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Bundeswertpapiere (Seite 126)



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Kapitalerhalt ...

Am Wochenende war ich mit meiner Freundin in Potsdam in der Spielbank. Dafür steigen wir eine Nacht im Mercure Hotel nebenan ab. Einmal über den Platz und man ist da. Ich liebe den leicht morbiden Charme dieses Hotel. Obwohl die Landeshauptstadt pulsiert und das Hotel mitten in der City liegt, wird es von Gästen scheinbar nicht angenommen. Du kannst in der Hotelbar sitzen und siehst keinen Gast, beim Abendessen sitzt du zwischen gedeckten Tischen allein. Ja- ich mag die Atmosphäre des Vergessenen. Und die Spielbank? Nur vereinzelt Gäste und deren Kleiderordnung ließ zu wünschen übrig. Fehlt nicht viel, dann ist es einfach nur noch eine Spielbude. Ich glaube die Zeiten der Casinos sind in Deutschland vorbei. Das nächste Casino, welches wir ausprobieren, wird irgendeins in einem Kurort sein. Vielleicht ist die Atmosphäre dort gehobener. Zum Spielen in Badelatschen und Bermudashorts kann ich auch nach Atlantic City oder Las Vegas fahren. Abgesehen davon, dass die meisten Spieler dort spielsüchtig sind, frage ich mich, mit welcher Intension wird gespielt. Ich verstehe jemanden, der ein vermeintliches System hat und deshalb systematisch spielt. Denen geht es auch nicht darum an dem Abend den Gewinn zu machen. Einfach, weil sie wissen es funktioniert nicht. Diesen Spielern ist es wichtig in einer Pechsträhne wenn nicht mit Plus Minus Null, so zumindest mit einem großen Teil ihres Einsatzes die Spielhölle zu verlassen. Die Spielsüchtigen, die teilweise gehetzt zwischen den Tischen hin und her springen, schmeißen ihre Jetons unkoordiniert um sich. Ja, ich weiß die sind krank. Denen geht es nicht mehr um das Gewinnen, sondern lediglich darum ihren Spieltrieb zu befriedigen. Sie erklären dir, was sie mit ihren Gewinnen alles machen- wenn erstmal die Zahlen kommen. Ich weiß ganz genau, was passiert- wenn die Zahlen kommen: Im nächsten Spiel wird alles verzockt. Weil- im nächsten Spiel wird der Gewinn noch mal verdoppelt oder verdreifacht. Das dachten sich die Anleger, die den VIX geshortet haben auch. Und nun ist alles weg. Obwohl von verschiedenen Seiten vorher massive gewarnt wurde. Deshalb ist es so wichtig (finde ich) an der Börse bestimmte Entwicklungen im Auge zu behalten- auch wenn sie sich nicht zeitnah realisieren. Gestern wurden Anleihen im Wert von 179 Millionen USD platziert. Die Teilnahme war schwach und der Markt forderte höhere Zinsen. Japan und China haben die Volumen ihrer Käufe gesenkt. Investoren waren institutionelle Anleger aus den USA selbst- und die wollten Zinsen sehen. Insgesamt werden im ersten Quartal Anleihen im Wert von 441 Milliarden in den USA herausgegeben(Jochen Stanzle cmc espresso). Es müssen sich also immer wieder neue Käufer finden, welche durchaus die Zinsen weiter steigen lassen können, ohne das die FED selbst ihre Zinsen erhöhen muss. Es ist also zu befürchten, dass der Dollar wieder erheblich stärker wird. Schwacher Dollar aber höhere Zinsen ist widersprüchlich. Dieses Ungleichgewicht wird sich alsbald auflösen. Vielleicht nicht heute aber demnächst und niemand weiß in welche Richtung. Börsen können steigen oder auch fallen, Rot oder Schwarz. In diesem Börsenumfeld ist der Kapitalerhalt wichtiger als ein paar sichere Protzende mitzunehmen. Denn- wenn die Anleihenzinsen weiter steigen sollten- was passiert dann mit den Anleihen selbst? Was passiert mit den Credit Spreads? Was mit den Börsen? Mit den Währungen? Mit ihren jeweiligen Korrelationen? Ist jetzt die Zeit, mit kleinen Erträgen große Gewinne zu machen? Durchaus. Große Vermögen aufzubauen erfordert allerdings Besonnenheit. Und – Geduld. Um meinen Spieltrieb zu befriedigen, habe ich ein streng reglementiertes Zockerdepot. Verluste werden durch mein Taschengeld ausgeglichen und wenn das Depot futsch ist, gibt es ein paar Monate kein Eis. Denn ...

... was weg ist, ist weg ...
Interpretation ....

