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Bundeswertpapiere (Seite 133)



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Angeblich wurde jetzt bei Tether ein Audi durchgeführt, welches bestätigen soll, dass die notwendige Deckungssumme an Dollars für den Tether- Colin da ist. Allerdings gibt es massive Zweifel an der Firma , welche die Überprüfung getätigt hat und das präsentierte Ergebnis scheint die Profis in der Szene nicht wirklich zu überzeugen. Die anhaltende Intransparenz hat dementsprechend die Zweifel am tatsächlichen Bestand der Deckungssumme nicht ausgeräumt. Der logische Menschenverstand sagt einem schon, eine Firma die sich über so lange Zeit nicht in die Bücher schauen lassen will und immer wieder mit Winkelzüge Zeit gewinnt, kann nicht koscher sein. Wahrscheinlich spielt das eh keine Rolle. Die Kryptowährungen kennen nur einen Weg- nach unten. Hat sich groß was an dem Konzept Kryptowährungen geändert? Nö, außer das die Liquidität nach und nach aus dem Markt gezogen wird. Mann- was habe ich mir einen Kopf gemacht, wie ich billig an meine Coins rankomme, um irgendwann megareich zu werden. Und wie immer heißt die Antwort: Warten. Der Kryptomarkt ist abhängig vom Papiergeldmarkt- und der schrumpft. Nix mit Unabhängigkeit. Noch läuft die Konsolidierung auf das alte Ausbruchsniveau vor dem Hype 2017 und dann in vielleicht einem Jahr fängt die Bereinigung des Kryptomarktes an. Übrigbleiben werden nur eine handvoll Colins. Es wurde ja schon des Öfteren der Vergleich zu den Internetfirmen gezogen, von den denen nach dem Platzen der Internetblase nur wenige überlebten. Keine Ahnung wie viel Papiergeld noch in Kryptos gebunden ist. Die jetzt wichtige Frage ist: Wird der Markt allmählich austrocknen oder gibt es eine Abverkaufswelle und damit einen Banken-Run ( wohl eher Plattformrun). Wie schon mal geschrieben, Anfang des Jahres konnte ich mein Geld nicht von der Kryptobörse nicht abziehen. Das Gefühl absoluter Hilflosigkeit, eine Mischung zwischen Wut, Ohnmacht und Resignation. Mehrmals habe ich die Überweisung getätigt, über den Link bestätigt und dann festgestellt, dass die Überweisung vom System abgebrochen wurde. Mir ein Ticket vom Support gezogen- aber niemand antwortete. Immer nur das Banner: Wir sind überlastet. Irgendwann habe ich dann aufgegeben und die Hoffnung gehegt, dass die Firma tatsächlich „überlastet“ sei. Und nun stellen wir uns mal vor, es handelt sich nicht um eine Kryptobörse auf der man sein Spielgeld hat, sondern um die XY- Bank, auf der die Ersparnisse des ganzen Lebens lagern. Am 19.01. 1989 sagte Erich Honecker, „Die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen, wenn ...“, was dann passierte wissen wir alle aus der Retrospektive. 2008 mussten Merkel und Steinbrück vor die Kameras treten und dem deutschen Sparer erklären, seine Einlagen seien sicher. Jetzt fühlte sich der neue Finanzminister berufen uns mitzuteilen, der Euro sei unumkehrbar und den wird es noch in zehn Jahren geben. Wie war das noch gleich: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Na ja, da hatte Honni eigentlich recht, wenn man sich den ganzen Schlamassel so anschaut, aber gemeint hat ja wohl eher den Fortbestand der DDR. Aber bleiben wir mal beim lieben Olaf (nicht zu Verwechseln mit dem wirklichen lieben Schneemann)( wenn man frühere Bilder von Olaf mit heute vergleicht, ich meine natürlich den Scholz- irgendwie verwandelt der sich zu Gollum vom Aussehen her) Scholz. Was soll so ein Power-Spruch? Spätestens wenn die EZB ihre Anleihe Ankaufprogramme Ende des Jahres einstellt und wir eine weitere Liquiditätsverknappung bekommen, explodieren die Renditen der Staatsanleihen und die eine oder andere Bank, die eigentlich bereits pleite ist, macht zu. Und hier gehen wir (t` schuldigung , ich natürlich) von der zeitlichen Abfolge davon aus, dass es vorher keinen Trigger für den Bond-Crash gibt. Das Wochenende geht seinem Ende entgegen. Die Nachrichtenlage ist bisher ruhig. Ich bin weiter Short im Markt, zusätzlich neben dem Dow noch auf den Dax, BMW und Daimler. Die Einstiege waren nicht die besten, aber wir werden sehen, was am Montag außer dem Beginn des möglichen Window Dressings für höhere Kurse spricht. Insbesondere interessiert mich gerade ein Short auf den Nasdaq.
