man aus seinem alten Trott herausgerissen wird. Wer immer das macht, was er immer tut, bekommt das was er immer bekommt. Jedenfalls muss ich mir bis Silvester noch ein paar neue Gute Vorsätze überlegen. Oder ich setze wegen Planübererfüllung aus. Schließlich darf man seine Umwelt nicht zu sehr überfordern. Insofern wünsche ich einen guten Rutsch und man hört sich ...

... im nächsten Jahr ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.568.280 von Geniator am 29.12.17 15:21:10Klar hab ich. Bin doch jetzt ein ganz Lieber.:D
Auch dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Traditionen, Chancen, Risiken und der innere Schweinehund ...

In ein paar Stunden fängt das neue Jahr und ich habe immer noch keine Guten Vorsätze- nicht mal im Ansatz. Nun hab ich seit gestern auch nicht viel gemacht, was dazu geführt hat, dass neue Eindrücke auf mich einwirkten. Na gut, ich hab gestern den Rippel (böse Krypto-Währung der Banken) getradet. Wahnsinn, ich musste eben das Korrekturprogramm meines Schreibprogramms mit neuen Wörtern füttern. Da sieht man- die Entwicklung macht selbst vor dem Wortschatz nicht halt. ---Rippel---, --- Kryptowährungen ---. Ja okay. Ich hab Heringshäckerle gemacht. Das erste Mal in meinem Leben. Sonst hat das ja meine Oma immer zusammengerührt. Die ist aber jetzt tot und zu Weihnachten gab es schon keins. Nicht das ich das Gericht essen kann. Ich bin allergisch gegen Fisch. Aber es war immer Tradition, dass es zu Weihnachten bei uns selbstgemachten Kartoffelsalat, Heringshäckerle von meiner Oma und Frikassee von meiner Schwiegermutter gab. Oma ist wie erwähnt schon tot und meine Schwiegermutter (und auch Schwiegervater) ist über achtzig und fühlt sich mittlerweile von vielen Dingen überanstrengt. Auch zum Frikassee machen. Was bleibt einem da übrig? Entweder man übernimmt das Althergebracht oder man lässt es bleiben oder ja klar- man schafft sich neue Traditionen. Nur letzteres gelingt weitaus schwieriger. Damit eine Handlung zur Tradition wird braucht es Zeit. Beständiges wiederholen, Akzeptanz und das Wollen aller insbesondere der jüngeren Generation, die Sache fortzuführen. Und wenn die nicht will- dann wird das nichts mit der Tradition. Warum will die nicht? Da gibt es bestimmt viele Ursachen. Die für mich gravierende Ursache ist, -- Achtung! Verschwörungstheorie--- das der Leviathan Traditionen ausmerzen will. Traditionen geben Sicherheit. Wenn irgendwas schief läuft besinnen sich die Menschen auf Althergebrachtes. Auf ein Fundament, das ihnen erlaubt Kraft zu schöpfen. Laufen die Menschen wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen herum, sind sie leichter zu manipulieren und zu kontrollieren. Natürlich hat niemand vor, Traditionen auszumerzen. Das ist einfach der gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet. Die neuen Generationen werfen alte Verhaltensmuster über Bord auf dem Weg zur eigenen Selbstverwirklichung ( ich sag nur „frühkindliche Sexualerziehung- in der Kita“). Anders herum könnte man Traditionen auch fördern, einfach nur in dem man ihnen in der Bildungserziehung und damit staatlichen Erziehung Akzeptanz einräumt. Aber wie viel Akzeptanz der Tradition eingeräumt wird sieht man gerade in der Bundeswehr. Ach immer wieder dieses Politisieren. Wollte ich gar nicht. Meine Schwester hat den selbstgemachten Kartoffelsalat unabhängig von mir zubereitet, ich das Frikassee und das Heringshäckerle mach ich jetzt zu Sylvester. Besser spät als nie, wie Mr. Hops zusagen pflegte. Ich werde jetzt gleich mal schauen, ob der Rippel genug konsolidiert hat und sich ein Wiedereinstieg lohnt. Dieser neue Kram macht echt Spass. Es hat zwar eine Weile gedauert sich die ganzen technischen Dinge anzueignen und alles habe ich immer noch nicht umgesetzt aber langsam kommt es. Nein- ich habe kein Bitcoin 2011, 2013 noch irgendwann gekauft als er so niedrig stand. Ich wollte- aber das erschien mir damals einfach zu kompliziert und der innere Schweinehund hat mich davon abgehalten, eine vielleicht interessante Chance zu ergreifen. Vielleicht eignet sich als Guter Vorsatz für das kommende Jahr dem wirklich Neuen noch flexibler aufgeschlossen gegenüber zu treten. Aber trotz allem ...