Wir alle wissen, was eine Interpretation ist. Die pauschalste Antwort darauf ist die Deutung von etwas Gegebenem. Alles was Vorhanden ist kann interpretiert werden. Nee? Gegenfrage: Warum bist du auf dieser Welt? Dann leg mal los. Also manchmal klappt das echt nicht mit dem Einstieg in einen Beitrag. Die ersten paar Sätze sind immer die schwierigsten finde ich. Gestern wurde das Notenbankprotokoll der FED aus dem Januar veröffentlich, woraufhin die Börsen stiegen, um dann zu fallen. Diese volatilen Bewegungen kennt man als Folge wichtiger Ereignissen. Ich frage mich dann immer- wie machen die das nur? Erst handeln, dann denken und dann eine hundertachtzig Grad Wendung? Das muss dem Geldbeutel doch wehtun. Aber wahrscheinlich ist es nicht das eigene Geld, sondern das Geld der Anleger. Fehlinterpretationen am Markt kosten Geld. Was ist eine Fehlinterpretation am Markt? Da stellen wir uns mal ganz dumm und stellen fest: Eine Fehlinterpretation liegt kurzfristig vor, wenn sie nicht mit der Masse der Marktteilnehmer korrespondiert. Die Masse interpretiert ein Furz, ein Rülpser oder eine Bewegung eines markterheblichen Faktotums und diese Masse bestimmt dann, meist auch nur kurzfristig, die Richtung des Marktes. Diejenigen, die „um die Ecke“ denken, also die Lage tiefgründig analysieren und die richtigen Aspekte herausarbeiten, müssen nicht unbedingt zu den Gewinnern gehören. Vor einem Jahr zum Beispiel machte man sich über einen Trader lustig und gab ihm den Spitznamen „50 Cent“ nachher nur noch „30 Cent“ weil dieser immer wieder Vix - Optionen Long kaufte, während alle anderen Short im Vix waren. Mr. 50 Cent hat die ganze Aktion wohl mit 40 Millionen Dollar Gewinn abgeschlossen. Aber zum Schluss musste er seine Einsätze reduzieren. Es gibt noch einige Beispiele in denen die Beteiligten ihrer Zeit voraus waren und es „gerade so geschafft haben“ in den Gewinn zu kommen- bevor das Geld alle war. Persönlich gespannt bin ich auf den Erfolg des Investors, der im Oktober letzten Jahres eine Wette in Höhe von 2 Milliarden Dollar auf einen Goldpreis von über 3000 USD die Unze bis Dezember 2018 eingegangen ist. Abgesehen von der Höhe des Wetteinsatzes, muss sich der Spekulant dabei etwas gedacht haben, solch ein Risiko einzugehen. Vor allen Dingen auf einen Schlag. Da muss schon ein bisschen mehr interpretiert worden sein. Ich frage mich ehrlich- wie weit wurde da um die Ecke gedacht? Ich dachte auch der Yen würde im Zuge eines Erstarkens des Dollars schwächer werden- aber Pustekuchen. Im Gegensatz zu Gold und Silber hat er die Abwertung nicht mitgemacht. Das macht mich misstrauisch in Hinblick auf weiter steigende Börsen. Auch der Kryptomarkt signalisiert, dass die Risikobereitschaft zurückgeht. Wir werden sehen, ob die kurzfristige Angst des Marktes vor weiter steigenden Zinsen diesen weiter konsolidieren lässt. Interpretationen lassen es durchaus zu, dass der große Einbruch vor der Tür steht. Ah, wenn alle denken es fällt- dann kann es nur steigen. Diesen Kontraindikator finde ich sowieso doof. Aber- interpretieren wir doch mal: Die Anleger sitzen auf ihren Aktien und haben Angst, es könnte fallen. Die schönen Gewinne sind dann futsch, insbesondere bei den Anlegern, die beim letzten Einbruch gekauft haben. Und jetzt gibt es eine vermeintlich sichere Alternative- die Anleihen. Mit fast der gleichen Rendite. Deshalb meine Interpretation- sollte es diesmal fallen- dann fällt es richtig und zumindest bist auf die Börsenstände als Trump die Präsidentschaft übernommen hat. Ich kann als „Beleg“ dafür auch Linien in den Chart malen. Alles kein Problem. Alles ist möglich. Mit kleinen Einsätzen ein großes Vermögen machen. Alles nur eine Frage ....

... der Interpretation ....
Und los ...