So ganz habe ich nicht verstanden, was bei dem eiligst einberufenen Asylgipfel herausgekommen sein soll. Nur das Ergebnis wurde eindeutig postuliert: Merkel gerettet. Der Dax hat dies kurzzeitig mit einem Anstieg quittiert. Merkel selbst hat wohl mit Blick auf Seehofer kommentiert, dass dessen Forderungen nun quasi erfüllt seien. Wie gesagt, ich selbst habe nicht so recht verstanden, was wirklich bei diesem Gipfel herausgekommen sein soll, außer das Flüchtlinge zwischen den Ländern hin und her geschoben werden sollen. Wer`s glaubt. Nebenbei habe ich bei guidance gelesen, Spanien und Deutschland haben ein bilaterales Abkommen geschlossen, wonach Deutschland die Kosten der Flüchtlinge tragen soll, die jetzt wieder nach Spanien müssen. Toller Erfolg für Deutschland, wenn dies so zutrifft. Dann stellt sich schon die Frage, ob dieser „Erfolg“ für Merkel nicht primär mit deutschen Steuergeldern erkauft wurde, wenn es so nebenbei noch andere „bilaterale Abkommen“ gegeben hat. Von der jüngst verabschiedeten Hilfe für Griechenland fang ich mal gar nicht erst an. Aber es wird insofern spannend, ob Seehofer zurückrudert und sich ab Montag alle wieder lieb haben werden. Sinn und Ziel des Seehofer Vorstoßes war es doch, Stärke der CSU zu gegenüber der Kanzlerin zu zeigen, um so die eigenen Wähler zu beschwichtigen und von der Abwanderung zur Alternative zurückzuhalten. Ich glaube nicht, dass das Ergebnis des Asylgipfels als Erfolg Seehofers hingestellt werden kann. Hat Seehofer sich schon zwischenzeitlich vor die Kameras gestellt und den Sieg der CDU ausgerufen? Da das „Ergebnis“ des Asylgipfels nicht so recht verständlich ist, glaube ich halt nicht, dass es bei den CSU Wählern so richtig angekommen ist. Als Stammtisch-Patriot gehe ich davon aus, dass die Zustimmung der Deutschen zu Seehofers Vorstoß auf der Annahme fußte, dieser führe zu einer drastischen Senkung der Flüchtlingszahlen im Land. Was passiert, wenn Erwartungen nicht erfüllt und sogar noch enttäuscht werden, weiß jeder von uns aus eigener Erfahrung. Insofern bleibt tatsächlich abzuwarten, welche Befehle Seehofer aus München erhält. Das Nächste, was für mich irgendwie untergegangen ist- Wollte Trump Freitag nicht irgendwas zu Zöllen auf europäische Autos twittern? Nach den UP Mitte der Woche bin ich aus dem größten Teil der Positionen raus. Übrig geblieben sind die Shorts auf BMW und Daimler, HSCEI. Gestern habe ich noch eine Short Position auf den Dax in der Annahme getätigt, es kommt irgendwas zu den Autobauern. Jedenfalls haben die Börsen abends leicht den Rückwärtsgang eingelegt. Bleibt abzuwarten, ob Anlegergeld gleich am Montag in den Markt gepumpt oder aufgrund von längerfristigen Investitionsüberlegungen doch erst einmal zurückgehalten werden. Sie haben den Dow mehrfach an der 24.000 Punkte Markte hochgezogen. Was passiert wohl, wenn die bricht? Jedenfalls scheint die Ankündigung einer weiteren Steuersenkung Humpi Trumpi`s die Wallstreet unbeeindruckt gelassen zu haben. Es mehren sich die Stimmen, die einen autoritären Führungsstil Trumps nach der Zwischenwahl befürchten, noch schlimmer, wenn er diese gewinnen sollte. Da der Wallstreet (und damit meine ich nicht Homer Simpson) langsam gewahr wird, dass Trump es erst meint, könnten die BIG Boy´s tatsächlich auf den Gedanken kommen, Trump über die Börse loswerden zu wollen. Dementsprechend könnte ( selbstverständlich Konjunktiv ) den Börsen von zwei Seiten Ungemach bevorstehen, von der Wallstreet einerseits und den Chinesen andererseits. In dem volatilen Umfeld bin ich wieder dazu übergegangen Gewinne gleich mitzunehmen, anstatt auch im Gewinn weite Stopps zu lassen. Die Frage bleibt jetzt, ob es durch die Berichtsaison noch mal an den Börsen hochgeht. Und ich spreche nicht von einer Sommerrallye. An die glaube ich bei diesem geopolitischen Umfeld nicht.