... Traditionen geben Sicherheit ...
Midelife Crisis ...

Hab ich sie oder hab ich sie nicht? Gestern war Sylvester. Neben Weihnachten und dem eigenen Geburtstag besteht an diesen Tagen die Gefahr des emotionalen Entgleisens. Plötzlich denkt man über das Leben nach und wird rührselig. Ich denke, da ist es ganz normal wenn einem ein bisschen Pipi in den Augen steht. Und nee, gestern war ich nicht rührselig. Eher etwas genervt, auf irgendetwas zu warten kotzt mich an. Am besten noch auf Kommando gute Laune verbreiten und das mit einer Tasse Tee in der Hand. Man, was hat meine kleine Zaubermaus gekämpft, bei mir gute Laune zu entfachen. Dass das genaue Gegenteil bei solchen Aktionen eintritt, wird von ihr eh immer ignoriert. Der Gedanke, ich könnte in der Midelife Crisis stecken beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Gut, in fünfzehn Jahren werde ich sechzig. Bei mir herrscht so die Vorstellung- ab sechzig ist man ein alter klappriger Runzelopa. Woran merkt man, dass man alt wird? Wenn seine Helden sterben. Gut, was mir passiert ist, ist harter Tobak. Das verarbeitet man nicht mal so eben und es ist wichtig- dass man das Geschehene für sich verarbeitet. Ich mache dies eben so, dass ich jedem der es nicht hören will erzähle, dass ich ein Invalide bin. Zwar noch kein anerkannter, der Schwerbehindertenantrag läuft noch, aber halt ein Eingeschränkter. Daran kann es aber auch nicht liegen. In der Reha habe ich junge Menschen gesehen, deren Leben durch so ein Schlaganfall soweit eingeschränkt wurde, dass mir angst und bange war. Das was vielen von uns passiert- Schlaganfall oder Herzinfarkt oder sonstige Erkrankungen- sind Krankheiten. Mit der Midelife Crisis hat das nichts zu tun. Fehlender Erfolg im Job? Auch nicht. Ich hab meinen Job vor zwei Jahren hingeschmissen. Und das war auch gut so. Gut, ich muss mir jetzt einen neuen suchen, weil es meiner Zaubermaus auf den Sack geht, dass sie jeden Morgen los muss und ich mir die Sonne auf den Bauch scheinen lasse. Das heißt- ich hab keine großartigen Ziele. Ja, manchmal schleichen sich mal kurz Gedanken in den Kopf, „wenn“ du damals zielstrebiger gewesen „wärs“ oder dich mehr angestrengt „hättest“, dann „wärst“ du jetzt dort und dort. Bullshit. Hätte ich das und das gemacht, dann wären mir viele gute Dinge nicht passiert und ich wäre heute vermutlich so ein verknöcherter alter Kackfrosch. Ein Mann der sich Mitte vierzig wie sechzig benimmt. Neulich erst wieder so einen getroffen- erzählt mir mit Ende dreißig, welche Aufwendungen er für die Rente tätigt und wann er in Rente gehen kann. Also echt jetzt. Klar soll man frühzeitig für den „Lebensabend“ vorsorgen. Aber sein Leben schon so früh darauf ausrichten? Ich denke, dass Alter spielt keine Rolle erneut oder erst jetzt durchzustarten- egal- was man meint verwirklichen zu wollen. Und da nach meiner Erfahrung alles seine Zeit hat, ist es durchaus möglich das Jetzt erst die Zeit ran ist und Jetzt erst möglich wird, was vor zehn Jahren unmöglich war obwohl man sich die Arme und Beine ausgerissen hatte. Nee, während ich hier beim Schreiben meine Gedanken ordne, denke ich die Sache ist profaner. Es sind die einfachen Dinge in meiner Jugend, die ich nicht getan habe. Nicht getan, einfach weil noch zu unerfahren und in der Persönlichkeit zu unreif. Ich heul nicht meiner vergangenen Jugend hinterher. Ich bin jetzt im Nachhinein sauer, damals nicht die Erfahrungen gehabt zu haben, die man heute als Erwachsener hat. Und das dies ein alltäglich Problem ist, sieht man schon daran wie viele Filme über das Thema gedreht wurden- die Reise zurück in die Jugend. Man ist das ärgerlich. Wie viele Mädchen hätte ich .... Vorbei. Wir leben im hier und jetzt. Ich werde mich immer wieder darüber ärgern aber wenn ich weiß wo der Hund begraben ist ...

... kann man es abstellen ...
Patch Adams ...