Momentan beschäftige ich mich den Chancen, aus kleinen Beträgen große Beträge zu machen. Ich auch? Klar. Wenn man bei You Tube den Suchbegriff „Wie werde ich Reich?“ eingibt, wird eine ganze Reihe von Beiträgen aufgelistet, in denen irgendjemand seine Ansichten darüber verbreitet wie man Reich wird. Allen Beiträgen gemeinsam ist eine hohe Zugriffsrate. Die gängigsten Aussagen sind: Sparen, Langfristig anlegen und Verzicht. Ab und zu wird noch die Meinung vertreten, man müsse Selbstständig sein. Selbstständig. Hört sich gut an. Bis in die Puppen schlafen, sich dann den Arbeitstag selbst einteilen und- da ist niemand, der einem was sagt. Die ganze Kohle selbst eingesteckt und mit einem guten Steuerberater noch schnell die Steuern gesenkt. Hört sich doch super an. Eins fix drei ist man Reich, nur weil man Selbständig ist. Viel Spaß dabei. Ich bevorzuge jetzt im gehobenen Alter als Ausgangslage einen Vollposten (Titel eines mäßig lustigen Films über einen italienische Beamten) im öffentlichen Dienst. Ach ja? Ist ja langweilig. Da gebe ich dir Recht. Die ganzen schönen Motivationsvideos vernachlässigen meiner Ansicht einen ganz wichtigen Punkt: Die eigene Befindlichkeit. Also vor knapp fünfundzwanzig Jahren wollte ich auch nicht in den öffentlichen Dienst. Ich wollte was ausprobieren, etwas riskieren. Es machte nicht aus, Geld zu verlieren und wieder von vorne anzufangen. Um Erfolg zu haben, gelten auch hier ein Drittel Können, ein Drittel Glück und ein Drittel Tagesform (zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein). Also erstmal feststellen, ob man es sich leisten kann, ohne Netz und doppelten Boden ins Ungewisse zu springen. Und mit Leisten meine ich keine finanziellen Mittel. Gibt es genug emotionalen Rückhalt oder ist man gänzlich auf sich selbst gestellt. Trifft letzteres zu, wird es deutlich schwerer. Jetzt nach fünfundzwanzig Jahren ist ein bisschen was hängen geblieben. Sparen, Langfristig anlegen, Glück und Erbschaft haben so manchen Groschen zusammengetragen. Verzicht? Auch so eine Sache. Wer seine Kohle monatlich auf den Kopf haut, kommt auf keinen grünen Zweig. Die Frage ist doch: Kann ich es mir leisten ohne Schulden zu machen? Will ich es mir leisten, um mich zu befriedigen? Befriedigt es mich auch morgen noch? Auch hier – jeder stellt andere Prioritäten. Verzicht bedeutet ein Begehren zeitlich nach hinten zu verlegen. Hmh. Was würde man wohl in der letzten Minute kurz vor dem Tod, wenn das Leben an einem vorbeizieht, wohl denken: Scheiße, hätte ich es mir mal gegönnt oder wäre der Verzicht keine Erinnerung wert? Fazit (für mich): Bloß damit ich als alter Sack ein paar Silberlinge mehr habe, verzichte ich nicht auf für mich wichtige Dinge. Wichtig ist für mich der Kapitalerhalt und ein- sicheres- weiter anwachsen des Kapitals. Mit einem „sicheren“ Arbeitsplatz ist es mir möglich, das Kapital zu erhalten- weil nicht unbedingt etwas Unwahrscheinliches auf einen zu kommt- wie zum Beispiel eine Steuernachforderung wegen des tollen Steuerberaters, den man als Selbstständiger hat. Nebenbei kann man seine erworbenen Fähigkeiten noch ganz entspannt- selbstständig- nutzen. Momentan laufen zwei Projekte, die vielleicht rentabel werden. Wenn nicht- auch nicht schlimm. Es gibt keinen Erfolgsdruck, keine Fristen. Einzig- die Selbstmotivation darf nicht versagen. Das Zockerdepot und das Kryptokonto können mit monatlich kleinen Beträgen aufgefüllt werden. Und dann heißt es warten. Am Kryptomarkt zocke ich mit minimalen Beträgen und über Nacht ungern. Warten darauf, was mit dem Tether passiert. Entweder der Markt bricht um achtzig Prozent und mehr ein (worauf ich eindeutig spekuliere) oder wenn das Geld da ist, dann steigt er vielleicht auch kurz um hundert Prozent. Erste Variante gefällt mir besser. Auf längere Sicht gibt es da mehr zu holen. Was ich auch immer drin habe sind Orders die auf einen Fat Finger abzielen. Und an der Börse- mit kleinen Beträgen im vollem Risiko. Das hat nichts mit umsichtigem Handeln zu tun. Die eingeplanten Verluste entsprechen den Stopp Los Verlusten bei normalen Positionen. Aber auch hier heißt es warten. Warten, dass der Markt runterkommt, warten, dass die Zinsen steigen und die verschuldeten Unternehmen in Schieflage (z.B. Tesla) geraten. Apropos Schieflage, momentan beobachte ich die CDS der Banken engmaschig. Egal, was es auch ist- die Chancen aus kleinen Beträgen große zu machen sind real gegeben. Man muss ...

...nur den inneren Schweinehund besiegen ....
Außerhalb der Norm ...

Ich bin voll neidisch, wenn ich höre, dass so ein junger Bengel beim letzten Kurzsturz der Kryptowährungen mal eben vermeintlich 120.000 Nasse gemacht hat. Das heißt im Umkehrschluss- er hat vorher einen massiven Gewinn eingefahren. Ich war nicht dabei und wie viele andere Mitspieler im Kryptorausch, will ich auch Kryptomillionär werden. Jetzt zehn Bitcoins oder hundert Ethereums kaufen und dann darauf warten (wieder warten), dass die in ein paar Jahren dann Millionen wert sein werden, kann auch nicht die Lösung sein. Das ist ein beschissenes CRV. Was diese Art des Vorgehens für mich noch viel uninteressanter und meine Bewunderung für die ganzen Kryptomillionäre ausmacht ist doch die Tatsache, dass letztere nur kleine Beträge bzw. Taschengeld aufgewendet haben. Das ist der Punkt- den ich auch haben will. Darum will ich auch im Lotto gewinnen. Nicht so ein paar mickerige Tausender oder so- nee, gleich den fetten Brocken. 90 Millionen im Eurojackpot zum Bleistift. Mir geht es nicht um Gier. Mir geht es um diesen einmaligen Schock, den Adrenalinrausch. Oder den Adrenalinschub, wenn ein Pennystock plötzlich anfängt zu steigen und zu steigen. Das hat auch nichts mit unterdrückter Spielsucht zu tun. Dieses Gefühl lässt sich auf alle Lebensbereiche ausdehnen. Ein unverhoffter Sieg im Sport, der plötzliche Erfolg eines Schriftstellers ( z.B. der Erfolg Harry Potters), ein Durchbruch bei irgendetwas anderem. Wichtig ist halt, dass es außerhalb der Norm geschieht und unerhofft eintritt. Klar ist es toll, wenn nach Planung und Mühsal sich der Erfolg realisiert. Dann kann man Stolz auf das Erreichte sein. Wenn etwas unverhofft eintritt, dann hat das wenig mit dem eigenem Zutun und mehr mit Glück zu tun. Dieser ungeschriebenen kosmischen Gesetzmäßigkeit. Während ich hier schreibe, versuche ich mir meist erstmal selbst über Zusammenhänge klar zu werden. Die Frage (meine Frage) hinter dem Beitrag ist: Warum willst du diese Art des Erfolges, der eigentlich kein Erfolg ist? Auch aufgrund der angestrebten Dimension des „Erfolges“ ist es doch eher Glück. Es ist vielleicht das Bedürfnis aus der alltäglichen Norm auszubrechen. Nicht so ein bisschen gegen die Norm rebellieren- sondern sich mal richtig neben die uns unterwerfende tägliche Norm zu stellen. Und ja- wenn ich solche Gedanken hege, fehlt mir vielleicht irgendwas im Leben. Was könnte das wohl sein? Bis zu einem bestimmten Punkt Langeweile? Natürlich auch dieses „sich immer beherrschen“ müssen. Ich will nicht Erwachsen sein, aber Kind will ich auch nicht sein. Deshalb bewundere ich ein bisschen Elon Musk. Ich hab so den Eindruck, dass der seinen Spieltrieb auslebt. Zwar auf Kosten seiner Anleger, aber dieses „kindliche“ Verhalten verleiht ihm das nötige Charisma. Insofern finde ich es halt wichtig, Dinge zu tun, die von der Norm abweichen. Nicht umsonst heißt es: Wer immer nur das tut, was er immer tut- bekommt auch nur das, was er immer bekommt. Wenn es soweit ist, shorte ich trotzdem Tesla. Momentan bastele ich an den Szenarien herum, die eintreten- könnten- wenn Tether kollabiert. Dann herrscht erstmal Panik. Tether als Bindeglied zwischen Kryptowährungen und Fiatwährungen fällt weg (ähnlich wenn Coinbase was passieren würde). Das Fiatgeld würde aus den Kryptowährungen fliehen, vielleicht erwischt es ein paar Exchanges. Ein kleiner, enger Markt ohne Marketmaker, also ein gestörtes Orderbuch ohne Handelsunterbrechungen- heißt ungebremst abwärts. Ein systemisches Risiko, welches offenkundig nicht räumlich begrenzt ist (z.B. auf eine Börse)- der einsetzende temporäre Vertrauensverlust wäre existenziell. Mit Stützungskäufen während des Abverkaufes ist wegen des dezentralen Charakters nicht zu rechnen. Bei Ethereum verursachte der letzte Fat Finger einen Kurssturz von 320 Dollar auf 10 Cent. Zwar nur ein paar Minuten oder Sekunden- aber das gibt einen möglichen Anhaltspunkt. Es wird dann vermutlich nicht so schnell wieder hochgehen, aber aufgrund des CRV lohnt sich dann das warten. Also überweise ich brav jeden Monat meine 50 Euro und warte. Insofern macht es mir auch nicht aus mal nur 30 Euro mitzunehmen- anders als bei herkömmlichen Derivaten fressen die Gebühren nicht den Gewinn. So. Du denkst jetzt- so ein Quatsch, passiert sowieso nicht. Punkt eins: Der Fat Finger bei Ethereum ist Realität. Punkt zwei: Seine größte Stärke ist gleichzeitig die größte Schwäche- dezentral. Punkt 3: Wir handeln Wahrscheinlichkeiten. Ich glaube an die Technologie und noch mehr interessiert mich gerade ...

... außerhalb der Norm zu stehen ...
Die nächste Woche ...

Freitagabend sind die amerikanischen Börsen wieder hochgezogen worden. Homer Simpson soll bloß nicht am Wochenende darüber nachdenken, ob er nicht mal seine Gewinne an den Börsen realisiert. Geld, was am Rand steht und nicht investiert ist, ist totes Kapital. Gewinne die realisiert werden, in Zahlen auf dem Kontoauszug erscheinen, werden real. Und könnten den einen oder anderen dazu inspirieren, das Geld auf Dauer der Börse zu entziehen. Und das geht gar nicht. Schauen wir mal, was am Ende dieser Woche vom freitäglichen Anstieg übrig geblieben ist. Ja, klar. Die Börsen können weiter steigen- nur steigen die Börsen allgemein oder nur einzelne Aktien, die aufgrund ihrer Gewichtung die Indizes hochziehen, während die Mehrheit der amerikanischen Aktien schon korrigiert? Unter diesen Gesichtspunkt ist es leichter einzelne schwache Aktien zu shorten als die Indizes. Powell von der FED spricht Mittwoch und Donnerstag vor Ausschüssen des Repräsentantenhauses und wird die Aussichten für die Wirtschaft vorstellen. Mal sehen, ob er zu den Inflationserwartungen der FED Stellung beziehen wird. Am Freitag kommen dann die Arbeitslosenzahlen (allgemein) und die Stundenlöhne. Insofern wird man auf diese Zahlen wegen der Inflationszahlen schauen. Wenn- in den USA wirklich fast Vollbeschäftigung herrscht und die Unternehmen in der brummenden Wirtschaft qualifizierte Arbeitskräfte brauchen- was liegt da näher als weiter steigende Löhne. Insofern rechne ich mit steigenden Stundenlöhnen und steigenden Zinsen. Mmh. Bis dahin können die Börsen weiter hochgeprügelt werden. Auf der anderen Seite: Powell findet nicht die richtigen Worte, es gibt Mittwoch oder Donnerstag den ersten Angst Dip und Freitag nach den Zahlen rauschen die Börsen nach unten ab. Anderseits, wenn Powell einen guten Job macht: Neue All Time Highs. Viel wichtiger für uns Deutsche und gleichzeitig Europäer wird das Wochenende. Die SPD-Mitglieder entscheiden über die ausgehandelten Pöstchen ihrer Generalität. Ob die in der SPD Zentrale zur Not eine Anpassung des Ergebnisses vornehmen? Schließlich liegt die SPD in den Umfragen wohl hinter der AfD. Irgendwie liegt es nahe, dass die AfD im Zuge der Abstimmung der SPD-Mitglieder stark geschrieben wurde, um den SPD-Mitgliedern Angst vorm bösen Wolf zu machen. Ich bin weiterhin für Neuwahlen. Sollte die AfD zur zweitstärksten Kraft aufsteigen, bin ich auf den Umgang mit der Partei gespannt. Sollte es zu Neuwahlen kommen, bin ich von weiteren Zugewinnen der AfD überzeugt. Die Altparteien haben in den letzten fünf Monaten genug gezeigt. Auswirkungen auf den Dax bei einem negativen Ergebnis? Montag, den 05 .März, ein Dax-Stand von 11.500 Punkten. Wenn die europakritischen Parteien in Italien relevant hinzugewinnen, Italien also nach rechts rückt, dann 11.000 Punkte. Dann werden wir sehen, ob die italienischen Banken abgestraft werden und die Wette von Bridgewater aufgeht. Nur so am Rande, wenn der Anstieg so weitergeht sind die CDS auf die Deutsche Bank morgen vor dem Komma dreistellig. Sollten die italienischen Bürger nicht Euro-konform wählen könnte die nächste Finanzkrise zum greifen nahe sein. Die kommende Woche wird also spannend- und wenn sich das Leben am nächsten Montag normal weiterdreht, bin ich mehr als entspannt. Und wie immer heißt es ...

... abwarten ...
Big Short ...

So wird das nichts mit dem Big Short. Gestern vor der Eröffnung der Wallstreet- bin ich eingeschlafen. Als ich so gegen 17:00 Uhr aufwachte, dümpelten die amerikanischen Börsen noch immer um die Freitagsschlusskurse herum. Nachdem ich mir den Facebook- Eintrag von Markus Koch angeschaut habe- bin ich Long im Dow gegangen. Und bums- wieder zweihundert Punkte im Dow Jones nach oben. Mal sehen, ob der Gewinn die Verluste der Short-Zockerei egalisiert. Von den Gewinnen aus diesem Monat ist nicht mehr so viel übrig geblieben. So ´ne ... . Aber okay. Was spricht für weitere Gewinne an der Wallstreet im März? Die Börsen wurden nach oben gezogen. Damit sinkt die Gefahr, dass Homer Simpson sein Geld aus den Fonds abzieht. Gleichzeitig kommt bei den (amerikanischen) Anlegern scheinbar die euphorische Phase zurück. Die Verkäufe in die Stärke der Indizes hinein werden wahrscheinlich von den Aktienrückkäufen der Unternehmen kompensiert. Das Vertrauen in die Unicorns ist weiterhin bei den Anlegern (Daueroptimisten) groß. Bei der entsprechenden Gewichtung in den Indizes macht es nichts, wenn alle anderen Aktien abkacken. Höhere Zinsen werden sich auf die Aktienmärkte nicht negativ auswirken, solange das Ertragswachstum und der Cash Flow über den Zinsen liegt und gleichzeitig eine moderate Inflation und leichte Lohnsteigerungen zu einem Umsatzwachstum der Unternehmen führen(Markus Koch). Wenn heute Powell von FED die richtigen Worte findet, dürfte dann alles paletti sein und das neu hinzu fließende Geld der Anleger in die Fonds zu neuen All Time Highs führen. Was spricht gegen weiter steigende amerikanische Börsen? Eigentlich fast genau die gegenteiligen Annahmen im Pendant zum möglichen Anstieg. Powell tritt verbal auf eine Mine und der Markt interpretiert das Falsch- BUM. Gravierender ist vielleicht die Möglichkeit, dass es bei dem Massaker bei den Vix - Termingeschäften mehr Tote gegeben hat als bisher bekannt geworden ist, so dass es neben fehlenden Geldzuflüssen zu massiven Mittelabschlüssen bei den Fond kommt, die nur durch Verkäufe realisiert werden können. Genaues weiß man nicht. Ebenso können zu schnell steigende Inflationszahlen die Anleger zu sehr erschrecken. Mittlerweise sind die Kurse gestellt worden und ich habe einen Teilgewinn aus dem gestrigen Anstieg mitgenommen. Der Rest ist auf Einstand abgesichert, sollte Powell einen guten Job machen. So wie ich das verstanden habe wird seine Rede um 14:30 MEZ vorab veröffentlicht. Wenn ich eine Wette abgeben müsste- und das mache ich ja, würde ich sagen, Powell wird einen guten Job für die Märkte machen. Schließlich wurde er von Trump berufen und er wird wohl einen Teufel dafür tun, dass Trump keine Erfolge mehr twittern kann. Langfristig wird man den amerikanischen Aktienmarkt in die Tonne kloppen können. Die durch die Steuerreform freiwerdenden Mittel werden durch die Unternehmen, wie erwartet wurde, nicht in Investitionen oder Schuldenabbau- sondern in Aktienrückkäufe gesteckt. Die Unternehmen fressen sich quasi selbst. Auf längere Sicht und unter dem Aspekt einer irgendwann einsetzenden Rezession wird dies böse enden. Das heißt- es stellt sich die Frage: Warum nach einem (möglichen) Bärenmarkt in amerikanische Aktien investieren, wenn die keine Substanz mehr haben? Ich glaube, da investiere ich lieber nachher in Asien und Russland. Und wieder heiß es :

... Ihre Einsätze bitte ...
Neuer Monat ...

Na da bin ich gespannt, ob die Big Boy`s in den USA heute weiter verkaufen müssen. FED-Paule hat am Dienstag nicht geliefert. Den Börsen wird also nicht mehr der Arsch gepammert, wenn der Markt in Schieflage gerät. Heute wird Powell sich noch mal öffentlich äußern- wieso sollte er etwas anderes erzählen als am Dienstag. Die Zahlen vom Arbeitsmarkt und insbesondere die Daten über die vermutlich gestiegenen Stundenlöhne werden dann ihr übriges tun. Und das am Freitag? Da geht es doch immer hoch, damit Homer Simpson nicht aus dem Markt aussteigt. Mmh. Warum haben die Märkte gestern (angefangen?) korrigiert? Vielleicht hat der schon begonnen auszusteigen. Entweder wurde Geld abgezogen, wer ist nicht froh noch einmal die Chance zum Ausstieg zu bekommen, oder die Einzahlungen wurden erst einmal gestoppt, was bei den geringen Cashreserven der Fonds auf das gleiche Ergebnis hinausläuft. Wie meinte Ronald Gehrt? Sekt oder Selters. Da sieht man- die großen Jungs kochen alle nur mit Wasser. Entscheid wird sein, ob genug Anlegergeld eingesammelt wurde, um es jetzt am ersten des Monats neu zu investieren. Und – dann geht es runter. Es gibt laut Buffett nicht genügend gute Anlagemöglichkeiten. Das kann man ändern. Ich persönlich bin gespannt, ob die „zweite Abwärtswelle“ jetzt beginnt, die eine erheblich größere und dauerhafte Ausdehnung haben wird. Genaues weiß man natürlich nicht. Für mich wichtig ist es, sich an die Volatilität wieder zu gewöhnen. Ich kann mich noch an 2015 erinnern, in denen Sprünge von 150 Punkten am Tag im Dax an der Tagesordnung waren. Und das scheint zumindest an den amerikanischen Börsen jetzt wieder Alltag zu werden. Weniger Hebel also. Obwohl es mich gestern schon geärgert hat, so „vernünftig“ zu bleiben. Warten wir mal ab, was um 9:00 Uhr draus geworden ist. Ich gehe davon aus, dass FED-Paule nachhaltig die Weichen gestellt hat. Höhere Zinsen und starker Dollar werden die Folge sein. Eigentlich genau das Gegenteil der Wünsche Trumps. Mögliche Folgen: Risikobereitschaft der Anleger geht erstmal zurück, Aktien korrigieren, EM`s korrigieren auch mit dem starken Dollar- wieso sollten sich die EM`s jetzt auf einmal entkoppeln? Hochverschuldete Firmen (wie Tesla) dürfen dann ein Problem mit RE-Finanzierung bekommen. Nicht sofort, aber demnächst. Und die Kryptowährungen dürfen nachhaltig korrigieren, wenn es einen dauerhaften Einbruch an den Börsen gibt. Nix von wegen dezentral. Das war vielleicht am Anfang mal so. (Fiat)Geld regiert die Welt.

Na denn ...
Besser ein Ende mit Schrecken ....

Ich habe eben meine Wetten auf den Italexit platziert- sprich ich werde auf einen fallenden Dax wetten. Eigentlich wollte ich noch auf den fallenden italienischen Markt wetten, aber soviel Zocker- Kohle ab ich nicht. Aufteilen wollte ich auch nicht, da traue ich dem Angst - Dax im Zweifel einfach mehr zu. Bei finanzmarktwelt.de gibt es einen Artikel von Weik und Friedrich über die Gefahren, die sich aus der Italienwahl ergeben und- vor allen wie die Stimmung in der Bevölkerung ist. Bisher steht der Spielstand 2:1 zulasten der Befreiung Europas. Frankreich und die Niederlande haben sich dagegen, Österreich dafür entschieden. Meine Prognose ist- Italien wird sich gegen die vereinigten Staaten von Europa wenden. Nicht unbedingt wegen der Migranten, sondern wegen der wirtschaftlichen Schwäche. Sehr wahrscheinlich werden die an die Macht kommenden Europagegner nicht gleich den Austritt erklären, vielmehr wird man versuchen die EU damit zu erpressen. Insofern wird es von besonderer Bedeutung sein, dass unsere Ewige Kanzlerin, wenn überhaupt, nur eine Minderheitsregierung stellen kann. Sonst würde sie den Forderungen nachgeben, um die „Einheit“ Europas zu wahren. Natürlich muss abgewartet werden, was für Forderungen gestellt werden. Aber eines dürfte klar sein. Es geht um Geld. Viel Geld. Geld was die EU, was Deutschland nicht hat. Viel schlimmer dürfte wiegen, dass dieses Geld- wenn es dann fließen würde, nicht dafür genutzt wird, Land und Wirtschaft umzubauen. Nö, es ist damit zu rechnen, dass sich dieses Geld als warmer Regen über die Italiener ergießen würde und dann neues Geld gefordert werden wird. Für die Italiener ehrend wäre es, wenn nach einem Sieg der Eurogegner ohne viel Tamp, Tamp ein Votum über den Austritt aus der EU anberaumt würde. Aber daran glaube ich halt nicht so ganz. Und sind wir einfach ehrlich- das Geld über die Target II Salden ist so oder so weg. Die ansteigenden Salden zeigen es doch: alle pleite. Voll ausgeschöpfte Überziehungskredite und nichts anderes ist Target II, zeigt die Zahlungsunfähigkeit an, bevor sie amtlich festgestellt wird. Die Forderungen gegen Italien, Spanien etc. sind nicht einzubringen. Aufgrund dieses Systems konnten Arbeitsplätze über lange Zeit erhalten und die Illusion des Wohlstandes aufrechterhalten werden. Jede Party ist aber mal zu ende. Das Kind ist schon längst in den Brunnen gefallen. Es hängt also momentan viel von den SPD-Mitgliedern ab. Auch wenn ich mir wünschen würde, dass nach einer weiteren Legislaturperiode endlich Schluss mit den ehemals dominierenden Alt-Parteien ist- uns läuft die Zeit weg. Jetzt müssen wir unser Land für die kommende Rezession/Depression wappnen. Ob dies zeitlich jetzt noch möglich ist, mag dahin gestellt bleiben- aber wenigstens versuchen. Was ich aber weiß- mit der sogenannten „Großen Koalition“ und vor allem mit diesen mental alten Männern und Frauen an der Macht wird Deutschland es nicht einmal probieren. Bisher sieht es nach einem ...

Schrecken ohne Ende aus ...
Fehlende Bildung ....


So kann man sich irren. Ich dachte FED-Paule bläst ins gleiche Horn wie Trump. Waren ja ein paar ganz gute Schlussfolgerungen bei seiner Anhörung dabei. Gut, es ist nicht all zu glaubhaft, dass die Aktienrückkaufprogramme einen wirtschaftlichen Stimulus geben werden. Er ist der Meinung, dass die Steuersenkung die Produktivität und Investitionen fördern werden. Klar, wenn Ressourcen frei werden und diese- dann in Investitionen fließen- könnte dies zu höherer Produktivität führen. Die Frage ist nur- war fehlendes Geld bisher das Problem der Unternehmen oder vielmehr die Tatsache, dass Geld weniger investiert und mehr an die Aktionäre ausgeschüttet oder die eigenen Aktien zu überhöhten Preisen zurückgekauft wurden. Damit der Aufschwung von Dauer ist müssen die Konjunktur und Wirtschaftsdaten besser werden. Das meint auch Markus Koch. (Ist ja wohl klar, warum ich den so oft erwähne. Wer ist näher an der Börse als er.)
Dem steht stehen jedoch zwei Aspekte langfristig entgegen: die hohe Verschuldung der privaten Haushalte und das geringe Bildungsniveau des (Durchschnitt) Amerikaners. Powell meint, dass die Erwerbsquote höher sein könnte und dies mit sinkenden Bildungsabschlüssen, also dem sinkenden Bildungsniveau korreliert. Dieses die Existenz der westlichen Hemisphäre bedrohende Problem gleichen wir hier in Europa mit der Zuwanderung von Fachkräften aus Hochindustrieländern aus. Trotz beiseite. Die amerikanischen Firmen kaufen sich die (wirklichen) Fachkräfte ein. Allerdings bleibt trotzdem die breite Masse blöd. Das sinkende Bildungsniveau wird uns noch auf die Füße fallen. In China haben die Schüler hingegen sieben Tage Schule, in Japan geht die Schule bis sechs und Nachhilfekurse werden auch noch besucht. Das mag nicht gesund sein und die Selbstmordrate unter Schülern in Japan ist recht hoch- aber was wir hier dank der rot/grün Bildungspolitik haben stinkt doch zum Himmel- wenn man mal überlegt, dass denen frühkindliche Sexualerziehung wichtiger erscheint als den Kleinkindern grundlegende Werte beizubringen. Ob durch die Zuwanderung das Bildungsniveau weiter sinkt kann ich nicht abschließend beurteilen. Aber die Stimmen, die ich dazu gehört habe, deuten darauf hin. (Also von Eltern, die ihre Kinder in die Schule schicken und nicht von rot/grünen Funktionären/Gutmenschen, die keine Kinder haben, aber dies alles bestreiten). FED-Paule sieht also wirtschaftliche und gesellschaftlich Zusammenhänge. Trump hingegen nicht, wie die Verhängung von Importzöllen auf Stahl und Aluminium zeigt. Schön, spannt es doch ein Sicherheitsnetz unter meine Short`s. Sieht tatsächlich so aus, als ob die sicheren Häfen für die Anleger interessant werden. Gold, trotz meiner Erwartung nicht unter die 1300 USD gefallen, dafür hoch auf 1320 USD. Dementsprechend der Yen auch stark. Kann der Tag beginnen. Mal sehen, wann ich diesen Beitrag veröffentlichen kann- denn Strom und Internet sind vor einiger Zeit ausgefallen. Meine Positionen sind abgesichert, so dass sich ein möglicher Verlust deutlich in Grenzen hält, wenn der Markt meint die entgegengesetzte Richtung einzuschlagen. Heute ist schließlich Freitag und mit den Arbeitslosenzahlen habe ich mich wohl um eine Woche vertan.


Fehlende Perspektiven ...
Selbstradikalisierung ...

Als es zu den ersten Gewalttätigkeiten durch Zugereiste kam (nicht die normale Kriminalität, vielmehr das Begehren viele Ungläubige zu töten, bei denen man ja eigentlich Zuflucht vor Tod und Terror suchte) tat die Merkel-Regierung (ich schreibe bewusst nicht Merkel-Regime, den schließlich sind Frau Bundeskanzlerin Merkel und die Altparteien demokratisch legitimiert) verwundert, nannte die Gotteskrieger Einsame Wölfe und fragte sich, wie es zu einer solchen Selbstradikalisierung kommen konnte. Dieses Konzept der Selbstradikalisierung fand ich interessant. Wenn ich versuche etwas zu begreifen, dann muss als erstes eine Definition her. Auf der Suche nach der Definition der Selbstradikalisierung musste ich vordergründig den Gedankenmüll von sogenannten Links (so bezeichnen sich diese selbst) intellektuellen lesen. Das war (für mich) Gedankenmüll, nicht wegen einer anderen politischen Meinung, sondern weil im Kern der Argumentation der Kampf gegen Rechts und Rechte (bei diesem ewigen Kampf gegen Rechts stört mich eine Sache- wer oder was ist eigentlich rechts) stand, ein Grundübel, welches an allem schuld ist. Der Kampf gegen Rechts und Rassismus kann schon komische Auswüchse annehmen, wie im Fall der linken Politikerin Selin Gören. Irgendwann habe ich dann begriffen- die Wortschöpfung Selbstradikalisierung ist eine bewusste und wohldurchdachte Stilblüte, um vom Begriff der Radikalisierung abzulenken. Wer sich, aus welchen Gründen radikalisiert unterliegt der Selbstradikalisierung. Also wirkt der Begriff Selbstradikalisierung verschleiernd. Er suggeriert (natürlich nur für mich), dass der Selbstradikalisierte plötzlich, wie von einem Virus angesprungen, einem Wahn unterliegt. Den dazu führenden Prozess der Radikalisierung und die damit einhergehenden Verantwortlichkeiten von Gesellschaft und Politikern (den diese repräsentieren die Gesellschaft (so ist das Konzept der Volks- Vertretung eigentlich gedacht)) kann man so wunderbar sprichwörtlich unter den Teppich kehren. Zu den Risikofaktoren auf der ersten Stufe gehören das Gefühl der Ausgrenzung, die Unzufriedenheit mit der eigenen Situation und der Erkenntnis, dass sich sozial, wirtschaftlich und politisch nichts ändern wird (Gefühl der eigenen Ohnmacht). Die Radikalisierung ist ein Prozess, der sich je nach der Intensität von äußeren Einflüssen beschleunigen kann. Und jetzt stellen wir uns bei einem Selbstradikalisierten mal unseren Nachbar Klaus Müller von neben an vor. Als Filmtipp über die Selbstradikalisierung möchte ich auf „die Glücksritter“ mit Eddy Murphy und Dan Aykroyd verweisen. Eine Komödie, die aber sehr eindrucksvoll die Selbstradikalisierung in kürzester Zeit demonstriert. Eine mögliche Gefahr, die ich auf Deutschland zukommen sehe ist die Radikalisierung breiter einheimischer Bevölkerungsschichten. Ursache hierfür ist im Wesentlich das unverantwortliche Auftreten und Verhalten der Volksvertreter der Altparteien, die an den Bedürfnisses des Volkes vorbei regieren. Meines Erachtens wird die mögliche Zustimmung zur Großen Koalition der SPD- Mitglieder morgen ein entscheidender Punkt, durch welchen die Radikalisierung der Bevölkerung voranschreitet. Nicht vordergründig. Vielleicht gibt es ein paar bissige Kommentare und dann wird weitergemacht wie bisher. Aber unter Oberfläche hat


... die Demokratie wieder Anteile verloren ...
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