Gestern auf meiner Abschlussrunde durch das Internet waren schon einige Nachfolgeberichte über Merkel, Seehofer und Erfolge im Asylgipfel zu auf ntv.de zu lesen. 14 Rückführungsabkommen seien geschlossen worden, wobei man gleich lesen konnte das zwei Ministerpräsidenten osteuropäischer Staaten (Ungarn und Tschechien) den Abschluss von Abkommen mit Deutschland dementiert haben. Auf der anderen Seite sollen sich Merkel und Seehofer zu „jetzt haben wir uns alle wieder lieb Gesprächen“ getroffen haben. Versuchen wir doch mal die Ergebnisse und deren Durchführbarkeit einzustufen. Punkt eins: Das Ergebnis. Soweit ich verstanden habe, sollen Asylbewerber, die in anderen Ländern bei der Einreise registriert wurden, dorthin abgeschoben, hört sich so hart an- dorthin rück überführt bzw. wer von den Flüchtlingen länger hier in Europa bleiben will, rück übersiedelt werden. Dadurch würde sich die Zahl an Flüchtlingen in Deutschland rein hypothetisch ziemlich drastisch verringern, weil die wenigsten Flüchtlinge wohl über die Nord- bzw. Ostsee eingereist sind, sondern über sichere Drittstaaten. Die Umsetzung: Wie soll die funktionieren? Alle sind in Sozialschlaraffenland angekommen. Und wenn einige noch keine Wohnung beziehen konnten, bekommen doch alle zumindest ALG II und alle anderen sozialen Vergünstigungen, für welche die schon länger hier Lebenden täglich arbeiten gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Asylbewerber die in den Genuss der sozialen Hängematte gelangt sind, sich so einfach umsiedeln lassen. Zumal damit zu rechnen ist, dass sie in den ursprünglichen Aufnahmeländern wie Spanien, Griechenland und Italien so willkommen geheißen werden. Und vergessen wir die Roten und Grünen nicht. Da wird noch ein Aufschrei kommen. Gerade erst integriert, sollen die armen Flüchtlinge und ihre Kinder aus einer Gesellschaft herausgerissen werden, die sie so herzlich empfangen hat. Und die Sozialindustrie wird das auch nicht so toll finden, wenn Einnahmen weg brechen. Dieses Asylabkommen ist ein Papiertiger. Wenn man das durchsetzen will, sind in Deutschland tatsächlich Flüchtlingsaufstände zu befürchten. Der Wille zur Durchsetzung: Der Asylgipfel diente einzig und allein dafür Merkel innenpolitisch den Rücken gegen die CSU zu stärken. Die ursprünglichen Aufnahmeländer haben überhaupt kein Interesse daran, Flüchtlinge zurückzunehmen. Wir werden im Fernsehen eine große Show vorgeführt bekommen: „Erste hundert Flüchtlinge nach Spanien umgesiedelt.“ Das war es dann aber schon. Und dafür wird noch ordentlich kassiert. Andere Länder (s.o.) haben bereits dementiert. Und unsere Sicherheitsbehörden und Dienste werden auch kein Interesse an der Umsetzung haben, da Revolten zu befürchten sind und noch schlimmer wieder jede Menge Selbstradikalisierte. Was jetzt vordergründig geschehen muss, ist die Abriegelung der Außengrenzen. Wenn die Weltwirtschaftskrise ausbricht, wird eine Migrationsbewegung (früher Völkerwanderung) ohne Gleichen einsetzen. Nicht nur die „Dritte Welt“ wird sich nach Europa aufmachen, sondern auch die dann ehemaligen Emerging Markets, so z.B. Türkei. Und ja- es wird zu unschönen Bildern und Geschehnissen kommen, aber wir können nicht alle retten. Jede Medaille hat zwei Seiten. Seien wir froh, dass wir die von Merkel verursachte Flüchtlingskrise (nicht die Ursache sondern das Ergebnis) jetzt kontrolliert „gemeistert“ haben. Dadurch hat die Politik verstanden, ab jetzt kann man dem Volk keine weitere Fremden zumuten. Dadurch konnte sich politisch ein Korrektiv zum politischen Einheitsbrei etablieren. Hören wir uns das Geschwaller von Seehofer und Merkel heute oder morgen an und denken uns unseren Teil.
Bei der ganzen Asyldebatte, die jetzt hinter uns liegt, in der allerlei Empfindlichkeiten von Politikern diskutiert wurden, hat mir Eins wie immer gefehlt: Was ist mit unseren (des Volkes) Empfindlichkeiten? Die ganze Diskussion ging nicht darum, was ist das Beste für „das deutsche Volk“, sondern diente nur der Selbstdarstellung der Politclowns. Ich denke, man kann festhalten: Die CSU hat ihre Alleinherrschaft in Bayern verloren. So kann man auch seine Glaubwürdigkeit verlieren. Und natürlich haben die Grünen und Roten wieder unter Beweis gestellt, dass ihnen Fremde wichtiger sind als die eigene Bevölkerung. Insofern wird es echt spannend, wie diese Partei mit der nächsten riesigen Migrationswelle umgehen werden. Sollten die dann immer noch was zu sagen haben, wird Deutschland wohl aus allen Nähten platzen. Vielleicht muss es ja so kommen.
Vielmehr interessiert mich, ob die Chinesen morgen die Amibörsen platt machen. Am symbolträchtigen 4.Juli brechen die amerikanischen Börsen weg. Der Gedanken kam mir eben, als ich las, die Chinesen hätten vielleicht Schuld am Kursrutsch des Nasdaq durch ein Verkaufsverbot irgendwelcher Chips. Die Börsen geschlossen und niemand kann dem Abverkauf etwas entgegenhalten. Und Freitag soll es mit den Strafzöllen ernst werden. Wann- wenn nicht morgen. Wäre schon eine Klatsche für Trump. Ich bin eben noch mal in den Dow und den Nikkei Short eingestiegen- aber mit weit geringerem Hebel als die vorherigen Male. Die Vola hat alle Positionen bis auf die Autowerte und den HSCEI zerrissen. Da war ich wieder zu gierig- und zu blöd. Wenn bis Ende der Woche nichts nach unten passiert, wird es wahrscheinlich wieder Zeit für Long. 20.Juli ist Verfall, also müssten die Börsen nächste Woche anfangen zu steigen, wenn es bis dahin beim Seitwärtsgeschiebe bleiben sollte. Außerdem fängt die Berichtssaison an. Ein weiterer Grund für Chinesen die amerikanischen Börsen ins Visier zu nehmen.
Also echt, was war das denn? Eine Uraltmeldung hat den Dax heute nach oben katapultiert. Ich glaube, dass mit den Autobauern war heute die am meisten analysierte Nachricht überhaupt. Für jemanden wie mich, der nicht so recht an Chartmarken glaubt, einfach weil es sich um selbsterfüllende Prophezeiungen handelt, ist es momentan echt schwer ein Bein auf den Boden zu bekommen. Die Autobauer sind natürlich ausgestoppt worden. Zumindest im kleinen Gewinn, was man von dem Short auf Micron nicht sagen kann. Ein Up von 9 Prozent ist stattlich. Ich vergesse immer noch die Zocker. Aber okay. Warten wir, was morgen passiert. Ich habe heute noch ein Dow Long in den Markt gesetzt. Hoher Hebel, enger Stopp und überschaubare Positionsgröße. Nachher fällt der Handelskrieg mit China noch aus. Sollte Trump den Beginn des Handelkrieg aus taktischen Gründen verschieben, werden die Märkte in die Stratosphäre schießen. Was spricht dafür, was dagegen. Trump muss die Zwischenwahlen gewinnen, um seine Diktatur zu errichten. Dazu müssten sich die Wähler reich und unangreifbar- halt Great fühlen. Durch steigende Börsen kann er seine innenpolitischen Feinde auch in Schach halten. Zu einem großen Amerika passen keine abstürzten Börsen. Wild spekuliert könnte man sagen, Humpi Trumi ist plötzlich ganz sanft, die Börsen übertreffen sogar ihre alten Hochs. Wenn du beschleunigen willst nimmst du den Fuß vom Gaspedal bevor zu richtig Pfeffer gibst. Auf der anderen Seite, würde er sein Gesicht verlieren... . Stopp, dass mit dem Gesicht sind die Asiaten. Für westliche Politiker gilt doch eher, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Wenn er die Strafzölle verschiebt, wegen bla, bla, gehen die Börsen hoch, die Gewinnerwartungen der Unternehmen gehen in der Berichtsaison hoch und vola- wir haben eine Sommerrallye. Das sind alles nur Mutmaßung, bei denen auch ein Teil von Fakten fehlt- nur zu den europäischen Autobauern hat er sich auch nicht mehr geäußert. Stattdessen schickt er den Botschafter vor-Taktik der Verunsicherung. Je mehr ich darüber nachdenke, um so wichtiger erscheint mir, die Stopps auf die Short zu reduzieren. Morgen ist Freitag. Bis jetzt sind die Börsen nicht wesentlich zurückgekommen. Entweder wissen manche schon mehr als andere oder es wird davon ausgegangen, dass Trump einen Rückzieher macht. Alles Spekulation. Die Chinesen rühren sich ja auch nicht wirklich. Wahrscheinlich glauben selbst die noch nicht so richtig an den Eintritt des Handelskrieges.
Es ist Krieg ...

und keiner geht hin. Lassen wir mal die Frage außer Acht, ob der Spruch pazifistisch gemeint ist oder nicht. Jedenfalls ist seit heute (Handels) Krieg. Für mich gab es da eigentlich nur zwei wirkliche Szenarien. Erstens der Krieg wird aus taktischem Kalkül abgeblasen oder zweitens, die Märkte gehen in die Knie, gerade vor dem Wochenende. Was ist passiert? Gar nichts. Gut, die Märkte sind wie immer am Freitag gestiegen, um ein „Puffer“ vor irgendwelchen Linie zu haben. Wobei- wenn man sich dieses Gehabe einmal durchdenkt, ist es doch Blödsinn. Wenn sich die Marktteilnehmer zügig zum Ausgang bewegen, spielt es auch keine wirkliche Rolle, ob der Markt ein oder ein halbes Prozent hoch gekauft wurde. Meinen Long Call auf den Dow habe ich plus minus Null verkauft- bevor die Börsen hochgezogen wurden. Wozu absichern, wenn nun Krieg herrscht. Alles in allem tun die Börsen so, als ginge sie der Handelskrieg nichts an. Wenn die Börse in den letzten Jahren keine Kriege, keine Naturkatastrophen, keine Raketentests oder Terroranschläge interessiert haben- dann kann ich das sogar verstehen. Keines dieser Ereignisse hatte für sich genommen Einfluss auf die Wirtschaft. Aber nun? Es sind ureigenste wirtschaftliche Gegebenheiten betroffen. Und heißt es nicht- die Börse handelt die Zukunft? Ich höre schon einige Kommentatoren, die meinen, es komme jetzt ein Aufwärtstrend wegen der Berichtsaison und des anstehenden Verfalls. Unter normalen Umständen ein immer wieder kehrendes Muster- aber unter den jetzt vorherrschenden unsicheren Gegebenheiten? Okay, wenn man so wie ich als Kleinanleger mit seinem Taschengeld zockt- kann man nur sein Taschengeld verlieren. Aber ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn die Börsen ins Rutschen geraten und das Telefon wegen des Margin Calls bimmelt. Ist das tatsächlich nur Gier, die bei den Anlegern vorherrscht? Die Börsen steigen nicht mehr, der Aufwärtsimpuls ist raus. Wenn man schon nicht ganz aussteigt, sollte man da nicht zumindest sein Risiko begrenzen? Anfang des Monats scheint es ja keine große Mittelzuflüsse bei den Fonds gegeben zu haben oder es wird Cash gehalten. Aber vermutlich fängt jetzt die Zeit der Fake News an, um die Börsen oben zu halten. Ich weiß nicht mehr genau wann, aber das hatten wir schon mal. Warten wir mal ab, ob sich solche offiziellen Falschmeldungen häufen. Es ist vermutlich nicht unbedingt Gier bei den Anlegern. Nach zehn Jahren Bullenmarkt fällt das Umdenken schwer. Die Marktteilnehmer schmoren in ihrem eigenen Saft. Die Frage wird jetzt sein, wann nimmt die Intensität des Handelskrieges zu und wann gibt es die ersten realen Opferstatistiken? Können die Märkte dann tatsächlich weiter nicht Hören, nicht Sehen und nicht Sprechen spielen? Ich habe mir heute ein Gold Call gegönnt. Der Handelskrieg ist ausgebrochen und Krieg- egal welcher Art, ist immer inflationär. Des Weiteren verflacht sich die Zinskurve immer weiter und es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie inverse wird. Nun mag eine inverse Zinskurve für sich keine unbedingte Aussagekraft haben- aber zusammen mit den zunehmenden und auch berechtigten Inflationssorgen sieht das schon ganz anders aus. Aber stimmt ja- Gold ist kein sicherer Hafen mehr. Der neue sichere Hafen sind Tec- Werte. Ich hab mir das heute irgendwie dramatischer vorgestellt. Aber ist halt so ....

wenn Krieg ist und keiner hingeht ....
Weltschmerz ...

Oh, ich bin gerade neidisch auf die Tippgemeinschaften, welche den Euro-Jackpot geknackt haben. Nicht aus Missgunst oder Neid, sondern aus dem Wissen, mit diesen Millönchen könnte ich meinen momentanen Weltschmerz lindern. Keine Ahnung, was den ausgelöst hat (klar hab ich die, verrat ich nur nicht), aber fast zwei Tagen schleppt mein Gemüt den jetzt schon mit sich herum, was lang ist- find ich. Es geht nicht um Möglichkeiten, die man aus der Retrospektive gesehen verpasst hat, sondern um die Sehnsüchte, welche jetzt gerade oder letztens erst entstanden sind. Nehmen wir zum besseren Verständnis mal ein Beispiel: Mich interessiert seit einigen Jahren die japanische Kultur. Gerade, wenn man in einen Land lebt, dessen Politiker offene Grenzen propagieren und selbst jetzt daran festhalten, wo klar ersichtlich ist, dass die einheimische Bevölkerung unter der ungebremsten Masseneinwanderung leidet, erscheint einem eine Politik der Isolation wohltuend. Ich versuch mal die Politik rauszuhalten. Mich interessiert also Japan. Aus der jetzigen Sicht hätte ich gern (in der Jugend) an einem Schüleraustauschprogramm teilgenommen. Würde sich heute schlecht machen. Ich stelle mich gerade, mit Mitte vierzig in Schuluniform, in einer Oberschule zwischen lauter kleinen Japanern sitzend, vor. Da ich nicht Herr über die Zeit bin, ist dieser Zug abgefahren. Weil das Interesse an der japanischen Kultur erst jetzt entstanden ist, habe ich nichts verpasst. Aber keine Sorge, es gibt genug Dinge, die ich verpasst habe und denen ich hinterher trauere. Aber gut. Ich könnte jetzt nach Japan reisen. Abgesehen vom Geld, ist die Fahrt auf jeden Fall zeitlich begrenzt, so dass ich nicht mehr wäre als ein Tourist. Mit einem entsprechenden finanziellen Polster, könnte ich mich dort länger aufhalten und hätte die Möglichkeit, Japan kennenzulernen. Wir wissen alle, dass der Sex selten hält, was das Ornanieren verspricht. Sollte ich feststellen, dass meine Erwartungen und Sehnsüchte nicht erfüllt werden, pack ich halt meine Sachen und gehe. Und weil diese Art der Sehnsüchte keine reale Substanz haben, vielmehr einem Traum gleichen, kann man richtig auf die Schnauze fallen, wenn man ohne Netz und doppelten Boden versucht, diese „Träume“ zu realisieren. Es gibt doch im Prol-TV diese Reality-Show : „Auswandern leicht gemacht“ oder so ähnlich. Sieht man immer wieder, wie die Auswanderer versagen. Vermutlich läuft die Sendung deshalb schon so lange. Selbst unter den wenigen Auswanderern, die alles wohl durchdacht haben, gibt es welche, die feststellen müssen, dass es das dann doch nicht ist. Es geht nicht primär ums Auswandern etc. Es geht darum, dass wir nur ein Leben haben und mit jedem Tag die unendlich Vielfalt der Möglichkeiten erkennen und leider feststellen müssen, Schade, der Zug ist meistens abgefahren. Wir haben –eine- Möglichkeit der Lebensverwirklichung ergriffen oder - sie wurde uns auf Auge gedrückt. Stellt sich eigentlich nur die Frage: „Kann ich damit leben?“ Nicht zu verwechseln mit: „Kann ich das ertragen?“ Mit so ein paar Millönchen bekommt man natürlich Zeit. Zwar keine zusätzliche Zeit (was so auch wieder nicht stimmt) aber man braucht seine Zeit nicht für den Lebensunterhalt zu verschwenden und kann zumindest versuchen, seine Träume und Sehnsüchte zu erfüllen. Ich stelle gerade wieder fest, sich rational mit seinen Empfindungen auseinanderzusetzen, wirkt Wunder. Klar ist es schade, dass viele Dinge auf der Strecke bleiben werden, einfach weil die Zeit abgelaufen ist. Aber bei der Traurigkeit um die Sehnsüchte, die sich nicht mehr verwirklichen können, dürfen wir (also ich) nicht die Realitäten vergessen, die auch mal Sehnsüchte waren und die sich erfüllt haben.

PS: Ich hab mir das überlegt: Ich brauche keine Arbeit. Ich brauche nur Geld ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.165.928 von borazon am 09.07.18 04:44:45Vielleicht- weil nicht jeder so eine gefestigte Persönlichkeit wie du ist.
Gestern bin ich aus allen Short rausgeflogen. Den Gold Call habe ich bei 1265 EUR verkauft. Dafür HSCEI und Dow Long und Sojabohnen Short reingenommen. Mich würde schon interessieren, wie es Freitag zu einen UP von vier Prozent bei Sojabohnen gekommen ist, obwohl der Handelskrieg und damit die Besteuerung der Bohne durch die Chinesen beschlossene Sache ist. Wahrscheinlich Gewinnmitnahmen der Shorties. Nachdem die Chinesen mitgeteilt haben, dass die Börsen nun genug gefallen seien, ist von dort wohl kein Störfeuer zu erwarten. Höchstens Humpi Trumpi könnte mit seinem Gezwitscher die anstehende Börsenparty verderben. Allerdings- die amerikanischen Börsen spielen die drei japanischen Affen- nichts Sehen, nichts Hören, nichts Sagen. Es wird alles Negative komplett ausgeblendet. Noch anderthalb Wochen bis zum Verfall. Mal sehen, wie weit es die Börsen im Zuge von Verfall und Berichtsaison nach oben hebt. Die Gewinne aus meinem letzten großen Short sind aufgezerrt, jetzt muss mal wieder etwas Größeres reinkommen, damit ich weiterspielen kann. Ab jetzt wird wohl der EUR/USD der Gradmesser sein, inwieweit der Handelskrieg seine Wirkung entfaltet. Markus Koch meinte letztens, an der Wallstreet sehe man Kursziele von 1,05. Hab ich auch. Allerdings war dies vor Ausbruch des Krieges. Keine Ahnung, wie der Markt positioniert ist. Ich könnte mir denken Short. Insofern könnte der Dollar schneller abwerten, als man denkt. Ich hab mir die 1,18 für einen Einstieg Long vorgemerkt. Ist schon krass. Die Zinskurve wird auf der einen Seite inverse, weil die Anleiheinvestoren mit sinkenden Zinsen in der Zukunft rechnen und auf der anderen Seite haben die Aktienmärkte kurzfristig gesehen Angst vor weiteren Zinsanstiegen. Der kleine Sultan Erdogan macht jetzt scheinbar seine Vetternwirtschaft offenkundig, was die türkische Lira unter Druck bringt. Schauen wir mal, wann die ersten Türken aus der Türkei dauerhaft ihre Verwandten hier in Deutschland besuchen kommen. Jetzt versuchen die Türken ihr Geldvermögen wohl in Kryptowährungen zu retten. Die sollten lieber Gold kaufen. Ach so ja- das will ja auch keiner haben. Echt verdrehte Welt.
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