Kennt einer den Film mit Robin Williams? Guter Mann- leider tot. Er spielt in dem Film einen Non- Konformisten der Medizin studiert und die Patienten in den Mittelpunkt seiner Fürsorge stellt. Auch vertritt er die These, dass der Tod zum Leben gehört und die Menschen nahe dem Tod nicht ausgegrenzt werden sollen. Ich glaube die Fernsehserie „Club der roten Bänder“ geht in ähnliche Richtung, wobei ich die nie gesehen habe. Aber Fakt ist- der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabuthema. Wahrscheinlich wegen der atheistischen Werteeinstellung, was soll man jemanden sagen der am sterben ist, „Mensch, Alter das wird schon wieder.“? Ist schwer jemandem ungezwungen zu begegnen, der bald das zeitlich segnen wird. Es fällt dem meisten ja schon schwer jemand anderes im Krankenhaus zu besuchen. Nee, dann meldet man sich lieber nicht und erst wenn der andere aus dem Gröbsten raus ist, dann- ja dann will man wieder gut Freund sein. Echt- da ist drauf ... . Wenn ich jemanden im Krankenhaus besucht habe, also bevor ich da selbst gelandet bin, kam es des Öfteren vor, dass ich erst mal umkippte und noch schlechter aussah als derjenigen, den ich besuchen wollte. Durchaus verständlich, dass man ein mieses Gefühl hat, der Krankenhausgeruch, die ganzen Versehrten. Das kann schon ängstigen. Aber man steht nicht im Mittelpunkt sondern der andere, der Angst hat, vielleicht leidet und von der Welt abgeschnitten ist. Da reicht schon einfacher Smalltalk aus, jemanden aus der Tristesse zu holen. Denn das Schlimmste neben den Schmerzen und der Angst ist die Langeweile und Ödnis, wenn du zu nichts anderem in der Lage bist als zu liegen. Wenn du da liegst und kein Silberstreif am Horizont siehst, beginnst du dich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Oder auch nicht. Jedenfalls muss ich mal zum Thema kommen, um das ich mich schön herum schreibe. Als ich im Krankenhaus wegen der Todesangst psychische Unterstützung suchte, versuchte der Psychiater nur herauszukriegen, ob ich selbstmordgefährdet sei. Hey, ich hatte angst abzunippeln und der wollte nur wissen, ob ich suizidal gefährdet sei. Was für ein Arschloch. Als ich wieder draußen war, habe ich mich mal mit einem Bekannten unterhalten, der irgendwas am Herzen hat. Der verstand, dass man sich nichts mehr zutraut und einem immer die Frage quält: Was ist wenn? Die Antwort war erschreckend und einfach- du musst es akzeptieren. Wenn du es nicht akzeptierst, frisst die Angst dich von innen auf. Zu dieser Zeit hatte ich ein riesiges unversorgtes Aneurysma im Kopf und einen Blutdruck jenseits von gut und böse. Und irgendwann habe ich akzeptiert, dass das Teil platzen könnte und das Ende aller (meiner) Dinge gekommen war. Nur das durfte ich dann nicht in der Familie kundtun. War echt ein Aufreger. Wollten die nicht hören. Dann kamen die Angiographien. Ist ne coole Sache. War das erste Mal seit vierzig Jahren, dass ich Narkosen bekam. Naja- wann bekommt man schon mal ne Narkose. So stell ich mir das Sterben vor, dir wird nicht schwarz vor Augen sondern du bist von einem Moment zum anderen weg. Ob ich die Akzeptanz jetzt zu einem Teil meines Lebens gemacht habe kann ich nicht sagen. Es geht mir gut und ich setze mich nicht mit dem Tod auseinander, es sei den ich habe Albträume was zum Glück nur sehr selten vorkommt. Ich kann nur sagen, dass der Tod ein Teil des Lebens ist und man leichter lebt, wenn man ihn akzeptiert. Ich glaube auch, dass ich jetzt die Altvorderen verstehen kann, deren Lebensende abzusehen ist. Früher habe ich mich immer gefragt wie ich selbst damit wohl umgehen werde. Man muss es wohl lernen zu akzeptieren. Wissen tue ich es nicht und jeder Mensch ist sowie anders. Mein Schwiegervater mit seinen dreiundachtzig Lenzen sagt zwar immer, dass lohnt nicht mehr und das macht er nicht mehr, weil seine Zeit absehbar ist. Aber ihn zu fragen, wie er die Sache sieht traue ich mir auch nicht so richtig. Aber muss ich auch nicht unbedingt, ich muss nur ...

... dasein ...
 Diskussion durchsuchen


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben